Hündinnenbegegnung

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  • Hallo

    Ich weiß, dass sich Hundebegegnungen, die nicht ganz friedlich ablaufen, eigentlich nur wirklich beurteilen lassen, wenn man alles mit eigenen Augen live gesehen hat. Aber ich versuche trotzdem mal die Begnung, die meine Hündin gestern hatte, zu beschreiben. Ich würde nämlich gern eine Einschätzung/Meinung dazu hören, weil ich mir nicht sicher bin, wie solche Begegnungen am besten und sichersten zu handhaben sind.

    Vorweg sollte ich anmerken, dass meine Hündin (fast 3 Jahre alt, unkastriert) durchaus mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen verträglich , vom eher ängstlichen Typ (sie ist schon vor einem halb so großen Hund mit eingeklemmtem Schwanz geflüchtet) und leider leinenaggressiv ist (mit wechselnder Intensität).
    Die Hündin, die wir gestern getroffen haben ist gleichalt, ebenfalls unkastriert, von ähnlicher Statur und Größe wie meine Zicke. Die beiden Hündinnen kennen sich schon lange, im letzten Jahr gab es allerdings keine leinenlosen Begegnungen - wir sind uns eher aus dem Weg gegangen. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass die beiden, die sich anfangs problemlos vertragen haben, vor knapp 2 Jahren mal aneinandergeraten sind. Zu dem Zeitpunkt waren beide läufig und es gab Stress um Futter. Es kam zu einer kurzen Keilerei - das Ergebnis waren zwei Löcher im Kopfbereich bei meiner Hündin (harmlos, ohne Behandlung verheilt), die damals den kürzeren gezogen hatte. Im Anschluss an den Zwischenfall war die Stimmung zwischen den beiden Hündinnen etwas angespannt, es ging immer recht rauh zu und meine Hündin fing irgendwann an, die andere immer wieder zu besteigen. Das wurde mir dann zu stressig und Begegnungen zwischen den Hunden wurden lange Zeit vermieden.
    Bis gestern Abend ging das auch. Da kam dann allerdings jene Hündin aus eine Seitenstrasse plötzlich auf meine, zu dem Zeitpunkt angeleinte, Hündin direkt zugelaufen. Madame (wie gesagt, sie hat ohnehin eine Leinenaggression) fing daraufhin an zu zicken - knurrte, zerrte an der Leine, sprang nach vorn, bellte. Die andere Hündin lief dauraufhin kurz weg, machte aber schnell kehrt und es ging weiter. Ich habe dann letztlich die Leine losgemacht, weil die Besitzerin der anderen Hündin meinte, es wäre alles okay.
    Nun, Madame, jetzt leinenfrei, hat sich dann mit lautem Geknurre auf ihre Artgenossin gestürzt und für einen Moment war ein lautstarkes Gerangel im Gange (das klang, als würden die beiden sich gegenseitig zu Hackfleisch verarbeiten). Als ich eingreifen wollte, weil mir die Sache nicht geheuer war (die andere Besitzerin nahm es locker und gelassen), stand meine Hündin knurrend über der anderen, die sich hingelegt hatte. In der Position haben die beiden eine wohl fast eine Minute verharrt - jede Bewegung wurde mit lauten Knurren quitiert. Dann ist Madame langsam von der Hündin heruntergestiegen, die andere stand auf und beide trotteten ruhig ihres Weges.
    Beide Hunde blieben leinenfrei, es blieb dann weitestgehend friedlich (bis auf kurze Rammelveruche meiner Hündin, die ich unterbunden habe). Es gab sogar kurze Spielaufforderungen und auch ein Stock, der als Ressource plötzlich ins Spiel kam, löste keinen weiteren Streit aus.

    Die Frage für mich ist jetzt, wie weitere Zusammentreffen der Hündinnen zu händeln wären. Ich weiß nämlich nicht, ob ich dem Frieden trauen sollte. Die kurze Keilerei der beiden war zwar laut und sah heftig aus, aber es ist nichts weiter passiert - es gab keinen einzigen Kratzer (was in der Vergangeheit ja schon anders war). Vermeiden lassen sie die Treffen nämlich schwer, da die andere Hündin fast grundsätzlich ohne Leine unterwegs ist (weil sie ja "mit allen Hunden völlig verträglich ist").
    Ich bin nun einfach unsicher, ob ich gleich eingreifen soll, wenn die beiden sich anzicken. Denn ich möchte weder selbst zum TA, noch eine TA-Rechnung von der anderen Seite präsentiert bekommen.

