Beiträge von Billieshep

    Was hier als Gewalt betitelt wird überrascht mich jedes Mal auf's Neue :lol:

    Wohlmöglich ist das der Grund, warum die, die im Forum zwar offen schreiben sie würden korrigieren, oder mit "allen Quadranten der Lerntheorie" arbeiten, niemals Beispiele geben...

    Aber wie gesagt, ich halte es für sinnvoll einem Hund zu zeigen, dass er mir weh tut, wenn er mich zu hart beißt - wenn's zu viel wird, darf mein Hund lernen wie es sich anfühlt. Mit Gewalt hat das absolut nichts zu tun. Ich weiß manchmal echt nicht was manche sich hier vorstellen: Schläge? Tritte? Würgen? Solche Vorstellungen sind beunruhigend. Nicht der Moment, wenn mir mein ungestümer Junghund die Hand zerbeißt und ich ihm für einen Bruchteil einer Sekunde ein unangenehmes Gefühl als Feedback gebe.

    Vielleicht ist das ja in Kroatien anders, aber mal angenommen die gezeigten Hunde sind keine Hofhunde oder HSH-Mischlinge:

    Ich empfinde Retriever schon als ziemlich hyperaktiv, gerade, wenn sie jung sind. Für mich war das bisher oft genug unangenehm mit Golden Retrievern oder Labradoren, weshalb ich mich gegen diese Rasse(n) entschieden habe. Obwohl ich die vom Aussehen her total niedlich finde. Und, das "Alles-Fressen-Wollen" ist dann doch sehr anstrengend...

    Als Ares ein Welpe war und mir unaufhörlich in die Haare gebissen hat, habe ich mir dir Haare abrasiert, 15mm. Danach hat der Welpe nie wieder irgendwelche Haare gekaut.

    Okay, Spaß beiseite, die Haare habe ich mir wirklich abrasiert, aber nicht wegen des Hundes. Wenn mir das Herumgebeiße vom Hund zu ruppig, also schmerzhaft wird, dann gebe ich den Hund etwas Unangenehmes zurück. Entweder halte ich dann die Schnauze fest, bis der Hund merkt, dass das doof ist, oder ich piekse auf die Zunge, wenn meine Hand eh schon im Maul ist und es mir echt weh tut.

    Meine jetzige Schäferhündin ist die ersten Male nach solch einer Korrektur/Spiegelung ihres Verhaltens total aufgedreht. Von außen betrachtet sah das dann für Unerfahrene wie ein Spiel aus, aber in Runas Fall ist das einfach nur ihre Reaktion auf unangenehme, neue Informationen. Sie hat dann immer wieder versucht zu beißen und hat sich reingesteigert, meine Antwort war immer dieselbe. Das hat sich dann nach ein paar Tagen gelegt.

    Vielleicht hilft es dir mal Videos von Welpen untereinander anzuschauen. Auch Videos von Mutti und ihren Welpen. Lass dich mehr auf die Hundesprache ein und versuch nicht bei einem Welpen schon mit der reinen Menschensprache zu kommen. Die Mischung macht's.

    Vielleicht hast du einfach Sehnsucht nach einem andren, einfacheren Hund, haha.....

    Ja, nennt sich Ares und liegt in Form von Asche bei uns Zuhause. Wobei der seine Macken hatte, die, da bin ich froh, Runa nicht hat.

    Ne, ich glaube nicht, dass ich einen "einfacheren" Hund haben will. Dazu müsste ich ja erstmal ein paar Jahre lang feststellen, dass Runa "nicht einfach" ist. Bisher ist sie nur jung:lol:

    Nur mal so 'ne Frage, und nein, ich schaffe mir jetzt keinen zweiten Hund an, aber:

    Die letzten Tage hat sich ein Gefühl ausgebildet einen zweiten Hund zu Runa zu halten. Ich kann mir nicht wirklich erklären woher diese wahnsinnige Idee kommt, denn sie ist VÖLLIG gegenteilig zur aktuellen Realität und würde mich VOLLKOMMEN überlasten (7 Monate alter junger Schäferhund, eigenwillig, kommt grade in die Läufigkeit und hat eine SEHR deutliche Pubertät).:ugly: Hatte jemand auch schonmal ähnlich irrationale Gedanken während einer stressigen Zeit mit Hund?

    Zur Pubertät: Als Ares in dem Alter war habe ich seine Pubertät garnicht gemerkt, der hat sich nie wirklich anders, vergesslicher oder extremer gezeigt als sonst. Der hat nur irgendwann mit einem Jahr begonnen das Bein zu heben. Ich finde bei Runa merkt man die Pubertät schon sehr. An einem Tag macht sie sich fantastisch und am nächsten Tag herrscht völliges Chaos. Ich bin wirklich froh, wenn die Junghundephase vorbei ist, nach einem Senior und einem Erwachsenen merkt man den Unterschied doch schon sehr:lol:

    Du schriebst von 3 Stunden täglich Gassi sogar mit einem "alten, verkrüppelten Hund" - und das ist defintiv nicht das, was ich geschrieben habe.

    Wir können auch da gerne unterschiedlicher Meinung sein. Ich denke nur, wenn jemand mit so bestimmten Worten konfrontiert wird, ist es wichtig, das Bild ein bisschen geradezurücken und zu zeigen, dass man das auch anders sehen kann.

    Ich finde es auch nicht egoistisch, für sich klar zu formulieren, was man gerne hätte und was nicht. Im Gegenteil. Dass man als Hundeanfänger vieles noch nicht weiß, hat ja mit Egoismus nichts zu tun.

    Es ist nicht egoistisch zu formulieren was man will, aber geht das was man will auch wirklich einher mit artgerechter Hunde-Haltung? MUSS man denn unter allen Umständen einen Hund halten?

    Ich denke da in letzter Zeit wirklich viel drüber nach, da mir immer wieder auffällt wie selbstverständlich es doch zu sein scheint in einer bestimmten Lebensphase einen Hund zu halten. Ich hinterfrage das. Stark. Es wirkt fast als würde man versuchen zwei gänzlich verschiedene Welten unter einen Hut zu bekommen, da kann doch nur jeder verlieren?

    Natürlich habe ich auch einige "festgefahrene" Ansichten über Hunde-Haltung und vertrete diese selbstverständlich. Nicht aus Böswilligkeit oder gar Überheblichkeit. Ich nutze klare Worte dafür. Zumindest hoffe ich das zu tun. Ich behaupte auch nicht alles zu wissen, ich laufe selber oft genug vor eigene Grenzen.