jetzt flippt er aus

  • hallo zusammen,

    nachdem sich epsi in den zwei wochen super eingelebt hat, wird er von tag zu tag übermütiger. er ist nicht tod zu kriegen, egal wie weit man mit ihm spazieren geht. heute waren es locker 7km alles in allem und die letzte pipirunde ist noch nicht mit drin.

    er hat tagsüber maximal 2 stunden geschlafen, ansonsten ständig hinter mir her gerannt oder wollte spielen bzw. das geht neuerdings in beißen über, da ich denke er zahnt mit seinen 5 monaten.

    nachts schläft er zwar, hab aber das gefühl, dass das wesentlich unruhiger abläuft.

    er wird verrückt, wenn er fremde andere hunde unterwegs trifft und wenn die nicht spielen wollen, bellt er, als würde ich ihn abschlachten.

    ich sehe schon aus wie ein penner, weil ich nicht dazu komme mich selbst mal zu pfelgen, außer morgens schnell mal unter die dusche. das mache ich teilweise schon bei meiner oma, wenn er dann unter aufsicht ist, damit er kein dummzeug macht oder mich anbellt, weil ich gerade mal was anderes mache.

    bei den meisten sachen ist er so ein schatz und lernt so schnell. doch dann kommt wieder ne marotte dazu....aber wehe andere menschen schenken ihm aufmerksamkeit....dann setzt er die "ich bin ein armer kleiner hund" miene auf und lässt sich stundenlang kraulen. will ich mit ihm hier auf dem sofa liegen morgens nach dem sapzieren gehen, fängt er nach kürzester zeit an auf mir oder meiner kleidung rumzukauen.

    im moment hat er zum glück den kauknochen zwischen.

    kurz gesagt, er wird richtig übermütig. aber für agility ist er noch zu klein. auch noch längere spazierrunden sind nicht machbar, außer am wochenende. und er hat ja auch noch den garten wo er sich jederzeit noch auspowern kann. zumindest an 5 tagen die woche.

    er hat genug zuwendung und genug spielmöglichkeiten sowohl mit mensch und hunden.

    bin gerade ein wenig ratlos und toooooootmüde...

  • Wie alt ist er denn jetzte? 5 Monate?
    Das hört sich für mich nach Überforderung an.
    So erziehst du dir ein Hochleistunghund.
    Dein hund muss lernen, sich zu entspannen und auszuruhen, sonst wird er immer so ein quirliger Hund sein.
    Pro Lebenmonat heißt es 5 Minuten gemütlich laufen.
    7km sind definitiv zu weit!

  • Sehe ich auch so. Das mag für Dich paradox klingen, aber Du machst eher zu viel als zu wenig. Er muß lernen, auch Ruhe zu halten. Seine Knochen sind noch im Wachstum, da birgt zuviel Action noch zusätzliche Gefahren. Bist Du irgendwo in einem Junghunde-Kurs mit ihm? Etwas Kopfarbeit hilft gewaltig bei der Auslastung eines jungen Wilden;)

  • Also für mich hört sich das ein bisschen nach Überforderung an. Klar könnte so ein kleiner Racker den ganzen Tag toben und neues entdecken. Wichtig ist deshalb das er zur Ruhe gerufen wird. Seine Mutter würde das auch machen.

    Logisch das er gerne im Mittelpunkt steht, kennt jemand einen Hund der das nicht gerne tut? :roll:

    Da hilft nur, ihn immer wieder konsequent ins Körpchen zu schicken. Und auch beim zehnten mal nicht aufgeben... :ops: irgendwann bleibt er drin.

    Gruß

    Snoepje

  • Dein kleiner bekommt definitiv viel zuviel Aufmerksamkeit ! Besorg dir zur Not eine Box und tu ihn da rein damit er mal zur Ruhe kommt . Das ist nicht gesund soviel action und so lange Strecken zu laufen . Er ist doch noch im Wachstum , da muß man schon aufpassen das es nicht zu viel wird .Du solltest ihn ruhig auch mal ignorieren sonst wird es immer schlimmer mit der rumturnerei auf dir . Er weiß doch schon ganz genau , wenn er nur genug quatsch macht , dann reagiert Frauchen schon .
    Eine gute Hundeschule wäre sicher eine Hilfe für dich .

