Beiträge von Vriff

    Siehst du, da haben wir schon das erste Missverständnis. Ich sehe immer rücksichtsloseres Verhalten im Straßenverkehr.

    Aber keinen Effekt davon, dass es immer weniger gibt, dass man mit dem normalen Führerschein fahren darf. Das dieser immer teuerer wird, weil es bspw. mehr Pflichtstunden gibt. Also das immer mehr verlangt wird, bevor man ein KFZ bewegen darf.

    Ich erlebe aber, dass ich bspw. in Tschechien sowohl lieber Auto fahre als auch Gassi gehe trotz ähnlicher Gesetze. Ich schaue lieber, was ist da anders.

    Einfach immer mehr Verbote aufstellen, obwohl das Konzept bisher nicht funktioniert ist nicht mein Weg.

    Und natürlich wird Hundehaltung teuerer, wenn ich zuerst irgendwelche Prüfungen oder Kurse belegen muss, wenn es mehr Kontrollen geben soll, die müssen alle bezahlt werden. Ganz unabhängig davon, wie ich mich verhalte.

    Und dann schaue ich wie es im Straßenverkehr läuft…

    Nein einfach nur nein. Positive Gesellschaftliche Änderungen erreicht man nicht durch Gängelei, Denunzieren oder Geld.

    Worauf genau beziehst du dich damit?

    Das ich nicht glaube, dass immer mehr Gesetze und Prüfungen dafür sorgen, dass Menschen sich an Regeln halten und rücksichtsvoll sind.

    Was ich aber sehe ist das dadurch alles teuerer wird.

    Ich möchte aber auch nicht in einer Gesellschaft leben in denen Passanten kontrollieren, ob mein Hund eine Marke trägt. Ich möchte auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der es Geld kostet eine Hundehaltungserlaubnis zu erlangen. Usw.

    Für mich hat das aber auch alles Nichts mit Hundeschutz zu tun, sondern damit wie Menschen miteinander umgehen.

    Mein Idealismus ist da halt nicht mehr existent. Geld ist da auch nicht das Problem.

    Wenig Fläche, viele Pferde, heuer zum Beispiel schlechtes Stroh…

    Irgendwas ist immer. Und ohne eigenen Stall möchte ich Großstadtnah kein Pferd mehr. Jetzt wird halt das Beste draus gemacht, aber schön ist es nicht. Weder fürs Pferd, noch für mich.

    Aber Preise 300-600€ Selbstversorgermatschloch bis Nobeldressurstall.

    Für halbwegs artgerechte Haltung würde ich aktuell 400-450€ rechnen.

    Und jetzt mal zurück zu Realität. Das machen doch wieder nur die, die es auch ohne Zwang getan hätten und der Rest holt sich trotzdem den Hund oder warum genau gibt es überhaupt noch Listenhunde in bayerischen Tierheimen, wo sie da doch sogar komplett verboten sind?

    Wenn das die Lösung des Problems wäre, dürfte es diese Hunde doch überhaupt gar nicht geben. Und in dem Fall sind es definitiv Langzeitsitzer, weil sie nur auswärts vermittelt werden dürfen.

    Schade, dass die ganzen Menschen, die Hunde soweit missverstanden, falsch eingeschätzt oder in den Zustand getrieben haben, immer weiter machen dürfen.

    Dürfen sie denn wirklich?

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand der mehrfach gefährliche Hunde produziert, nicht irgendwann seine Hundehaltungserlaubnis verliert. Genauso wie, wenn er sich nicht an die dazugehörigen Auflagen hält.

    in der Realität wird das selten vorkommen, weil nicht angezeigt. Aber die Kontrollmechanismen sind da.

    Mal unabhängig davon, wie viele Menschen mag es geben die mehrere Hunde, also mehr als 1-2 so falsch behandeln, dass es zu Beißvorfällen kommt und die dann abgeben. Das halte ich doch für recht konstruiert.

    Besser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Wenn man will, dass der Halter in der Verantwortung bleibt, dann will man eben auch das damit einhergehende Risiko und die Belastung.

    Nicht unbedingt, aktuell ist es so, dass du als Eigentümer auch dann in der Verantwortung bleibst, wenn dir die Halteerlaubnis entzogen wird. Es ist also nicht unbedingt so, dass man seinen Hund unbedingt selbst halten können muss, um weiter verantwortlich zu bleiben. Und nein, ich sehe das nicht als Lösung, aber ich bin nicht bereit ein Abgabezentrum für unüberlegt angeschaffte Hunde zu finanzieren. Es ist absolut etwas anderes, wenn man in einzelnen Fällen, Menschen unterstützt, die unverschuldet dahinein geraten sind oder deren finanzielle Möglichkeiten erschöpft sind. Aber einfach so pauschal ein Zentrum, wo alle ihre Hunde abgeben können und das auf staatliche Kosten finanzieren?

    Diese Meinung kann ich verstehen und akzeptieren. Aber dann haben wir doch kein Tierschutzproblem was Hunde anbelangt

    Wir haben keine Straßenhunde in Deutschland. Wir haben Veterinäramter, die bis auf in Einzelfällen, ziemlich gute Arbeit leisten. Hunde haben in Deutschland ein ziemlich gutes Standing. Wir haben keine Seuchen die man bekämpfen müsste.

    Ja wir haben die Hellhoundfoundation. Aber einen schwarzen Fleck braucht jeder. Ich sehe kein systemisches Problem, bei einem Fall, der blöd ist.

    Alles unter der Prämisse, dass ausschließlich der Halter verantwortlich ist. Dann haben wir mehr Tierschutz als ich persönlich je träumen würde.