wie integriere ich einen selbstbewussten pflegehund?

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  • hallo zusammen,
    ich habe das forum so gut es ging durchsucht,jedoch keinen thread gefunden,der mir geholfen hat., daher mal ein neuer.-)

    ich habe eine einjährige hündin ,ein völlig problemloser und toller hund,vielleicht zuhause etwas verwöhnt,aber dabei völlig auf dem teppich geblieben.-)
    jetzt habe ich um einer freundin zu helfen ihren 6 jahre alten rüden als pflegestelle bei mir aufgenommen.eine alternative gab es nicht.die beiden verstehen sich und kannten sich auch vorher schon, da ich als hundesitter fast jeden tag mit beiden zusammen draußen war.er ist ein freundliches und sehr selbstsicheres, stolzes tier,auch ein toler hund.es gab draußen nie die frage,wer ranghöher ist,sie hat sich ihm komplett untergeordnet und er hat es souverän durch seine haltung von ihr gefordert.


    nun sind die zwei hier bei mir zuhause und madamie durfte ja immer aufs sofa und kam morgens nach dem wecker klingeln ins bett zum wachkuscheln.(jaaa ich weiß verwöhnt.-) ))
    das alles ist noch kein problem,er hat noch nichts in frage gestellt,aber ich denke wenn er merkt,dass er bleibt,auch wenn es nicht für immer ist,wird er sich seine rolle und position hier auch ausbauen wollen.
    sollte ich jetzt das sofa und bettkuscheln unterbinden um keinen stress zu provozieren?soll ich seine rang höhere position respektieren oder ist und bleibt es hier ihr revier?
    bisher habe ich draußen seine position bestärkt und reihenfolgen eingehalten,das mache ich hier in der wohnung auch,aber es beißt sich jedoch mit den bevorzugten plätzen,oder denke ich einfach zu viel?

    vielleicht habt ihr tips für mein verhalten,ich möchte eskalationen und unverstädnis seitens der hunde vermeiden
    vielen dank

  • Dein vorletzter Satz tifft´s genau: Du denkst zuviel ;)

    Nein, ich find es toll wenn man sich Gedanken macht, aber solang alles klappt, warum ändern?
    Offenbar respektieren deine Hunde deine Entscheidungen, damit ist doch alles ok :smile:

  • ach, ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen,dass er erst seit 3 tagen hier ist und sicherlich noch denkt er geht bald wieder:-) daher ist er eben noch souverän.woran merke ich aber,dass es kippt und wenn es kippt und er sich behauptet,muss ich dann mitziehen oder ihn in die schranken weisen und sie weitzer bevorzugen?denn das mache ich ja jetzt noch,denn sonst müsste ich sie ja runter schicken ,oder?ach das ist nicht leicht,wie gesagt ich will mich nicht falsch verhalten und die hunde verwirren

  • Sollte es zwischen den beiden zu Spannungen kommen, würde ich ihre Rangordnung generell schon einhalten.
    Aber schlußendlich ist dein Wort Gesetz. Wenn du entscheidest, der kommt jetzt ins bett und der andere bleibt unten, haben die beiden das zu respektieren.
    Aber dauerhaft sollte das auch nicht sein :smile:

  • Hallo Phielina,
    wir halten es bei unseren 5 Hunden, die nicht in einem natürlich gewachsenen Rudel leben, sondern in einer von uns Menschen recht willkürlich zusammengestellten Gruppe so, dass wir Menschen entscheiden, wer wann gestreichelt wird, mit wem sich beschäftigt wird, wer wann wofür ein Lekkerli bekommt, etc.

    Bei uns ergab sich das einfach so, weil wir erstens eine uralte Hündin dazwischen haben, die fast nix mehr sieht und hört und auch immer wieder behinderte oder frisch operierte Hunde dabeihaben, die nun einfach mal mehr Aufmerksamkeit und Betreuung brauchen.

    Wenn wir dann jeweils nach der Rangfolge arbeiten würden, würde sich der Aufwand vertausendfachen.

    Unsere alte Hündin ist für die anderen Hunde tabu. Punkt. Sie dürfen mit ihr kuscheln, ihr die Ohren waschen und all sowas, aber sie dürfen sie nicht bedrängen, es ist verboten, sie von ihrem Senioren-Rotlicht-Liegeplatz zu vertreiben, es wird artig gewartet, bis sie mit dem Fressen fertig ist, etc.

    Die alte Hündin ist ja erst allmählich alt geworden und so haben wir immer dann, wenn etwas neues zu beachten war, dies einfach mit ruhiger Konsequenz durchgesetzt. In einem natürlich gewachsenen Rudel würde sie wahrscheinlich schon nicht mehr leben. Unsere alte Dame soll aber behütet und umsorgt ihre letzten Tage und Wochen verbringen dürfen, ohne "verstoßen" zu werden oder von den anderen Hunden drangsaliert zu werden.

    Auch mit behinderten, frisch-operierten Hunden halten wir es ähnlich. Wenn ich mit einem Physiotherapie mache oder OP-Wunden versorge, streichel und betüddel ich nicht erst die anderen 4 der "Rangfolge" nach, sondern ich kümmere mich um diesen Hund. Oder in Ausbildungssituationen - Hund 5 bekommt für tolle Ausführung ein Lekkerli - dann "fütter" ich nicht erst die anderen 4 ab....

    Ich finde es manchmal erschütternd, wie Hundehalter ihre alten Hunde von jungen Spunden drangsalieren lassen und auf das Recht der Rangfolge pochend, mitansehen, wie der alte Hund von seinen Lieblingsplätzen vertrieben wird, wie er plötzlich - weil die vermeintliche Rangfolge es so vorschreibt - weniger gestreichelt wird, weniger Aufmerksamkeit bekommt als vorher.

    Die wenigsten unserer Hunde leben trotz Mehrhunde-Haltung in einem wirklichen "Rudel", in dem hündische Regeln gelten müssten.

    Unsere Hunde-Gruppe kommt mit klaren, konsequent eingeforderten Grenzen und Regeln sehr gut zurecht. Sie "wissen", was wir von ihnen erwarten und sie halten sich auch daran. Wir behandeln unsere Hunde im Grunde wie etwa 15-jährige Teenies - soviele Freiheiten wie möglich, aber soviele Grenzen wie nötig.

    Das ist einfach mal ein anderer Denkansatz - der in "Einmal Meutechef und zurück" von Patricia McConnell sehr schön beschrieben ist.

    Liebe Grüße,
    Chris

  • Hallo Chris,

    das hast Du ganz toll geschrieben und ich kann dies auch nur unterstreichen. Bei mir zuhause sage ich wer, wann und wo gestreichelt, liegen oder sonstiges darf.

    Ronja hat auch Privilegien, die Filou nicht hat. Sie hat sie aber verdient und nur weil Filou einige Probleme hat und daher auch wenig Privilegien, benachteilige ich mein altes Mädchen nicht. Sie ist mittlerweile auch schon 11 Jahre alt und soll ihren Lebensabend so genießen wie sie es gewohnt war und möchte.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • hallo und vielen dank,
    das hilft mir schon sehr:-) bisher hatte ich innerhalb meiner wände nie mehr als einen hund über nacht und es ist doch einfach ne komplett neue situation,an die alle sich erst gewöhnen müssen.aber es klappt ja ganz gut und ich beobachte einfach die hunde und deren stimmung neutral und höre auf so viel zu denken:-)
    beide hunde sind total entspannt,das sollte dann ja mal auch für mich gelten.
    danke für eure meinungen und anregungen

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