Beiträge von Phonhaus

    Zusätzlich schon zu den vielen genannten Vernunftgründen: Ich kann diese „Verliebtheit“ in eine Rasse schon verstehen und gut gezogene Doggen sind wunderschöne Hunde. Ich kenne einige, hier im Dorf gibts gleich drei, meine erste Hündin war von Welpe an mit einer mehrere Jahre zusammen in der Hundeschule und in der Verwandtschaft gibt/gab es zwei.

    „Sanfter Riese“ wäre mir als Stichwort nicht eingefallen. Als Junghunde waren die alle sehr, sehr temperamentvoll und bewegungsfreudig. Auch kontaktfreudig, nur die meisten anderen Hunde waren nicht davon begeistert, körperlich von einer Jungdogge angespielt zu werden. Habe auch mehr als einmal einen Halter unfreiwillig reiten oder sprinten lernen sehen :smile: Sehr charmant, sehr witzig. Vor allem für die Zuschauer. Aber auch ziemlich anstrengend.

    Mit Ende der Junghundezeit kam dann das territoriale Verhalten heraus. Und schon die ersten Alterszipperlein. Die Phase, in der schon alle Diskussionen abgehakt sind und das einfach ein in sich ruhender Verlasshund neben dem Halter marschiert ist - so ab 3-4 Jahren - die war vergleichsweise kurz.

    Der Hundeschulkumpel ist mit 7 Jahren verstorben, meine erste Hündin hat uns knapp sechzehneinhalb Jahre begleitet. So schön ich sie finde, ich könnte und wollte das nicht.

    Wenn Du in Richtung etwas kleinerer Hunderassen denkst: Was würde Dich da ansprechen und was würde Dir gar nicht zusagen?

    Ribisel

    also, solche Worte bin ich von Phonhaus gewohnt xD

    Aber, was ist das bitte?

    Ich bedaure, bei Österreichisch muss ich passen :D . Ich sitze ja schon meistens ratlos vor österreichischen Krimis und beschwer mich, dass kein Mensch deren Bairisch versteht (außer der Hader spielt mit, dann weiß ich wenigstens, wo ich den Dialekt verorten muss. Verstehen tu ich trotzdem nix |) )

    Ich denke bei Deiner Schilderung auch, dass sich da bei Eurer Nachbarin ein ganz großer Teil auf der emotionalen Ebene abspielt, beim Bedürfnis nach Zuwendung (geben und erhalten), Zusammengehörigkeit und positiver Bestätigung. Das sind genuin menschliche Grundbedürfnisse. Mit Logik oder Sachlichkeit erfolgreich dagegen zu argumentieren ist schwer. Und es lässt sich auch niemand gerne sagen, dass etwas falsch ist, was doch so viele positive Gefühle auslöst. Es lässt sich auch niemand gerne Vorschriften zum eigenen Verhalten machen. Was i. d. R. mit steigendem Alter nicht besser wird, ich spreche hier aus Erfahrung :smile:. Dazu kommt, dass Ihr ihre Hilfe bei der Versorgung des Hunds ja unter bestimmten Umständen auch gerne in Anspruch nehmt.

    Ich sähe hier die deutlich besseren Chancen auch bei ganz klaren Grenzen. Sprich: Ihr unterbindet den nicht überwachten Kontakt und die unabgesprochene Leckerchengabe komplett.

    Wenn Ihr das nicht möchtet oder es Euch zu krass ist, macht Euch klar, wie stark das ist, was sie motiviert. Natürlich könnt Ihr versuchen, das zu regulieren und Grenzen festzulegen. Oder Strategien zu entwickeln wie z. B., dass Ihr „erlaubte“ Leckerchen in „erlaubter“ Menge zur Verfügung stellt und sie bittet, nur diese Leckerchen in Menge xyz pro Woche zu verfüttern.

    Meine Prognose dabei wäre allerdings, dass das nur für eine begrenzte Zeit klappt, es erstmal eine Ausnahme da und eine Ausnahme hier gibt, bis sich alte Verhaltensweisen wieder eingeschlichen haben. Das ist einfach menschlich :smile:

    Momo hat sich einen heruntergefallenen Apfel geangelt und mir zum Werfen gebracht. Ich bin beim Werfen nur unwesentlich besser als beim Kicken |) Habe den Apfel geworfen und versehentlich volle Kanne Lilly getroffen :ops: .

    Lilly ist erstmal erschrocken zur Seite gehüpft. Guckte mich an, sah dann den Apfel, ging kurz in Kauerstellung und ist dann Highspeed losgerast und hat Momo einen Bodycheck vom Feinsten verpasst. Während die noch darauf gewartet hat, dass ihr Apfel endlich professionell geworfen wird.

    Armer Pudel: Hat nicht nur ein Frauchen, das zu doof zum Werfen ist, sondern sie kassiert auch noch Prügel deswegen :lol: