Gibt es eine Alternative zu Hormonen?
-
das_caro -
9. Dezember 2009 um 12:25
-
-
Hallo ihr Lieben!
Gestern sprach ich mit der Tante meines Freundes. Sie hat einen 13 Jahre alten Westie.
Er hat sein Leben lang schlechtes Futter bekommen (heißt reichlich Essen vom Tisch und Caesar und Co.). Letztes Jahr wäre er dann beinahe gestorben, weil er entweder Rattengift gefunden hatte oder die Verdauung mit der falschen Ernährung nicht mehr klar kam. Leider ist die Tante erst am nächsten Tag zum TA, welcher meinte, dass er das jetzt nicht mehr feststellen könne. Auf jeden Fall wäre er beinahe gestorben und hatte ab da striktes Verbot für alles, was nicht Hundefutter ist.
Daraufhin ging es ihm erstmal sehr viel besser, er war vitaler und nahm ab.
Dann konnte er jedoch seinen Kot und Urin nicht mehr richtig halten. Ersteres ist jetzt wohl besser.
Und jetzt kommt das Problem: Er verliert mittlerweile so viel Urin, dass er ständig ein Höschen mit Riesenbinde tragen muss. Der Urin riecht extrem streng. Laut TA liegt das dara, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten und keine Kristalle bilden. Er meint, die einzige Möglichkeit, etwas dagegen zu tun, wäre eine Hormontherapie mit wöchentlichen Spritzen.
Die Tante will das aber nicht, weil der Hund ja doch schon sehr alt ist und sie sich diese Behandlung ganz schlicht und ergreifend nicht leisten kann.
Nun fragt sie sich, ob es nicht irgendwelche homöopathischen Mittel oder auch Hausmittel gibt, die die Nieren vielleicht unterstützen oder ähnliches.
Hat jemand von Euch auch schonmal so etwas gehabt und Erfahrungen damit?
Vielen Dank für Eure Hilfe schon im Voraus!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Das wäre eher ein Fall für eine THP und dazu sollten dann bitte die letzten Blutwerte und Urinwerte mitgenommen werden.
Geben wird dort sicherlich etwas, aber hier jetzt etwas zu sagen wäre sehr fahrlässig. -
Hallo,
ich schließe mich Cerridwens Beitrag vorbehaltlos an. Sicher gibt es homöopahtische Mittel, die dem Hund weiterhelfen können, aber dazu gehört eine homöopathische Fallaufnahme, die von einem guten THP durchgeführt werden sollte. Kostet leider auch Geld.Hüte Dich vor Laientipps - niemand kennt Deinen Hund gut genug, um das für ihn passende homöopathische Mittel aus einem Forums-Beitrag heraus zu finden.
Wenn die Nieren in ihrer Funktion schon so stark eingeschränkt sind, dass sie den Urin nicht mehr konzentrieren können, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass der Kerle "undicht" wird... Um da die Nierentätigkeit so gerade im Gang zu halten, muss er viel mehr trinken und dementsprechend viel mehr pieseln als "normal".
Hat denn der TA zu einem besonderen Nieren-Futter geraten? Nierendiäten sind in erster Linie protein-reduziert (weniger aber dafür hochwertiges und besser verdauliches Protein, oft vom lebenden Tier) und durch eine angepaßte Elektrolytzufuhr gekennzeichnet.
Mit einer angepaßten Ernährung kann man die überschießende Urinausscheidung schon ein wenig eindämmen - denn diese ist ja in erster Linie ein Symptom dafür, dass die Niere mit dem angebotenen Eiweiß überfordert ist.
Schlag doch mal vor, dass sich deshalb beim TA noch mal erkundigt wird und hier in der Suchfunktion findest Du auch einiges zur Ernährung bei Niereninsuffizienz.
LG und alles Gute für den Hund,
Chris -
Oh, tut mir leid, das ist vielleicht falsch rüber gekommen. Wir wollten jetzt nicht an dem armen Kerl rumdoktern. Wir wollten nur mal hören, ob jemand von euch weiß, ob es da einfach auch günstigere Alternativen gibt. Und die Tante macht grade eine Umschulung zur Heilpraktikerin (für Menschen) da interessiert sie sich sehr für homöopathische Therapien.
Also einen Futterwechsel gab es nicht. Sie hat auch nicht gesagt, dass er sowas erwähnt hätte. Bekommt man dieses Futter nur über den Tierarzt, oder wie funktioniert das?

