DOCH NOCH leinenagressivität entwickelt

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Hey,

    wir haben ein problem: wir wohnen ja in der stadt, hier kommt es kaum dazu, dass hunde miteinander spielen können oder sich nur beschnüffeln- wollen die meißten besitzer nicht (deshalb fahren wir öfter mal zu einem berg hier in der nähe, wo es viele hunde gibt und garantiert ist, dass man einen zum spielen trifft). nunja, viele hunde sind auch eher klein und bellen andere hunde grundsätzlich an. unser hund wollte anfangs zu jedem hund hin, ihn beschnüffeln, begrüßen, was nicht immer ging. sie wurde auch sehr, sehr oft schon von weitem verbellt. nunja, sie ist immer souverän geblieben, man hat ihr eine gewisse enttäuschung angemerkt, sie hat aber niemals zurückgepöbelt. dann war es so, dass sie zurückbellte, wenn einer zu arg keiferte. JETZT ist es so, dass sie der liebste hund der welt ist, wenn sie zu einem anderen hund hindarf- nehme ich sie hingegen kürzer an die leine, knurrt und bellt sie ihn sofort an, ohne dass der andere hund auch nur etwas getan hätte, außer zu schauen. sie springt nicht wild in die leine oder kläfft die ganze zeit, nein, aber sie warnt den anderen hund deutlich, auch wenn der gar nichts tut . was mache ich nun? es hängt eindeutig damit zusammen, dass ich sie kürzer an die leine nehme, damit sie nicht zu demjenigen anderen hund hinkann.

    das ist wirklich peinlich, wenn ein kleiner hund ein bisschen rumkläfft, ist das okay für die mitmenschen, aber wenn ein großer mit seiner tiefen stimme anfängt zu knurren, wirkt das schon sehr unsozial :-/

  • Ich würde mal darauf tippen, dass sich dein Hund an der kurzen Leine einfach zu sehr eingeschränkt fühlt, um frei mit anderen Hunden zu komunizieren. Und Ausweichen kann er so im Ernstfall auch nicht. Daher würde ich an kurzer Leine einfach keinen Hundekontakt zulassen - wozu auch? Spielem ist nicht drin, und ein normales Begrüßungsritual, wie es unter Hunden üblich ist, ist auch nicht möglich. Schon bei langer Leine finde ich Hundekontakt eher sinnfrei.

  • Auch hey,

    ist nicht asozial - fuer deinen Hund ist das das natuerlichste auf der Welt - die Leine engt ihn ein, beschraenkt ihn. Die einzige Chance die er hat, um sich zu "wehren" ist das zu tun was er da tut.

    Die Menschliche reaktion ist meist ein ziehen an der Leine - was den Effekt leider verstaerkt - entgegen der Menschlichen Aktion wirkt es oft Wunder, wenn man die Leine unter allen umstaenden locker laesst.

    Das gilt nicht fuer jeden Hund pauschal und... Begegnungen an der Leine sind immer brenzlig und sollten nicht stattfinden.

    Auf jeden Fall hat dein Hund an der Leine das Recht sich Artgenossen die er nicht mag durch ein "Signal" vom Hals zu halten - das sollte jeder andere Hundehalter respektieren.

    Ganz schlechter Tipp, tut aber: lass in an der Leine an Hunde die er kennt und bei denen du keine Bedenken hast. Damit lernt er, dass Artgenossen in dieser Situation keine Gefahr sind.

    Versuche, wenn du es gar nicht ertragen kannst, mit ihm an der Leine an Menschen mit Hunden vorbei zu gehen. Lenk ihn mit etwas "saugutem" ab, dann das Prinzip positive Bestaerkung wenn er ruhig ist...

    Gruessle - Papacanis :gut:

  • Du hast verpasst ihr in diesen Situationen die richtigen Signale zu geben. Wenn du ihr von Anfang an zeigst, nein, da gehen wir jetzt nicht hin, ich entscheide jetzt, dass wir weiter gehen, wenn du generell für deinen Hund alles entscheidest ( oder sagen wir mal das meiste ) ,dann wird sie überhaupt nicht in die Verlegenheit kommen, immer zu anderen hin zu wollen.
    Mein KLeiner probiert es überhaupt nicht, weil ich ihm sofort signalisiere, dass wir weiter gehen . Und dann ist es auch völlig egal, was der andere Hund macht, ob er pöbelt, kläfft, knurrt, wenn DU deinem Hund vermittelst, WIR gehen jetzt weiter und der andere hat dich nicht zu interessieren.

    Ich würde mit genügend Distanz üben und jegliches Pöblen sofort untersagen, Mücke ist auch ein Pöbler, wenn Rüden seine Wohlfühldistanz unterschreiten, enge Wege müssen wir meiden, aber wir arbeiten ( sogar erfolgreich ) daran, dass er aufhört zu posen und zu imponieren und andere Rüden an der Leine in Ruhe lässt ( mit einer gewissen Distanz ).

    Sicherlich ist die Leinenaggression bei deinem Hund aus anderer Motivation heraus entstanden, dennoch ist es das gleiche Ziel:

    wenn DU den Hund führst und in der Lage bist, ihm zu sagen, was richtig und was falsch ist, dann ist dein Problem keins mehr.

    Ich lenke meinen Dicken weder ab noch halte ihm Lecker oder Spieli vor die Birne, weil ihn das nicht interessiert.
    Wenn er gewisse Rüden sieht , dann sieht er rot und da kann ich nur mit ganz viel Präsenz und deutlicher Führung was reissen, ansonsten würde er jede Millisekunde nutzen und Palawer machen.

