• Hallo,

    ich habe einen Hund aus dem Tierheim, der ursprünglich aus der Türkei stammt. Ich wurde auch darüber aufgeklärt, dass es diese Mittelmeerkrankheiten gibt und dass daher mein Pelle noch eine Blutuntersuchung machen müsste.
    Mir wurde vom Tierheim her gesagt was das ungefähr kostet (je nach Labor unterschiedlich) und sie sagten falls Pelle Viren oder Erreger im Blut hätte könne man dann dagegen Tabletten geben und das so behandeln.

    Nun habe ich aber von einer Tierärztin gehört, dass es doch anders aussieht. Sie beschrieb diese Viren als so ähnlich wie HIV, dass wenn im Blut des Hundes der Virus schlummert er nach 2 Jahren ausbrechen könnte oder nach 5 Jahren oder auch nie, auf jeden Fall: wenn er ausbrechen würde könne man das nicht behandeln (bis auf eine Virusart).

    Das macht mir grad doch ziemliche Sorgen. Wir können diese Blutuntersuchung z.Zt. noch nicht bezahlen (mussten kurzfristig ein kaputtes Auto ersetzen) und dann fängt man natürlich eh an zu überlegen: wenn man eh nichts tun kann, will ichs dann überhaupt wissen? Andererseits möchte ich ja schon wissen, ob ich für den Rest seines Lebens immer auf irgendwelche Anzeichen achten muss und mir immer Sorgen machen muss, oder ob er einfach mal gar nichts hat...

    Daher meine Frage: wer hat Erfahrungen mit solchen Blutuntersuchungen, Mittelmeerkrankheiten, deren ersten Symptomen und Krankheitsverläufen etc.?

  • Hallo Pelle,
    Deine Tierärztin scheint noch nicht besonders bewandert in Sachen Mittelmeerkrankheiten zu sein - das ist aber leider häufig der Fall, wenn Tierärzte noch nicht viel mit diesen Erkrankungen zu tun hatten.

    Hier ist mal ein Link, wo Du Dich über Mittelmeerkrankheiten, ihre Diagnostik und Behandlung schlau lesen kannst.

    http://www.inselhunde.de/krankheiten.htm

    Das ist eine sehr ausführliche und informative Seite, die kaum Fragen offen läßt.

    Die Test würde ich jedenfalls unbedingt machen lassen, denn die Ausage "da kann man eh nix machen (frei von mir interpretiert....)" stimmt definitiv nicht.

    Also, viel Glück für den baldigen Test auf Mittelmeerkrankheiten und für alle zukünftigen gleich mit!

    LG, Chris

    (mit drei Spaniern, deshalb kann ich Deine Sorgen durchaus nachvollziehen)

  • hallo kartoffelpelle

    schau mal auch auf der oben genannten inselhunde-seite unter erfahrungen...
    unser sam ist auch dabei

    unter http://www.leishmaniose.de findest du noch mehr. allerdings soltest du dich nicht verrückt machen sondern als erstes einen test auf die mm-kranheiten machen lassen in einem guten labor.

    gruß und viel glück mit deinem hund

    barbara und grieche sam

  • Hallo Barbara,

    und bei deinen 3 Griechen war alles in Ordnung? Das macht ja Hoffnung. Weißt du noch, was du jeweils für die Untersuchungen bezahlt hast?

    Grad in den letzten Tagen hab ich mir verstärkt Sorgen gemacht, weil Pelle sich anders verhält als sonst - sofern man nach 2 Monaten "normales" Verhalten beurteilen kann - und man denkt natürlich sofort ob da nicht vielleicht eine Krankheit vorliegt...

    Nachdem ich mir die empfohlene Seite (danke dafür!) nun durchgelesen habe kann ich das zumindest vorerst wohl ausschließen. Pelle ist (wenn das überhaupt möglich ist) im Moment grad deutlich hibbeliger als sonst. Bei den genannten Krankheiten sollte der Hund ja träger werden eher...

    Ich denke er kann einfach die Hitze nicht so gut verkraften...

