Voraussichtlich letztes Update:
45: Lies eine Anthologie - Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
Wichtiges und Banales, Kritisches und Bejahendes zu einer Denkerin, die „Denken ohne Geländer“ gefordert hat und trotz teilweise berechtigter Kritik die für mich wichtigste menschliche Lektion formuliert hat, die wir immer noch nicht verstanden haben, obwohl sie unserer Gegenwart so, so viel zu sagen hat: „ das Fazit von der furchtbaren „Banalität des Bösen“, vor der das Wort versagt und an der das Denken scheitert.“
(Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem“)
46: Lies ein Buch einer dir unbekannten Autorin - Hannah Nicole Maehrer: Assistent to the Villain
Fantasy mit romantischer Beziehung zum Schurken (der Keiner im Bezug au die Heldin ist), humorvoll, flüssig geschrieben, generisch. Dererlei schießt ja seit geraumer Zeit aus dem Boden. Da es den zweiten Teil zum Leihen gibt, werde ich erstmal dranbleiben.
47: Lies ein Buch, in dem eine KI eine Rolle spielt oder in dem es um KI geht - Joel Shepherd: Die Androidin
Military SF muss echt gut sein, um den Nerv zu umgehen, den der oft vorhandene „Ethos“ des Genres für mich bietet. Also großartig in der Art von McMaster Bujold oder gut wie von Asher und Scalzi. Das erfüllt dieses Buch nicht und dass ausgiebig und bei jeder Gelegenheit Sex zu haben, das Merkmal ist, das am Ausführlichsten beschrieben die „Menschlichkeit“ der Androidin zeigt, ist auch nicht seitenfüllend. Aber gut und flüssig geschrieben.
48: Lies ein Buch mit einem Vogel auf dem Cover - CL Miller - Der falsche Vogel
Hmh, ja. Ein moderner Krimi im altmodisch angehauchtem Landsitz-Setting. Hat seinen Reiz von der Idee her, aber die Ausarbeitung ist blass. Schade
Motto - Wolfgang Langhoff: Die Moorsoldaten
Das Lager Börgermoor war kein Vernichtungslager, die dort Internierten hatten eine Chance. Wie auch hier Brutalität, Entmenschlichung und deren Kehrseite Unmenschlichkeit zugeschlagen haben, zeigt Langhoff in seinem Bericht. Wie brutal sogar die Aufgeklärteren dieser Zeit über „unmännliche sexuelle Orientierung“ geurteilt haben, scheint an einer Stelle unbeabsichtigt auf und hat mir einen Stein in den Weg der Sympathie für den Autor gelegt. Dennoch unbedingt lesenswert, zumal die Entstehung des wunderbaren Lieds „Die Moorsoldaten“ (englisch Peat Bog Soldiers) beschrieben wird. Unbedingt lesenswert.
Damit bin ich mit der Challenge selbst und den zwei Monatsmotti durch. Weiß nicht, ob ich monatsweise noch mitmache, das Konzept ist schwierig für mich ![]()
Ein bisserl Punk zum Aschluss, gibt aber auch wunderbare getragenere Versionen: