unruhig, wild, konfus, pinkelt in die wohnung..

  • hallo

    wir hatten,ausser der pinkelei,letzte woche ein ähnliches problem(schon zum 2. mal9

    meine freundin war 3 tage auf besuch.
    sam,9mon. alter collie schäfermix,sonst die ruhe selbst(verschläft meist den vormittag9 war total unruhig.

    dauernd ist er aufgestanden,hin und her.....
    abends beim gang an den see und in die feldmark ist er total übergedreht.
    dazu ist zu sagen das mein mann auch recht unsicher war im beisein der freundin ,auch alles richtig zu machen mit hund.
    die freunde haben seit 3 jahren einen hund .

    am nächsten tag ,beim spaziergang dann alles normal,aber im kaffe hat sich sam dann total daneben benommen,nur gejault,wollte raus,zu anderen gästen......
    meine freundin dann, er hat ja überhaupt kein grundgehorsam........
    dabei waren solche kaffee/restaurantbesuche bisher überhaupt keien problem.

    seit sonntag ist nun wieder ruh im haus und sam wieder völlig der alte.....
    umgänglich,lieb,hört relativ gut,schläft viel


    anfang juli war meine schwester mit familie (4 erwachsene 9 zu besuch für ein wo ende.

    da war es das selbe,sam nu unruhig.nach deren abreise hat es dann 2tage gedauert bis er wieder "normal" war.in den 2 tagen hat er dauernd angeschlagen,auch wenn sich nur beim nachbarn das chinaschilf bewegt hat.


    denke das ist doch einfach zu viel für einen jungen hund.ist wohl wie bei kindern die überdrehen wenns zu viel an aktion gibt.


    lg kirsten

  • jantb: Danke für die Erklärung und den Hinweis, dass das am Thema vorbei ist! ;)

    Und ansonsten:
    Ich denke, dass mein Eintrag hier einfach nicht wirklich verstanden wurde.. und von daher: passt schon.

    Vielleicht noch eine Erklärung:
    Wir sind die dritten Besitzer für unseren Kleinen. Er wurde von den letzten Besitzern abgegeben, weil er als Zweithund den Ersthund total gestresst und dominiert hat. Er kannte kein Ende. Er hat sie blutig gebissen und ihr eine Zitze abgebissen.
    Allgemein hatte er ein enormes Problem damit, sich unter zu ordnen.

    So.

    Aus diesem Grund, lieber "dieschweizer", müssen wir recht streng sein mit unseren Elmo.
    Er versucht immer und wo er nur kann, der Boss zu sein.
    Grundsätzlich hat er begriffen, dass er das nicht ist - aber sicherlich weißt du selber, dass Hunde, und ins besondere männliche Hunde, immer wieder probieren "an die Macht" zu kommen.
    Unser Tierarzt hat uns sogar gesagt, dass wir härter mit ihm sein sollen.

    Also denke ich, dass mein oder unser "schimpfen" vollkommen in Ordnung ist.
    Genau wie "jantb" schrieb: ein klares "Nein". Oder eben ein "aus" oder "runter" oder WAS AUCH IMMER.

    Und wenn mein Elmo meint, er müsste Wände einreißen oder ähnliches, denke ich, darf ich ihm mit lauter Stimme und Bestimmtheit mitteilen, dass das FALSCH ist und dass er auf seinen platz gehen muss, bis ich ihn wieder daraus entlasse. Erstmal egal aus welchem Grund er die Wand eingerissen hat. Darüber muss ICH mir Gedanken machen. Trotzdem muss der Hund wissen, dass das nicht okay ist, oder sehe ich das falsch?

    Soviel dazu.

    Dass hier jetzt dauernd und nur auf dem schimpfen herumgeritten wird (und ich das Gefühl nicht loswerde, dass du, lieber "dieschweizer", meinen Eintrag gar nicht komplett gelesen hast), finde ich nicht sehr hilfreich.

    NOCHMAL:
    Er hat in den verschiedensten Situationen gepinkelt. Das einzige was konstant war, war die Tatsache, dass ich immer DABEI war und er mich dabei ANSAH.

