Beiträge von Vriff

    Ja aber es ist doch immer noch in vielen Köpfen dass der privat finanzierte Tierschutz verpflichtend für diesen "Problemfall" zuständig ist. Ich glaube das Empfinden der Tierbesitzer wäre bei einer staatlichen Stelle kein anderes. Die müssen doch wenn ich nicht mehr will und kann.

    Und ich dachte genau darum geht es im so genannten Tierschutzproblem über das wir die ganze Zeit diskutieren :sweet:

    Weil sonst wäre es doch einfach egal, ob die Tierheime voll sind.

    Oder wir diskutieren über Prävention. Dann geht es aber auch nicht darum, dass die Tierheime voll sind, sondern darum zu verhindern, dass es überhaupt zu Abgabehunden kommt. (Da geht's mir jetzt nicht um den sehr geringen Prozentsatz der Verstorbenen mit dem Pudel....)

    Ich denke, es wäre ja schon ein Anfang, wenn die privaten Tierschutzvereine / Organisationen sich um ihre eigenen Schützlinge kümmern (und ggf. die Verträge, die sie mit den Kommunen haben). Also erstmal die Tiere wieder anzunehmen, die sie ursprünglich vermittelt hatten oder die - laut Vertrag - noch unter den Eigentumsvorbehalt des jeweiligen Vereins fallen

    Zahlen, Daten, Fakten.

    Ich habe schon von Geschichten gehört, wo das eben nicht funktioniert und ich kenne persönlich noch mehr Tierschutzvereine in denen das ganz hervorragend funktioniert. Wer von uns beiden hat denn jetzt Recht?

    Wie groß ist das Problem denn jetzt wirklich?

    Aber Organisationen, die sich "Tierschutz" auf die Fahne schreiben und nach einer missglückten Vermittlung sagen: "nö, hab gerade keine Pflegestelle, behalt den Hund nochmal ein paar Monate." sowas prangere ich an.

    Ich glaube da sind wir uns alle einig. Das ist Verantwortung für die eigenen Taten übernehmen.


    Meine "Lösung" wäre, dass die seit Jahren unvermittelbaren, gefährlichen Hunde euthanasiert werden

    Nein, einfach nur nein. Solange Tierschutz eine rein private Angelegenheit ist, möchte ich Tierschützern nicht das Recht nehmen zu entscheiden, welchen Hunden sie helfen wollen.

    Wenn hier reihenweise Tierheime Tiere ablehnen (sogar, wenn einfach der Besitzer verstorben ist), dann kann man es doch nicht anders als "voll" bezeichnen.

    Aber warum lehnen sie ab?

    Weil sie voll sind oder weil das Geld fehlt? Spätestens ab einer Zahnsanierung, die bei Hunden über 5 Jahren wahrscheinlich nötig ist, ist der gemeine Abgabehund ein Verlustgeschäft.

    Das hat doch nicht immer was mit Platz zu tun.

    Und Tierschutz ist Idealistenbetrieb. Die Einen mögen Senioren, die Anderen möglichst Vielen helfen, die Nächsten haben ein Herz für die Schwierigen, aber niemand davon muss irgendwas. Egal ob er könnte, egal ob er sollte und egal wie sinnvoll das wäre.

    Ich finde das durchaus eine interessante Frage. Aber ich kann sie leider nicht beantworten.

    Ist es so oder suchen die Menschen dann Alternativen?

    Nimmt der ausländische Wuschel potentielle Heime weg oder verhindert er Tierleid, weil man sonst zum Kofferraumwelpen gegriffen hätte?

    Ist es vielleicht ganz egal und hat überhaupt keinen Effekt?

    Gehört der nette, gut vermittelbare Hund überhaupt zum Tierschutzproblem?

    Ein Teil des Problems ist natürlich dass die negativ auffälligen Hunde, alte Hunde und zu große Hunde eben deutlich schwerer zu vermitteln sind wenn aus dem Ausland jüngere, kleinere und oft auch einfachere Hunde kommen.

    Das würde ja bedeuten, wenn es diese Hunde nicht gäbe, wären die Hunde, die da sind leichter zu vermitteln. Bezweifle ich irgendwie.

    Wenn ich einen netten Hund will, will ich einen netten Hund. Wenn es keine netten Hunde gibt, nehme ich doch nicht plötzlich einen Anderen.

    Aber klar, natürlich will das keiner, und alle wollen nur für den Ernstfall abgesichert sein...

    Das Problem an einer Hundekrankenversicherung ist einfach, der Ernstfall wird eintreten.

    Das mein Haus abfackelt ist recht unwahrscheinlich. Einen Hund der nie, wirklich nie zum Tierarzt muss und gesund einschläft halte ich für unmöglich.

    Ich glaube die "Sport"impferei meines letzten Hundes war teuerer als ihre kompletten sonstigen Tierarztkosten. Es gab mehr Jahre in denen dieser Hund keine tierärztliche Betreuung brauchte als Jahre mit.

    Trotzdem hatte sie mal einen Unfall -> Kreuzbandzerrung. Diagnostik, Schmerzmittel, längerer Leinenknast. Für mich, wenn ich überlege, was da alles hätte passieren können, ein echt robuster und gesunder Hund, aber halt nicht "Schadensfrei". Und im Alter kamen die Zipperlein, hier ne Tumorop, da mal einen Zahn ziehen, Palliativbehandlung mit Schmerzmitteln, usw.

    Und wenn ich eine Versicherung abschließe erwarte ich, dass sie solche Kosten übernimmt. Das sind wie gesagt, die miinimal zu kalkulierenden Kosten. Mal einen Infekt (hatte dieser Hund nie), eine chronische Krankheit (kann immer passieren) oder einen Unfall, das sind die Gründe, weshalb ich eine Versicherung habe. Das ist das Tierarztkostenlotterieproblem gegen das ich mich absichern möchte. Da hilft mir weder Hundewahl, noch Haltung, noch Vorsorge gegen, das kann immer passieren.