Aktualisierung für heute. Ich gehe jetzt nämlich ins Bett und lese Fanfiction 
1. Lies eine Graphic Novel/Comic/Manga
Christopher Kul - Want & Piero: Kontinentale Philosophie (Die Moderne in Frankreich und Deutschland)
Örks - das war nix. Dass sich über die Auswahl und Repräsentanz von Autor*Innen und Texten bei sowas streiten lässt ist klar. Dass es nur Streiflichter sein können und keine Einführungen auch. Aber dass Zusammenfassungen/Interpretationen teils einfach nicht korrekt sind, Interpretiertes als Zitat steht, das ist schauderlich. Kommt dazu, dass eine Beliebigkeit bei der Auswahl logische Abfolgen suggeriert, wo sie nicht sind.
Nicht nur gelangweilt, sondern angepisst war ich ob der Zeichnungen. Während die Herren der Schöpfung liebevoll ausgearbeitete Charakterköpfe haben, war de Beauvoir nur anhand ihrer Frisur charakterisiert im Schatten Sartres ( wo sie sich - fairneßhalber angemerkt - auch ihrerzeit hinbegeben hatte). Und Kristeva und Irigaray haben dann auch noch das gleiche sprechende (strenge und recht geschlechtsneutrale nach einem nichtssagendem Portrait von Irigaray) Gesicht bekommen. Ich vermute, Kristeva sollte irgendwie in der begleitenden tanzenden Frau aufscheinen. Tat sie aber nicht.
Das Büchlein wandert direkt in die Mülltonne. Es sei denn, jemand wollte es haben.
16. Lies ein Buch, dessen Titel in einer Primär(Druck)farbe (rot, grün, blau, türkis, magenta, gelb) gedruckt ist
James J. Butcher: Dead Man‘s Hand
Urban Fantasy ähnlich wie die, sie sein Vater schreibt, aber deutlich besser als sein Vater bei den ersten Büchern. Nix qualitativ Hervorstechendes, hat aber Spaß gemacht.
20. Lies ein Buch, das aus einer Sprache übersetzt, die dir nicht geläufig ist
Alessandro Baricco: Sterben vor Lachen
Eine kleine Perle, die ich ohne die Challenge nicht entdeckt hätte
Ich kannte von ihm bisher die bezaubernde Geschichte „Novecento“ (verfilmt als „Die Legende des Ozeanpianisten“). Bei dem Büchlein handelt es soch um eine Sammlung von Aufsätzen zu Philosophie, Musik, Sprache und Schrift anhand der Opera Buffa, mit Rekurs auf Mozart und Rossini, Benjamin und Adorno.
Rossini läuft mir dieses Jahr laufend über den Weg mit dem Versprechen, dass es da ein Besonderes zu entdecken gibt, das mir bisher entgangen ist. Und wieder bedaure ich, dass ich keine Ahnung von Musik habe. Aber immerhin so viel, dass ich über Folgendes herzhaft lachen konnte (Zitat aus der ÜbersetzungEdition Akzente Hanser, Seite 54):
(Bezogen auf die Leichtigkeit und Flüchtigkeit des Transzendentalen in der Opera Buffa bei Rossini und in der ersten „Kritik“ Kants): „Die eine wie die andere wurden hinweggefegt vom Idealismus und dem Melodram des 19. Jahrhunderts. Es war das Jahrhundert der Krämer, und mit einer gewissen Konsequenz fühlte es sich genötigt, den Ernst der Ideen in Kilos abzuwiegen. Oder in Stunden, wie bei Wagner.“
Mein Tageshighlight neben Pudelpossen 