MRT bei Verdacht auf Tumor im Schädel???

  • Hallo,
    ich weiß, keiner kann eine Ferndiagnose stellen, aber vielleicht gibt es ja einen guten Rat oder Überlegungen, die ich selber noch nicht angestellt habe habe.
    Also: unser knapp 6-jähriger Labrador-Mischling hat vor ein paar Wochen manchmal so Anzeichen von Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen (beim Pipi-Beinheben oder auch so beim Gehen, nicht oft, vielleicht 5 mal am Tag) gehabt. Dann ist er manche Treppen nicht mehr gegangen (in unsere Küche gehen 3 Stufen hoch/runter, die ist er gar nicht gegangen), im Haus führen 2 Treppen nach oben, die ist er manchmal gegangen, aber nicht so oft wie normal, nur noch abends zum Schlafengehen. Dazu kam, dass er öfter den Kopf geschüttelt hat. So: Schwindel, Treppen, Kopfschütteln - ich dachte mir, der kann nicht richtig gucken oder hat was mit den Ohren. Damit bin ich dann zu einer Tierärztin (unsere eigentliche TÄ ist im Mutterschutz), die ihn ausführlich untersucht hat. Ergebnis: Pupillenreflex im Auge vermindert, Pfotenreflex vorne nicht i.O., Kopf ließ sich nicht gut nach hinten strecken, Kopfschiefhaltung (was mir vorher jetzt nicht sooo aufgefallen war). Ohren ok. Keine eindeutige Diagnose, könnte eine Infektion/Entzündung oder etwas mit der Wirbelsäule oder auch ein Tumor sein. Also großes Labor (Blut abgenommen), eine Spritze gegen Schmerzen hat er bekommen und Tabletten habe ich mitbekommen, die ich ihm schon geben sollte: ein gehirn- und knochengängiges Antibiotikum und Schmerztabletten (auch entzündungshemmend) (125 Euro).
    Die Laboruntersuchung (auch auf Toxoplasmose) war negativ, also alles in Ordnung.
    Tja, dann noch mal untersucht nach 1 Woche, Reflexe waren besser, der Hund geht Treppen noch immer zögerlich, den Kopf hält er etwas schief (also mir fällt das gar nicht so auf, er könnte schon immer so gucken, aber die TÄ meint, dass er ihn nicht gerade hält), Kopfschütteln noch manchmal. Ja, dann hat sie den Schädel geröntgt, und da konnte man eine Veränderung sehen, könnte eine Entzündung etc. sein, aber auch ein Tumor. Die TÄ wollte das Bild Kollegen in einer Tierklinik zeigen, und deren Meinung hören. (Untersuchung, Röntgen und nochmal Tabletten 90 Euro).
    Mittlerweile habe ich dem Hund jetzt fast 2 Wochen das Antibiotikum gegeben und er bekommt jeden Tag eine Schmerztablette. Er geht die Treppen wieder normal - auch in die Küche, so wie immer, hat keine Schwindel-/Gleichgewichtsstörungen mehr, er schüttelt noch manchmal den Kopf, der Pupillenreflex ist da, wenn ich mit der Taschenlampe mal reinleuchte.
    Nun hat die TÄ sich gestern gemeldet und gesagt, dass die Kollegen nach Begutachtung der Schädelaufnahme auch meinen, dass es ein Tumor sei und zur weiteren Abklärung müsste man ein MRT in der Tierklinik machen (ca. 300 Euro).
    Was soll ich denn nun bloss machen??? Wenn es ein Tumor ist, wieso dann die Verbesserung nach den Medikamenten??? Der Hund verhält sich jetzt fast wieder normal. Bei einem Tumor müsste es doch eigentlich schlimmer werden, oder? Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit???
    Danke für's Lesen, Maike

  • Ich würde die Untersuchung auch machen lassen, dann siehst du klar.

    300 Euro ist sehr preiswert, ich habe über 600 Euro gezahlt.

  • Um genau zu wissen, was los ist, ist ein MRT für Deinen Hnd DIE Diagnose-Möglichkeit schlechthin.
    Je nachdem wodurch genau die Ausfallerscheinungen bei Deinem Hund entstanden sind, kann es auch bei einem Tumor (ein Tumor ist medizinisch betrachtet erstmal nur eine umschriebene Umfangsvermehrung, das ist nicht automatisch Krebs) durch schmerz-und entzündungshemmende Medikamente zum Abschwellen kommen, so dass der Druck von den Nervenbahnen weg ist und dementsprechend auch die Symptome zurückgehen.
    Solange Dein Hund noch unter diesen Medikamenten steht, kann keine Aussage getroffen werden, ob es ihm nun wirklich besser geht oder nicht.


    Dein Hund ist noch jung, das MRT ist eine sehr gute Diagnose-Möglichkeit und auch, wenn 300,- € ein Haufen Kohle sind - wenn auf dem Röntgen-Bild schon was zu sehen ist, IST da auch was, WAS aber werdet Ihr erst bei weiterer Diagnostik herausbekommen.

    Dein Hund ist noch zu jung, um es drauf ankommen zu lassen.
    Und ich finde, dass Deine TÄ recht engagiert ist (indem sie die Bilder zur Mitbegutachtung an Kollegen weitergibt), wenn sie das MRT für wichtig und sinnvoll hält, mach es.

    Liebe Grüße und dickes Daumendrücken,
    Chris

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