• Was sind das für graue Pickel ?

    Wir waren mit unseren Welpen beim Tierarzt und haben sie untersuchen lassen.

    Wir hatten für uns als Diagnose auf Grasmilben getippt, da auch die Mutter darunter zur Zeit leidet.
    Aber die Tierärztin sagte, es wäre eher untypisch für Milben, da nur der Kopfbereich(Lefzen - am Auge) befallen sind.

    Sie sagte, sie tippe auf Imunschwäche und wir sollten den Welpen noch etwas Zeit geben.
    Sie wollte den Welpen durch eine Hautabschabung nicht unnötig Schmerzen oder Angst machen, da diese Stellen ja nur im Kopfbereich auftreten.

    Seitdem ist schon eine Woche vergangen und die Stellen verschwinden, um an anderer Stelle wieder auszubrechen.
    Die Welpen sind quietschvideel und auch der Stuhlgang ist in Ordnung.
    Sie sind auch ständig draußen, zur Stärkung des Imunsystems.
    Wir sind sehr verunsichert.

    Vielleicht hat ja schonmal jemand so etwas gesehen und die Tierärztin als auch wir, sind auf dem falschen Weg.

    Ich könnte bei Interesse auch Fotos per E-Mail senden, da ich sie nicht von meinem Computer hochladen und hier ins forum stellen kann.

    Danke für eure Hilfe

  • Hallo,

    bei uns waren es verkrustete kleine Punkte, die beim Abknibbeln aussahen wie abgeheilte Krusten mit etwas Haaren daran. Immer wenn ich dachte, das wars jetzt, kamen sie an anderer Stelle wieder. Nur im Kopfbereich.

    Bei uns waren es Sarcoptes Milben, auch Grabe- oder Krätzemilben genannt. War ne ziemlich langwierige Geschichte. An drei aufeinanderfolgenden Monaten hab ich Advocate von Bayer draufgemacht, danach war Ruhe.

    Man sagt, dass diese besonders bei abwehrschwachen Tieren auftreten können. Übertragen werden sollen diese wohl durch Füchse, die diese Milben am Gras abstreifen und anschließend auf unsere Hundis übergehen.

    Tierärzte tun sich mit der Diagnose oft schwer. Als erstes hieß es bei uns, die hat sich gestoßen....is klar, und nach einer Woche dann 1 cm weiter, und nach zwei Wochen wieder an einer anderen Stelle.

    Der zweite wusste gar nicht, erst der dritte TA gab uns den entscheidenden Tipp. Unterm Mikroskop war da nichts zu sehen, man hätte wohl den ganzen Hund drunterpacken müssen, nicht umsonst heißen die Biester Grabmilben, die graben ihre Gänge unter der Haut, bäääh.
    ;)

    Gute Besserung
    lg Andrea

  • Also doch eher Milben.

    Grabmilben?
    Ich glaube eher nicht, das unsere Welpen in die Nähe von Füchsen kommen.
    Wir dachten eher daran, das sie sich beim Säugen jedesmal neu anstecken oder sowas.
    Da die Mutter eine Grasmilbenallergie hat, die leider während der Schwangerschaft aufgetreten ist.

    Aber das mit dem Imunsystem hat ja auch die Tierärztin angesprochen und eine Imunenergizerspritze empfohlen, sollte es nicht von alleine weggehen.
    wer hat schon mal was davon gehört und könnte es helfen ?

  • hallo,
    meine hündin hatte mal milben und die tä hat ihr alle 14 tage ein mittel gespritzt, um ihr immunsytem zu stärken.
    sie hat allerdings im wechsel auch ivomec gespritzt bekommen. das ist schon sehr heftig.

    aber ich würde das mit den spritzen zur immunstärkung mal versuchen.

    ob es sich um milben handelt, kann auch unter umständen über eine blutuntersuchung festgestellt werden.

    gute besserung.
    gruß marion

  • Hi,

    Zitat


    Grabmilben?
    Ich glaube eher nicht, das unsere Welpen in die Nähe von Füchsen kommen.

    Die müssen auch keinen Kontakt zu Füchsen haben... Könnten sich auch bei der Mutter anstecken. Und bei der kann es sein, dass das Immunsystem es soweit wegsteckt, dass kein Befall zu erkennen ist - bei den Kleinen mit ihrem noch schwachen Immunsystem können die Milben sich dann gut vermehren.
    Theoretisch könnten es also auch Sarcoptes-Milben sein.

    lg,
    SuB

  • Hallo,

    also Sarcoptesmilben kann man mittels Blutbild nachweisen. Die sind hochgradig ansteckend, können also von Hund zu Hund übertragen werden. Da muss kein Kontakt mit einem Fuchs stattgefunden haben. Es reicht durchaus aus, das ein Hund mit dem Fell eines infizierten Hundes Kontakt hat.