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    LG rosenrot

  • Wie du selbst schon erkannt hast, ist so etwas aus der Ferne immer schlecht zu beurteilen.

    Meine Erfahrung ist eigentlich, dass Streitereien, die mit viel Getöse abgehen, eher harmlos sind. Wenn's richtig ernst wird, dann geht es eher still zu.

    Aber als grundsätzliche Faustregel würd eich das auch nicht einsetzen.

    Wenn beide Hündinnen nichtmal einen Kratzer hatten, dann haben sie ihre Streitigkeiten friedlich geklärt. - Auch wenn es nach Mord und Totschlag aussah.

    Tja, ich vertrete ja immer die Meinung, die Hunde mal machen zu lassen, solange sie in etwa gleich stark sind. Auf der anderen Seite können solche Situationen schnell kippen und wenn es richtig losgeht, dann ist es zu spät um noch einzugreifen.

    Beobachte deine Hündin und lerne, ihre Signale zu deuten. Wenn du das Gefühl hast, die Situation kippt und es wird ernst, dann kannst du eingreifen. Bis dahin würde ich die Mädels das unter sich ausfechten lassen. Zumal es manchmal schon reicht, wenn sie sich ein paar mal kloppen und dann sind die Verhältnisse geklärt. Kommt es jedes Mal zu einem Gerangel, würde ich die Absprache treffen, dass beide Hündinnen angeleint werden und man aneinander vorbei geht.

  • Rosenrot

    Puh.......Glück gehabt! Glück insofern, daß beide Hündinnen sich eigentlich im Sinne von Hundeverhalten "vorbildlich" verhalten haben :smile:
    Es hätte auch anders kommen können, nämlich dann, wenn die Hündin, die am Boden lag, sich gewehrt hätte! Aber sie lag still und hat damit den "Angriff" deiner Hündin entschärft, die sich mit der Aufgabe der Unterlegenen zufrieden gegeben hat. Vorerst.......denn bei gleichaltrigen Hündinnen kann es immer mal wieder zu "Rang-Kämpfen" kommen. Beim nächsten "Stöckchen-Spiel" hättest du dann vielleicht wieder das Problem.
    Es gibt Mädels, die werden einfach keine Freundinnen. Bestenfalls ignorieren sie sich zeitlebens, d.h. sie kennen sich zwar, wollen aber nichts miteinander zu tun haben.
    Inzwischen kenne ich Ashleys "Lieblingsfeindin" ganz gut......und wir gehen uns einfach aus dem Weg (....schade eigentlich, denn wir HH verstehen uns ganz gut) ;)
    LG

  • Danke für eure Meinungen!

    Ich schwanke etwas zwischen"meine Hündin hat gar nichts zu klären" (was schwierig wird, wenn ein unangeleinter Hund schnurstracks auf sie zurennt und ihr quasi vor den Pfoten rumtänzelt) und "sollen sie sich halt mal kloppen - vielleicht hilft es ja".
    Glücklicherweise ging das Zusammentreffen gestern ja gut aus, aber sicher war ich mir da im ersten Momant nicht.
    "Beste Freundinnen" werden die beiden Zicken wohl jedenfalls nicht mehr werden, aber das müssen sie auch nicht. Es würde ja reichen, wenn Waffenstillstand herrschen würde - so wie gestern nach der Auseinandersetzung.
    Mal sehen, wie sich das entwickelt...

  • Bei mir wird gar nichts selber geregelt. Die Rüden, bei denen es nicht funktioniert, denen gehen wir aus dem Weg.
    Auch im Freilauf wird ein bestimmter Abstand gehalten und gut ist. Auch, wenn ich das manchmal schade finde, weil man sich als Mensch ganz gut versteht, aber es gibt ein , zwei Kandidaten, da klappt es einfach nicht.

    Da hatten wir vor langer Zeit genau die gleiche Situation, Leinen los und Startschuss für ne Klopperei.
    Wir haben die Hunde dann sofort getrennt, es war nichts passiert.

    Im Freilauf gehen sich die Hunde automatisch aus dem Weg und ein gemeinsames Spazierengehen wäre nur unter hoher Anspannung möglich, von daher lassen wir das.

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