mehrere neue Baustellen. Brauche Tipps

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  • Hallo ihr Lieben,
    vielleicht haben einigen von euch ältere Threads über Sam und sein Bell-Problem oder sein Problem mit dem alleine bleiben gelesen.

    Wir dachten vor 2 Monaten es ginge nun bergauf mit den Problem, Sam konnte teilweise bis zu 4 Stunden alleine bleiben mit nur seltenen Bell-Momenten und auch der Lärm aus dem Hausflur schien ihn immer weniger zu interessieren.
    Alles war super, wir waren in Urlaub, dann hatte Sam einen kleinen Unfall und konnte um die 3 Wochen kaum spielen und Spaziergänge mussten wir auch unter 10min halten.
    In dieser Zeit habe ich viel, viel Zeit mit Sam verbracht, immer wieder nach ihm geschaut, mich zu ihm auf den Boden gesetzt und er durfte auch bei uns im Schlafzimmer schlafen.

    Urlaub ist leider vorbei, wir sind seit etwa 3 Wochen wieder zu Hause und seit einer Woche zeigt Sam ganz neues Verhalten.
    Nix mehr mit alleine bleiben, sobald wir die Tür schliessen geht die Heulsirene los. Badezimmertür schliessen, Sam fiept.

    Bellen tut er mittlerweilen bei jedem noch so kleinem Geräusch und er steigert sich richtig rein in dieses Bellverhalten. Er springt von seinem Platz auf, springt über Sofas und Couchtische hin zur Wohnungstür.
    Wir haben alles versucht, von "Ruhe!" sagen und ihn mit unserem Körper zurück ins Wohnzimmer schubsen, bis hin zu in einen anderen Raum bringen bis er sich beruhigt. Geändert hat sich nichts.

    Weiteres Problem: Sam auf seinen Platz schicken.
    Ich schick ihn auf seinen Platz, er steht wieder auf, ich bring ihn wieder zurück...das geht so endlos weiter. Also wird eine Leine angebracht damit Sam für eine kleine Weile auf seinem Platz bleiben muss (mit Leckerli).
    Sam wird motzig, fänkt an zu fiepsen, dann zu bellen.
    Was soll ich in dieser Situation machen? Ihn einfach ignorieren? Mittlerweilen haben wir richtig, richtig viel Stress mit dem Nachbar wegen Sams' bellen und ich trau mich nicht mehr richtig ihn einfach zu ignorieren.

    Dieses Fiepsen und Bellen tut er seit neustem auch, wenn der Herr was haben möchte. Ich dacht mich trifft der Schlag als er damit anfing. Ich muss dazu sagen, dass Sam nie irgendetwas einfach so bekommt. Entweder es gibt Leckerli bei Kommandos und Tricks oder wenn er ganz brav ist, aber auch hier muss er zumindest Sitz oder Platz machen.

    Die letzten Tage waren einfach nur verrückt und ich weiss mir echt keinen Rat, ich weiss bloss dass es so NICHT weiter gehen kann/nicht weiter gehen wird!

    Ihr wollt doch bestimmt auch wissen wie so unser Tagesablauf ausschaut :-)

    Wir stehen auf (gegen 7h), drehen eine Gassirunde, es gibt Frühstück, Sam legt sich dann meistens noch ein bisschen hin und dann gehen wir spazieren. Um Sam nicht unnötig aufzuputschen gehen wir ganz normal und öde spazieren, meist so 60-120 Minuten, je nach dem. Nachmittags beschäftige ich Sam mit Tricks üben und Suchspielen (drinnen oder draussen).

    Ich glaub, das Hauptproblem liegt darin, dass Sam mich ständig verfolgt (Kontrolldrang?). Wir schliessen hinter uns die Türen (Bad, Küche, etc), aber dann wird das Fiepen mal wieder schlimmer. Auch hab ich festgestellt wie sehr er letztens ausflippt vor Freude wenn mein Mann nach der Arbeit nach Hause kommt. Dann ist Sam nicht mehr zu halten.

    Wie ihr seht haben wir ganz schön viele Probleme. Wir wollen an allem arbeiten, wissen uns aber teilweise keinen Rat mehr. :-(
    Ich würde mich sehr freuen über eure Tipps, Erfahrungen und Ratschläge.
    Liebe Grüsse,
    Lynn

  • Hallo!

    Gleichmal vorweg: bitte bitte bitte nicht böse sein aber

    Dein Hund isn Arsch!

    kontrollieren, bellen, fiepen, anspringen, aufstehen, motzig werden, ignorieren von Tabzuzonen (Möbel) .... das alles entscheidet ER. Ich kann dich verstehen - ich hätte die Schnauze auch voll und ich verstehe, dass diese Dinge schnell aus dem Ruder laufen können.

