Paranoider Stressi, aber nur im dunkeln!

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  • Huhu!

    Ich hab ja eine Junghündin übernommen (im Juli diesen Jahres). Sie ist jetzt 10 Monate alt, sie war damals 6 Monate alt.
    Ich kann sagen, dass sie eine nicht sooo leichte Kindheit hatte, mehr will ich aber nicht aufführen.
    Sie liebt spazieren gehen über alles.
    Aber im dunkeln nicht. Sie dreht sich dann immer panisch um und schaut mich mit aufgerissenen Augen an. An Geschäfte erledigen ist nicht zu denken, nur Pipi.
    Ich habe vor einigen Wochen mit So Cool Dog 1 angefangen. Rein pflanzliches Mittel, was die Nerven beruhigt und allgemein den Hund entspannt. Es wurde auch besser, aber jetzt (seit ner Woche) ist es wieder schlimmer geworden.
    Ich weiß nicht weiter, habt ihr einen Rat?

    Liebe Grüße
    Joana

  • Du könntest versuchen, das Problem auszusitzen. Dich draußen irgendwo hinsetzen und abwarten, bis sie runterfährt. Dann, und erst dann, wieder zurück ins Haus.

    Blöd ist, wenn sie die Nachtrunde angespannt beendet - das verfestigt das Verhalten immer weiter.

    Hast du nicht mehrere Hunde, oder verwechsel ich das gerade? Hilft ihr womöglich ein souveräner Hund an der Seite?

    Wenn sie nicht total gestresst ist und dadurch das Futter verweigert, kannst du ihr das Abendfressen draußen aus der Hand geben zur Gewöhnung an die Dunkelheit.

  • Du könntest auch versuchen, sie neben deinem souveränsten Hund laufen zu lassen, beide durch so ein Kopplerding (wie heißt das noch? Dieses kurze Stück, an dem man zwei Hunde an einer Leine führen kann...) verbunden. Dann konzentriert sie sich womöglich besser auf den anderen Hund und bekommt mit, dass der ruhig bleibt in der Dunkelheit.
    Und dann gehen, bis sie entspannt(er) ist. Dann umdrehen, damit sie die Entspanntheit abspeichert in Verbindung mit der Dunkelheit.

    Ich mache dir Mut, denn es ist ein Gewöhnungsprozess, der schlicht Zeit braucht. (Vorausgesetzt, du bekommst es hin, dass die Dunkelheitsituationen nicht immer in der totalen Blockade enden)

    Ich habe ja auch einen Angsthund bzw hatte und hab mir das Timing bei der Gewöhnung von einer Trainerin zeigen lassen. Also den Hund lesen zu lernen, damit ich unterhalb der Blockadegrenze mit ihr arbeiten kann. Das hat bei uns den Durchbruch gebracht. (Schon 1-2 Übungsstunden in der Dunkelheit bei dir zu Hause können fürs Erste reichen, dann kannst du vermutlich alleine weiter trainieren)

  • Wir nennen das Ding Doppler. Aber ich weiß was du meinst. Die souveränste ist der Alpha Hund, Collie. Und von der Größe her.... vielleicht passts ja, ohne das meine Süße auf 2 Beinen nebenher laufen muss :lachtot: Blockieren tut sie nicht. Sie ist ansprechbar, aber total nervös. Ich habs mal getestet, was passiert wenn ich sie auf den Arm habe, einfach mal gucken was passiert. Keine Änderung. Manchmal kommt es mir so vor, als wenn sie in irgendwas gefangen ist und da alleine nicht rauskommt.

  • Ich würd auch versuchen, es auszusitzen. Also viiiiel Zeit mitnehmen, eine gemütliche Bank suchen und mal schauen, ob es eine Besserung bringt, wenn du sie ignorierst.

    Ein 2. Hund könnte hilfreich sein, das denke ich auch.

  • So ich hab mir gestern unsere 2. älteste Sheltie Hündin genommen und meinen Stressi dazu, Geschirr um, Doppler, Flexleine, los gings. Als wenn die Alte wusste was sie zu tun hat, gleich voran, die kleine mitgezogen, Rute hoch und sie immer angeschubst. War richtig süß. Wenn die kleine was gruselig gefunden hat (sie findet IMMER was) hat sie sich ganz fest an die alte gedrückt und die ist einfach immer weitergelaufen. War ein schönes Gefühl zu wissen, das die Alte wohl doch Alpha Hund Ambitionen hat.
    Es war schon ein bisschen besser, muss aber noch viel Zeit und Geduld reinbringen.

