Angstpinkler - Ich kann nicht mehr...

  • Hallo,
    Danke noch einmal für die Antworten.
    Also, ich werde jetzt fest Strukturen rein bringen, in das was er darf und nicht. Heute ist ein wenig chaotisch, also werde ich morgen damit anfangen. Und werde sein verhalten, falls er wieder pinkelt, komplett ignorieren.

    Trainer sitzt im Moment wirklich nicht drin, das was ich an Geld überhabe, geht auf Paco's Sparbuch, falls er mal krank wird und da will ich nciht dran gehen. Ich werde es jetzt erst einmal mit dem Buch versuchen und hoffen, das ich daraus etwas lerne :gut:

    flying Paws
    Wir gehen 5 mal am Tag raus. Morgens größere Runde zwischen 9 und 10, mittags so ca um 13-14 Uhr raus zum pieseln, zwischen 17 und 18 Uhr unsere größte Runde und weil er auf dieser Runde meistens soviel am Fluß trinkt, gehen wir zwei stunden später eben noch zum pieseln. Letztes Mal pinkeln zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens.

    Aber eigentlich ist das auch nicht das Problem. Wenn er wirklich mal zum pinkeln raus muss, jammert er ein bisschen und setzt sich vor die Haustür. Dann gehe ich auch immer sofort mit ihm.

    Das Angstpinkeln ist generell immer nur morgens. Und das war auch schon, als ich das erste Mal mit ihm um 5 oder 6 Uhr gegangen bin.

    Heute morgen bin ich nach unten gekommen, Hund lag schon zusammen gekauert auf seinem Platz, die Schwanzspitze wedelte ganz leicht. Hab ihn einfach ignoriert, mich fertig gemacht und erst angesprochen, als er zu mir kam. Vorsichtig zwar, aber als ich ihn dann überschwenglich begrüßt habe, hat er einen wahren Freudentanz aufgeführt... Ich hoffe, das habe ich richtig gemacht

  • Hey,

    ich muss sagen, ich war Meisterin im Puller Situationen vermeiden ;)
    Findus wusste z.B. ganz genau, dass er nicht ins Bett darf, lag aber trotzdem immer wieder im Bett, wenn er mal alleine im Schlafzimmer war.
    Wenn ich zufällig ins Zimmer kam und er im Bett lag, bin ich ohne ein Ton zu sagen wieder raus gegangen. Findus ist dann auch gleich vom Bett gesprungen (und drunter gekrochen). Hätte ich im Moment des auf dem Bett erwischen allerdings irgendwas gesagt (egal ob komm, nein, runter,...) hätte er hundert Pro gepullert.
    Ich weiß nicht ob das allers so richtig war, hat aber auf jeden fall gefunzt.

  • Du solltest vor allem ab jetzt Regeln aufstellen und auch konsequent einhalten (mal darf er auf die Couch mal nicht, er darf in´s Bett, dann schmießt du ihn raus).
    Wenn du ihm Grenzen setzt, kann er sich innerhalb dieser Grenzen bewegen, ohne eine Bestrafung zu fürchten, das entspannt enorm!!!

    Mache dir eine Liste, was er darf und was nicht und halte dich daran.

    Ich würde zusätzlich Morgens mit ihm früher raus gehen, damit die Blase erstmal leer ist.

    Ganz wichtig ist natürlich Konflikte zu vermeiden!

    Du musst ihn Morgens aus dem Bett raus schmeißen, weil er nicht raus will?
    Dann kommt er dort gar nicht mehr rein!

    Du musst ihm von der Couch schmeißen, weil er eigentlich nicht rauf darf?

    Dann biege es so hin, dass er erst gar nicht darauf kommt (Tür schleißen, Couch verstellen)!

    Wenn du deinem Hund nämlich Sachen verbietest (runter von der Couch), was er eigentlich schon eine Weile macht (er lag dort ja schon auf der Couch und hat nicht erst versucht raufzukommen), versteht er die Welt nicht mehr und du wirkst unberechenbar.


    Das Runterschicken kann man auch pos. aufbauen:

    Er ist auf der Couch/auf dem Bett, du sagts in einem freundlich aufordernden Ton, dass er runter gehen soll (ich würde ein andere Kommando verwenden, als bisher) und wirfst ein Lecki auf dem Boden.

    Was glaubst du, wie schnell er reagiert, wenn er verstanden hat, was das bedeutet. :D

  • Zitat

    Hallo,
    Danke noch einmal für die Antworten.
    Also, ich werde jetzt fest Strukturen rein bringen, in das was er darf und nicht. Heute ist ein wenig chaotisch, also werde ich morgen damit anfangen.

    Hallo Angel,
    das ist doch schon mal ein wirklich guter Ansatz - aber ein wenig "Rat" erteile ich Dir jetzt doch noch :smile:

    Fang sofort an. Nicht erst morgen.

    Heute ist es chaotisch.
    Morgen hat man einen doofen Tag.
    Übermorgen guckt der Hund so komisch.
    Überübermorgen merkt man, dass man grad eine Erkältung kriegt....

    Fies, was?
    Aber lieb gemeint.
    Das wichtigste an der Konsequenz ist, dass sie auch wirklich ausnahmslos durchgezogen wird.
    Regeln und Grenzen müssen immer gelten, auch und besonders dann, wenn es mal chaotisch wird - auch wenn es einem selbst grad nicht gut geht und um einen herum der Mob tobt...