    Ich würde dir vorschlagen: Mach mal eine Liste mit den Problemen, die du mit deinem Hund hast. Wirklich alle Probleme. Ob das plötzliches Ziehen an der Leine ist oder das ständige Schnüffeln, weil ein Teller mit Essensresten irgendwo steht. Priorisiere diese Liste. Oben sollte dann halt Alleinsein oder Bellen auftauchen. Unten die weniger wichtigen, aber trotzdem nervigen Sachen. Diese Liste muss von unten nach oben abgearbeitet werden. Die "leichten" Sachen zuerst, damit der Hund (und du) Erfolgserlebnisse hat.

    Ansonsten: Lass den Hund in Ruhe! Augenkontakt NUR wenn du etwas von ihm willst. Wenn das mit dem Ignorien nicht so ganz klappt, such dir eine Beschäftigung, die dich selbst ablenkt und beruhigt. Kommt der Hund und fiept dich voll, Augen geradeaus, steh auf (drück den Hund ggf. mit den Knien von dir weg), geh zum Bücherregal und schau dir ein Buch in einem der oberen Fächer an. Solange bis der Hund die Klappe hält.

    Wichtig ist auch:

    Körpersprache. Wie ist das bei euch? Rempelt euch der Hund mal an, wie ist das bei der Begrüssung, schlabbert er euer ganzes Gesicht ab? Springt er viel? Knabbert er Hände an?

    Eigeninitiative: Nicht erst was machen wenn der Hund laut wird - VORHER schon. Ist er ruhig spiel ein Spiel mit ihm. Sei kreativ. Dinge die er gut kann sollten sich mit neuen abwechseln. Ungeduld und Motzerei quittierst du mit stillehalten und wegschauen ggf. einem genüsslichen Gähnen.

    Konsequenz: Will er von seinem Platz aufstehen, gib ihm keinen Grund dazu. Hingehen, ablegen, daneben knien, nicht anschauen. Mach das im Sekundentraining. Nach einer Sekunde belohnen, das nächste Mal nach 3 Sekunden ruhig liegen, dann wieder sofort, dann nach 10 Sekunden. Bleibt der Hund überhaupt nicht liegen, festige das "Platz". Leckerli in Faust, zwischen seine Vorderbeine legen, sodass er nicht drankommt, bleibt er halbwegs mit dem Bauch am Boden - belohnen. Auch draussen bietet sich das an. Hund an Baum festbinden, gleiche Übung. Dann kannst du dich cm-weise entfernen. Mal nah, mal fern. Und wenn es ewig dauert - dann dauert es eben ewig. Halte die Übungen kurz und knackig. War er gut, spiel mit ihm.

    Schreib auf, wo du Fortschritte siehst, wo Nachteile auftauchen, wo der Hund gar nicht mitmacht.

    Das war's erstmal für den Anfang :)

    LG

  • Vielen Dank für deine Antwort!
    Hab mir tatsächlich eine Liste aufgestellt mit ALLEN Problem und siehe da, auf 1. Stelle steht "meine Konsequenz"!!

    Wir haben die letzten Tage viel dran gearbeitet, Sam wird nicht mehr so viel beachtet, er bleibt mittlerweilen auf seinem Platz und überall hinterher dackeln tut er auch nicht mehr wirklich.
    Ich glaub das mit dem fiepsen wenn er was haben will, war so eine Art Test von Sam, kucken wie weit er gehen kann. Er hat's nämlich nicht wieder gemacht seidem. Auf der Couch rumlungern ist auch nicht mehr, nur noch wenn wir ihn dazu auffordern.
    Haben also so einiges wieder in den Griff gekriegt. Glaub er steckt momentan ziemlich arg in der Flegelphase und wollte wahrscheinlich probieren was geht und was nicht geht.

    Leider wird sein Bellen von Tag zu Tag schlimmer, die letzten beiden Tage waren der blanke Horror und meine Nerven liegen blank.
    Er bellt bei jedem Geräusch, ob von drinnen oder draussen, ob bekannte oder unbekannte Geräusche (zB Trecker die vorbei fahren, das kennt er eigentlich).

    Wir haben so vieles probiert, vom ruhig auf ihn einreden, über "Ruhe!" und belohnen sobald er ruhig ist bis hin zu Auszeit geben wenn er bellt.
    Und geholfen hat nichts.

    Es macht mich richtig wahnsinnig alle 2-5 Minuten durch lautes, wildes Bellen aus der Ruhe gebracht zu werden. Die immer heftigeren Drohungen vom Nachbar helfen da natürlich wenig.

