alter Hund (Streuner) und Welpe

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    War ja klar, daß das jetzt zum Zwingerthema wird.
    Aus meiner Sicht eine völlig sinnlose Diskussion, da jeder den anderen nicht mit Argumenten überzeugen könen wird.
    Trotzdem meine dazu:
    Wenn ein Hund Häuser bräuchte, würde er sich welche bauen.

    Hunde bauen sich keine Häuser, sie buddeln Höhlen, suchen sich Nischen/Ritzen/Ecken oder Kuhlen!

    Zitat


    Wie überleben Straßenhunde ?

    Mehr schlecht als recht.
    Viele dieser Hunde leben in südlichen Ländern, wo es nicht so kalt ist, wie in DE.
    Viele dieser Straßenhunde besitzen Unterwolle.

    Und andere Canidenarten haben ggf. Unterwolle.

    Zitat


    Wer legt im Tierheim fest, welcher Hund ein Zwingerhund ist und wo werden die Anderen (gibt es welche ?) untergebracht ?

    Im (normalen) Tierheim gibt es Zwinger (Innenzwinger+Ausßenzwinger, Innenwzinger oder ganz selten Außenwzinger mit einer isolierten Hundehütte).

    Und dort legen Tierpfleger und Tierärzte feste, welcher Hund ggf. wo hingehört.....

    Es gibt definitiv Hunde die Unterwolle bilden und Hunde die das nicht können (Beispiele muss ich hier wohl nicht nennen oder?).
    Außerdem hat der Charakter auch einen entscheidenden Einfluss ob der Hund für die Zwingerhaltung taugt oder nicht....

    Zitat


    Der Welpe hat noch kein Haus von innen gesehen, sondern wurde in einem strohausgekleidetem Holzgartenhaus und kleinem Auslauf geboren und lebte bisher mit seinen Elterntieren und Geschwistern dort. Alle Tiere sind gesund und wirken nicht unglücklich.

    Na das nenn ich ja eine super Sozialisierung und die besten Vorraussetzungen *gratulation*

    Nach meinen Wissen ist es jetzt Herbst und vor dem Herbst kommt der Sommer und wenn es ein Welpe ist (wie du gesagt hast), hat dieser bisher kein anderes Wetter, als Sommerwetter kennngelernt.

    Was glaubst du denn, machen die Hunde (Elterntiere und Geschwister)untereinander?
    Zusammenliegen und sich gegenseitig wärmen?

    Zitat


    Bei Nässe oder Kälte kommt der Hund rein.

    Ahja, und was machst du sonst mit dem?
    Zwischendurch mal rausholen, wenn man grad mal Lust hat und wieder reinstopfen, wenn er nervt?

    Hast du dir überhaupt mal Info´s über einen Jacki geholt?

    Die haben einen nicht gerade starkt behaarten Bauch und sind auch von der Auslastung keine 0815 Hunde......

  • Also so einen kaltherzigen Text über Hunde habe ich selten gelesen.

    Und wenn du von vornherein Bedenken gegen die Zwingerhaltung abblocken willst, warum schreibst du denn dann überhaupt :???:

    Ich glaube nicht, daß dir hier jemand beipflichtet einen JRT in den Zwinger zu sperren.

  • Zitat

    Ich glaube der TS hat sich "getrollt" ... :hust:

    Kein Wunder........

    auf die Ursprungsfrage, wie man einen auf seinem Grundstück streunenden Hund mit seinem eigenen Welpen zusammen bringt, gabs ja auch keine einzige Antwort.

  • Zitat

    Kein Wunder........

    auf die Ursprungsfrage, wie man einen auf seinem Grundstück streunenden Hund mit seinem eigenen Welpen zusammen bringt, gabs ja auch keine einzige Antwort.

    Glaube auch nicht, daß genau so eine Antwort kommt, weil das wohl noch niemand sonst erlebt hat. :roll:

  • Hallo Heidihalter,
    wunschgemäß lass ich mal die Zwingerfrage außen vor und antworte nur auf das Ursprungsthema!

    Ich finde es klasse, dass Ihr Euch um die alte Streuner-Hündin mitkümmert, ihr einen sicheren Unterschlupf und Zuwendung bietet.

