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  • Hallo, eine Bekannte von mir hat Probleme mit ihrem Cocker.
    Er ist nun knappp ein Jahr alt, und kommt aus einem Tierheim, von dort wurde er mit nur knapp 5 Wochen abgegeben. Er stammt aus einer Beschlagnahmung bei einem sehr unseriösen Züchter (wobei ich das auch Tierheim nicht unbedingt für seriös halte).

    Er lässt sich sehr ungerne Bürsten und hasst Handtücher, auf die geht er immer sofort los.
    Nun kommt hinzu, dass er sich von Zeit zu Zeit von niemanden anfassen lässt, er knurrt und beisst, so als ob jemand einen Schalter umgelegt hat.
    Zuletzt hat sie es nicht geschafft ihm sein Leine abzunehmen, und er ist dann 2 Tage mit der Leine herumgelaufen.
    Auf einmal war dann wieder alles gut und er ist der liebste Hund der Welt.
    Alles ohne Vorwarnung, und ohne wir haben nichts finden können was dieses Verhalten auslöst.
    Sie hat ihn gut erzogen, er hört sehr gut, ist kontakfreudig zu anderen Hunden, mag Kinder nicht ganz so sehr. Er lässt sich von Fremden anfassen, die TA Besuche sind in der Regel kein Problem
    Meine Bekannte ist die klare Rudelführerin im Haus, der Hund darf nicht auf die Couch, oder den Sessel, sie bestimmt wann gespielt/geschmust wird,...
    Sie kümmert sich um ihn, sie beschäftigt ihn, geht viel spazieren, er läuft frei ums Haus ohne wegzulaufen, meldet wenn Femde kommen, aber hält dabei seinen Abstand.

    Auch die tierärztliche Untersuchung hat nichts auffälliges ergeben.

    Was kann man da machen?
    Ich schätze, dass in der Zeit bei dem Züchter, oder während der Beschlagnahmung etwas passiert ist.

    Vielen Dank für Eure Hife.

  • schau mal hier:
    Cocker beisst

  • Zitat


    Was kann man da machen?

    Zu einem kompetenten Hundetrainer gehen, der sich alles vor Ort anschaut.

    Aus dem Forum heraus kann man keine Diagnose stellen, ohne den Hund gesehen zu haben.

  • Habt ihr schon mal was von der "Cockerwut" gehört?

    Ich hab das Wort auch nur mal irgendwo aufgeschnappt, aber shau mal hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cockerwut#Cockerwut

    Soll natürlich heißen, dass nicht jeder Cocker der in irgendeiner Art und Weise aggressiv ist gleich diese Cockerwut hat.... wie gesagt leider kenne ich mich damit nicht aus!

    Noch was:

    http://www.cockerlexikon.de/Wiki/Cockerwut

    Das mit den unseriösen Züchtern passt ja...

  • Bevor ein kompetenter Trainer eingeschaltet wird, sollte der Hund beim TA gründlich durchgecheckt werden.
    Zu der Standartuntersuchung, sollte zusätzlich eine Blutuntersuchung (inklusive Schilddrüsenwert) und einen Komplettcheck der Knochen gemacht werden.

    Außerdem sollte eine Tagebuch geführt werden (Aktivitäten, Futter, Verhalten).

    Das Futter sollte nur auf das Hauptfutter reduziert werden, viele Leckerlies können das Verhalten vom Hund beeinflussen. Die Futterwahl sollte man auch noch mal überdenken (vielleicht veträgt er kein Getreide o.a. ?).

    Zu dem abtrocknen:

    Meien Kleine hat Angst bekommen, als ich plötzlich mal mit einem Handtuch auf sie zu ging. Ich habe dann den Vorgang abgerochen und sie langsam an das Abtrocknen gewöhnt.

    Wenn der Hund schon auf das Handtuch losgeht, hat eine negative Verknüpfung stattgefunden, die kann man wieder umwandeln.

    Dazu legt man ein Handtuch auf dem Boden (Hund vorher in ein anderes Zimmer bringen), ein paar Leckerlies drauflegen, zusammenklappen, wieder ein paar Lecklerlies drauf legen, zusammenfalten, bis das ein Packet ist. Dadrauf und drumherum kann man noch ein paar Leckerlies streuen. Dann den Hund reinlassen und einfach ignorieren, er wird sich mit dem Handtuch beschäftigen um an die Leckies zu kommen. das Handtuch erst wegnehmen, wenn der Hund in einem anderen Raum ist, sonst geht er weider darauf los.

    Bei der nächsten Übung würde ich kleine Handtücher auf den Boden legen (mal flach, mal zerknautscht) und wieder Leckies rein- oder drunterlegen.

    Ich würde auch handtücher einfach mal in der Wohnung aufhängen, wenn der Hund nicht dabei ist (z.B. an der Türklinke ect.) und wenn der Hund die Wohnung betritt, so tun als wenn alles normal wäre.

    Danach kann man mit einem Handtuch in der Hand, über der Schulter ect. in der Wohnugn spazieren gehen (als wäre es ein normales Kleidungsstück) oder Gassi gehen.

