Arni zerlegt den Teppich - Lösungsansätze gesucht!
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Hallo zusammen.

Letzten Samstag ist Arnold bei mir eingezogen.
Er ist ein Mischling (wir vermuten, dass ein Labbi beteiligt war) und gute 13 Wochen alt. Er kommt aus Spanien und wurde mit wenigen Wochen an einer Perrera angebunden, in der er dann bis letzten Freitag bzw. Samstag gelebt hat.Er ist eigentlich toll. Er ist sehr verfressen, was das Lernen durch Leckerli-Belohnung erleichtert, sehr offen allem gegenüber, verschmust und für sein Alter teilweise ein ZU sehr ruhiger Hund.
Er ist nicht mein erster Hund, weshalb ich mir auch weniger Gedanken um die Erziehung gemacht habe, weil das immer eine spaßige, wenn auch anstrengende Sache für den Halter ist. Ich hab mich einfach drauf gefreut, bzw. tue das auch immer noch. Hundeschule bzw. Welpenschule beginnt am Sonntag.
Nun zum "Problem":
Leider hat Arni nun den Teppich für sich entdeckt. Also eigentlich habe ich Laminat, aber im Wohnzimmer liegt z.B. ein Teppich unterm Tisch. Wenn er nun langeweile hat, oder wir gerade im Spiel sind, rennt er zum Teppich und zupft dran rum, beißt rein, oder zieht ganze Fasern raus. Ich geh natürlich hin, um ihn mit einem "Nein" zu tadeln, oder rufe schon aus der Ferne "Nein". Teilweise reagiert er, wofür ich ihn dann auch lobe und teilweise interessiert es ihn nicht und er macht weiter. Dann nimm ich ihn hoch und breche das Spiel ab. Je nach Situation biete ich ihm sein Spielzeug an und spiele dann mit ihm damit weiter um ihm vom Teppich abzuhalten.
Nun habe ich das Gefühl, mich in einem Teufelskreis zu befinden. Ich will mich nicht ständig mit ihm befassen - also vielmehr ich kann es nicht, weil ich von zu Haus aus berufstätig bin und ja auch mal Hausarbeit machen muss. Außerdem muss er lernen, dass sich die Welt nicht nur um ihn dreht und ich auch mal was anderes machen muss. Wenn er nun sieht, dass ich was anderes tue, als mit ihm zu spielen, oder zu kuscheln, rennt er zum Teppich, weil er ja weiß, dass ich dann ankomme und ihm Aufmerksamkeit schenke. Dann hat er das, was er will und mich gut erzogen. Super.
Bevor ich hier was mache und ihn "allein" lasse, spiele ich mit ihm und gehe Gassi, in der Annahme, dass er dann schläft und ich Zeit habe.
Weit gefehlt wie oben erwähnt. Der Teppich muss dann dran glauben.
Ich weiß nun nicht mehr wirklich, wie ich ansetzen soll. Ignorieren kann ich seine Teppichrupferei nicht, weil er sonst den Teppich auffrisst.
Hat jemand noch einen Ansatz für mich?
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Hi,
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Dieses Problem hatten wir mit unserem Remo anfangs auch, Teppiche, Schuhe und Zeitungen...

Wenn du dich um ihn kümmerst bzw. mit ihm spielst, sobald er an den Teppich geht, ist dies für den HUnd sofort eine positive Verknüpfung. Teppich = Frauchen spielt mit mir. So erreichst du also genau das Gegenteil.
In der Hundeschule haben sie mir damals gesagt, man solle mit den Gegenständen schimpfen, so dass die HUnde denken, das wäre was "doofes"....
Ich kam mir schon blöd dabei vor, meine Schuhe anzumeckern, aber irgendwann hatten wir Ruhe....ob es daran lag, kann ich natürlich nicht sagen.Viel Erfolg
hussie -
Ja, das meinte ich ja. Dass ich so nicht weiter komme, weil er ja dann mehr mich erzieht als ich ihn.
Ich werde es mal probieren, meinen bösen Teppich auszuschimpfen, aber ehrlich gesagt bezweifel ich, dass es funktioniert.