  • Das hört sich doch toll an!!!

    Und wenn Deine andere Hündin so cool ist, dann schaut sie sich das bestimmt schnell ab.

    Ich würde das jeden Abend trainieren. Aber ich würde ein bißchen mehr Leine geben. Also eine 4m Leine und an jeden Karabiner einen Hund.
    Dann kann sie auch in Ruhe ihr Geschäft machen ;)

  • Zitat

    Das hört sich doch toll an!!!

    Und wenn Deine andere Hündin so cool ist, dann schaut sie sich das bestimmt schnell ab.

    Ich würde das jeden Abend trainieren. Aber ich würde ein bißchen mehr Leine geben. Also eine 4m Leine und an jeden Karabiner einen Hund.
    Dann kann sie auch in Ruhe ihr Geschäft machen ;)

    Ja, dass muss ich auch noch machen. Ich habs gestern gleich nach der Arbeit gemacht, sozusagen vor der letzten Gassirunde, damit ich mit den beiden meine Ruhe habe und nicht noch auf die anderen 4 achten muss. Heute Abend will ich mich dann mal auf ne Bank setzten und warten, bis sie sich voll entspannt hat. Vor allem, die Winterzeit ist noch lang, bis dahin krieg ich Abends ne Kriese, wenn ich immer ein Stressi dabei hat. Dazu muss ich sagen, aufgrund ihrer nicht so tollen Kindheit hat sie kaum Selbstbewusstsein. Tagsüber oder beim Agility ist das alles kein Thema mehr, sie ist auch schon ziemlich frech und vor allem bringt sie uns oft zum lachen. Ich hoffe, dass sie dies nachher auch im Dunkeln macht. Vielleicht hat sie sich wirklich mal vor irgendwas tierisch erschreckt. Ich vermute folgendes:

    Ich geh mit ihr morgens bevor ich zur Arbeit gehe eine Pipi Runde, damit sie durchhält, bis meine Mum aufsteht. Bzw. mache ich es, weil sie noch nicht Stubenrein ist (ich sag ja, scheiß Kindheit). Eines morgens ging ich wie immer los, bloß 5 Minuten früher als sonst und dann traf ich den Boxer von nebenan, der mal wieder ohne Leine lief. Sie kam ganz normal auf uns zu, schnüffelte an Zoey. Zoey war auch ganz lieb und freundlich und hat sich gefreut. Aufeinmal fing der Boxer an zu knurren und auf sie loszugehen. Ich hab sie nur schnell an der Leine nach oben gezogen und sie auf meinen Arm verfrachtet. Ich glaube, ich musste dem Boxer 4 mal in die Seite treten, damit er endlich aufhört nach ihr und mir zu beißen. Davon mal ab das Zoey geschrieen hat wie am Spieß ist nichts passiert. Man weiß aber, was passiert wenn ein Boxer mit Überbiss zubeißt, die kriegen ihr Kiefer nicht sofort wieder auf und reißen dann ein Stück raus und dann geht der Keifer erst wieder auf. Sie war lange gestresst davon, aber tagsüber hat sie jetzt gar keine Probleme mehr.
    Vielleicht hat sie im dunkeln Angst, dass der Boxer wiederkommt? Es ist seitdem nie wieder was passiert und ich hab die Besitzerin so zusammengeschissen, das sie doch endlich mal ihren Hund an die Leine nehmen soll. Und der Boxer ist nicht ohne. Sie ist eine zarte Hündin, aber die hat eine ausgewachsene Mastino Napoletano Hündin so zusammen"geschlagen" das die mehrere Stunden operiert werden musste und wieder zusammengeflickt. Deswegen habe ich zugetreten, ich hoffe ihr versteht das. Ansonsten halte ich auch nichts von treten oder Gewalt, doch da wollte ich nur, dass sie meine Maus nicht erwischt. Mir wärs egal gewesen, wenn sie mich gebissen hätte, aber niemals meine Hunde. Da werd ich zum Tier!

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