Danke, auf jeden Fall schonmal, ich werde sie dann mal zu einem Tierheilpraktiker schicken.
-
Ein Futterwechsel ist aber sehr wichtig, beim TA gibt es extra Nierendiätfutter.
-
-
Das Futter sollte unbedingt gewechselt werden. Am besten ist schon ein gezieltes Nierendiätfutter vom Ta oder ein Umstellen auf Rohfütterung nach einer speziellen Diät.
Grundsätzlich kann man dem Hund mit Homöopathie helfen. Aber wie schon gesagt, ist es gerade in einem solchen Fall sehr wichtig eine richtige und tiefgehende Fallaufnahme zu machen.
Als Alternative könnte man sich bei einem THP noch über eine Nosodentherapie erkundigen, aber die ist in der Regel auch nicht ganz billig.
-
Also wirklich kostengünstige Möglichkeiten gibt es da wohl nicht, wie ich das sehe... die Tante ist Hartz IV-Empfängerin, sie kann sich teures Futter und Behandlungen einfach nicht leisten.
Sie sagt, er läuft auch nicht mehr gern, bleibt oft stehen oder setzt sich einfach hin wo er gerade steht. Kann es sein, dass er dann vielleicht nicht mehr lange hat?
Rohfütterung, also Barfen? Was wäre das für eine Diät vorher? Bei so einem kleinen Hund ist das doch nicht ganz so kostspielig, möcht ich meinen.
-
Hallo Caro,
wenn Deine Tante eine Umschulung zur Heilpraktikerin macht, kann sie doch mal Dozenten in der Heilpraktiker-Schule um Hilfe bitten - Homöopathie für Tiere ist in Sachen Fallaufnahme ein wenig anders als beim Menschen, aber vom Grundprinzip identisch. die Mittel auch.Die Nieren-Diät wäre sehr wichtig - kann nicht wer aus der Familie finanziell für den Kerle einspringen? Für meine 12 kg Hündin komme ich auf ca. 20 € fürs Futter im Monat. (*mal dezent an Weihnachten erinnert*)
Zum BARF bei Nierenerkrankungen findest Du einiges über die Suche.
LG, Chris -
Tja, einspringen würde ich gerne, aber ich selbst weiß im Moment selber nicht, wie ich manches bezahlen soll, weil das liebe Bafögamt sich schön Zeit lässt und ich auch noch am Umziehen bin. Sonst würde ich das gern machen.
Aber was ist das denn für eine Diät, von der ihr sprecht? Es liest sich so, als würde die eine Menge kosten

Gut, dann werde ich aber auf jeden Fall schonmal ein bisschen was zum Barfen für Nierenkranke raussuchen. Die Arme, sie ist Vegetarierin...

Wäre sehr lieb, wenn ihr mir noch erklären könntet, was das für eine Diät ist

-
Es hängt etwas davon ab, in welcher Art genau die Nierenstörung ist und ob es mit oder ohne Leberbeteiligung ist und in wie weit der Stoffwechsel schon gestört ist.
Was das Hartz IV angeht. Vielleicht kann deine Tante mal schauen, ob es einen "Hartz IV - Tierarzt gibt. In vielen größeren Städten gibt es die schon und man kann dann dort mit Nachweis der Bezüge oft Behandlungen und auch Futter umsonst bekommen. Dann gibt es die Tiertafel, da wird man vielleicht weniger ein Diätfutter finden, aber vielleicht können die anderweitig helfen.
Und im TS kann man auch noch mal um Hilfe fragen, gerade bei alten Hunden und unverschuldet in diese Lage geraten, kann es sein, das diese dort helfen - bis zu einem bestimmten Betrag oder halt auch mit der Übernahme von Behandlungskosten durch den TH - Tierarzt.
Oft kann so etwas schon etwas helfen und eine Situation entspannen. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!