    Momentan ist es richtig Sche...! Alleine bleiben kann er kaum noch, respektiv ich trau mich mal wieder nicht ihn alleine zu lassen aus Angst vor dem Nachbarn. Autofahren geht mittlerweilen auch nicht mehr, er bellt und bellt und bellt.
    Kann doch nicht mein Leben lang damit verbringen zu Hause zu hocken bei einem bellenden Hund der abgeht wie ein Zäpfchen wenn eine Biene summt.

    Die kleineren Baustellen (fiepsen wenn er was haben will, überall hinterher laufen, nicht auf seinem Platz bleiben) haben wir mittlerweilen ganz gut geregelt bekommen, bleibt "nur" noch das leidige Thema Bellen.

    Sam ist so ein lieber, er ist mein Schatz, mein Clown, mein Seelentröster, mein Autmunterer. Sein so freundliches Wesen, seine liebenswerte Art bringt mich immer wieder zum lachen, aber wenn er bellt und bellt und bellt, dann könnt ich ihn echt an die Wand klatschen.

    Wir rechnen damit, dass wir in 4-5 Monaten endlich in unser Haus ziehen können, hoffentlich bringt das etwas Ruhe mit (keine Nachbarn mehr im Flur, etc), aber bis dahin will/muss ich weiterhin am Problem arbeiten.

    Habt ihr vielleicht noch Tipps? Ich weiss echt nicht mehr weiter.

    LG,
    Lynn

    PS: wenn Sam bellt haben wir auch versucht ihn zu unterrbrechen indem wir ihn zurück ins Wohnzimmer "schubsen", indem wir ihn ablenken, indem wir die Wohnungstür haben aufstehen lassen, damit er kucken kann (Nachbar war verständlicherweise sehr sauer, da Sam nun laut durch den Flut bellte). Klar, Sam gibt Ruhe, für kurze Zeit, aber dann läuft er wieder wie wild zur T!ür hin und bellt weiter. Und was bringt es mir wenn er tatsächlich Ruhe gibt, auf Aufforderung, dann aber weiter macht?

    HELP!

  • Hallo,

    ich würde gar nicht mehr schimpfen, ihm keinerlei Kommandos geben, sondern ihn vorab schon daran hindern zur Tür zu laufen.

    Er hat dort nichts verloren und fertig.

    Wenn er es dennoch schafft, dann nimm ihn kommentlos am Halsband und bring ihn auf seinen Platz.
    Er tanzt euch was das angeht auf der Nase herum und das muss aufhören.

    Schränk ihn in seiner Bewegung ein. Wenn er z.B. gerne im Hausflur, oder vor der Eingangstür liegt, dann schick ihn weg. Jedes Mal und konsequent. Er muss nicht aufpassen wer kommt und wer geht, das macht ihr für ihn.

    Ist hart, aber nur so klappt es.

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS: die Couch wäre für mich gestrichen bis auf weiteres. Herrn Hund würde ich erstmal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Bis dahin gäbe es keine Privilegien mehr.

  • Hallo Steffi und danke für die Antwort

    Zitat

    Wenn er es dennoch schafft, dann nimm ihn kommentlos am Halsband und bring ihn auf seinen Platz.

    Haben wir auch versucht, bloss reisst er sich meistens los und rennt wieder zurück zur tür...oder bellt von seinem platz aus.
    Auch kriegen wir meistens überhaupt nicht mit, dass irgendwo im Haus Geräusche sind und wenn, dann kommt Sam uns zuvor und ist schon am Bellen. Es ist richtig schwer ihm da zuvor zu kommen, werden's aber versuchen.

    Zitat

    Schränk ihn in seiner Bewegung ein. Wenn er z.B. gerne im Hausflur, oder vor der Eingangstür liegt, dann schick ihn weg.

    Meistens liegt er im Wohnzimmer...naja, die Wohnungstür führt zwar ins Wohnzimmer, aber er liegt normalerweise in einer ganz anderen Ecke. Dh, er spring regelrecht hoch und rennt zur Tür hin...oder zum Fenster, je nach dem von wo die Geräusche kommen.


    Zitat

    die Couch wäre für mich gestrichen bis auf weiteres. Herrn Hund würde ich erstmal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Bis dahin gäbe es keine Privilegien mehr.

    Hast Recht, ich solle ihn überhauot nicht auf die Couch lassen. Andere Privilegien sind zu Zeit ja auch flöten. Werd ich also machen.

    Danke nochmals für die Ratschläge!
    LG,
    Lynn

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