  • hallo und danke für die antworten.

    anbindevorrichtung? was genau ist damit gemeint?

    in einem kurs sind wir noch nicht, da ich ihn ja erst seit zwei wochen habe.
    hatte nicht gedacht, dass er sich soooo schnell einlebt und so aktiv wird, denn seine brüder sind eher die gemütlichen vertreter.

    ich kann mir nicht vorstellen, dass wir wirklich zu viel machen.

    ein reglärer tagesablauf sieht so aus, dass wir um sieben aufstehen und dann raus gehen. anschlieend fahren wir (5 minuten) zu meinen großelter, worauf er sich auch immer sehr freut. dort gibts dann futter und noch ne runde spielen im garten. ich fahre dann arbeiten und meine oma erledigt ihren kram in haus und garten und beschäftigt sich mit ihm. sie sagt er schläft dann auch zwischendurch mal. um 13 uhr, 2 stunden nach dem fressen, gehts dann spazieren mit 3 weiteren hunden aus der nachbarschaft. quasi eine runde ums feld, dauert ne stunde, weil ja jeder mal stehend bleibt etc. danach legt er sich meist auch nochmal hin. nur halt in den letzen tagen nicht.

    nachmittags hat er dann ebenfalls oma und opa zum kuscheln und spielen und kann auch bei lust und laune in den garten.

    gegen halb sieben komme ich wieder. dann gehen wir nochmal geschäfte erledigen und fahren nach hause. da war er bis dato auch immer schön ruhig, hat es sich gemütlich gemacht und ich konnte kochen oder papierkram erledigen oder wir haben auf dem sofa gelegen.

    um halb zehn ca. gehts dann nochmal raus bevor wir dann ins bett gehen.

    hat alles super geklappt bisher. nur im moment ist er halt doll.

    er hat wirklich alles freiheiten zu tun und zu lassen was er will. es drängt ihm keiner was auf und er wird nicht den ganzen tag bepuschelt. bekommt aber seine streicheleinheiten, wenn er sie haben möchte.

    gestern waren wir nicht viel spazieren, sondern haben andere hunde zuhause besucht. da hat er dann zwei stunden gespielt. ansonsten war er in ruhe zuhause.

    da er heute morgen schon außer rand und band war, bin ich dann heute mal ne größere runde gegangen. danach hat er dann ne stunde geschlafen. mehr aber nicht.

    jetzt liegt er gerade hier und döst mit ganz doll gespitzen ohren. wenn ich jetzt aufstehen würde um mir was zu trinken zu holen, würde er aufspringen und mir nachlaufen.

    ich dachte eigentlich wir haben einen guten mix aus allem. und ich gehe abends wirklich nur zum pipmachen mit ihm raus. da er oft sehr faul war abends und sich vor die haustür legen wollte, trage ich ihn öfter mal zum feldweg. zurück muss er aber laufen. sind maximal 15 minuten die wir dann insgesamt noch draußen verbringen bei einer pipirunde.

  • Ich pflück mal ein bisschen auseinander ;)

    Zitat


    ich kann mir nicht vorstellen, dass wir wirklich zu viel machen.

    Oh doch. Das ist schwierig nachzuvollziehen, ich kenne das.
    Meistens ist unsere Lösung für unruhige Hunde mehr Bewegung,
    weil Bewegung müde macht.
    Sie pusht aber auch extrem hoch, und so lernt ein Hund nie abzuschalten.

    Zitat


    ein reglärer tagesablauf sieht so aus, dass wir um sieben aufstehen und
    dann raus gehen.


    Und danach müsste er eigentlich erstmal wieder weiterschlafen.
    Ein Hund mit 5 Monaten sollte so in etwa 20 Stunden am Tag dösen und schlafen.
    Die Restlichen vier werden aufgeteilt in spazieren gehen und kleine Übungen machen, oder auch in Umgebungstraining.
    Wenn ich mir so den Tagesablauf Eures Hundes anschaue,
    kommt er niemals auf seine 20 Stunden Ruhe.

    Deine Oma freut sich natürlich auf den Hund und beschäftigt sich wohl
    viel im Garten mit ihm.
    Das sollte sie lieber nicht tun. Sie sollte ihn nicht so viel beachten.

    Es wäre ok, wenn er zwischen seiner Morgenrunde um 7 und dem Spaziergang um 13 Uhr
    nicht mehr als zweimal eine halbe Stunde Knuddeln oder sonstige Aufmerksamkeit hätte.

    Zitat

    um 13 uhr, 2 stunden nach dem fressen, gehts dann spazieren mit 3 weiteren hunden aus der nachbarschaft. quasi eine runde ums feld, dauert ne stunde, weil ja jeder mal stehend bleibt etc. danach legt er sich meist auch nochmal hin. nur halt in den letzen tagen nicht.


    Nach so einem langen Spaziergang wäre bei mir mindestens vier Stunden
    Zwangspause ohne jegliche Beachtung des Hundes meinerseits.
    Er braucht dringend diese Ruhe, um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.
    Hat er sie nicht, kommt er zwangsläufig in Stress, den er nicht managen kann.

