Beiträge von Vriff

    Das darfst du individuell so sehen. Hier leben Wildlinge im Garten, weil sie eben da sind und für mich ist die Streunerpopulation ein menschengemachtes Problem. Mir sind die kastrierten, ortsansässigen auch lieber, weil sie ein stückweit unkontrollierte Vermehrung verhindern, Revier ist besetzt merkt man immer deutlich wenn hier mal keine leben, was den Jagddruck für geschützte Arten auch verringert. Machen wir uns nix vor, das Katzenproblem in Deutschland ist so riesig, sie sind überall. Man sieht sie nur nicht.

    Trotz Katzen lebt hier aber deutlich mehr Vielfalt als bei meinen Nachbarn. Weil es hier Lebensraum gibt, der woanders fehlt.

    Für mich ist das alles nicht schwarz-weiß.

    Wir haben mehr erlebt, einfach weil wir mitten im Chaos leben und das unser Leben ist. Bus gefahren ist er das erste Mal mit äh viel mehr Monaten, weil nicht Teil unseres Alltags. War aber kein Problem. Seitdem nicht mehr, mache mir aber keine Sorgen das er es nicht könnte.

    Ich finde man hat immer gemerkt wann etwas normal wurde und wann es noch ein Ausflug war. Da habe ich schon geschaut, dass es nicht zu viel Abenteuer an einem Tag gab. Die ersten Male Garten waren aufregend, danach war es eben unser Garten und Pipi machen...

    Das lief aber auch nicht nach meinen Plan. Er hat sich zum Beispiel unheimlich schwer mit Stall getan. Dabei bin ich da jeden Morgen -> er konnte stattdessen ziemlich schnell, ziemlich gut Morgens alleine bleiben oder im Auto schlafen. Ist dafür nicht jeden Tag mitgekommen, sondern nur wenn an dem Tag nichts Anderes geplant war. Auch wichtige Fähigkeiten :ka: Dafür war alles mit Stadt nie erwähnenswert, brauchten wir nicht üben.

    Inzwischen ist er 11 Monate und Stall fast normal. Ich gebe ihm noch ein halbes Jahr und spätestens dann hat sich das "verwachsen".

    Deshalb finde ich so Listen abarbeiten schwierig. Ich würde da eher über, bei mir ist immer sicher, Neues entdecken macht Spaß, usw. gehen.

    Ich sehe schon einen Unterschied zwischen krank und jung. Mal unabhängig davon, dass ich Tamilo inzwischen zu alt für Junghundthemen finde.

    Deshalb rate ich ja auch zu ganz anderen Dingen wie bei einem Junghund. Da wäre ich bei medizinischer Abklärung, Training, etc. Das ist bei euch doch alles schon gelaufen.

    Mit so einem Hund würde ich wirklich mehr managen. Sonntags bei gutem Wetter ist zu viel los, also Gartentag. Morgens gibt es weniger Verkehr, also auch weniger Hunde. Radfahren auf wenig frequentierter Strecke. Doppelter Gewinn, weniger Zeit draußen minimiert nochmal die Wahrscheinlichkeit andere Hunde zu treffen und monotone Bewegung baut Stress ab. Draußenzeit wäre ein eigener Tagesordnungspunkt hier sind Parkhaus außerhalb der Öffnungszeiten, Sackgassen neben Autobahn und zwischen Bahngleisen, Wanderparkplätze bei Regen, usw. sehr beliebte Orte um einfach mal rumzuschnüffeln.

    Eben kleine Stellschrauben die seine Lebensqualität für ihn verbessern. Was davon passt, musst du beurteilen. Aber das ist eben alles nicht Ideal, würde ich mit Junghund so nie empfehlen. Aber Leben mit krankem Hund ist anders.

    Der kleine Hund behauptet das Gegenteil. Macht viel satter oder zumindest glücklicher, weil er länger fressen kann.

    Die Große sagt, schmeckt besser und ich kriege endlich die gebrauchten Mengen in sie. Bei anderen Hunden könnte das durchaus ein Grund für den Hunger sein.

    Glaube das mit der Ladeinfrastruktur ist einfach nur Gewöhnung. Hier gibt es inzwischen an jeder dritten Straße auf den öffentlichen Parkplätzen Ladesäulen, auf Parkplätzen sowieso, an jedem zweiten Supermarkt, in Parkhäusern, auf Pendlerparkplätzen*, auf vielen Firmenparkplätzen, eigentlich überall und auf dem Land haben die Meisten ja doch einen Stellplatz. Da ist das Tankstellennetz tatsächlich schlechter mit begrenzten Öffnungszeiten.


    *die stelle ich mir unpraktisch vor. Normalerweise bildet man ja Fahrgemeinschaften und ist dann länger weg. Die Maximalparkdauer ist ja doch begrenzt.