Ich denke, dass es durchaus Alternativen zur eigenen Hundehaltung geben kann.
Ja, aber nein.
Dexter war ein Hund, der vor 12 Jahren von der EX meines Partners angeschafft wurde. Das Leben lief weiter, Dexter blieb bei meinem Partner, ich kam irgendwann und zog bei meinem Partner ein. Mein Partner und seine Ex pflegen weiterhin wegen der Kinder Kontakt, ist auch kein angespanntes Verhältnis. Jedoch, spürte ich gerade zu Dexter's Lebensende hin, dass obwohl ich schon einige Jahre die finanzielle Versorgung und die vollumfängliche Pflege des Hundes übernahm, dass im Hintergrund irgendwer anders entscheiden könnte.
Am Ende war es tatsächlich ziemlich unangenehm für mich, da Dexter auf einmal die große Liebe für die Menschen war, die ihn mit ca. 7 Jahren für untragbar hielten (seine Einschläferung war abzusehen). Es ist, als hätte ich den Hund versorgt, nur damit ein anderer sich emotional an ihm/seinem Tod bereichern kann. Die Zeit, in der ich den Hund zu lieben gelernt habe, für alle seine TA-Kosten (auch die Einschläferung) aufgekommen bin, in der er eigentlich mein Hund war, war durch diesen einen Menschen getrübt, denn ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich ihn abgeben muss, wenn dieser Mensch es wollte.
Es ist stressig. Dann noch eine tiefe Bindung zu einem Pflegehund einzugehen? Unmöglich. Ein Hund ist kein Hobby.