Beiträge von Phonhaus

    Mir wäre ein Schwerpunkt auf Prophylaxe lieber, als zu strafen.


    Das liefe dann aber quasi wieder darauf hinaus, Menschen per stärkerer Regulierung vor ihrer eigenen Unwissenheit zu schützen.


    1. Ich bin da nicht optimistisch. Aus meiner Erfahrung im Tierschutz heraus bei Vereinen, die intensiv beraten. Und auch so aus der allgemeinen Lebenserfahrung heraus. Spätestens seit dem 23.02.25 hat sich da auch das letzte Fünkchen an Hoffnung bei mir zerschlagen.


    2. Und jetzt mit konkretem Bezug auf Hundehaltung sehe ich den Sinn auch nicht. Es wäre für mich in etwa so, wie mit einer Kanone auf (um die armen Spatzen mal in Ruhe zu lassen) Person XYZ (hier setze bitte jeder für sich einen Namen nach eigenem Gutdünken ein) zu schießen. Man könnte sich vielleicht gedanklich mit dem Ziel anfreunden, aber sollte sich gut überlegen, ob Kollateralschäden und Aufwand auch nur im mindesten Verhältnis zu dem Nutzen stehen, den man erreichen möchte.

    Gut - nach meiner Mentalität bin ich auch nicht so der Freund von Strafen, mir wäre lieber, es würde investiert in gescheite Auffangmöglichkeiten. Nicht, weil ich in allen Fällen glücklich damit bin, dass sich Menschen dadurch einfach einer selbst gewählten Verantwortung entledigen können, wenn es unbequem wird. Sondern weil da meiner Einschätzung nach die Kosten/Nutzen Kalkulation am Stimmigsten ist. Aber das ist natürlich auch eine Frage der individuellen Wertung. Wie immer, wenn auch nicht monetäre Faktoren als Nutzen in die Betrachtung einfließen.

    Jetzt nicht an Dich, sondern allgemein: Ja, wäre doch schön, wenn Menschen, Staaten und sonstige Organisationen es allgemein hinbekommen würden, ihr reales Verhalten wenigstens rudimentär an das anzupassen, was in der Theorie eigentlich schon längst gesellschaftlicher Konsens im Bereich Ethos/Moral ist.

    Würde man endlich ethisch mit Leben umgehen, würde sich ganz viel von selbst regulieren. U. A. Hundehaltung, bei der unter vielen anderen Aspekten dann doch auch vorauszusetzen wäre, dass ethisch umgegangen wird mit dem, was im Napf oder sonstwie im Magen landet. Dann könnte ich auch besser darüber diskutieren, ohne rot zu werden.

    Aber da sind wir durch die Bank noch lange nicht mal auf dem Weg in eine passende Richtung. Und so lange bleiben Diskussionen darüber, wie schön es wäre, wenn dich endlich jeder die passenden Werte hätte (das „wieder“ lasse ich hier bewusst weg, ich finde nicht, dass Hundehaltung z. B. in den 50er Jahren ein erstrebenswertes Vorbild ist), so lange bleiben das einfach Spekulationen im luftleerem Raum. Machen Spaß - oder befriedigen ein Nerv- oder Schimpf- oder sonstiges Bedürfnis - aber man kann halt wenig praktikablen Lösungsgehalt herausziehen. Für den muss man kleinkariert schauen, was aktuell machbar und sinnvoll ist.

    Ich wüsste tatsächlich auch nicht, was es im Mindesten gegen das Problem ausrichten sollte, dass Menschen mit sachgerechter Ausbildung oder weiterer Haltung ihrer Hunde überfordert sind.

    Hm - du weist doch selber immer wieder darauf hin, sämtliche Überlegungen hinsichlich jedweder Maßnahmen wären ohne ausreichende Datengrundlage müßig.

    Nö. Bzw. schmeißt Du da verschiedene paar Schuhe zusammen.

    In der aktuellen Diskussion ging es um Folgende: Menschen mit einem Hund, mit dessen Aggressionsverhalten sie nicht umgehen können/mit dem sie überfordert sind haben keine verbindliche Möglichkeit zur Abgabe. Aus Sicht des Betroffenen ist es da auch nicht so wichtig, ob es ein genuin gefährlicher Hund ist oder einfach Erziehung/Zusammenleben verfahren ist. Er hat ein Problem, das er aus seiner Sicht nur mit der Abgabe lösen kann. Oder der Tötung des Tiers, womit er das Problem (wenn er es legal lösen möchte) auf den angesprochenen Tierarzt abwälzt.

    Dieses Problem ist nicht mit einer Datenbank zu lösen

    Eine Datenbank mit Registrierung aller Beißvorfälle und systematischer Auswertung wäre dafür sinnvoll, wenn es darum geht, Regulierung über Rasselisten/Zucht-/Import-/oder Haltungsverbote bestimmter Hundetypen oder -gruppen zu betreiben. Ist eine andere, wenn auch zusammenhängende Baustelle.

    Eine Datenbank könnte auch hilfreich sein, wenn es um andere Regulierungsansätze wie eine verpflichtende Eignungsprüfung geht. Alleine schon zur Entscheidung und weiteren Prüfung, ob Nutzen und Aufwand in Relation stehen und die Maßnahme auch den zu erwartenden Nutzen erzielt. Aber auch das hilft dem individuell betroffenem Menschen im Szenario 1 nicht weiter. Man könnte spekulieren, dass es davon weniger gibt, wenn im Vorfeld für alle Halter eine Eignungsprüfung stattfände. Aber das ist erstmal nur eine Annahme.