    Außerdem würde ich ein handtuch in den Korb vom Hund legen.

    Wenn der Hund nicht mehr auf Handtücher los geht, arbeitet man an den Hund-Handtuch Kontakt. Kannst dich ja mal melden, wenn der Zeitpunkt da ist.

    So ähnlich wird auch mit einer Bürste verfahren.

    Prinzipiell würde ich eine neue Bürste nehmen, wo noch gar keine Verknüpfung (ob pos. oder neg.) erfolgt ist und das von Anfang an pos. aufbauen.

    Liebe Grüße

  • Ich würd mich auch der Idee von Las Patitas anschließen. Ich hoffe der Cocker ist verfressen genug. Mit der Bürste unbedingt in der ersten Zeit das Ziepen vermeiden. Nur ein zwei Bürstenstriche und viel loben, Bürste wieder weglegen. Viel Erfolg und viel Geduld wünsch ich euch! :D

  • Zitat

    Ich würd mich auch der Idee von Las Patitas anschließen. Ich hoffe der Cocker ist verfressen genug. Mit der Bürste unbedingt in der ersten Zeit das Ziepen vermeiden. Nur ein zwei Bürstenstriche und viel loben, Bürste wieder weglegen. Viel Erfolg und viel Geduld wünsch ich euch! :D

    Da hast du mich ja noch drauf gebracht, dass ich was vergessen hab :D

    @ passi

    Der Hund darf natürlich wärend der Gewöhnungsphase nicht wie normal gebürstet oder abgerubbelt werden, dass macht jeden Erfolg wieder zu nicht.
    Notfalls würde ich den Hund zu einem Hundefrisör geben, der ihn bürstet (natürlich mit dem Hinweis, dass er das nicht mag!!!).

  • Hallo, vielen Dank für die Antworten!

    An der Sache mit den Handtüchern wird fleissig gearbeitet, und ich werde sie bitten nochmal ein Blutbild erstellen zu lassen.

    Ich werde Euch dann das Ergebnis mitteilen.

    Weiss jemand ob diese Cockerwut Anfälle in bestimmten Abständen auftreten?

    Viele Grüsse Pascal

  • Hallo,

    sie können sich mit der Zeit steigern, aber wenn so ein Hund dann wirklich austickt, dann hast Du keinen Zweifel mehr, dass irgendetwas nicht stimmt.

    Oft ticken die Hunde in ganz banalen Situationen aus und das aus heiterem Himmel, also man findet keinen Auslöser.

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS: ich würde mal einen Trainer zu Rate ziehen der sich die Sache mal anschaut.

  • Zitat

    Hallo,

    sie können sich mit der Zeit steigern, aber wenn so ein Hund dann wirklich austickt, dann hast Du keinen Zweifel mehr, dass irgendetwas nicht stimmt.

    Oft ticken die Hunde in ganz banalen Situationen aus und das aus heiterem Himmel, also man findet keinen Auslöser.

    So war das bei unserem Hund, es war aber kein Cocker, sondern ein Dackel. Neben schwerwiegenden Sozialiations- und Erziehungsfehlern, denke ich, dass es noch ein Schilddrüsendefekt oder einen anderen med. Hintergrund mitgespielt hat.

    Am Anfang wurde auch auf einen Gehirntumor getippt...der Hund wurde 14 Jahre alt :hust:

    Ich würde das nicht so schnell als dieses und jenes abtun.

    Zur Ursachenforschung ist sicher dieses Buch hilfreich:

    Von einigen Trainingsmethoden aus dem Buch rate ich jedoch dringend ab!

  • Also ich würde das nicht behaupten! Die Cockerwut ist doch ein recht alter Begriff den jeder Cockerbesitzer sich ständig anhören muss ("ach die Cocker die haben doch alle diese Cockerwut :schockiert: ) danke... aber so ist das eben nicht. Cockerwut gibt es m.E.n. nicht (mehr) und wenn ist sie extrem selten. Noch nie habe ich einen Fall gesehen und ich habe schon seit meinem 10. Lebenjahr mit Cockern zu tun.

    Die "echte" Cockerwut kann man mit einer Art Epilepsie vergleichen, die aber auch bei Retrievern und vielen anderen Rassen (insbesondere Moderassen) auftreten kann! Beim Cocker ist sie mittlerweile so gut wie ausgestorben, eben weil diese Rasse nicht mehr in Mode ist und größtenteils gewissenhafte Züchter viel investiert haben um die Rasse gesund zu erhalten.

    Bei diesem Hund handelt es sich nach der Beschreibung aber eher um einen Hund der falsch sozialisiert/erzogen wurde und auch schlechte Erfahrungen gemacht hat. Dieses Verhalten bei solchen "Problemkindern" ist doch nur verständlich.

    Ich würde mich den anderen Tips anschließen - mit viel Geduld und eventuell professioneller Hilfe wird aus dem Hund sicherlich noch ein toller Begleiter.

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