Beiträge von Phonhaus

    Aktualisierung:

    14. Lies ein Buch, dessen Genre wird von jemand anders bestimmt wird und das außerhalb der Komfort-Zone liegt

    Neal Shusterman: Scythe - Die Hüter des Todes

    Nesa8486 Dankeschön - es hat mir tatsächlich gut gefallen :smile: Das Setting war interessant, die Charaktere ebenso. Setting ist eine Welt, in der niemand mehr natürlich stirbt und die menschlichen Angelegenheiten von einer KI geregelt werden. Zur Kontrolle der Bevölkerung gibts die Scythe - staatlich beauftragte Mörder, die unparteiisch bestimmen, wer sterben muss und das auch vollstrecken. Protagonisten sind zwei Jugendliche, die von einem Scythe in die Lehre genommen werden. Die Ausbildung dreht sich um die Frage, welchen ethischen Weg man für die Entwicklung dieser Aufgabe wählt.

    Spannend geschrieben. Aus dem Worldbuilding hätte noch deutlich mehr herausgeholt werden können, aber es ist auch der erste Band einer Trilogie. Ich gucke mal, ob ich die anderen zwei Bände auch in der Challenge unterbringe. Die Trilogie gibts bei Skoobe zu leihen.

    15. Lies ein Buch, bei dem der Name der Hauptfigur mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie eines deiner Haustiere

    Christina Henry: Knochenwald

    Flüssig geschrieben und spannend. Eine gruselige Geschichte darüber, dass die wahren Monster nicht die mit Fell und Klauen sind. Ich hab mir Christina Henry ein wenig „überlesen“ und bin deshalb nicht wirklich begeistert, aber das Buch ist lesenswert.

    Wir haben gerade gemütlich auf der Couch gegessen. Momo lag zwischen uns und sabberte auf die Couch. Herrchen entdeckte es (ich war noch am Essen), deutete darauf und fragte Momo: „Was ist DAS?!“ Momo guckte auf Herrchen, guckte auf den Fleck, guckte Herrchen an. Schnappte sich meine! Serviette vom Tisch und drückte sie Herrchen in die Hand. Er fing an zu Lachen und tupfte den Fleck weg. Mit meiner Serviette! Während ich noch gegessen habe. Frechheit - wenn sie Herrchen mit einer Serviette beschwichtigen will, dann soll sie doch bitte eine aus der Küche holen :fluchen:

    Hier gibts kein Deckentraining. Brauche ich nicht, die Hunde auch nicht. Und ich bin zu faul, was zu trainieren, was wir nicht brauchen.

    Impulskontrolle bzw. Selbstregulation wird hier natürlich trotzdem abgefragt. Als Beispiele: Lilly mit ihrer Panik musste lernen, mit Angst anders umzugehen und nicht in blinde Panik zu verfallen. Die wirrköpfige Hüpfpudeline musste lernen, dass man mit „auch mal langsam und konzentriert“ bessere Erfolge erzieht. Frust aushalten müssen beide auch - Lilly darf z. B. fremde Menschen und Hunde nicht mit lautem Gebrüll aus ihrem Dunstkreis vertreiben, Momo darf weder Wild noch Katzen hetzen. Hat aber beides nix mit Bällen oder Decken zu tun.

    Im guten Zusammenleben ist es für uns wichtig, dass Jeder sich mal zurücknehmen kann und öfter mal in der Lage ist, kurz über das nachzudenken, was er tun will/soll. Dafür braucht es bei Mensch wie Hund Impulskontrolle und Frustrationstoleranz. Wie man das übt, da gibts verschiedene Ansätze, je nach beteiligtem Mensch und beteiligtem Hund.

    Hier gabs mit Kombu-Algen, Knochenmehl und Ei gebratene Hähnchenleber und Blutwurst, dazu Pfannengemüse aus Kartoffeln, Topinambur, Gelber Bete, Möhre, Fenchel und Feldsalat. Garniert mit Hanföl und geröstetem Sesam:

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    Rumi

    Der Stand, den Du beschreibst, den hatten wir mit Lilly nach so 5-6 Jahren. Und sie ist seitdem kontinuierlich weitergekommen :smile: Wenn sie hier ist und alles so ist, wie es soll, dann hat sie keine Angst mehr, sondern ist ein glücklicher und frecher Hund. Aber wenn es nicht so ist, wie es soll, dann ist sie im Dauer-Habacht. Sie muss nicht oft aus ihrer Komfortzone, ab und an muten wir ihr es aber bewusst zu und ab und an spielt das Leben nicht so mit, wie es ihrer Meinung nach sollte :smile:

    doll parts

    Ich habe meiner Erfahrung tatsächlich nur den Tipp, die Erwartungen an den Hund runterzuschrauben.

    Lilly hat lange gebraucht, mit meinem Mann überhaupt warm zu werden. Jetzt ist sie ähnlich anhänglich, rennt auch nicht weg. Aber wenn er nach dem Rückzug zur Nachtruhe zu nahe an ihre Höhle kommt, wird er wüst bestimmt. Und ich würde auch nicht ausschließen, dass sie reinhackt, würde er in dem Moment in die Höhle langen.

    Er ist nicht groß, aber laut, ausladend in seinen Bewegungen, neigt zu Hektik und Ungeduld (die er auch ausstrahlt). Ist der Meinung, dass alles mit Schwung (wie er es nennt) erledigt werden muss. Deshalb sammeln wir nur noch Briefbeschwerer und schwere Kristallvasen und Schalen, die filigranen Glassachen sind alle futsch. Er flucht beim kleinsten Anlass, singt laut, spielt Luftorchester und hat immer Musik oder Fernsehen laufen. So ist er einfach, er mag sich auch nicht dämpfen und ich erwarte es auch nicht von ihm (ähm - meistens :lol: ). Das muss Lilly akzeptieren. Und er muss halt akzeptieren, dass er aus ihrer Sicht zwar ein wirklich netter Troll ist, aber trotzdem ein Troll.

    Außerdem ärgert er sie manchmal ein wenig. Auf die Art zärtlich neckend, aber Lilly ist trotzdem jedesmal ratlos. Ihm macht das Spaß, wenn sie ihn dann anguckt und man hinter ihrer Stirn die Murmeln klackern hört. Ronja hat das viel Spaß gemacht, Momo kann das gut ab und fordert dann Spiel ein. Lilly hat für so etwas kein Rezept, da merkt man ein Stück die Grenzen ihrer Verarbeitungskapazitäten.

    In solchen Situationen sag ich ihm schon, dass ihn das aus ihrer Sicht weniger berechenbar macht. Aber ganz will oder kann er das nicht abstellen. Und Lilly hat sich ein Stück weit dran gewöhnt, dass er manchmal einfach seltsam ist. Dafür gibts dann halt auch eine Erdnuss, Chips oder Flips, je nachdem, was er gerade da hat. Er hat akzeptiert, dass sie ihn meistens gut und manchmal doof findet. Auf ihre Art hängen die Zwei schon sehr aneinander.