    Eine ähnliche Situation wie Ihr demnächst hatte ich vor vielen Jahren, da wohnte ich auf einem alten Resthof zur Miete und erst 6 Wochen nach dem Einzug bemerkte ich, dass da noch eine völlig klapprige, alte Boxerhündin auf dem Hof lebte, die ein Überbleibsel aus einer früheren ZUCHT (ja, ZUCHT!) war.... Die Hündin bekam Essensreste zu fressen, "lebte" in einer der zahlreichen, verfallenen Scheunen irgendwo in altem Stroh und traute sich nur des Nachts heraus (ja, wir sprechen von einem Hundeleben in Deutschland....) Klar, hatte ich ab und an Hundehaufen auf dem Hof gesehen und klar, hab ich des Nachts öfter mal das asthmatische Keuchen gehört - aber so auf dem platten Land, da laufen viele Hunde frei rum und in Waldnähe keuchen schon mal irgendwelche Tiere vorbei....

    Als ich die Hündin dann das erste Mal gesehen habe, hab ich SO gekuckt:
    :schockiert:

    Und meine alte Vermieterin drauf angesprochen, die - alter Landschlag - :headbash:
    das alles völlig in Ordnung fand.....

    Und keinerlei Anlass zu irgendwelcher Veränderung sah....

    Also haben WIR uns um die Hündin gekümmert, zugefüttert, sie einem TA vorgestellt, impfen lassen, entwurmt, die 1.000 Zecken entfernt, eine isolierte Hundehütte in die Scheune gestellt, etc....

    Erstens, weil wir einfach unfassbar betroffen waren von ihrem Schicksal und zweitens, weil ja unser Welpi demnächst kommen sollte....

    Von dem Tag an, als unsere Welpin dann da war, ist die alte Boxer-Hündin regelrecht aufgeblüht, liess sich auch tagsüber sehen, liess sich plötzlich streicheln (wenn auch sehr ängstlich) und wurde immer mehr ein fast normaler Hund...

    Die beiden Mädels haben sich all die Jahre vertragen, obwohl sie ja sozusagen "getrennt" lebten... (Wir haben wochenlang versucht, die Boxerhündin mit rein zu nehmen, aber sie war dort derartig im Streß, trotz aller Bemühungen, dass wir es bei der drastisch verbesserten Draußen-Situation belassen haben)...

    Um günstige Voraussetzungen für Euren Welpen zu schaffen, würde ich in den sauren Apfel beissen und die alte Hündin tierärztlich durch-checken lassen, ggf. impfen lassen, entwurmen, etc. Klar, das kostet Geld und es ist nicht WIRKLICH Euer Hund - aber wenn Euer Welpe sich irgendeine Erkrankung einfängt, habt Ihr auch Kosten am Hals... Und die Sorgen noch dazu...

    Der alten Boxerhündin habe ich irgendwann den letzten Dienst erweisen müssen - sie war es nicht, aber irgendwie fühlte sie sich an, wie MEIN Hund.

    Ich drück Euch die Daumen, dass die beiden sich verstehen.

    Liebe Grüße, Chris
    (PS: Ist die alte Streunerin kastriert?)

  • Danke für die sachlichen Antworten.
    Die Streunerin ist nicht kastriert, der Welpe aber auch eine Hündin.
    An eine TA-Vorstellung der "Alten" hatte ich auch schon gedacht. Habe aber ziemlichen Horror davor, da sie bei jeglichen Versuchen zur Fellpflege durchdreht (knurrt, beißt). Das geht beim Entfernen von Fremdmaterial im Fell los und hört beim Auftropfen von diesem Anti-Floh/Zeckenzeugs nicht auf. Mache ich aber trotzdem mit Handschuh und Festhalten (bestimmt schon wieder ein Aufhänger für die Inquisition). Streicheln läßt sie sich jederzeit, sogar gern den Bauch. Sobald aber irgendwelche Werkzeuge wie Zeckenzange, Bürste, Schere. etc. ins Spiel kommen ist es aus. Habe die vorg. Teile natürlich vorher ausgiebig beschnüffeln und bespielen lassen, aber Einsatz ohne Zwang unmöglich.
    Wird sicher das Jahreshighlight beim Tierarzt.

    [quote]Na das nenn ich ja eine super Sozialisierung und die besten Vorraussetzungen *gratulation* [quote]

    Da mache ich mir keine neg. Gedanken. Elterntiere und Welpen sind täglich mit 2 Kindern (ca. 4 und 10) und deren Mutter im zaunlosen Garten unterwegs. Außerdem sind dort noch Hasen (auch im Zwinger :lol: ) und Schafe.