Danke für die schnelle Antwort.

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Kannst Du den Teppich nicht einfach eine zeitlang wegnehmen oder gegen einen alten tauschen? Unsere hat es auch geliebt die Teppichfransen zu jagen. Alles NEIN hat nichts geholfen - war nur Stress für Frauchen und Hund. Dann haben wir nen alten Teppich aus dem Keller geholt - da darf sie jetzt dran und nach ein paar Tagen wars dann nicht mehr interessant

Nicht umsonst heisst es ja, man soll die Welpis gar nicht erst in Versuchung führen sondern alles wegräumen was einem wirklich ans Herz gewachsen ist. Wenn die mal älter sind, lässt ja auch dieses ständige Annagen nach und man kann die Wohnung dann wieder einräumen. Bei kleinen Kindern macht manns ja auch so - alles zu wo die nicht dran sollen ....

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Ja, das habe ich auch überlegt. Im Wohnzimmer wäre es auch kein Problem, den Teppich wegzupacken, allerdings im Schlafzimmer schon.
Dort liegt komplett Teppich und aufgrund einer interessanten Architektur meiner Wohnung ist eine Tür dort nicht vorgesehen, weshalb ich Arni auch nicht aus dem Schlafzimmer fern halten kann.
Ich bin aber auch der Meinung, dass er es lernen MUSS, weil ich auch ab und zu mit ihm zu meiner Mutter oder Oma gehe und die áuch Teppiche haben. Ich kann ja nicht jedem sagen, er soll die Wohnung umbauen, wenn ich zu Besuch komme?!
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Der Bär ging bis zu einem Alter von 1 Jahr an den Teppich... inzwischen ist er uninteressant aber ich sollte mal einen neuen kaufen... die Ecken fehlen und ca 20-30cm lange, bis zu 1 cm breite Streifen sind rausgekaut bzw. rausgezogen...
Also ich würde den Teppich einfach vorerst wegnehmen bis er die "Flausenphase" überwunden hat. Meine Sachen im Bad sind immer noch nicht in die Regale geräumt (mit 15 Monaten), eben weil Bär genau weiss wenn er was rauszieht kommt Frauchen... Tolles Spiel!
Beim alleinelassen würd ich ihn nicht in der ganzen Wohnung laufen lassen sondern einen Bereich abgrenzen wo möglichst wenig da ist was er kaputt machen kann.
Ich denke bei den Teppichen alleine wirds nicht bleiben, so lange ist er ja noch nicht da und wenn er erst aufgetaut ist kann es sein dass da noch mehr dran glauben muss als der Teppich!
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Pack ihn doch in eine Kiste sobald er den Teppich versucht anzunagen. Das findet er glaube ich nicht so toll.

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Nen tollen Bär hast Du da.

Also - mag sich jetzt von eurer Meinung abheben, aber ich halte nichts davon, Dinge wegzuräumen um Schaden abzuwenden.
Das ist doch ähnlich wie: Mein Hund hat Angst vor Autos, also meid ich die. Oder: Mein Hund bellt andere Hunde an, also meid ich die. Da arbeitet man ja auch dran, dass er eben nicht andere Hunde anbellt, oder keine Angst mehr vor Autos hat.
ZitatPack ihn doch in eine Kiste sobald er den Teppich versucht anzunagen. Das findet er glaube ich nicht so toll.
Das wäre glaube ich die letzte Alternative, die ich wählen würde, auch wenn er mich manchmal so reizt, dass ich es am liebsten gleich tun würde.

