ich kenn meinen hund nicht mehr....

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  • hallo!
    seit heute-vorhin- bin ich mit meinem latein endgültig am ende...
    ich hab keinen durchblick mehr, warum mein hund dies oder jenes tut.
    zur info: welche rassen in ihm vertreten sind, weiss ich leider nicht. und vielleicht könnte mir genau das ein bisschen weiterhelfen.
    er ist jetzt 2 jahre alt, war bis vor ein paar wochen noch sehr unsicher und ängstlich-und das seit ich ihn habe :/ ich hab immer versucht, ihn in keine situationen zu bringen, die ihn noch unsicherer machen. falls wir doch mal in so eine kamen, hab ich ihn deutlich aber ohne großes tamtam da raus gebracht. nun gut, im endeffekt hat sich nix verbessert, weder seine "leinenaggression", noch sein extrem unsicheres verhalten in allen möglichen (alltäglichen) situationen. trotz m. E. einer guten HT, deren ratschläge und übungen ich immer befolgte. im alltag kann ich also mit meinem hund immer noch nix machen, was andere "normale" leute mit ihren "normalen" hunden machen.
    nach unserem umzug vom land in die stadt vor ein paar monaten hab ich mich schon auf eine lange eingewöhnungsphase von ihm eingestellt, aber mittlerweile denk ich wirklich, es wird nicht.
    aber nicht, weil er oder ich zu blöd sind, sondern weil ich seh, dass er immer mehr in eine richtung geht, in die ich ihn bestimmt nicht gelenkt habe.
    z.b. macht er seit kurzem einen ENORMEN unterschied zwischen bekannten und unbekannten leuten-daheim und auch draussen. vor allem im dunkeln. wenn ihm da jemand zu nahe kommt, zeigt er echt die zähne. ganz schlimm, wenn jemand an ihm vorbeilaufen will oder so wie heute abend in ca. 30 meter entfernung aus unserem haus rauskommt. die leute haben ihn weder angesehen, noch sind sie auf ihn zu gelaufen. aber er ist abgegangen wie verrückt :sad2: ganz toll noch dann der kommentar "der ist aber aggressiv"...
    auch kann ich ihn mittlerweile nicht mehr abends ein paar stunden mit ins geschäft nehmen; jeder, der nicht "dazugehört", wird gnadenlos angebellt und angeknurrt. personen waren eben bis vor kurzem gar kein problem, er hat auch noch keine schlechten erfahrungen gemacht. ich versteh ihn nicht mehr. andererseits sind seine probleme mit kindern, die er hatte, wie weggeblasen. hört sich blöd an, ist aber so. er reagiert sehr "cool" auf kinder, vor allem die, die zur familie gehören. wenn ihm wirklich was nicht passt, bellt er kurz-aber nicht aggressiv-und alles ist wieder okay. und die kleinsten dürfen eigentlich alles mit ihm machen...
    will heissen, das mit dem er wahnsinnige probleme hatte, ist okay. das, was ihm nie was ausgemacht hat, ist ein riesenproblem geworden.
    auch ist er sehr gut im bewachen. etwas, das ich ihm nicht beigebracht habe. und mich darf niemand anfassen-nicht mal mein mann mehr, nur wenn er ganz ruhig dabei ist, ansonsten will er dazwischen gehen. lass ich nicht zu, aber er versuchts immer wieder....
    so, und nun denke ich einfach, es wird nicht mehr-wir machen jetzt seit fast 2 jahren rum, ich versuch wirklich alles. und ehrlich, mein hund ist, seit ich ihn habe, mein größtes "problem" :sad2: und manchmal meine ich, am besten würd´s ihm gehen, wenn wir wieder irgendwo in der pampa wohnen würden! er kommt mit keinerlei art von stress aus, die leine ist für ihn wie eine strafe, wenn er irgendwo wasser hört, zieht er wie ferngesteuert hin und jeder weitere schritt ist anstrengend-und wir wohnen umgeben von 3 flüssen :/ im dunkeln mit ihm laufen werd ich wahrscheinlich bald nur noch mit maulkorb, und ich kann in keiner situation-und sei sie noch so "einfach" sagen, wie er reagieren wird;
    mittlerweile bin ich auch bei ihm bekannten leuten vorsichtig, leute die ihn alle als den pauli kennen, der sich fast das schwänzlein vor freude bricht, wenn er sie sieht-macht er aber nicht mehr, und ich seh immer öfter, dass er auch bei solchen leuten sich anspannt, wenn sie ihn länger streicheln oder anfassen. ich sag dann immer gleich, dass es jetzt reicht, aber langsam wird´s wirklich anstrengend, immer zu schauen, ist er noch locker oder schon wieder im stress oder höchste zeit jetzt,ihn wieder aus der situation rauszuholen....
    also, im moment bin ich wirklich überfordert-vor allem, da er jetzt so auf leute reagiert-und dann noch auf solche, die bei uns im haus wohnen...
    leute, die ihn noch nie angesprochen, angefasst o.ä. haben...
    und da er ja kein kleiner hund ist, ist für mich die sache noch schlimmer-vor allem, da ich jetzt i.mom. nicht die hand ins feuer legen würde, dass er nicht doch zuschnappt, wenn er die gelegenheit dázu hätte...
    morgen werd ich wieder mal einen termin bei meiner trainerin machen....

    ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will, ist viel geworden. aber noch kurz zu seinem charakter was: er ist ein sehr ruhiger hund, bellt kaum, ist sehr zurückhaltend. draussen will er nur ins wasser-oder rennen, er kann stundenlang rennen, ohne dass ihm die puste ausgeht. und er hat einen wahnsinnig grossen "radius" beim rennen. jedoch hat er mich oder uns immer im blick-aber auch den rest der landschaft, praktisch "scannt" er alles ohne pause ab.
    er ist sehr wachsam -und misstrauisch- allem und jedem gegenüber. das war er vorher nicht. und auf unser "terrain" würde keiner so einfach kommen. auch wenn er selber angst zeigt.
    ausserdem lernt er praktisch sofort. man sagt ihm eine sache ein höchstens zweimal und er hat´s kapiert. deswegen glaub ich auch mittlerweile nicht mehr, dass all unsere probleme von mir hausgemacht sind. eben weil er im normalfall alles sofort versteht!
    und er hat noch nie in seinem leben schlechte erfahrungen gemacht-weder beissereien mit anderen hunden, noch haben irgendwelche leute ihn schlecht oder grob behandelt! auch wir natürlich nicht!

    vielleicht war ja auch wirklich der umzug mit schuld, vielleicht waren´s wirklich meine fehler :???:
    aber vielleicht ist es auch einfach nur die tatsache, dass er jetzt fast erwachsen ist und vielleicht die gene durchkommen-von denen ich ja nix bestimmtes weiss..

    so, ich wünsch euch eine gute nacht-wenn fragen da sind, her damit!

    LG, melissa

  • Hallo Melissa,

    das hört sich wahrhaftig nicht gut an!

    Du schreibst, dass du schon mal eine Trainerin hattest, warum genau und was wurde gemacht?
    Wie lange hast den Hund überhaupt?
    Wie sieht euer ehrlicher Tagesablauf aus?

    Zu Hause würde ich ihm einen festen Platz zuweisen, auf dem er zu bleiben hat, wenn ihr Besuch bekommt.
    Besucher sollten den Hund komplett ignorieren:
    Kein Blickkontakt, kein Streicheln (!!!), keine Leckerlies!
    Er soll lernen, dass von Besuchern keine Gefahr ausgeht und dass er nichts zu regeln hat (deswegen einen Platz zuweisen, notfalls anleinen).
    Die Haustür regelst du, er geht beim Türöffnen nicht mehr mit.

    Wenn er sich zwischen dir und deinem Mann drängen will, schickt ihn rigoros weg - immer wieder!

    Unterwegs würde ich ihm fremde Leute "schön füttern". Blickkontakt auf dich ziehen, bevor er überhaupt Passanten sieht. Den Blickkontakt zu Fremden so lange abbrechen und zu dir aufrecht erhalten, bis die Leute an euch vorbei sind! Das ganze positiv bestärken.

    Das sind erst mal meine Ideen, dein Hund scheint unsicher zu sein.
    Ist er kastriert?

    Deine Idee, eine Trainerin hinzuzuziehen, ist sicher die beste Lösung.
    Sie kann sich das alles in den entsprech. Situationen ansehen und ergründen, warum er sich so verhält und entgegensteuern.

    Ich würde ihn auch schon mal laaangsam, mit Leckerlies, an einen Maulkorb gewöhnen. Dazu hast du dir bereits Gedanken gemacht. Finde ich sehr gut.
    Es tut ihm nicht weh und du kannst großen Schaden verhindern.

    Gruß
    Leo

  • Hallo!

