Brauche Hilfe: Ist dieses Verhalten noch normal?

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  • Ich schicke ihn wirklich nie vor. Ich gehe erstmal ganz normal weiter und dann wird er irgendwann langsamer, blebt stehen oder liegen usw. Auch da gehe ich noch weiter, nur wenn er überhaupt nicht kommen will, dann versuche ich ihn aufzufordern, aber das klappt meist auch nicht. Ist der andere Hund dann einmal da und die beiden haben sich beschnuppert, ist Jeppe wie ausgewechselt und spielt mit großer Freude. Mich wundert es eben auch, dass er dieses Verhalten auch bei bekannten Hunden an den Tag legt, mit denen wir häufig Kontakt haben oder sogar manchmal spazieren gehen. Selbst zu denen traut er sich nicht hin und freut sich erst hinterher ganz irre doll!

  • @nindog,
    so mache ich es auch. Ich gebe meinem Hund (bewegt sich wie deiner) ein BEI MIR, und wenn er stehen bleibt, kommt eine freundliche Aufforderung zum BEI MIR. Meist bleibt er ein wenig hinter mir.
    Ich behalte dabei aber den anderen im Auge und laufe selber so zielstrebig wie möglich auf den anderen zu, um die Fixiererei zu unterbrechen (zwischen den beiden Hunden durchzugehen oder direkt vor dem anderen stehen zu bleiben).
    Für mich ist es wichtig, dass mein Hund recht nah bei mir bleibt und nicht stehen bleibt, weil die Jagereien sich immer so ergeben haben, dass meiner während dem Fixiert-werden stehen geblieben ist, der andere auch, und beim ersten Schritt von meinem der andere hinterhergestürzt ist.

    Grüßle
    Silvia

  • Zitat

    Aha ! Und was hat der Welpe bei dieser Begegnung gelernt ? Wird er in Zukunft langsamer auf fremde Hunde zugehen ????

    Und was hat Jeppe gelernt ? Bestimmt nicht, daß Welpen toll sind !


    Also meiner ist zwar kein Welpe, aber er mußte auch neu lernen als er zu mir kam und er lief vorher auch so auf andere Hunde zu (wenn beide Seiten die Hunde frei hatten). Nachdem er dann aber 2 Mal gebissen wurde geht er langsamer und vorsichtiger.. auch er mußte lernen.

  • Ich glaube man muss es situationsabhängig machen. Wenn mein Hund anfangen würde einen Junghund wegzubeißen, dann würde ich die Geschichte schon abbrechen. Es gibt aber auch Hunde die wilde Welpen oder Junghunde lieben. Mein Hund hat eine unheimliche Geduld mit den Jungspunden und sie dürfen sich bei ihm viel erlauben, bis er anfängt sie zu erziehen. Er liebt Welpen und die dürfen auch mal zu zweit um ihn rum und auf ihn draufspringen ... wenn es ihm zuviel wird, werden sie kurz gerüffelt und dann gehen sie zu ihm, beschwichtigen ihn und dann darf es weitergehen.

    Ich habe nicht generell was gegen wilde, unerzogene Hunde ... sie lernen ja im Hundekontakt das richtige Verhalten. Max wurde als jüngerer Hund auch von größeren mal gerüffelt, allerdings habe ich auch immer ein Auge drauf gehabt, denn natürlich ist es nicht Aufgabe von anderen Hundehaltern, dass ihr Hund meinen erzieht. .. also im Rahmen ist es ok aber der Hund sollte schon Grenzen kennen/lernen die ihm sein Halter aufgibt. Dann ist es auch vom Hundehalter abhängig ... manche wollten mich stoppen und meinten "machen sie sich keinen Kopf, meiner sagt ihren schon wie weit er gehen kann" ... und dann habe ich ihn auch gelassen aber nicht jeder HH hat Bock auf Jungspunde ... somit habe ich jede Situation individuell betrachtet und entsprechend reagiert.

    Hat man einen Hund der nicht damit umgehen kann, dann muss man diesen schützen und so auch den Welpen/Junghund, denn wenn es zu einer Beißerei kommt ist auch niemanden geholfen.
    Im vorliegenden Fall wäre ich schon etwas früher dazwischen und hätte den anderen Halter aufgefordert seinen Hund anzuleinen.

  • Zunächst würde ich der Welpenbesitzerin "Dummheit" testieren und eine adäquate Hundeschule, zur Schulung des HH, empfehlen. Wildes kontaktieren ist eben nicht sozialisieren und da mangelt es der Welpenbesitzerin offensichtlich an Erfahrung. Hab mal keine Bange um Deinen Hund, der hat sich absolut i.O. verhalten und ein anderer Hund wäre dem Welpen viel schneller übers "Maul", gefahren. Wurde hier schon geschrieben, die landläufige Annahme des Welpenschutz gehört ins Reich der Fabeln. Insofern kannst Du mit Deinem Hund zufrieden sein.