  • Wenn sie hin darf, ist sie der liebste Hund?! Auch mit Leine, ja? Das heißt, sie hat eigentlich nichts gegen Hunde. Warum sollte sie den anderen Hund dann "warnen"? Zumal da sie weiß, der kommt eh nicht an sie ran?! Ich tippe mal es ist Frust/Stress und sie hat ihr Ventil gefunden...

    Zitat

    was mache ich nun?[/i] es hängt eindeutig damit zusammen, dass ich sie kürzer an die leine nehme, damit sie nicht zu demjenigen anderen hund hinkann.

    Das kürzer nehmen ist da wohl mittlerweile zum Signal geworden, loszulegen

    Also wäre mein Tipp, die Leine nicht mehr kürzer zu nehmen :p . Ich nehme an, ein "Fuß" interessiert sie ab einem bestimmten Abstand nicht mehr. Ich habe bei Grisu früher diesen Weg gewählt: er lief neben mir, baute er sich auf oder beschleunigte, habe ich mich mit einem strengen Na! frontal vor ihn gedreht. Das funktioniert aber nur, bevor der Hund völlig abgedreht ist. Mittlerweile schicke ich ihn hinter mich, wenn ich denke, die Situation erfordert es (z.B. ein großer Rde kommt fixierend und aufgeplustert auf engerem Weg auf uns zu und Grisu reagiert drauf). Klappt wunderbar, muss man aber natürlich erst mal in ablenkungs-/stressärmeren Situationen üben. Und auch da ist wichtig, dass man selbst agiert, bevor der Hund am toben ist.
    Ich kann auch aus Erfahrung raten: wenn du dich nicht sicher fühlst, lauf lieber einen Bogen oder dreh um, statt dem Hund erneut die Chance zum pöbeln zu geben. Nur wenn man selbst ruhig und selbstbewusst agiert, kommt das beim Hund auch entsprechend an.

  • danke für eure lieben anworten! ich hab noch ein paar fragen:

    wird der hund nicht verwirrt, wenn er zu manchen hunden hindarf, und zu manchen nicht? (vielleicht ist ers ja schon) und, falls ich leinenkontakt ganz verbiete: wird der hund nicht anderen hunden gegenüber unsozial, wenn er nur alle paar wochen- oder noch weniger- in den genuß eines freien spieles kommt? ich dachte immer, mit leine hat sie wenigstens ab und zu hundekontakt "zwischendurch". oder macht das nix?

    wenn sie, nehme ich sie kürzer, frust hat und deshalb bellt und knurrt (was durchaus sein kann) warum richtet sie das dann nicht gegen mich, die die leine ja kürzer nimmt, warum dann gegen den anderen hund, "der ja nichts dafür kann"?

    ich hab heut tatsächlich mal ausprobiert, die leine lang zu lassen (ein anderer hund war heut auf der anderen straßenseite, da ist ja genug platz dazwischen). sie hat tatsächlich nur den ansatz eines knurrens gezeigt und ist dann normal weitergegangen. :gut:

  • ja guck :gut:
    Solange du eindeutige Signale sendest, verwirrst du den Hund nicht.
    Mein Grosser hat durchaus Kontakt an der Leine, auch mal offline mit Hunden mit Leine, alles aber bekannte Hunde, nie Fremde.

    Auch mein Kleiner darf Kontakte an der Leine haben, die sind aber selten, weil er genügend ohne hat.

    Viele Hunde wollen diesen Kontakt übrigens gar nicht. Ich kenne viele, denen das mehr oder weniger aufs Auge gedrückt wird, die aber froh wären, wenn sie einfach weiter gehen könnten.

  • ---wenn sie, nehme ich sie kürzer, frust hat und deshalb bellt und knurrt (was durchaus sein kann) warum richtet sie das dann nicht gegen mich, die die leine ja kürzer nimmt, warum dann gegen den anderen hund, "der ja nichts dafür kann"?---

    Mhhh... vielleicht hinkt der Vergleich - aber wenn du einen Gipsfuss hast und dich einer schubbst, reisst du dir ja auch nicht den Gips runter und bist boes auf den. Wenn dein Hund das gegen dich richten wuerde - oh je - ab zum Pyscho mit ihm :lol:

    Er weiss ja dass die Leine zum Leben gehoert - das hast du ihm doch selbst gelernt oder - aber unangenehme Zeitgenossen eben nicht...

  • Zitat

    Mhhh... vielleicht hinkt der Vergleich - aber wenn du einen Gipsfuss hast und dich einer schubbst, reisst du dir ja auch nicht den Gips runter und bist boes auf den.

    Ich finde den Vergleich gar nicht blöd! Besser kann man das eigentlich nicht ausdrücken! :gut:

  • Ach, mir ist da fuer dich noch was eingefallen was den Hund an der Leine angeht:

    Ist eigentlich etwas, was ich sehr schwierig finde, aber ein guter Trick fuer einen selbst um sich zu ertappen :ops:

    Ich sehe oft Leute die ihren Hund zurueckziehen oder einen Ruck geben ohne Vorwarnung und Bezug auf den Hund (hab ich das auch mal gemacht :???: ).

    Dann habe ich mir vorgenommen, den Hund an der Leine zu fuehren als waere da gar keine. Also nur versucht dem Hund mitzuteilen was ich will und die Leine voll ignoriert. Ich schwoere drauf :gut:

    Nur so am Rande noch... ;)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!