  • Zitat

    Hallo Barbara,

    und bei deinen 3 Griechen war alles in Ordnung? Das macht ja Hoffnung. Weißt du noch, was du jeweils für die Untersuchungen bezahlt hast?

    also ich hab nur einen griechen :D ist heiß heute, ich weiß und nein es war nicht alles o.k., er hatte ehrlichiose

    vor sam wollten wir einen hund aus lanzarote (merlin) übernehmen, er ist keine 24 nach der übernahme gestorben, verdacht auf herzwurm :zensur:

    ein mm test kostet mit blutabnahme bei meinem ta (in einer tierklinik) 60 bis 70 euro (da wird ehrlichiose, leishmaniose und babesiose getestet, weiß nicht ob man für die türkei auch noch herzwurm testen sollte?


    was meinst du denn mit "anders verhalten"?

    gruß

    barbara

  • Im Freilauf haben wir auch eine Gruppe Hunde, wo einer von Leishmaniose hat. Ich habe mich mit der Besitzerin unterhalten und sie meinte, dass das alles halb so dramatisch ist, er bekommt einmal am Tag eine Tablette und gut ist.

    Ich wollte auch mal einen Hund mit Mittelmeerkrankheit aufnehmen, habe mich dann aber doch nicht getraut, da es auch schlimmere Verläufe gibt und auch erhebliche Kosten auf einen zukommen können. Die Lebenserwartung der erkrankten Hunde ist im regelfall geringer.

    Googel einfach mal nach Leishmaniose, dann findest du verschiedenes dazu, auch Erfahrungsberichte von Menschen die mit erkrankten Hunden leben.

  • Hallo,

    danke für die Antworten und Tipps! Hab da wohl was durcheinander gebracht: Chris hat 3 Spanier und Barbara einen Griechen :headbash: habs wohl vermischt.

    Ich werd demnächst mal einen Termin für die Blutuntersuchung machen. Kann man denn irgendwann sicher sein, dass nix mehr kommt, oder muss man immer damit rechnen (wenn man halt kein Reiseprofil hat machen lassen?)?

  • Einer meiner Pflegehunde hat Leishmaniose.

    Das ist eine der s.g. Mittelmeerkrankheiten.

    Leishmaniose hat eine Inkubationszeit von bis zu 7 Jahren. Das bedeutet das die Leishmanien nach dem Stich der Sandmücke bis zu 7 Jahre im Körper des erkrankten Tieres oder Menschen schlummern können, unentdeckt und unentdeckbar.

    Denn feststellen kann man die Krankheit an sich nicht - nur die Antikörper dagegen werden im Blut gemessen.
    Heilen kann man die Krankheit auch nicht - allerding hält ein Rheumamittel, Allupurinol - meistens die Erreger soweit in Schach das sich die Sympthome nicht verschlimmern. Damit führt ein derartig erkrankter Hund ein fast ganz normales Leben.
    Dieses Mittel ist nicht sonderlich gut für die Nieren ... eine entsprechend angepasste Fütterung ist daher sinnvoll.
    Manchmal gibt es dennoch einen Ausbruch, auch da gibts inzwischen Medikamente die Erfolge versprechen, aber schön ist das dann nicht mehr.

    D.h. es ist sinnvoll, einmal jährlich ein großes Blutbild samt diesem Test auf Reisekrankheiten machen zu lassen.
    Und das Ganze einfach im Hinterkopf zu haben und den Hund diesbezüglich gut zu beobachten.

    Grundsätzlich hilft ein gutes Immunsystem - und wenig Stress, eine ausgeglichene Psyche.

    Und - das gilt inzwischen auch immer mehr für einheimische Hunde. Denn die Erreger sind dank Klimaerwärmung auf dem Vormarsch auch hierher.

    Vorbeugen kann man derzeit meines Wissens nach nur mit dem Scalibor, das hilft auch gegen Sandmücken. Alle anderen Präperate haben diese Wirkung zumindest nicht im Beipackzettel stehen.

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