Mein Welpe hat neue Marotten....

  • Hallo zusammen,

    also, die Sache ist die: meine Goldiedame ist jetzt 16 Wochen alt und seit neusetem hat sie Angewohnheiten, die ich nicht toll finde.
    Erstens, springt und bellt sie sobald ich in der Küche ihr Futter vorbereite und zweitens fängt sie seit neustem an gewisse Dinge mit knurren zu verteidigen......
    Hm, nun meine Fragen:
    Ist das normal -machen Eure Wuffis das auch?
    Wie gewöhn ich ihr das ab? Also was muss ich mit ihr üben damit sie nicht mehr bellt und knurrt?
    Ist das bellen und knurren bedenklich?

    Lg,
    Luna

  • Hallo,

    wenn du das Futter vorbereitest, würde ich sie einfach in einen anderen Raum bringen oder du hörst mit der Zubereitung sofort auf, wenn sie sich so verhält. Stelle die Napf demonstrativ weg.
    Solange sie den großen Max macht, geht es mit dem Futter eben nicht weiter.
    Außerdem würde ich damit beginnen, dass sie nur fessen darf, wenn du ihren Napf freigibst.

    Welche Sachen verteidigt sie?
    Aus hündischer Sicht ist es normal, aber aus menschlicher Sicht kein wünschenswertes Verhalten.
    Wie reagierst du, wenn sie "Beute" verteidigt?
    Steht Spielzeug zur freien Verfügung?
    Wie hast du die "Ausgabe" solcher Sachen mit dem Hund geübt?
    Wie ist die Körperhaltung, wenn die anfängt zu knurren?
    (Ohren, Schwanz, Lefzen)

    Gruß
    Leo

  • Hallo Leo,

    die Idee mit dem Napfwegstellen werde ich mal probieren......
    Zu Anfang hatten wir das so gedeichselt, das einer aus der Familie mit ihr die "Pippirunde" gemacht hat und ein anderer während dessen das Futter vorbereitet hat. Da hat sie nur den Molly gemacht, als sie rein kam und gesehen hat wie der Napf auf der Anrichte stand. Er kam aber nicht runter bevor sie brav vorgesessen hat......
    So mache ich das eigentlich jetzt auch noch Futter runter nur wenn sie sitzt..... Da ich aber nun für Futtervorbereiten und Pippirunde zuständig bin (Menne geht wieder arbeiten) geht das nun mal nicht mehr separat..... Und dieses Getöse neben mir, wenn ich Futter vorbereite geht mir auf den Zeiger....
    Hm, Napf freigeben? Wie genau meinst du Das? Ich mein, ich achte schon drauf, das sie sitzt bis der Napf steht. Das schafft sie ganz knapp, aber ein direktes Komando zum fressen hab ich nicht.

    Also die Sachen die sie verteidigt, sind z.b. ihre Kauartikel oder ihr Lieblingsspielzeug (ein geknotetes Seil)......
    Ich versuche immer ein Ende zu nehmen und vorsichtig festzuhalten. Das ist gar nicht so einfach ohne Zug auszuüben. In der anderen Hand liegt ein Leckerli und ich versuche zu tauschen. Meistens befinden wir uns dann auf Augen höhe, also ich komme nicht von oben und bedrohe sie oder so....
    Ihre Körperhaltung habe ich noch gar nicht so genau studiert. Werde das aber mal nachholen......
    Und, nein Spielzeug hat sie nicht immer zur freien Verfügung. Es gibt Spielzeiten, da kommt was davon raus und anschliessend wird´s wieder einkassiert. Hm, "Ausgabe" das klingt so professionell...... also ich hol einfach ne Sache aus der Kiste raus und dann geht´s los..... sie weiss eigentlich schon ganz gut, wann Spielzeit ist und wann nicht. Machmal versuche ich auch während des Spiels "Spielzeug" gegen "Spielzeug" zu tauschen. Das klappte immer ganz gut. Daher war ich ganz baff, als sie neulich ein runtergefallenes Brötchen mopste und partout nicht tauschen wollte und mich dabei auch noch anknurrte...... Erst ein Stückchen Wienerle war ihr mehr Wert als das Brötchen....

    Lg,
    Luna

  • Hallo,

    ziehe das mit dem Fressnapf erst mal so durch, wie eben beschrieben.
    Futter "freigeben" bedeutet, dass deine Hündin erst fressen darf, wenn du es "erlaubst".
    Das würde ich bei ihr jetzt definitiv mal einführen, Madame braucht mal ein paar Grenzen gesetzt. :D
    Fülle den Napf, wie beschrieben! Nur ohne Faxenmachen deiner Hündin geht es weiter - ansonsten "Sendepause" (dein Napf, dein Futter, was sie gnädigerweise bekommt)
    Wenn der Napf gefüllt ist, stellst du ihn auf den Boden, Hündin darf nicht rangehen. Halte den Napf fest. Geht sie einfach ran (ohne Erlaubnis), ziehst du ihn schnell wieder hoch und sagst "nein". Stell ihn wieder hin und sage: "Nimm's dir." Das ist die Freigabe des Futters. Du musst das üben!
    Gleichzeitig lernt sie das Kommando "nein".
    In Zukunft geht sie nicht ohne Erlaubnis an "dein" Futter.
    Das Gleiche übst du mit Leckerlies in der Hand. Hand schließen, wenn sie einfach, ohne Erlaubnis, ran will.
    Dadurch sammelst du Pluspunke für dich - sie soll dich ernster nehmen.