    Das ablegen und warten auf die "Ankunft" eines Genossen bedeutet nicht, dass Dein Hund mit Ängsten versehen ist. Im Gegenteil, Dein Kleiner ist sich durchaus bewußt, was er da macht. Du schreibst ja selbst, dass er nach Ankunft des anderen Hundes wie ausgewechselt ist und spielt. Ein Verhalten, dass meine Hunde ebenfalls an den Tag legen wobei sie "Rassisten" sind und lieber mit ihrem Rudel, spielen. Bedeutet im Umkehrschluß, dass alle darauf warten, dass einer "zwinkert" und der hat dann "verloren" und die Spielerei geht los. Sind übrigens alles erwachsene Rüden die weder mittels Chemie noch anderweitig, kastriert wurden.

    Achja, einen Tipp habe ich noch, der bei mir wunderbar geholfen hat. Einer meiner Jungs war zu Anfang wirklich ängstlich und hatte keine Vetrauen in andere (mit Ausnahme seiner Rasse) Hunde. Um ihm in dieser Situation zu helfen, wenn ein anderer HH im Anmarsch war, habe ich dem bevor die Hunde Kontakt hatten gesagt, dass ich den Kontakt nicht wünsche da mein Hund hoch infektiös sei da er aus dem Ausland kommmt und eine üble Krankheit, habe.

    Was glaubst Du was passiert? So schnell wie da anderen Hunde weggenommen werden kannst Du gar nicht gucken. Achja, nur zur Info dieser Hund ist heute Rudelchef.

    LG
    Dooley

  • Zitat

    Ich schicke ihn wirklich nie vor. Ich gehe erstmal ganz normal weiter und dann wird er irgendwann langsamer, blebt stehen oder liegen usw. Auch da gehe ich noch weiter, nur wenn er überhaupt nicht kommen will, dann versuche ich ihn aufzufordern, aber das klappt meist auch nicht. Ist der andere Hund dann einmal da und die beiden haben sich beschnuppert, ist Jeppe wie ausgewechselt und spielt mit großer Freude. Mich wundert es eben auch, dass er dieses Verhalten auch bei bekannten Hunden an den Tag legt, mit denen wir häufig Kontakt haben oder sogar manchmal spazieren gehen. Selbst zu denen traut er sich nicht hin und freut sich erst hinterher ganz irre doll!


    Auch wenn die Hunde bekannt sind: Höflichkeit gehört sich nun mal. Gerade viele Hunde legen Wert darauf. Und weil er einen Hund kennt muss er ihm ja nicht sofort um den Hals fallen ;) . Jede Begegnung bedeutet auch immer wieder ein schauen wie der Andere drauf ist. Und Hunde, welche sich gesittet benehmen, werden oft erst ein Ritual durchführen.

    Nun ist Jeppe es wohl einfach auch gewohnt sich anderen Hunden so zu nähern. Solange es sich in Wohlgefallen auflöst (da müsstest du dann Situationsbedingt entscheiden) ist ja erst einmal nichts dagegen einzuwenden.

    Ist deiner aber an der Leine und ein anderer HH möchte einen Kontakt "erwingen" indem er seinen Hund nicht anleint bzw. trotzdem ableint, treffe die Entscheidung das ohne Kontakt zwischen den HH gar nichts läuft. Und da müsste der andere Hund (wieder Situationsbedingt entscheiden) abgewehrt werden. Dann sieht Jeppe auch das du es ganz gut im Griff hast und er im Notfall auf dich zurück greifen kann.

    Beobachte deinen Hund, schau wo er Hilfe braucht und unterstütze ihn durch deine Präsenz wenn nötig. Und "werte" die Situationen nicht durch zu viel Handlung auf. Wenn du weiter gehst, einmal rufen und das wars.

    Er muss sehen das er Anschluss hält. Ist dir der andere Hund nicht geheuer, dann nehme Jeppe gleich zu dir und er muss bei dir bleiben. Variiere es. Mal Kontakt, mal keinen. So lernt er sich an dir zu orientieren und nachzufragen, denn er weiß ja nicht ob du es nun erlaubst oder nicht.

    Ist es immer erlaubt, wird er auch nicht nachfragen bzw. lässt er sich dann schwieriger Abrufen, da er ja noch eine Aufgabe zu erledigen hat.

    Jede "versemmelte" Aktion hilft einem zu lernen wo man ansetzen muss, auf was mach achten sollte.

  • Gut, okay, puh, so viele tolle Antworten, vielen Dank dafür. Ich glaube, ich werde es weiterhin so machen, dass ich in seiner Nähe bleibe, bzw. etwas vorgehe. Die Idee, zu variieren, also mal Hundekontakte zuzulassen und mal nicht, finde ich super, damit kann ich auch gleich weiter üben, ihn unter Ablenkung abzurufen. Heute haben wir übrigens vier Hunde auf einmal getroffen, zwei an der Leine, zwei ohne. Ich habe Jeppe an die Schleppleine gemacht, dachte, dass sei der gute Mittelweg bei angleinten und nicht angeleinten Hunden auf einmal. Die kamen alle auf ihn zu und er hat sich hingesetzt und etwas gejault, aber als sie dann da waren, hat er sie freundlich beschnuppert! Mal gucken, wie es sich so entwickelt!

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