Wir sind langsam am Verzweifeln...

  • Unsere Polly (franz. Bulldogge, 9 Monate) lässt uns langsam verzweifeln. Alles bisher Gelerntes verlernt sie irgendwie wieder. Das gravierendste ist die Stubenreinheit. Das hatte sie eigentlich schon ganz gut drauf. Doch nun in einer neuen Wohnung (obwohl wir nun hier auch schon fast 3 Monate leben und es auch hier am Anfang gut funktioinierte) macht sie uns in die Wohnung (groß und klein). Meistens geschieht dies wenn wir sie allein lassen, da reicht auch schon ne halbe Stunde und die Bude ist völlig eingesaut. Es kommt uns wie eine Frustreaktion vor, da sie allein ist. Aber wie erwähnt ging das alles mal. Hinzu kommt noch, dass sie ihre Kacke auch noch frisst (kann man da irgendwas tun). Und einige Male hat sie nicht einmal mehr Scheu in die Wohnung zu machen, wenn wir da sind. Krankheiten kann man meiner Meinung nach ausschließen, da sie in der Nacht ja auch ihre 8h schafft.

    Wir wissen nicht was wir falsch machen. Wir haben und tun es auch immernoch, loben draußen beim Geschäft erledigen. Wir gehen regelmäßig raus, fast zu oft für meine Begriffe. Wie oft geht ihr so am Tag? Wenn wir sie erwischen, leider geschieht das nicht so oft, schimpfen wir auch, aber ansonsten versuchen wir es zu ignorieren und den Mist wegzumachen.

    Wir wollen sie auf jeden Fall öfter und dafür kurz alleine lassen und hoffen sie gewöhnt sich daran. Und wir wollen probieren ihr ein Höschen (eig. für ihre heiße Phase) anzuziehen, vielleicht hemmt sie das.

    Aber habt ihr vielleicht noch Tipps oder wenigstens etwas Hoffnung für uns, wir drehen wirklich völlig ab. :hilfe:

  • die Idee mit dem Höschen finde ich furchtbar -
    Hunde beschmutzen ja auch nicht ihr eigenes Lager, so müsste Eure Hündin aber mehr oder weniger lang in ihrem eigenen Pipi rumlaufen.

    Ansonsten kommt die Kleine grad mitten in die Pubertät - da scheint es oft so als ob alles wieder verlernt wurde. Ist aber nicht - das Gehirn wird grad ein wenig umgebaut und entsprechend chaotisch läuft es in dieser "Bauphase" halt ab. Das vergeht wieder - einfach am Ball bleiben.

    Zum Thema Stubenunreinheit und nicht (mehr) allein bleiben können - da denke ich hat die Kleine den Umzug nicht wirklich verkraftet und fühlt sich vielleicht doch sehr viel unwohler als in der alten Umgebung.
    Da hilft nur klitzekleine Schritte beim Alleinbleib-Training.

    Was auch noch eine Rolle spielen kann: wenn es erstmal nach Urin stinkt ist der Reiz drüberzupiesel größer. Wenns mit normalem Reiniger nicht weggeht (wegen irgendwelcher Ritzen oder sowas) - es gibt auch Spezialprodukte die ebenfalls in die Ritzen kriechen und die Duftmoleküle chemisch auflösen.

    Sicherheitshalber würde ich trotzdem mal beim TA nen Urin-Test machen lassen, kostet ja nicht die Welt.

  • Die Idee mit dem Höschen entstand aus reiner Verzweiflung. Wir wissen, dass es nicht gut ist, wenn ein Hund oder ein anderes Tier in seinem eigenen Urin oder Kot rumlaufen muss. Wir dachten dabei lediglich daran, dass durch das Höschen eine Art Hemmung ausgelöst wird, sich nicht beim Alleinesein zu erleichtern.
    Des weiteren können wir sagen, dass unsere Hündin auch keine Hemmungen hat ihr Lager zu beschmutzen, was ja eigentlich völlig unverständlich ist. Daraufhin waschen wir ständig alle Decken und Kissen (meistens sofort) und wischen das Laminat mit Essigreiniger, von dem wir bisher nur Gutes in Bezug auf Hundeurin und dessen Entfernung gehört haben.
    Es ist auch nicht so, dass sie verstärkt pinkelt. Sie trinkt und pinkelt in einem "normalen" Verhältnis. Oftmals handelt es sich bei ihren Erleichterungen auch nur um wenige Tropfen oder kleine Häufchen, so dass man das Gefühl bekommt, als ob sie sich das letzte bisschen rauspresst, obwohl sie kurz vor dem Alleinesein nochmal draußen war. Deswegen kam uns der Gedanke an eine Trotzreaktion auf das Alleinesein.
    Wie glauben auch nicht dass ihr Verhalten mit dem Umzug in Verbindung gebracht werden kann. Dafür hat es viel zu lange (ungefähr zwei Monate danach) noch gut geklappt. Erst seit einem Monat ungefähr ist sie so verändert.

  • Ich würde mal zum TA gehen und sie durchchecken lassen ob doch nicht
    irgendwelche Krankheit dahintersteckt und auch mal die Nierenwerte
    checken lassen zur Sichherheit.

    Ist irgendwas vorgefallen, dass ihr plötzliches Verhalten erklären könnte, ich meine ausser dem Umzug. Kann auch etwas sein dass Euch unwichtig vorkommt, dem Hund aber nicht. Habt Ihr mal mit der Züchter darüber gesprochen, was meint denn der ?