    Erst mal kann ich deine Gefühle sehr gut nachvollziehen!
    Mein Hund ist auch nicht der einfachste, sehr wachsam, will uns beschützen usw.
    Wir machen es so, daß er in Situationen, wo viele Menschen sind, immer angeleint ist. Spricht uns jemand an, den er nicht kennt, muß er sofort Sitz machen und sich auf uns konzentrieren. Dann wird er dolle gelobt, auch mit einem Leckerchen.
    Das klappt nicht immer, vor allem bei Männern, aber es ist schon deutlich besser geworden.
    Du schreibst, daß er sogar Leute anbellt, die noch sehr weit entfernt sind oder euch nicht mal ansprechen. Hab ich das richtig verstanden?
    Wenn dem so ist, würde ich versuchen, bevor er anfängt zu fixieren, mit Übungen, einem Ball oder einem Leckerchen ihn abzulenken mit etwas gutem, so daß man zumindest ohne Theater an Menschen vorbeigehen kann.
    Stärke sein Selbstbewußsein, indem du Dinge mit ihm machst, die er richtig gut macht, wofür du ihn loben kannst (z.b. Suchspiele, ganz normale Gehorsamsübungen wie Bleib oder änliches).
    Finde etwas, damit der Spaß an deinem Hund wieder kommt.
    Ansonsten würde ich ihn erstmal aus jeglichem Streß rausnehmen, damit du und der Hund wieder zur Ruhe kommt.
    Und einen Hundetrainer würde ich auf jeden Fall auch hinzuziehen!

    LG

  • Wir haben auch einen Schißhasen ... das ist schon alles besser geworden aber noch lange nicht ausgestanden.

    Wegen seiner Leinenaggression haben wir auch nicht die Möglichkeit "normale" Spaziergänge in die Stadt zu machen, dadurch fehlen natürlich auch Kontakte mit Menschen.

    Bestes Beispiel ... wir sind des Nächtens an einem Restaurant vorbeigegangen .. Max fing wie ein verrückter an zu kläffen und ließ sich gar nicht mehr beruhigen. Das lag dann daran, dass dort eine Mannshohe Plastikfigur stand. Das hat bei ihm gleich wieder den Wahnsinn ausgelöst.
    Wir konnten da nun nicht ewig stehenbleiben bis er sich beruhigt, weil die Leute uns schon blöd anschauten. Wir sind dann in der Stadt zu einer Statur gegangen die ebenfalls Mannshoch war. Dort ist er wieder ausgeflippt. Wir haben die Figur dann angefaßt .. sind um sie rumgelaufen ... haben ihn hingelogt, um ihm die Angst davor zu nehmen. Nach 15 Minuten war dann alles ok. Er hat gemerkt ,dass sie nicht böse ist.

    So verhält er sich auch bei Igeln, Grillen, etc ... Menschen sind im dunekln grundsätzlich gefährlich.
    Wir gehen auf sein Verhalten gar nicht groß ein und haben schon enorme Fortschritte. Früher waren auch Kinder "böse" ... mittlerweile geht das ganz gut, weil wir im Freilauf immer mit Familien mitgelaufen sind, denen haben wir vorher gesagt, dass Max Angst vor Kindern hat und da hat er sich dann dran gewöhnt.
    Fremde Menschen wurden von uns immer "schön" gefüttert und an seine sonstigen Ängste versuchen wir ihn immer ranzuführen.

    Er hat auch einen Schutztrieb und bewacht gerne. Dies haben wir ihm fast vollständig untersagt. D.h. wenn er loslegen will (zuhause), dann wird dies unterbunden, indem er z.B. auf seinen Platz geschickt wird. Draußen sage ich "ich mach das" und dann weiß er, dass er sich nicht kümmern muss.

    Fremde haben ihn nicht zu betatschen und machen es zum Glück auch nicht, weil er ja groß, böse und schwarz ist. Im Freilauf gibt es viele die ihn mal anfassen ... da ist es ihm egal, wenn er an der Leine ist schütze ich ihn soweit. Er muss die Möglichkeit zum Rückzug haben, wenn es eng wird, dann gerät er schnell in Panik, wobei sich das auch alles schon stark gebessert hat.

    Insgesamt muss ich sagen, dass sich obiges alles leicht anhört (auf Platz schicken, Befehl "ich mach das", etc.) es war aber wirklich monatelange Arbeit und viel Konsequenz, dass wir da sind wo wir sind und das sein Angstpotential schon viel besser geworden ist.

    Wichtig ist, denn meist sind wir Hundehalter auch selber Schuld, dass er sieht, dass er nicht die Führung übernehmen muss und dazu mußten wir auch erstmal an uns und unserer Körpersprache arbeiten. Dann hat sich alles nach und nach gebessert.

  • Hallo,

    ich habe zwar Deinen ganzen Beitrag durchgelesen, konnte aber nicht rauslesen ob ihr den Hund schon seit Welpenbeinen an habt, oder ob er später zu Euch kam?
    Wo habt ihr ihn her? Kommt er aus dem Ausland?

    Liebe Grüße und sorry, falls ich was überlesen habe.

    Steffi

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