Es muss ja noch andere Möglichkeiten geben...
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Moin,
Hunde lernen auf zwei verschiedene Arten, durch Positivverstärkung und durch Vermeidung, bzw. die zugehörige Negativverstärkung.
Etwas zu unterlassen ist also ein Vermeidungsverhalten. Der Hund vermeidet sein Tun, weil er weiß, wenn er es fort setzt, passiert etwas "Schlimmes". Das "Nein", streng gesprochen, ist für ihn etwas Schlimmes.
Wenn Du es nun aber gleich aussetzt, indem Du mit ihm spielst, lernt er, "wenn ich am Teppich kaue" passiert was Tolles! Es gibt Leckerlies, es gibt Spiel und Spass..... also, ich kaue am Teppich und dann geht`s los. Ablenkung ist in solchen Fällen keine gute Lösung.
Nach einem Schimpfen oder strengem "Nein" sollte die Tätigkeit unterbrochen werden..... für einen kleinen Moment. Also kein langes Ignorieren, sondern einfach eine Spielunterbrechung.
Und natürlich, die anderen haben Recht, Eine Raumbegrenzung ist für Hunde etwas ganz Wichtiges. Und es tut ihnen gut, wenn dieser hin und wieder begrenzt ist. Meine Hunde dürfen z.B. weder ins Bad, noch in die Küche (die zum Essraum offen abgegrenzt ist) oder in die Kinderzimmer. Sie haben einen festen Raum, wenn ich nicht da bin und das tut ihnen auch gut.
Liebe Grüße
Sundri -
ZitatAlles anzeigen
Moin,
Hunde lernen auf zwei verschiedene Arten, durch Positivverstärkung und durch Vermeidung, bzw. die zugehörige Negativverstärkung.
Etwas zu unterlassen ist also ein Vermeidungsverhalten. Der Hund vermeidet sein Tun, weil er weiß, wenn er es fort setzt, passiert etwas "Schlimmes". Das "Nein", streng gesprochen, ist für ihn etwas Schlimmes.
Wenn Du es nun aber gleich aussetzt, indem Du mit ihm spielst, lernt er, "wenn ich am Teppich kaue" passiert was Tolles! Es gibt Leckerlies, es gibt Spiel und Spass..... also, ich kaue am Teppich und dann geht`s los. Ablenkung ist in solchen Fällen keine gute Lösung.
Nach einem Schimpfen oder strengem "Nein" sollte die Tätigkeit unterbrochen werden..... für einen kleinen Moment. Also kein langes Ignorieren, sondern einfach eine Spielunterbrechung.
Und natürlich, die anderen haben Recht, Eine Raumbegrenzung ist für Hunde etwas ganz Wichtiges. Und es tut ihnen gut, wenn dieser hin und wieder begrenzt ist. Meine Hunde dürfen z.B. weder ins Bad, noch in die Küche (die zum Essraum offen abgegrenzt ist) oder in die Kinderzimmer. Sie haben einen festen Raum, wenn ich nicht da bin und das tut ihnen auch gut.
Liebe Grüße
SundriAlso erstmal Danke für deinen Beitrag.

Es ist nicht so, dass ich "Nein" rufe und gleich mit ihm Spiele. Wenn er ablässt, tätschel ich ihn kurz, lasse von ihm ab und biete ihm wenig später wieder ein Spiel mit SEINEM Spielzeug an. Oder ich hol ihn aus der Situation und trage ihn weg und beachte ihn erstmal nicht weiter. Wenn er während des Spiels kurz in den Teppich gebissen hat, habe ich ihm sein Spielzeug hingehalten. Ich sehe gerade selbst ein, dass vielleicht das nicht ganz schuldlos daran ist. Werde also demnächst schärfer auf mein Verhalten achten.
Auch Arnie hat 2 Räume, in die er nicht darf. Das Bad und mein Arbeitszimmer. Wenn wir das allein sein üben, bringe ich ein Laufgitter an, sodass er nur in der Küche und dem Flur ist.
Also nochmal danke. Hat mir schon ein wenig weiter geholfen - jetzt nur noch umsetzen und Geduld haben.
Für weitere Ansätze bin ich aber nach wie vor dankbar.

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