Beiträge von Vriff

    Die Rückläufer bei Katzen finde ich das übrigens nicht vergleichbar.

    Ich auch nicht. Ich finde Hunde und Katzen überhaupt sehr unterschiedlich. Darum ging es auch nicht. Es war ein Beispiel dafür, dass Bauchgefühl, gesunder Menschenverstand oder wie auch immer man es nennen möchte und Realität nicht übereinstimmen. Und allein deshalb fällt es mir schwer über Pflichten des Tierschutzes zu diskutieren, wenn es überhaupt keine gesicherten Erfahrungswerte gibt, was sinnvolle Maßnahmen sind und was nicht. Weil da finde ich es doch wieder vergleichbar, ich bin mir sicher, dass nicht alles, was sich gut anhört auch wirklich gut ist.

    Das Problem ist doch, es gibt kaum Zahlen, Daten, Fakten. Wir diskutieren hier Gefühle und das macht es so schwierig.

    Mal ein Beispiel aus der Realität. Ich komme aus dem Katzenschutz, da gibt es ganz andere Probleme als beim Hund. Aber vermittelt wird da auch und in gewissem Rahmen haben die Pflegestellen eigene Kriterien nach denen sie vermitteln.

    Nach langem internen Kleinkrieg über die Vermittlungsbedingungen haben wir angefangen Statistik zu führen.

    Das überraschende Ergebnis, die Rückläuferquote war bei allen gleich. (Im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich) Egal ob bei den Handverlesenen oder bei den, jeder der will, kriegt eine Katze, Vermittlern.

    Und jetzt wissen wir immer noch nicht, ist das nur bei uns so? Ist das deutschlandweit so? Was lernen wir aus diesem Ergebnis?

    Gute Besserung. Da ist ja alles schief gelaufen, was schief laufen kann.

    Mir haben die Westernreiter hier erklärt, dass man Einohrkopfstücke nur mit Kandare reitet, ansonsten rutscht das viel zu leicht runter.

    Das Geheimnis ist nicht die Kandare, sondern der Kinnriemen. Der verhindert drehen und in Notfällen bei Pferden mit entsprechender Unterlippe auch, dass das Gebiss rausfällt, ganz ohne Kopfstück.

    Aber eigentlich ist an jedem gebisslosem Zaum ein Kehlriemen, der hat einen ähnlichen Effekt. Verhindert Abstreifen am Nachbarpferd (deshalb ist er im Zweispänner meist enger = korrekt eingesgellt, kommt da häufiger vor), mit dem eigenen Bein ausziehen oder am Baum abschubbeln. Gegen verdrehen beim Schütteln nicht ganz so effektiv, aber besser als Nichts.

    Hört auf, das im Internet zu verbreiten. Es darf doch niemand wissen, dass der geheime S das wahre Paradies ist. Und falls sich doch mal ein Tourist verirrt schickt ihn auf den Weg mit Eichelblatt, bis heute weiß ich nicht, ob es den überhaupt gibt oder jemand es lustig fand sporadisch Schilder zu verteilen.

    Großstadt, das komplette Gegenteil. Von Haustür bis Auto habe ich für gewöhnlich 1-6 Hundebegegnungen (also ungefähr so viele wie im geheimen S im Jahr) und davon kenne ich Max 2/3. Was noch lange nicht heißt, das man miteinander reden kann.

    Und nach Jahren des Lücke abpassens, warten und Rücksicht nehmens. Auf den Arm und los, was soll ich mich die paar Meter stressen.

    Wenn sie nicht entspannt vorbei läuft, nehme ich sie auf den Arm. Management für Hundebegnungsgestörte :ops:

    Nach wirklich, wirklich schlechten Erfahrungen bin ich das Problem. Und mir ist jegliche Form von Training zu risikobehaftet, dazu kann ich andere Hundehalter viel zu schlecht lesen.

    Wozu soll es sonst wichtig sein, dass man den Hund im Zweifelsfall tragen kann? Für mich sind das eindeutig Zweifelsfälle. Außerdem ist regelmäßiges Tragetraining wichtig, oder so.

    Wenn der Hund mir nicht optisch zusagt, kann er noch so ein tolles Wesen haben.

    Ach doch. Man gewöhnt sich dran. Solange kein Ekel da ist. Ich hatte noch nie einen hübschen Hund, nicht mal Einen, den ich niedlich fand. Und trotzdem waren es meine Hunde, die ich nie gegen ein schickeres Modell eingetauscht hätte.

    Nicht so oft und nicht so genau hinschauen und irgendwann müssen die genau so :nicken:

    Gerade so was wie Größe ist eine Gewöhnungssache und das geht erfreulich schnell.

    Nimm was mittelgroßes und nenne es Napoleon :hust: