Panische Angst vor allem und jedem

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  • Hallo Mitglieder des Dog forums.

    Wie ich schon bei meiner Vorstellung erwähnte habe ich eine fast 3 jährige Mischlingshündin .
    Sie ist ein Stück größer als ein Jack Russel. Ich habe sie bereits seit dem sie ein Welpe war , jedoch wurde sie nachdem ich sie ein paar Tage hat gleich krank und hatte hohes Fieber und war lustlos .
    Der Arzt meinte dass sie bisher noch nicht genug Abwehrkräfte hätte und es , solange dass so sei , sie bei diesen Temperaturen besser sei sie( damals war es WINTER ) in einer Hundetasche zu tragen .
    Ich war damals arbeitslos und hatte mich also viel um meine Kleine gekümmert und sie überall mit hin genommen wohin es nur ging.
    Nach knapp 3 Wochen benutzte ich die Tasche dann gar nicht mehr und die Probleme gingen los.

    Sie hatte vor jedem und allem Angst.
    Vor fremden Menschen , vor Fahrrädern , Rollen , Radfahrern usw usw
    Nur die Menschen die sie von klein auf kennt , zu denen hat sie eine Bindung.

    Sobald sie mit mir im Park / Wald ist , ist sie wie ausgetauscht .
    Sie gehorcht perfekt , ist sehr entspannt und spielt.
    Auf der Straße / U bahn oder im Bus ist sie nicht wiederzuerkennen.

    Sie ist regelrecht panisch , probiert sich in die kleinsten Ecken zu drängen , zieht wie verrückt an der Leine usw.

    Und zu Hause gehts weiter.
    Alleine lassen ist so gut wie unmöglich , da sie beim kleinsten Geräusch anfängt zu bellen und sich nicht mehr beruhigt . und das geht stundenlang , so dass ich gezwungen bin , sie ins schlafzimmer zu sperren oder den Eingang des wohnzimmers mit einem babygitter zum flur abzugrenzen.

    doch das hilft auch nicht mehr.
    dann haben mein freund und ich es mit einer hundetrainerin und " Rescue Tropfen " versucht , aber es half alles nichts.
    dann dachten wir dass ihr zu Hause vielleicht einfach nur langweilig sei und holten uns einen Babykater damit sie Gesellschaft hat , aber auch das ging nach hinten los.


    Wie ihr lest , habe ich ein wirkliches Problem mit meiner Kleinen was ich unbedingt in den Griff kriegen möchte , momentan aber nicht mehr viel Hoffnung habe dass ich das hinkriege .


    Ich bitte um Eure Ratschläge und tipps.

    Greetz Dinche

  • Hallo,

    hast Du ihr denn das Alleinebleiben beigebracht?
    Wenn ja, wie?
    Wie lange muss sie alleine bleiben?

    Gehst Du vor dem Alleinebleiben mit ihr ausgiebig spazieren, so dass sie müde ist wenn Du heimkommst?

    Draußen im Feld fühlt sie sich wohl, das kennt sie. Die Stadt und die U-Bahn sind ihr unheimlich.

    Du musst sie in ganz kleinen Schritten daran gewöhnen und viel Geduld haben.
    Nimm sie mit in die Stadt, setz Dich abseits mit ihr hin und lass sie das Treiben mal aus der Ferne beobachten.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Lilly muss durch meine Arbeit meistens zwischen 4 und 6 Stunden alleine bleiben . aber auch nicht täglich , weil ich nicht jeden tag arbeiten muss.
    Mit dem alleine bleiben habe ich ihr von klein auf so beigebracht dass ich anfangs ma nur 5- 10 min die wohnung verlassen habe , sie davor auf ihren platz geschickt habe und draussen gewartet habe und die treppen ma auf und ab gegangen bin . wenn ruhe war bin ich rein und habe sie gelobt , war das gegenteil der fall bin ich rein habe sie auf ihren platz geschickt und das in einem strengeren Ton .

    Die Hundetrainerin hatte damals gesagt , dass sie die Angst evtl mindert wenn ich sie aufn Arm nehme wenn sobald ich mit ihr auf die Straße gehe damit sie sich geborgen fühlt bei mir aber selbst das ist schlimm für sie . Sie kriegt den absoluten Anfall schon wenn sie sieht dass uns nur jmd entgegen kommt.

    Sie ist wirklich absolut fixiert auf mich.Zwar hört sie auch auf meinen freund aber auch nur wenn er mit ihr alleine ist,sobald ich dabei bin ignoriert sie ihn vollkommen.
    ich brauche nur ma 5 min die wohnung verlassen und sie tut als hätten wir uns stunden nicht gesehen und beruhigt sich erst nach 2-3 min wieder.
    Die hundetasche habe ich seit damals nicht mehr genutzt.
    ich probiere es seit langer zeit sie langsam an alles heran zuführen , weil ich nun mal in berlin wohne und hier ja viel los ist aber selbst dass um die ecke zu meiner mutter gehen und ist schon nen Akt .


    Keine ahnung was ich noch tun soll . ich probiere sie schon ma mitzunehmen ins cafe damit sie alles beobachten kann und sieht dass nicht schlimmes daran ist aber sie ist permanent unter strom und kommt nicht zur ruhe . :sad2:


    Greetz dinche

  • Sorry,

    aber eine Hundetrainerin, die dir dazu rät, einen panischen Hund mit Nachdruck in seiner Panik zu bestärken, indem du ihn auf den Arm nimmst, hat keine Ahnung von dem, was sie da tut.

    Ich hab hier - unfreiwillig - eine unsichere Malinois Hündig, die noch gut in der Pubertät steckt und kaum etwas kennt. Arbeite da inzwischen mit Hilfe sehr erfahrener Gebrauchshundeführer dran und es entwickelt sich super..

    Bei meiner hab ich eine ansatzweise ähnliche Thematik wie du - sie kennt eben vieles nicht und ihre Grundreaktion war Angst, Verstecken, Schutz suchen und Flucht.

    Das, was in einer solchen Situation NIE passieren darf ist, dass du sie auch noch bestätigst.

    Der Hund orientiert sich an dir. Wirst du nervös, wird sie nervös.. bleibst du ruhig, bleibt sie ruhig.. hat sie Angst und du nimmst sie hoch oder redest beschwichtigend auf sie ein etc. dann ist die Message, die beim Hund ankommt, ganz deutlich: "Ja, richtig, da ist etwas gefährliches. Deswegen nehme ich dich jetzt auf den Arm, weil du da ja sicher bist!"

    Ein Hund kann mitleidig nettes auf ihn einreden und lobendes, liebevolles auf ihn einreden nicht sauber trennen. Hat sie Angst und du hätschelst sie, dann versteht sie, dass sie es richtig macht.

    Du musst souverän sein. Wenn da nichts ist, wovor man Angst haben müsste, dann geh nicht ein auf ihr Verhalten sondern ganz in Ruhe weiter.

    Aber Schritt für Schritt.

    Busfahren etc. ist eine hochstressige Situation für einen Hund, der nicht sauber daran gewöhnt worden ist.

    So wie du auch ihr Verhalten beschreibst, wenn du mal kurz aus der Wohnung gehst und wiederkommst: Lass mich raten - du feierst dann auch ordentlich mit, oder? Wenn der Hund dich soooo vermisst hat, dann zeigst du ihr vermutlich auch, dass du sie soooo vermisst hast?

    Zack - wieder ihr unangebrachtes Verhalten bestätigt.

    Sie orientiert sich daran, wie DU eine Situation einschätzt. Wenn du also kurz die Wohnung verlässt, wiederkommst, den Hund nur kurz begrüßt und weiter machst, dann dreht sie aller vorraussicht nach auch nicht mehr so wahnsinnig hoch wenn du wiederkommst und dramatisiert dein wegsein nicht so.


    my 2 cents

  • wow ... !

    ich bin geschockt ! wegen mir selbst.
    In einigen Punkten hast du zu 100 % Recht.
    Ich dachte ehrlich gesagt dass es immer besser sei , mich dann mit ihr so doll zu freuen , weil sie dann sieht ich komme ja wieder und dann ist alles wieder schick.
    Leider habe ich nie die Perspektive von dem Hund gesehen .