    Zitat

    nachmittags hat er dann ebenfalls oma und opa zum kuscheln und spielen und kann auch bei lust und laune in den garten.


    Braucht er nach der Stunde Spaziergang nicht mehr.
    Ist viel zu viel für ihn.

    Zitat


    gegen halb sieben komme ich wieder. dann gehen wir nochmal geschäfte erledigen und fahren nach hause. da war er bis dato auch immer schön ruhig, hat es sich gemütlich gemacht und ich konnte kochen oder papierkram erledigen oder wir haben auf dem sofa gelegen.


    Das wäre so ok, wenn er den restlichen Tag nicht schon überbeschäftigt wäre.
    Er fährt in letzter Zeit nicht mehr runter, weil er ein Aufmerksamkeits-Junkie wird.

    Zitat

    er hat wirklich alles freiheiten zu tun und zu lassen was er will.


    Warum? Das finde ich bei einem 5-monatigen Jungspund bedenklich.
    Ich würde ihm gerade jetzt ganz klar Grenzen aufzeigen und
    meine eigene Ruhe und auch seine einfordern.

    Zitat

    es drängt ihm keiner was auf und er wird nicht den ganzen tag bepuschelt.


    Das find ich aber schon.

    Zitat

    bekommt aber seine streicheleinheiten, wenn er sie haben möchte.


    Uaaaah..... das ist purer Stress für einen Hund.
    Da muss er ja den ganzen Tag hinter allen herlaufen,
    es könnte ja in den nächsten Sekunden irgendeiner mit ihm kuscheln...
    und wenn er sogar selber bestimmen kann, wann und wie das abläuft,
    dann dreht er bald völlig am Rad.

    Zitat

    gestern waren wir nicht viel spazieren, sondern haben andere hunde zuhause besucht. da hat er dann zwei stunden gespielt. ansonsten war er in ruhe zuhause.


    Zwei Stunden sind viel zu viel.
    Nach 30 min. Spiel ist die Gehirnchemie eines Hundes so durch den Wind,
    dass er erstmal runterfahren und Adrenalin abbauen muss.

    Zitat

    da er heute morgen schon außer rand und band war,


    Das wundert mich nach dem Megaprogramm nicht :D

    Zitat


    bin ich dann heute mal ne größere runde gegangen. danach hat er dann ne stunde geschlafen. mehr aber nicht.


    Bei uns gibt's nach Megaprogramm-Tagen nur einen Miniprogramm-Tag
    zum Abschalten. Extra grosse Runden stressen in dem Fall nur noch mehr.

    Ich habe hier einen Stresshund, den habe ich mit zwei Jahren übernommen,
    da war er ziemlich durchgeknallt und durch den Wind.
    Er ist dauerbespielt und dauerbekuschelt aufgewachsen,
    hat zudem noch keine vernünftige Sozialisierung gehabt.
    Mittlerweile (nach vier Jahren) kann man mit ihm leben.
    Im Haus merkt man ihn nicht und draussen geht's so.

    Bei Euch ist es noch nicht zu spät.
    Wenn Du jetzt das Programm radikal in der Menge runter-
    und in der Qualität hochfährst, dann reguliert sich die Aktivität Deines Hundes von ganz alleine
    und Du wirst merken, dass er entspannter ist.

    Viel Glück und Du kriegst das schon hin, da bin ich sicher !!

    LG
    Chrissi

  • vielen dank für die ausführliche antwort.

    also ist es nicht verkehrt ihn abends in ruhe zu lassen und mein zeugs zu erledigen. hab da immer ein schlechtes gewissen, weil er ja schon den ganzen tag auf mich verzichten musste....

    ich werde meiner oma ans herz legen, dass der hund nach der begrüßung und einer runde durch den garten ignoriert werden soll. vorallem in den nächsten tagen. meine oma hat schon gemeckert, dass sie nichts geschafft kriegt im haus. dann soll sie jetzt mal konsequent ihre sachen erledigen. zur not muss er hat in der küche oder im wohnzimmer bleiben, wenn er ihr nur hinterher rennt.

    und meine schwester werde ich auch anhalten, dass sie gerne ihre katze bespielen kann, der hund aber genug hat nach dem spaziergang.

    ich denke aber auch, dass im moment alles so unruhig ist, weil dei situation auch wieder neu ist für alle. in ein paar wochen ist der hund nicht mehr die neue attraktion in familie und nachbarschaft und er kann relaxen.

    ich werde ihn dann heute den rest des abends ignorieren und in einer stunde nochmal pipi machen nur vor die tür und dann gehts hoch ins schlafzimmer. da bewegt er sich nicht aus dem bett und hält zwangsläufig ruhe.

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