Ja. Aber es macht schon einen Unterschied, dass man die Möglichkeit hat, im zornigen Impuls auch in der Distanz zu agieren. Das lädt ein Stück weit zum unreflektiertem Frust Abreagieren ein. Klar, ist beim geworfenem Schlüsselbund auch so, aber da hat der Hund wenigstens eine reelle Chance, nicht getroffen zu werden.
Das steht und fällt halt mit der Person.
Gibt da im englischen so ne schöne Grafik mit dem Satz " cruelty is a choice a Person makes, Not a tool" .
Es gab in meiner ehemaligen Nachbarschaft mal einen HH der seinen Hund mit dem Flexi Gehäuse verprügelt hat wenn der sich nicht verhielt wie erwünscht ( ich hab ihn beim vetamt gemeldet) . Muss man auch erst drauf kommen.
Wer nur stumpf Gewalt ausüben will wird das tun, egal womit.
Stumpfe Verbote sind nie zielführend, ist wie mit Rasselisten und Einfuhrverbot unter Alter X .
Die Leute die Probleme machen juckt das nicht, die machen weiter Probleme.
Avocado hat es in Hinblick auf den Einsatz von ERGs ja hervorragend beschrieben, da wo es nicht verboten ist wird weniger Scheisse aus schlichter Unwissenheit getan weil die Option für Anleitung besteht.
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Ich bestreite gar nicht, dass es auch an der Person hängt bzw. an der Art des Einsatzes. Aber ganz personenunabhängig ist eine „Verführbarkeit“ da - durch die Distanz und durch die Anonymität. „Tools“ sind daher teils aus gutem Grund verboten, deshalb gibt es z. B. auch Waffengesetze. Auch wenn nicht jeder dieses „Tool“ unsachkundig oder grausam schmerzhaft einsetzt bzw. aus einer bestimmten Sichtweise der Einsatz sogar als sinnvoll erachtet werden könnte.
Man kann weder Grausamkeit noch Unwissenheit noch Dummheit verbieten. Und wie ich in einem anderen Thread schon angemerkt habe: Ich würde mir auch keine staatliche Regulierung wünschen, die grundsätzlich unter der strikten Maßgabe handelt, dass Menschen nicht eigenverantwortlich und ethisch handeln können.
Da bleibt dann halt die Möglichkeit des Eingriffs im Kleinen, wie z. B. das Verbot eines „Tools“, für dessen unverzichtbaren Nutzen es recht wenig Argumente gibt, für dessen Schaden aber viel. Zumal unsere Tierschutzgesetzgebung da sehr eindeutig ist.
Oder gibt es - ich meine die Frage jetzt ernst, nicht schnippisch - tatsächlich wichtige Einsatzgebiete, in denen der Einsatz ERG nicht ersetzt werden kann? Ich kenne entsprechende Argumente aus dem Bereich der Jagdhundeausbildung. Aber halt auch nicht ausgeführt, weil Rückfragen dann halt gerne wieder mit Statements beantwortet werden in die Richtung, dass man mit Ahnungslosen (und ja, in dem Bereich bin ich ahnungslos, gebe ich gerne zu) darüber nicht sprechen könne. Allerdings gibts von den mir hier bekannten Jägern gerade mal Zwei, bei denen ich (mit meiner Brille) einen wirklich guten, kompetenten Umgang mit ihren Hunden sehe. Bei denen dafür außerordentlich, aber da gibts halt auch die Anderen.