    PUH.
    Meine Güte. :roll: Anstrengend.

  • Hallo!

    Wenn ich das so lese, tippe ich eher auf extreme Unsicherheit. Ein Hund der dominieren will pinkelt nicht. Der hat andere Methoden.

    Mein Hund ist ein sehr unsicherer Hund. Am Anfang hat es nur gereicht ihn anzusehen damit er losgepullert hat. Fehler in einer solchen Situation ist es, den Hund anzusprechen. Egal ob beruhigend oder schimpfend. Er wird nur mehr pinkeln.

    Kennt dein Hund einen festen Platz? Ich würde dieses sinnlose, kopflose herum laufen in der Wohnung unterbinden indem ich den Hund auf den Platz schicke, wo er Platz zu machen hat. Mehr Bewegung draußen bringt nichts, sondern du erreichst das Gegenteil. Er dreht noch mehr auf.

    Ich kenne viele deiner benannten Symptome und denke nicht, dass es sich um ein Dominanzproblem handelt. Ich habe einen vollständigen Rüden und er hat noch nie meine "Dominanz" in Frage gestellt, weil ich ihm dazu keinen Grund gebe. Er hat klare Regeln an die er sich zu halten hat. Das schafft Sicherheit und hat viele dieser Symptome praktisch restlos ausgemerzt.

    Also: Abschließendes Fazit (es ist nur Ferndiagnostik, um wirklich drauf eingehen zu können müsste man den Hund beobachten):

    Dein Hund hat kein Dominanzproblem (Tierärzte sind keine Verhaltenspsychologen und deuten vieles falsch und nach veralteten Gesichtspunkten), sondern ist Unsicher. Harte Worte und harsches Auftreten nutzt nichts. Besser ist ruhiges aber konsequentes Vorgehen mit klaren Linien. Wenn der Hund unter sich macht, nicht kommentieren. Nicht schimpfen, nicht beruhigen, nicht ansprechen. Kommentarlos hinnehmen und weg machen. Alles andere macht die Pinkellei nur schlimmer.

  • @omrani: ja, das klingt stark nach unserem problem. war sehr ähnlich bei meinem elmo!
    danke für die hilfreiche antwort!

    PocoLoco: klar, da hast du sicher recht. elmo ist auch oft unsicher. am anfang allerdings, wenn er mal gepullert hat, habe ich ihn nicht zurecht gewiesen oder ähnliches sondern - genau wie du schriebst - es wortlos weggemacht. allerdings hat es das schlimmer gemacht. er hat immer öfter in die wohnung gepinkelt. und als wir dann anfingen ihm zu sagen, dass er das nicht darf - hat er es gelassen. richtig anschreien bringt natürlich nichts, das ist klar. Bringt ja schon bei menschen nichts - warum also bei tieren?! ;)
    danke auch dir für deine hilfreiche antwort!

  • Ah ja! Und wer hat dir gesagt, dein Hund sei dominant und wolle sich nicht unterordnen und pipapo???

    So lange du nicht von dieser uralten und veralteten Dominanzschiene runterkommst, wird sich für Elmo nicht viel ändern. Er ist schlicht und ergreifend im Stress - mal mehr, mal etwas weniger. Ein souveräner und entspannter Hund wird er auf diese Weise nicht werden.

    Nichts gegen Erziehung, doch die kann man auch mit liebevoller Konsequenz erreichen. Wenn du schimpfst, reagierst du statt zu agieren. Denk mal drüber nach.

    cazcarra

    PS: 3-4 Std. "Gassi" für einen 7 Monate alten Hund ist - egal ob am Stück oder geteilt - deutlich zu viel.

  • Nach deiner Beschreibung klingt dein Hund unsicher, verwirrt, überfordert, überdreht.

    Und er klingt KEIN bißchen wie ein Hund mit einem sog. "Dominanzproblem".

    Ruhe würde ich vorschlagen. Ruhe in allen Belangen. Erstmal sollte der wachsende Hund sowieso wegen schlimmer Gelenksschäden, die daraus entstehen können, nicht so viel raus. - Höchstens 45 Minuten am Stück. Aber das würd ich auch nicht 3x am Tag machen. Dann sollte er einfach Ruhepausen zugewiesen bekommen, an Plätzen, an denen ihn keiner stört.