  • Zitat


    Da mache ich mir keine neg. Gedanken. Elterntiere und Welpen sind täglich mit 2 Kindern (ca. 4 und 10) und deren Mutter im zaunlosen Garten unterwegs. Außerdem sind dort noch Hasen (auch im Zwinger :lol: ) und Schafe.

    Das bedeutet Sozialisation:

    "Sozialisation

    Auch bei Hunden wird der Begriff Sozialisation verwendet, um den Prozess zu kennzeichnen, bei dem der Hund sich mit seiner Umwelt auseinandersetzt, ihre Regeln kennen lernt und Bindungen eingeht.

    Sozialisation findet besonders intensiv während der ersten Lebensmonate statt. Bereits beim Welpen finden – entsprechende Haltungsbedingungen vorausgesetzt – folgende Prozesse statt:

    Sozialisation mit Artgenossen (Erlernen zwischenhundlicher Kommunikation)

    Sozialisation mit anderen Tieren (Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Pferde)

    Sozialisation mit fremden Menschen

    Gewöhnung an Umweltreize wie Martinhorn, Fahrradklingeln, Flugzeuge, Knallgeräusche (Silvesterknaller)

    sowie Gewöhnung an Menschenansammlungen, Verkehrsgetümmel
    Die wichtigste Sozialisierungsphase des Hundes erstreckt sich in etwa von der zweiten bis zur 15. Lebenswoche und kann durch „Welpenspielstunden“ oder „Prägungsspieltage“, wie sie viele Hundevereine anbieten, unterstützt werden.
    Eine zweite wichtige Sozialisierungsphase ist die Pubertät.

    Ein sorgfältig sozialisierter Hund hat gelernt, friedfertig und aufgeschlossen mit fremden Personen, Kindern und anderen Haustieren umzugehen.
    Die Entwicklung jedes Hundes wird überwiegend von seiner Sozialisation und Erziehung bestimmt.
    Unzureichend sozialisierte Hunde haben Schwierigkeiten, sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden. Sie neigen zu ängstlichem oder aggressiven Verhalten und anderen Verhaltensstörungen. Sozialisationsprozesse, die in den ersten Lebenswochen und -monaten nicht stattfinden, können nicht vollständig nachgeholt werden.
    In welchem Maße daraus Verhaltensstörungen resultieren, hängt von der weiteren Entwicklung des Hunds ab und ist individuell sehr verschieden."

    Quelle: Wikipedia

  • Hallo nochmal,
    meine Frage bzgl. der Kastration betraf jetzt gar nicht mal so sehr die Konstellation Hündin-Hündin, sondern viel mehr die Verhütung bei der Streunerin... 13 Jahre schützen vor Trächtigkeit nicht, sozusagen. Kastration wird ja eher nicht in Frage kommen (Narkoserisiko, etc.), aber hund kann ja auch chemisch verhüten. Das aber nur "nebenbei" erwähnt, nicht, dass Ihr noch ganz viele kleine Probleme auf vier Beinen dazubekommt....

    Hündin-Hündin kann gut gehen, muss aber nicht (frag 5 HH, die 2 Mädels halten und Du kriegst 6 verschiedene Antworten) - ich fürchte, da hilft nur ausprobieren... Gut ist auf jeden Fall, dass die kleine Streunerin ja bei Euch schon Grenzen kennengelernt hat - sich also von Euch auch "was sagen" läßt, da kann man ganz gut drauf aufbauen.

    Was den milden Zwang für irgendwelche pflegerischen oder medizinischen Maßnahmen angeht, muss das manchmal eben einfach sein. 11 Jahre nicht so gute Erfahrungen (vermute ich einfach mal) auszubügeln, das dauert ewig und klappt auch nicht immer. Da finde ich es wichtiger, dass Ihr tierärztliche Maßnahmen durchführen laßt, auch, wenn Madame Streunerin das nicht so toll findet.

    Nochmal: Hut ab, dass Ihr Euch so um das alte Mädchen kümmert und was die Zusammenführung angeht, drück ich Euch die Daumen, dass es Euch so geht wie uns damals mit der alten Boxerhündin, da waren die beiden und später drei Mädels ein A....sch und eine Seele.

    LG, Chris

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