    Überleg Dir, was Du für Regeln aufstellen willst, wie Du sie durchsetzen willst (das elegant einer Auseinandersetzung-aus-dem-Weg gehen" durch Lekkerli-Weitwurf, wenn Hund sich auf dem Sofa breit macht, ist ein prima, konfliktloser Ansatz!) und dann gelten diese Regeln ab sofort. Und je klarer Du diese Regeln anwendest, desto schneller sitzen sie.... Bei Dir und bei Deinem Hund....

    Los, fang an, jetzt!

    LG, Chris

  • Hallo...

    Hast du es denn schon einmal tierärztlich abklären lassen, ob es denn tatsächlich Angstpinkeln ist. Oder ob es evtl. möglich ist, dass ein organisches Problem besteht?
    Gut, unser Großer war älter, aber bei ihm war es zum Beispiel die Prostata. Da war es auch, dass er es nicht kontrollieren konnte, wann er Pipi muss. Und unsere Püppi hatte auch eine Blasenschwäche, bei ihr waren es auch teilweise Tropfen, manchmal ist sie komplett "ausgelaufen", weil sie das einfach nicht halten konnte.
    Nur eine Idee, falls du vielleicht an der falschen Stelle nach Ursachen suchst und nachher kein Lösungsansatz hilft... Vllcht. einfach mal abklären lassen.
    Wünsche euch auf jeden Fall gute Besserung...


  • Hallöchen, wäre es möglich, daß Du innerlich deinem Hund gegenüber ablehnend bist? Ein Hund spürt es und offensichtlich pinkelt er wegen dir. Du löst es durch innere Aggressionen aus. Ich merke es selber oft an meiner Tina, denn die reagiert auch sehr empfindlich auf meine innere Unruhe die ich manchmal habe. Bestimmt bist Du das Problem :roll:

  • outlaw.akos
    Wieso sollte ich innerlich meinen Hund ablehnen? :???: Er ist ein absoluter "Wunschhund", ich liebe ihn und darum möchte ich eben mit ihm an diesem Problem arbeiten.
    Das ich das Problem bin, ist mir schon klar. Aber ich lehne meinen Hund nicht ab...

    McChris
    Heute :D Hast Du schön geschrieben und fands überhaupt nicht fies, nur einleuchtend. Danke schön :gut:

    zwerglöwe
    Beim Tierarzt waren wir schon, es ist alles in Ordnung. Aber der Hund freute sich mal wieder beim Tierarzt zu sein, den liebt er nämlich :D

    LasPatitas
    Regeln habe ich jetzt aufgestellt und werde auch konsequent dabei bleiben!

    So... was die Couch angeht, da habe ich jetzt eine Art "Kompromiss" gefunden, Paco kriegt den Sessel, ich die Couch :lol: Ich habe seine Decke drauf gelegt und der Ledersessel ist jetzt seiner, hat er auch gut angenommen und er ist bei mir im Wohnzimmer.
    Da er sowieso nie alleine nach oben ins Schlafzimmer gegangen ist und ich ihn immer tragen mußte, ist dies auch einfach "abzustellen".

    Ich hatte mich auch mit meiner Mutter unterhalten und im Gespräch sind mir Sachen aufgefallen, die mir eigentlich gar nicht bewußt waren, weil ich sie einfach so hingenommen habe. Draußen zum Beispiel, Paco bleibt immer in Sichtweite, was ja an sich toll ist, aber wenn JayJay zum Beispiel in einem Gebüsch verschwindet möchte er auch gerne mit, "traut" sich aber nicht und wartet dann auf mich oder meine Mutter, damit wir ihn ein Stück begleiten. Merkt er, das wir nicht weiter mitkommen, kommt er auch zurück.
    Dabei zeigt er allerdings keine deutlichen Anzeichen von Unsicherheit, die Ohren sind aufmerksam aufgestellt, Schwanz nach oben, er bleibt einfach nur stehen und wartet.

    Zuhause verfolgt er mich oftmals. Was ich ihm jetzt auch abgewöhnen werde. Gehe ich beispielsweise duschen, liegt er vor der Duschkabine. Koche ich, liegt er auf seinem Platz im Flur, wo er mich sehen kann. Manchmal verfolgt er mich sogar wenn ich mir nur etwas zu trinken holen gehe.
    Also werde ich ihn jetzt vor dem Duschen auf seinen Platz schicken und wenn er mich verfolgen will, ebenso.

    Ich denke mal das sind auch alles Zeichen von Unsicherheit, oder? Verlustangst würde ich ausschließen, da er super alleine bleiben kann, ich habe schon die Nachbarn gefragt und mich auch selbst ans Haus angeschlichen, er liegt auf seinem Platz und pennt...

  • Ich glaube du meinst mich, nicht Chris :D Chris hat mir sehr viele gute Ratschläge gegeben, aber gepinkelt hat mein Hund ;)

    Das Pinkeln ist nach und nach immer weniger geworden, ich bin ruhiger geblieben, habe klare Regeln und Linien aufgestellt für das was er darf und nicht darf. Er hat zwei Plätze wo er sich zurück ziehen und mich so nicht durch die Wohnung "verfolgt".
    Ich habe einfach die vielen guten Tipps befolgt, die man mir hier im Thread gegeben hat (Danke dafür noch einmal!)

    Schwer war es am Anfang, aber wenn man einmal eine klare Linie hat, klappt das schon.

    Sensibel ist er immer noch, erschrickt sich vor vielen neuen Sachen erst, aber damit kann ich umgehen.

    Ich denke, inzwischen sind wir ein ganz gutes Gespann geworden :)

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