    Diese Milben leben in einer gewissen Anzahl eigentlich auch immer auf dem Hund. Ein gesunder Hund mit intaktem Immunsystem kommt damit klar. Bei Hunden mit geschwächten Immunsystem nehmen die Milben rasant zu und dann kommt es zu Juckreiz, Fellausfall und Hautveränderungen. Ist dieser Zustand erreicht, reicht es meines Wissens nicht aus, nur das Immunsystem zu stärken. Denn das alleine dauert ja schon. Die Milben müssen behandelt werden und das meist mit recht aggressiven Mitteln. Sei es nun Advocat oder Ivomec. Die Behandlung dauert über einige Wochen, da alle Generationen der Milben abzutöten sind. I.d.R. sagt man, das eine neue Generation von Milben sich nach 10 Tagen bildet. Dann schlüpfen nämlich die Larven aus den Eiern und beginnen sofort neue Eier abzulegen. Sie bohren sich zur Eiablage in die Haarkanäle, deshalb der zum Teil sehr massive Fellverlust und der Juckreiz.
    Unbehandelt kann die Sarcoptesräude sich über den ganzen Hund ausbreiten und zu sehr massiven Beeinträchtigungen führen. Der Juckreiz kann so heftig sein, dass sich der Hund permanent kratzt bis die Haut blutig wird.

    Hier etwas zum Nachlesen: http://www.hauttierarzt.de/hautkrankheit/sarkoptesraeude.html

    Ich hatte einen Rüden, mit dem ich 1 1/2 Jahre gegen die Sarcoptesräude angekämpft habe. Nach falschen Diagnosen und diversen Tierärtzen haben wir es dann mit einer sehr langwierigen Behandlung geschafft. Neben der Milbenbekämpfung muss auch das Immunsystem gestärkt werden.

    Neben den Sarcoptesmilben gibt´s auch die Demodexmilben, die sich ähnlich wie die Sarcoptesmilben verhalten. Demotexmilben lassen sich nur über ein Hautgeschnapsel nachweisen. Die Behandlung ist meist fast identisch und ebenfalls langwierig. Die Demodexmilbe kann von dem Muttertier auf den Welpen übertragen werden.
    Auch zu diesem Thema etwas zum Nachlesen: http://www.hauttierarzt.de/hautkrankheit/demodikosekurz.html

    Ich würde Euren Welpen den entsprechenden Untersuchungen unterziehen, damit Klarheit herrscht. Sollten wirklich Sarcoptes- oder Demotexmilben vorhanden sein, ist eine Behandlung unbedingt notwendig (ggf. auch bei der Mutter!).
    Und auf keinen Fall sollte der Hund Cortison bekommen, weil dies das Immunsystem schwächt und damit die Milben sozusagen freie Bahn haben.

    Gute Besserung!

    Grüße aus HH
    Silke

  • Also für mich hört sich das auch eher nach Sarcoptes Milben an. Meine Hündin hat es auch seit Juli, jetzt endlich wird sie mal darauf behandelt. Erst hieß es Flöhe, also Advantix auf den hund, dann einmal Stronghold, was auch gegen die Milben hilft, aber eben keine Serie, sodass es wieder anfing. Dann bekam sie Cortison, weil der Juckreiz so schlimm war, dass sie andauernd gekratzt hat. Danach war es -milbentypisch- ganz schlimm. Im Hautgeschapsel war aber nix, auch möglich. Jetzt bekommt sie 3mal Stronghold, alle 2 Wochen.
    Wir haben es bekommen von der nachbarshündin, dort hatten es alle Elterntiere beim Züchter, brach aber wohl bei ihr jetzt durch die 1. Läufigkeit aus. Klara war auch läufig, als es anfing und unter Östrogen wird ja Jucken auch noch schlimmer, sagte die Tierärztin. Naja, nun warten wir mal ab.
    Ich weiss aber nicht, ob man das Stronghold schon Welpen geben kann...

  • Huhu,

    melde mich nochmal zu Wort. puhbear hat mir Fotos geschickt, die ich mit seiner ausdrücklichen Erlaubnis hier einstelle. Nach meiner Meinung könnte es doch eher so eine Art Welpenakne sein, Sarcoptes machen doch nicht solche Pickel, oder was meint Ihr?

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    puhbear bittet nochmal um Eure Meinung.

    lg Andrea

  • Sollte es sich um Welpenakne handeln, was ich eigentlich hoffe, heißt das, das wenn der Hund älter wird, sich das Problem von alleine regelt?

    Wir haben bei den Welpen schon eine Futterumstellung vorgenommen und verzichten beim neuen Futter komplett auf Gerste und Weizen und so.

    Allerdings bekommt ihre Mutter, wo sie immer noch säugen noch ihr gewohntes Futter gemixt mit Welpenfutter, sodaß wir uns überlegen, das die neuen Pickel, die jetzt neu entstehen, daher kommen, das sie die Muttermilch trinken.
    Also wollen wir die Mutter demnächst auch noch umstellen.

    Oder hängt diese Welpenakne nicht soviel mit dem Futter zusammen?

    Können wir etwas tun, um den Heilungsprozess zu beschleunigen?

    es grüßt der puhbaer36

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