Beiträge von Vriff

    Damals noch klassische Softwareschmiede.

    Jetzt ist es anders. Jetzt müssen Anzugträger, Haremshosenliebhaber und überzeugte Barfußläufer miteinander klarkommen. Das ist viel lustiger. Wer mag schon uniforme Teams. Hier prallen täglich Welten aufeinander. Ich liebe es. Allein die unterschiedlichen Weltanschauungen.

    Nene schon richtig. Und ja es ging um die Badewannenszene.

    Toilette gab es eindeutig zu oft. Interessant war der Kollege mit den sehr liebesbedürftigen Nachbarn im Hintergrund. Alle lachen und er sieht Nichts. Kündigungsgrund war der Blowjob bei dem leider die Kamera unter den Tisch gefallen ist.

    Natürlich wird man kein Profi, wenn man einmal die Woche in die Reitschule geht. Das erwartet auch niemand.

    Aber Kinder die nach dem Pony putzen nicht reiten wollen, weil sie müde sind, sind neu. Genauso wie dem Reitlehrer nach einer Runde Traschlurf erklären, dass es für heute reicht, man hat ja schon so viel gemacht.

    Das war der Moment wo mir jeglicher Spaß an Kinderreitschule vergangen ist. Von den motorischen Defiziten nicht angefangen.

    Für mich waren Kinder immer Perpetuum mobile, die vielleicht irgendwann zu Hause im stehen eingeschlafen sind, aber doch niemals am Stall.

    Und genauso das andere Extrem, auf Leistung gepuschte Kinder, die den Vorschlag bei 35Grad ohne Sattel zum Fluss zu tingeln und mit den Ponys zu planschen vollkommen abwägig fanden, man muss doch trainieren.

    Mir ganz persönlich hat da die gesunde Mitte gefehlt. Willig und bemüht zu lernen und mit Spaß dabei.

    Vielleicht ist es ein Blasending. Ich streite die Erfahrungen dieses einen Turniers überhaupt nicht ab.

    Aber ich sehe halt andere Dinge :ka:

    Auslauf wird immer normaler, Heu in angemessener Menge wird immer normaler, passende Sättel werden immer normaler, das durchschnittliche Wissen über Anatomie, Ernährung, Hufe, usw. wird immer größer

    Ich finde auch die durchschnittliche Reiterei wird immer freundlicher. Es wird viel mehr über den Tellerrand geschaut als früher.

    Und ja auch der Gruppenzwang wird größer. Es wird mit dem Finger auf Missstände gezeigt. Social Media...

    Ja ich finde das Reitniveau sinkt, weil der Mensch gefühlt nicht mehr dran bleibt und wildes Reitweisen und Trainerhopping betreibt. Aber im Durchschnitt sehe ich bedeutend weniger Qual als früher. Nur neue Sorten und da nehme ich mich auch nicht aus.

    Mein Pferd ist eine gar fürchterliche Exterieurkrücke. Also genau der Typ Pferd, den Menschen mit Ahnung nicht geschenkt haben wollen und der Rest nicht gesundheitlich erhaltend arbeiten kann. Und sie ist platt. Auf mich mit Gebrüll, ich kann nicht mal sagen, ob ich sie kaputt gemacht habe oder ob das sowieso passiert wäre, weil die Beine krumm sind.

    Und genau von solchen Pferden rede ich. Billig, zu nix zu gebrauchen, schlecht ausgebildet und ein talentfreier Mensch dazu. Die muss man nicht mal reiten, um da Schäden anzurichten. Und genau diese Teams gab es früher nicht. Genausowenig wie die nur Fütterer oder die kein Geld für Tierarzt, aber schlachten ist nicht mehr, Fälle.

    Das ist komplett Haltungsunabhängig. Genauso wie schlechtes Reiten auch.

    Ich bin noch ein Level niedriger und die ganzen unbehandelten Lahmheiten, weil sie nicht erkannt werden, die Hufrehe mit Ansage, dem das ist doch ganz normal Husten.

    Den Matschscheißeausläufen, weil Box ist immer böse.

    Den ganzen Geretteten, die zwar gerettet, aber niemals anständig ausgebildet werden, was dann wieder zu den Lahmheiten führt.

    Und ganz ehrlich, ich bin unsicher ob Rollkur schlimmer ist als mangelnder Trainingszustand daraus resultierendes Übergewicht, schlechte Reitböden, unpassende Ausrüstung und dann auch noch Anfänger obendrauf.

    Natürlich gibt es jede Menge bemühte Freizeitreiter, aber auch die müssen irgendwo lernen und das wird halt schwer, wenn jeder nur sein eigenes Süppchen kocht.

    Ich glaube, wenn, dann hätte ich lieber n reinrassigen... aber ins Leben passt der hier auch nicht so umbedingt.

    Warum nicht?

    So unähnlich finde ich die Hundetypen nicht und der gemeine Aussie ist was Wach- und Schutztrieb angeht deutlich gemäßigter. Da muss man sich heutzutage schon fast Mühe geben, ein kernigeres Exemplar zu finden.

    Genauso die Nervenstärke. Defizite haben sie da alle, aber allein durch die Masse an Züchtern ist es beim Aussie leichter an passendes Exemplar zu finden.