    Mit Ruhe und genauem Plan solltet ihr ihm gegenüber handeln. Nicht schimpfen, tätlich behandeln und anerweitig hochpushen. Wenn der Hund merkt, dass ihr alles im Griff habt - und das zeigt sich durch Ruhe und Selbstbewusstsein und absolute Selbstverständlichkeit (das ist auch in wilden Rudeln und bei Wölfen so - da rastet kein "Chef" aus um zu maßregeln!), dann kann das was bringen.

    Vielleicht solltet ihr euch einen kompetenten Trainer holen, der mit unsicheren Hunden Erfahrung hat.

    Ehrlich - euer Hund ist keiner, der die Weltherrschaft will. Da hat er allerhöchstens (zumindest lesen sich deine Beschreibungen so) gerade totale Angst vor, dass er das muss. Und er ist jung - er ist in der Pubertät! Natürlich probiert er aus was geht und nicht geht. Aber das hat nichts mit seinem grundsätzlich Charakter zu tun.

    Das Problem ist: Wenn euer Hund gar keine Lösung mehr weiß und total überfordert ist, kann das umschlagen. Aber ihr müsst verstehen, dass er das dann nicht böse meint, weil er "Chef" sein will, sondern weil er euch einfach nicht für kompetent genug hält, weil ihr euch nicht so verhaltet. Und er will nur euer Bestes. Nur dass verdrehte Welten nem Hund nicht sonderlich guttun. Aber das weiß er ja nicht.

  • Zitat


    mit einem adoleszenten hund, der dauernd mist baut, ein dominanz-problem hat und verzogen ist muss man ab und an schimpfen, oder nicht?
    ich schreie ihn nicht an, schlage ihn nicht - keine angst. ich weise ihn zurecht und schicke ihn auf seinen platz.
    ich habe das nur erwähnt, um zu beschreiben, wann er pinkelt.
    nämlich immer bei zuwendung.
    und das nicht nur bei positiver sondern auch bei "negativer" zuwendung!

    Hallo,

    ich glaube Du missverstehst da im Verhalten Deines Hundes recht viel.
    Adoleszenz ist eine ganz schwierige Phase in der Entwicklung eines Hundes.
    Sie werden hochsensibel und oft überängstlich. (da passiert sehr viel im Hirn, gerade in der Amygdala)
    Alles was er jetzt an schlechten Erfahrungen macht, manifestieren sich und sind schwerer wieder hin zu biegen später.

    Wie kommst Du auf ein Dominanzproblem?
    Ein Hund der so stark Urin lässt ist mächtig gestresst. Und ich denk, der Grund dafür wird auch Dein Verhalten sein.
    Keiner macht unter sich, um zu dominieren, das ist doch völlig logisch wenn man mal drüber nachdenkt.

    Was lernt er wenn Du schimpfst? Lob ihn doch lieber für das was er richtig macht.
    Vor JEDEM unerwünschten Verhalten zeigt Hund ein erwünschtes.
    Das ist einfach so.

    Während dieser Umbruchphase solltest Du nicht denken der arme Knirps möchte die Weltherrschaft, sondern auf ihn eingehen, Sanftheit zeigen und ihn so durch diese Phase führen.

    Alles negative an "Zuwendung" wird ganz besch... verknüpft, was Du an seinen Pinkel-Anfällen merkst.
    Der hat evtl. Angst vor Dir und macht unter sich um zu beschwichtigen.

    Gruß Regine

  • Du hast deinen HUnd so überdreht gemacht.

    3-4 Stunden am Tag, sind viel zu viel für einen jungen Hund!

    Vielleicht bist du in deiner Körpersprache für ihn drohend, vorbeugen, anstarren... all das reicht für einen unsicheren Hund um mit Pinkeln zu beschwichtigen.

    Bringe víel mehr ruhe rein, sieh in nicht an, fass ihn nicht an und lasse ihn runterkommen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!