    Mit "Ausgabe" von Gegenständen meine ich:
    Wie hat dein Hund gelernt, Gegenstände auszuspucken?
    Aber das weiß ich ja nun.
    Halte das Spielzeug nicht fest, wenn er es hat. Zeige eher Desinteresse.
    Gib es ihr auch erst nach "Erlaubnis"...
    Im Prinzip gehst du schon richtig vor: Der Tausch.
    Auch das muss geübt werden, wenn Spielzeug gegen Spielzeug nichts bringt, nimm ein gutes Leckerchen. Nimm nicht irgendwas, sondern, was wirklich Gutes. Konditioniere das Wort "aus" - das ist wichtig.
    Sie soll nicht lernen, wenn sie ein Brötchen klaut, kommt Frauchen angerannt (schönes Spiel) und gibt ihr eine leckere Wurst.
    So entseht eine Verhaltenskette.
    Deswegen sollst du "aus" unbedingt konditionieren, aber durchaus positiv belegen.
    Im Großen und Ganzen würde ich am Gehorsam arbeiten und genaue Regeln einhalten - trage deinem Hund nicht deine Aufmerksamkeit hinterher... Alles, was sie fressen will/soll, kann sie sich erarbeiten.
    Spielzeug liegt nicht rum, das ist sehr gut.
    Auf der einen Seite soll sie dich respektieren, auf der anderen Seite aber auch vertrauen...
    Das muss bei so einem Junghund erst mal alles aufgebaut werden.

    Hast du ihr schon mal einfach so etwas weggenommen (Futter, Spielzeug etc.)?

    Gruß
    Leo

  • Ich würd sie komplett aus der Küche schicken bei solch einem Theater.
    Dabei bleibst du die Ruhe selbst, schickst sie deutlich aus der "heiklen" Zone oder schickst sie auf ihren Platz ( wenn der nicht grad in der Küche liegt ) . Wenn sie dort nicht allein bleibt, mit Leine fixieren.
    Solange sie den Napf so dermassen "herbeibettelt" würd ich ihr ihn mit Sicherheit nicht geben.

    Wer ruhig ist, kommt zum Ziel. Das sollte sie langsam lernen :D

    Die Methode von Leo ist auch eine Art, an die Sache heranzugehen, wäre aber nicht mein Mittel der Wahl.

    Überdenk bitte nochmal deine Einstellung zur Erziehung: Vergiss ganz schnell solche Tricksereien wie ihr es mit dem Gassi Gehen und gleichzeitigem Futterzubereiten gemacht habt.

    Euer Hund braucht klare Regeln und Grenzen und keine ausgeklügelten Hintenrum- Nix-Mitkrieg-Pläne.
    Je eher ihr damit anfangt, umso besser.

    Denk mal drüber nach :gut:

  • Zitat

    Ich würd sie komplett aus der Küche schicken bei solch einem Theater.
    Dabei bleibst du die Ruhe selbst, schickst sie deutlich aus der "heiklen" Zone oder schickst sie auf ihren Platz ( wenn der nicht grad in der Küche liegt ) . Wenn sie dort nicht allein bleibt, mit Leine fixieren.
    Solange sie den Napf so dermassen "herbeibettelt" würd ich ihr ihn mit Sicherheit nicht geben.

    Wer ruhig ist, kommt zum Ziel. Das sollte sie langsam lernen :D

    :gut:

    So meinte ich es in meiner ersten Antwort...

    Der zweite Beitrag bezog sich eher auf grunsätzliches "Händeln".

    Der Junghund fordert ein! Mehr Grenzen benötigt der Kleine.
    Daher sehr wahrscheinlich schon der Versuch, Beute zu verteidigen.

    Gruß
    Leo

  • Zitat

    Überdenk bitte nochmal deine Einstellung zur Erziehung: Vergiss ganz schnell solche Tricksereien wie ihr es mit dem Gassi Gehen und gleichzeitigem Futterzubereiten gemacht habt.

    Euer Hund braucht klare Regeln und Grenzen und keine ausgeklügelten Hintenrum- Nix-Mitkrieg-Pläne.

    Hi Luna, das finde ich auch. Zieh dein Ding durch und der Hund ordnet sich ein. Kein Hintenrum, du nimmst zu viel Rücksicht.
    Wenn sie rumhüpft muß sie aus der Küche. Nur still liegen ist erlaubt. (Zum Warten bis Madame sich ausgetobt hat, hätte ich weder Lust noch Zeit)

    Kratzt sie draußen an der Tür oder bellt, geht es in die Box, Eddi muß dann in seine Hütte. (Die hat keine Tür, doch er bleibt still liegen und schleicht sich später unbeobachtet ins Wohnzimmer)

    Wenn ihr keine Grenzen aufzeigt, habt ihr den ganzen Tag Streß.