  • Also ein besonderes Ereignis ist, dass wir im Januar ein Baby bekommen. Vielleicht bekommt sie die Schwangerschaft doch mehr mit, als man denkt. Obwohl sie jetzt ja noch nicht anders dadurch behandelt wird. Ich denke mal die große Umstellung kommt für sie erst noch wenn das Baby da ist.

    Mit dem Züchter haben wir nicht gesprochen, da der Kontakt schnell abgebrochen ist und wir auch nicht glauben, dass uns von der Seite aus jetzt noch geholfen werden kann. Mit der Zucht kann das Problem wohl nicht in Verbindung gebracht werden.

    Wir waren vor ein paar Wochen erst beim Tierarzt zum allgemeinen Check und dabei konnte nichts festgestellt werden.

  • Das könnte doch der Auslöser sein. Nimmst Du Dir vielleicht jetzt etwas weniger Zeit für sie ?, Du hast ja sicher alle Hände voll zu tun, Kinderzimmer vorbereiten usw. Hunde kriegen ja auch die Gefühle ihrer
    Menschen mit.

    Irgendwo habe ich mal gelesen dass sich durch ein Kind halt einiges im Tagesablauf ändert und man den Hund schon vor der Geburt so gut es geht an den zukünftigen Ablauf gewöhnen soll damit nachder die Umstellung nicht so gross ist wenn das Baby da ist.

  • Mir hat ne Bekannte erzählt, dass ihr Hund das gleiche so mit knapp einem Jahr gemacht hatte.
    Immer wenn er alleine war durfte sie danach die Putzfee spielen.

    Sie hatt es ignoriert und es hörte Schlagartig wieder auf.
    Sie vermutete das er einfach nicht allein bleiben wollte und das damit zum Ausdruck gebracht hatt...wie auch immer.

    Es kann eine Phase sein....
    Aber noch was, nicht schimpfen wenn es passiert...wenn du es siehst, schnappen und raus.

    Gruß Gwen

  • also das wir weniger zeit haben für sie, kann man eigentlich nicht sagen, da uns ein Baby erwartet ist meine Freundin ja fast immer zu Haus...

    ich denke halt das sie sich daran gewöhnt hat, das fast immer jemand da ist und dann wenn das eben nicht der Fall ist, dann hält sie das nicht aus.

    und gerade kam ich nach Haus und meine freundin hat unsere Polly nur 5 min allein im Zimmer gelassen, da hat sie auch prompt ihr Geschäft erledigt. Vorher war sie Gassi und hat auch gemacht. Das kann doch nur eine Trotzreaktion sein, oder?

    Aber wenn ich sie erwische kann ich doch schimpfen, also PFUI und so, oder? das macht man doch bei der normalen Stubenreinheit auch so. Nur wenn wir zu spät kommen, was ja bis jetzt immer der Fall ist, dann machen wir es komentarlos weg.

    wie würdet ihr es ihr denn versuchen wieder anzutrainieren, dass sie alleine bleiben kann? Ich denke, ja das man sie jetz immermal alleine lässt, aber halt nur kurz und wenn das funktioniert die Zeit hochsetzen?!

  • Hunde kennen keine Trotzreaktion. Sie machen nichts um ihren Menschen zu ärgern. Sie machen nichts, gerade weil... Sie können nicht denken an vorhin und bald, sondern nur im jetzt.

    Dann mußte sie eben grad noch einmal. Morgens macht Eddi oft 3 Haufen nacheinander (die immer kleiner werden), das geht auch mit Pipi.

  • Das sie ihre Kacke frisst könnte damit zusammenhängen das sie die unreinheit aus der Wohnung wieder entfernen will, die Hundemütter fressen den Kot ja auch auf nachdem die Welpen ihr Geschäft gemacht haben, sie möchte wahrscheinlich einfach ihr Nest nicht schmutzig lassen. Daran seht ihr auch das es ihr eigentlich unangenehm ist ihr Geschäft in der Wohnung zu machen. Meiner hat das auch gemacht als er noch nicht stubenrein war. Ich hatte deswegen auch mal meinen TA gefragt und der hat gesagt das die das bei der Mutter sehen und sich abgucken, draußen fraß er nämlich keinerlei Kot, das hatte ihn gar nicht interessiert.
    Das sie in ihr Körbchen pinkelt kann sein das sie einfach die frisch gewaschenen Decken vom Geruch her nicht mag, deshalb makiert sie ihren Duft, das ist aber eigentlich normal, das kenne ich von einigen Hunden.
    Ich würde einfach nochmal von vorne anfangen. Alle 2 Stunden raus gehen und nach jedem spielen und schlafen. Was anderes dürfte euch auch nicht übrig bleiben. Solltet ihr sie in Flagrantie erwischen würde ich ein "Nein" sagen und sofort mit ihr raus gehen und sie dort dann loben und ihr ein Leckerchen geben wenn es erfolgreich war, ansonsten einfach alles ohne Kommentar wegwischen, aber auch so das sie es nicht mitbekommt.
    Das Alleine bleiben könnt ihr nur in kleinen Schritten üben, nicht gleich ne halbe Stunde oder so, wenn ich aus dem Zimmer geh schicke ich Odin immer auf seinen Platz, er hat in jedem Zimmer ein Körbchen stehen wo ich ihn hinschicken kann.
    Ich würde auch trotzdem mal zum TA gehen und ihm das Problem schildern, vieleicht hat er ja auch Ideen.
    Ansonsten ist es vieleicht doch etwas viel auf einmal, der Umzug, das kommende Baby, Hunde spüren die kleinste Veränderung und vieleicht legt sich ihr Verhalten ja auch und ihr braucht einfach nur etwas Geduld.

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