    Ich auch nicht!

    Im Gegenteil, ich teile oft genug mit, dass ich weitergehende regulierende Eingriffe staatlicher Seite nicht gut heiße, es braucht keine weitere.

    HSt kann nicht verpflichtend verteilt werden. Diese Aufwandsteuer wird zur Finanzierung aller kommunaler Aufgaben verwendet!

    Verpflichtend und freiwillig beißt sich, das kann niemals wohlwollend einher gehen.

    Sehe ich ähnlich.

    Eine angenommene freiwillige „Solidaritätsversicherung“ hätte neben echten Startschwierigkeiten (Akzeptanz, und wie will man da vernünftig das Risiko berechnen?) noch folgendes Problem, weswegen sie für mich wahrscheinlich auch nicht in Frage käme: Wo würden die die abgegebenen Tiere unterbringen? Gäbe es dann eigene möglichst günstige „Verwahranstalten“ für Versicherungsfälle? Ich würde nicht wollen, dass eine auf Kostenreduzierung und Gewinnerzielung ausgerichtete Organisation die Betreuung meines Tiers übernimmt.

    Hyäne


    Solkte es nicht eh schon vorbei sein: Ich hatte nochmal nicht ganz veganen Flammkuchen, diesmal mit dem Simply V Käse. Ist auch gut geworden, obwohl der von Violife mir ein wenig besser schmeckt. Nicht ganz vegan wegen des Honigs.


    4fach belegt: Spargel mit veganem Speck und Simply V Pizzaanalogkäse, Tomaten und Oliven mit Violife Fetaersatz, Süßkartoffel und Thaibasilikum mit Violife Feta-Ersatz und ein Teil mit Zwetschen, Reineclauden, Honig und Nüssen.


    Vor dem Backen:

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    und fertig. Der Simply V Käse bleibt etwas fester in der Konsistenz und Optik:


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    Hier gabs veganen Flammkuchen. 4fach belegt: Spargel mit veganem Speck und Simply V Pizzaanalogkäse, Tomaten und Oliven mit Violife Fetaersatz, Süßkartoffel und Thaibasilikum mit Violife Feta-Ersatz und ein Teil mit Zwetschen, Reineclauden, Honig und Nüssen.


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    Es ist und bleibt ein Teufelskreis!


    Und dann ist halt die Frage: Ist das Problem - auf die Masse aller Hundehalter betrachtet - so gravierend, dass dieser Teufelskreis angegangen werden muss? Oder nimmt man für das Recht auf freie Entfaltung Aller in Kauf, dass es Fälle gibt und geben wird, bei denen es schief geht und Mensch und Hund darunter leiden.

    Der Staat hält sich aus dem Thema so lange raus, bis es nötig wird, zur Gefahrenabwehr zu regulieren. Und private Solidarität gibts bisher nur auf freiwilliger Basis. Ich bezweifle auch, dass sowas wie eine zusätzliche verpflichtende Hundesteuer für Tierschutzangelegenheiten oder eine verpflichtende Hundehalter-Privatabgabe-Versicherung im Schnitt gut ankommen würde. Und Letzteres freiwillig? Hmh. Ich bin durchaus sehr spendewillig, aber so eine Versicherung würde ich recht sicher nicht abschließen.


    Ist doch aber bei einer Abgabe auch nicht anders.. ist der störende Hund weg, schafft man sich ganz schnell den nächsten an., :ka:


    Noch was zum Thema Kosten der Unterbringung: wenn der Halter bei einer Abgabe nicht die vollen Unterbringungskosten tragen kann, fände ich es durchaus angebracht, ihn so lange der Hund lebt mit einem Teil seines Einkommens an den Unterbringungskosten zu beteiligen. Ähnlich wie zb auch die Grundstückseigentümer beteiligt werden, wenn ihre Grundstücke erschlossen werden. Ist dann was anderes, als die Verantwortung für den Hund noch tagtäglich selbst zu tragen, aber immerhin hat der Hund dann noch eine „Fußnote“ im Leben seines ehemaligen Halters. Und hätte vlt auch den Nebeneffekt, das man sich eine Neuanschaffung besser überlegt. Allein schon, wenn das Geld vlt nicht mehr so locker sitzt.

    Fänd ich jedenfalls deutlich sinniger, als wenn das alles immer auf Kosten der Allgemeinheit geht.


    Das hört sich in der Theorie nett an.


    Es rechtlich sauber in die Praxis umzusetzen ist halt nicht so einfach. Behält der Besitzer dann das Eigentum am Tier? Wenn nicht, wie will man ihn zwingen, es mitzufinanzieren? Wenn ja, wer leistet den Verwaltungsaufwand und den Nervenkrieg, wenn es um Entscheidungen zur Weitervermittlung, ärztlicher Versorgung, Einschläferung geht? Wer kümmert sich bei ausbleibender Zahlung ums Inkasso?


    Die Kosten für Abgabetiere gehen nicht zu Lasten der Allgemeinheit, die gehen zu Kosten der Menschen, die wohlwollend/idealistisch genug sind, für Tierschutz zu spenden und sich dafür einzusetzen. Jede Orga mit eigenem Konzept.


    Es gibt bestimmt Orgas, bei denen im Ideal die Erwachsenenerziehung und die Kampfkraft so weit mit drinstecken, dass die sich diesen Krampf antun. Die, die ich kenne, haben zwar schon an sowas überlegt, das aber ganz schnell verworfen.