    Wenn mir etwas runterfällt und der Hund sich das schnappt, dann nehme ich ihm das aus dem Maul. Wenn das nicht klappt, würde ich es an der Leine mit Aus! absichtlich üben. Abhauen kann der Hund dann nicht. Knurrt er, gibt es einen zarten Klapps und ein empörtes ? spinnst du? Was mir runterfällt ist nämlich trotzdem meins.

    Tauschen ist für andere Situationen. Dann hat der Hund draußen selbst etwas gefunden und soll sich davon trennen.

  • Hallo ihr,

    danke für die zahlreichen Tipps!

    Ihr habt ja so Recht: unsere Madame braucht mehr klare Grenzen.

    Öhm, die Sache mit dem Gassi gehen und Futterzubereitung paralel war eigentlich nicht dazu gedacht, um unserem Hund etwas zu verheimlichen, sondern es ergab sich einfach so. Aus menschlicher Sicht dchimpft sich sowas Arbeitsteilung. Dadurch ist uns das Futtertamtam nie aufgefallen, weil es ja nie zu solchen Situationen kam. Wozu das führen kann sehen wir jetzt, drum ändern wir es nun!
    Ich hab das mit dem Rausschicken heut schon zweimal durchexerziert.: Mittag und Abend! Heute Mittag hat sie leicht verdattert reagiert, als ich sie schnappte und die Tür zuging. Hat sich aber recht bald wieder eingekriegt. Als sie ruhig war tat sich die Tür wieder auf. Erst kam sie leicht bedröppelt wieder rein. Als ihr Blick auf den Napf fiel fing das Getöse wieder an, also: same procedure, Hund raus Tür zu! Das ging vier mal so. Danach hat sie artig vorgesessen und den Napf auch nicht angerührt bevor er auf dem Boden stand und ich die Küche verlassen habe..... Heute abend brauchte ich das Zinober nur zwei Mal! Madame hatte gelernt! Ich bin gespannt auf morgen ;)
    Auch das "Aus" werde ich jetzt strenger mit ihr üben! Anknurren, geht ja mal gar nicht :no:
    Öhm, ja weggenommen hab ich ihr schon mal was und zwar wenn sie irgentwas auf der Strasse aufgelesen hatte, was nicht gut für sie ist..... entweder auch durch Tausch oder manchmal bin ich ihr auch vorsichtig an den Fang gegangen und hab ihn geöffnet und die Beute Notfalls direkt aus dem Maul geangelt...... Hm bin jetzt am Überlegen ob das der falsche Weg war und sie das "Hergeben" nun negativ verknüpft hat. :schiefguck:
    Obwohl das ja nur der Notfall war- Regelfall war und ist Tauschen!

    So, und dann habe ich mir überlegt, dass ich sie sobald sie sich "daneben" benimmt kurzfristig separieren möchte. Nur leider suche ich noch nach dem passenden Ort. Es soll ja kein Platz sein, wo sie sich dann eine tolle Ersatzbeschäftigung suchen kann...... Unser Gästeklo böte sich an, wenn da nicht die Katzentoilette wäre...... hm und der Kennel fällt auch aus, denn der soll ja nicht zum Ort werden, an den man "strafversetzt" wird. Der soll ja positiv belegt sein....... Puh, bliebe nur eine Ecke im Wohnzimmer einrichten, an die wir sie setzen können, ohne das sie zu uns Kontakt kriegen kann..... mal schaun! Ich hoff das funktioniert.
    Ach nochwas: Ist meine Goldiene mit ihren 16 Wochen eigentlich noch Welpe oder schon Junghund?

    Lg,
    Luna

  • Zitat

    Luna1967 Ach nochwas: Ist meine Goldiene mit ihren 16 Wochen eigentlich noch Welpe oder schon Junghund?

    ich meine mal gehört zu haben, dass ein welpe ab den 4 lebensmonat beim einsetzen des zahnwechsels zum junghund wird.


    liebe grüsse

    biggi

  • Zitat

    und der Kennel fällt auch aus, denn der soll ja nicht zum Ort werden, an den man "strafversetzt" wird. Der soll ja positiv belegt sein..

    Hi, du kannst die Box doch positiv belegen. Ich habe immer mal im vorbei gehen ein Stück Käse reingeworfen. Irgendwann hat der Hund das bemerkt und untersucht sie immer sorgfältig, liegt auch gern darin.
    Das sieht sie nicht als Strafe an, wenn du sie dort ablegst. Der Hund kennt keine Strafe. Kein ich muß da rein weil ich nicht artig war.
    Hunde sind Opportunisten. Die nehmen in Kauf was kommt. Mal ist es gut, mal nicht. Box bedeutet Ruhe, nicht Strafe (so menschlich denken nur wir). Leg ihr einen Stock zum Knabbern rein, oder eine Möhre, das beruhigt.

    Irgendwann machst du die Tür auf und Luna pennt. Sie will garnicht raus.

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