    Aber wieso sollte sich dadurch das " ständige Bellen " wenn sie alleine ist mindern ?
    Das Bellen entsteht doch dadurch dass sie so ängstlich ist oder wie siehst du das ?
    Das dachte ich bisher jedenfalls immer , sie hat angst alleine zu sein .


    wenn du in einer fast ähnlichen Situation steckst , dann erklär mir bitte wie ich mich auf der straße dem hund gegenüber genau verhalten soll.

    wenn sie anfängt panisch zur seite zu rennen wenn ich sie an der leine habe und vollkommen wirr rumläuft nur um den menschen aus dem weg zu gehen , soll ich sie dann BEWUSST hinter mir her " schleifen " ?
    ohne mit ihr zu reden ???


    Greetz dinche

  • Mein Welpe hat auch noch vor vielen Angst.
    Was ich mache, gehe an die Angst Situation in ganz schwacher Form ran, Bsp. Straßenlärm. Also eine etwas ruhigere STraße nehmen, die Straße verdammt gut im Blick behalten und nen Haufen Leckerlies griffbereit.

    Kommt ein Auto näher, Anfangen mit den Leckerlies.
    Hundesicht...da kommt ein Auto und ich bekomme was Leckeres..scheint wohl nix schlimmes zu sein, ganz im gegenteil.
    Ist das Auto weg, sofort aufhören mit den Leckerlies.
    Verbal Lobe ich noch mit WOW....habe so sofort die Aufmerksamkeit des Hundes auf mich gelenkt.

    Wenn er die Leckerlies nicht frisst, dann ist der gewählte Ort zu Angsteinflösend, also noch ein STück ruhiger.
    So arbeitest du dich langsam voran, sobald der Hund wieder Angst zeigen sollte, gehe wieder zum letzten Schritt zurück, wo er sicher war.

    Hört sich unheimlich viel nach arbeit an, jo...isses auch, aber halt immer nur kurze Sequenzen einbauen.
    Keine ahnung wie deine Wohnsituation ist, ob du in der Nähe ruhige STraßen hasst, wo du die Übung täglich einbauen kannst.
    Aber die Mühe lohnt sich, meiner hat mit zwei Intensiven Übungen die Panik vor Fahrrädern abgebaut, jetzt sind wir beim "Ist mir unheimlich und warte lieber im Busch" statt Kopflos durchzubrennen.

    Mit dem alleinsein, nicht Big Party wenn du kommst. sondern erstmal in Ruhe ausziehen, Kram wegräumen und für mich am einfachsten, einen Raum festlegen wo du ihn danach begrüßt und kuschelst.

    Daurch wird dein Hund ruhiger und entspannter.
    Hoffe dir mit dem vielen Tipps etwas helfen zu können.

    Gruß Gwen

  • öhm, sorry...denke nicht. Das ist eine eigene Baustelle.
    Aber geht vllt ineinander?
    Wenn sie nicht mehr so panisch vor dem Umweltlärm reagiert, zu Hause vllt auch souveräner bleiben kann.

    Meiner bleibt still, meldet sich nicht mal wenn ich komme.
    Puh...welch glück ich habe.
    Würde es aber evtl darauf schließen, Angst und alles verbellen was ANgst macht.

    Aso, was ich noch mache, dem Hund soviel wie es eben geht beibringen.
    Stärkt das Selbstbewustsein.
    Wenn du daheim bist zeigt er dieses Verhalten nicht, wenn ich das richtig gelesen habe?
    Vllt wieder von Anfang an anfangen mit dem allein sein üben und beim warten vor der Tür die Geräusche selektieren auf die er anspringt und dann schauen das man ihm mit Bsp WOOOW...wenn die Geräusche auftauchen, eine positive Verknüpfung setzen, davor brauchst du keine Angst haben ergo auch nicht anschlagen.

    Aber das kann jetzt auch ins blaue gehen, wäre jedenfalls ein Weg den ich vom Gefühl her gehen würde.

    Gruß gwen

  • Hallo,

    kann mich nur anschließen.
    Bitte begrüße den Hund überhaupt nicht wenn Du nach hause kommst. Ignorier sie völlig, räum Deine Tasche weg, häng die Jacke auf, geh in die Küche und wenn sie sich beruhigt hat, dann erst rufst Du sie zu Dir und streichelst sie.

    Läuft sie Dir in der Wohnung hinterher wenn Du aufstehst?

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS: draußen musst Du wirklich ganz sicher Deinen Weg gehen, denn nur wenn Du souverän bist, kann es Dein Hund auch sein. Nicht betütteln und nicht beruhigend auf sie einreden. Einfach weitergehen. Es gibt nichts wovor man sich fürchten muss.

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