Beiträge von Phonhaus

    So rechne ich eigentlich gar nicht. Hier kristallisiert sich langsam heraus, dass nach Lillys Tod vermutlich nochmal ein Welpe zu Momo einziehen wird, weil wir das dann vermutlich noch gut stemmen können. Ich bin 53 und werde gerade wieder deutlich fitter, Mann ist 58 und trotz chronischer Erkrankung noch gut beisammen. Und dann, sollte es dann noch Hunde bei uns geben, ältere Hunde aus dem Tierschutz.

    Wenn wir körperlich keine Gassigänge mehr ermöglichen können, dann hat diese Zeit ein Ende. Sollte es da eine „Übergangsfrist“ geben, dann wird ein Gassiservice engagiert.

    Wir haben testamentarisch festgehalten, dass unsere Erbschaft daran geknüpft ist, dass zum Todeszeitpunkt bei uns lebende Hunde von unserer Erbin weiter versorgt werden. Mit angeordneter Testamentsvollstreckung. Unsere Erbin weiß Bescheid und ist einverstanden.

    Aber das sind halt nur so Gedanken - wie es schlussendlich kommt, kann ja keiner von uns wissen :smile:. Die Befürchtungen, die ich für die kommenden Jahre habe: Neben denen verblasst die Frage nach Hund oder nicht :( :.

    Ich würde das gerne so machen. Aber leider ist bei Momos schwarzem Fell keine Chance dafür da, ich sehe die Vibrissen schlicht nicht und kann sie auch nicht fühlen. Wenn da mal was rauswächst, sind das 2 oder 3 Fussel pro Seite. Und die brechen ab.


    Daher gibts hier einen Bart und ich bin gerade wieder in der schönsten Kletten-rauspfriemel-Zeit, Beim letzten Scheren ist sie mir mit dem Kopf reingegrätscht, weshalb der Bart etwas kürzer ist als sonst. Aber es bleibt so viel stehen, dass ich hoffe, dass die Einsatzfähigkeit nicht beeinträchtigt ist. Die Klettenfangfähigkeit ist es definitiv nicht.

    Heute früh war ich um kurz vor 6 bei 9 Grad im T-Shirt draußen und hab den Gassigang genossen. Jetzt ist 27 Grad und ich würde den Hunden gerne empfehlen, sich alleine rauszulassen. Aber wenigstens ist es drinnen kühl.

    Morgen ist auch 6 Uhr fürs lange Gassi angedacht, da soll es dann wieder 17 Grad haben und bis zu 29 Grad klettern :skeptisch2: Danach ist der Spuk dann aber laut Vorhersage vorbei.


    Ich hab mir gestern jedenfalls erstmal eine Tageslichtlampe für den Sommer gekauft.

    So ist es.

    Biologisch betrachtet: Damit der Metabolismus lernt, Stress zu regulieren und Adrenalin abzubauen ohne zu überdrehen, muss er auch die Möglichkeit haben, Stress zu erfahren :smile: Bevorzugt in gut verträglichem Maß, aber wenn es mal zu viel ist, ist das auch kein Beinbruch. Das kommt vor. Und er muss sich auch mit etwas auseinandersetzen können, um daran zu wachsen und Selbstbewusstsein zu lernen.


    Wird der Hund in Watte gepackt und kann nicht lernen, mit negativen Erfahrungen und Herausforderungen umzugehen, dann ist er auch viel weniger gerüstet dafür, wenn wirklich mal etwas Problematisches passiert.


    Viel Spaß mit dem Kleinen. Denk nicht zu viel über alles nach und genieße die Welpenzeit, die geht viel zu schnell vorbei :smile:

    Falls der Kleine ein stabiles Nervenkostüm, ein fröhliches Naturell, ausreichend Schlaf, Resilienz und gute Grundlagen bei der Sozialisation hat, sollte ihm das eigentlich nicht wirklich was ausmachen. Sollte er kein stabiles Nervenkostüm etc. oder Holprigkeiten in der Sozialisation gehabt haben, könnte es schon sein. Aber es wäre dann nur das sekundäre Problem.

    Zeigt er ich denn meidig oder nervös?

    Lilly ist jetzt fast 10 Jahre bei uns und sie war ausgewachsen. Also vermutlich irgendwas 12+. Für mich ist sie trotzdem noch ein Hund im besten Alter, weil man außer leichtem Muskelabbau und seit ein paar Wochen beginnender Eintrübung der Augen keinerlei Anzeichen von „altem Hund“ an ihr sieht.

    Als wir sie als abgemagertes Stückchen Haut und Knochen mit Angst vor wirklich Allem bekommen habe, habe ich mir nicht träumen lassen, dass wir überhaupt diese 10 fitten, glücklichen und gesunden Jahre haben. Alles, was noch kommt ist Kür. Und ich werde sie genießen :smile:.

    Ich habe übrigens genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Je älter ich werde und je mehr Erfahrungen mit dem Tod und Verlusten ich habe, desto besser kann ich damit umgehen und einfach die Zeit genießen, die gemeinsam da ist. Ich habe keine engen lebenden Angehörigen mehr, musste mich im Lauf meines Lebens bisher von Vater, Stiefvater, Mutter, meinem Paten, Großeltern, Schwiegervater, einem sehr lieben Freund, 3 Hunden, 4 Katzen und einigen Kleintieren verabschieden. Dazu Hunde, die ich betreut habe und die einen festen Platz in meinem Herzen haben.

    In früheren Jahren war ich verzweifelt, traurig, hilflos und unglaublich wütend bei jedem Verlust, ich konnte ganz schlecht loslassen und akzeptieren, dass sich die Welt einfach ohne Innehalten weiterdreht. Das hat sich völlig geändert. Ich trauere, aber ich habe auch den Wunsch, die Trauer loszulassen und akzeptiere, dass meine Liebe für mich eine Welt, aber in der Welt nur eine Spur von unzählig vielen ist :smile:.

    So lange ich noch irgendwie körperlich kann, möchte ich noch Hunde haben. Schauen wir mal.

    Hier gibt es Fastfood. Sie waren beim Gassi so brav, dass ich bei teo Bio-Chickennuggets eingekauft habe. Mit gebratener Gurke, Banane, Konbualgen, Sesam und Hanföl.


    Momos Gesichtsausdruck weiß ich nicht ganz zu deuten :???: Hoffentlich krieg ich nachher nicht den Napf um die Ohren gehauen.


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