Brauche Dringend Rat wegen meinem Hund...Bitte

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  • Also, ich versuche nun mal die Fragen so gut es geht zu beantworten.
    Rockabelli: Danke schon einmal für den Rat. Ich habe Charly eigentlich immer zusammen mitgenommen, damit er sich nicht ausgestoßen fühlt, aber das vielleicht die zweisamkeit leidet und ich damit vielleicht sein Verhalten noch gefördert habe, war mir so nicht bewusst :???: Aber ich mach das und schaue mal, ob es schon ein kleines Hundeschrittchen weiter geht. Nochmal Danke:)
    Wuggie: Charly macht nur ins Körbchen und auf den Fußboden. Jedoch hebt er auch das Bein und strullt gegen Türrahmen und Wände. Er macht es auch wenn wir im Raum sind und zeigt sich dann sehr desinteressiert. Auch draussen entleert er sich ganz normal. Essen und Trinken teile ich ihm nicht ein, er kann den ganzen Tag an sein Napf, aber er futtert nur bei Bedarf, also wenn er Hunger hat und trinkt auch nur wenn er Durst hat.

    @Alle: Medizinisch wurden Blutwerte getestet, Herz abgehorcht, Kot untersucht, geschaut ob Entzündungsherde da sind, alles ist ok.
    Ich schimpfe nicht wenn er hingemacht hat, weil ich kein Benzin ins Feuer giessen will. Ich glaube dann würde ich die Situation verschlimmern.
    Sein Hundekorb steht im Wohnzimmer, zentral zum ganzen Haus, er hat so die Möglichkeit, alles zu sehen und überall hinzukommen.

    blackbetty:
    der TA meinte, Charly währe sehr dominat. Ich kann das aber irgendwie nicht bestätigen, da ich mir unter dominat etwas anderes vorstelle :???:
    Und da er schon 7 ist, ist mir das Risiko einer OP, die nicht sein muss, auch zu hoch. Aber ich würde gerne eure Meinungen hören?

    @:meeresstrand: mein TA meinte, er hätte oft mit "Irren" Hunden zu tun und fand das irgendwie spaßig. Ich fand es nicht so schön, denn mein Hund ist nicht IRRE! Nach dem Wortwechsel gab er sich dann sehr desinteressiert.
    Nachts ist alles ok, da macht er nicht rein. Und wie gesagt, schimpfen tue ich nicht, denn es würde glaub ich noch alles schlimmer machen.

    Ich habe jetzt von einem Buch gehört, das Calming Signals heisst, kennt es jemand? Lohnt es sich es zu kaufen?
    Lg

  • Hallo tinaliese,

    also ich kenne das buch Calming Signals von Turid Rugaas und kann es wirklich nur empfehlen. Oft wusste ich gar nicht, dass sich Polly gerade eigentlich nicht wohl fühlt, sondern dachte genau das Gegenteil!

    Es ist sicher kein Fehler sich dieses Buch zu kaufen und zu lesen!

    Ich würde das Körbchen von deinem Hund in ein Eck stellen, von dem aus er nicht alles sehen kann. Polly hatte anfangs ihr Körbchen sehr zentral stehen, hatte alles im Auge und konnte alles sehen. Aber zur Ruhe gekommen ist sie nie! Seit das Körbchen in einem Eck steht von dem aus sie wenig sehen kann (ist aber immer noch in unserer Nähe, fühlt sich daher auch nicht ausgeschlossen!) ist sie viel entspannter und kann auch schlafen in ihrem Körbchen.

    Ich würde dem Hund auch nicht den ganzen Tag das Fressen stehen lassen (ich denke zwar nicht, dass es etwas an eurer Stiuation ändert) aber ich würde ihm morgens und abends das Fressen für 10 Minuten hinstellen. Wenn das Fressen bei uns mal länger steht und nicht weggeräumt wird hat Polly gleich das Gefühl darauf aufpassen zu müssen, was für sie wieder eine Stresssituation ist.

    Was meinen denn die Hundeprofis zu meinen Vorschlägen?!

  • Hallo,

    Polly...: :gut: Genau so hätte ich zu diesen beiden Punkten auch Stellung genommen.

    Ein Hundeplatz muß nicht zentral gelegen sein, das gibt ihm zu sehr das Gefühl, alles auch kontrollieren zu müssen.

    Futter ist eine Ressource, die ich als Rudelführer einteile. Es ist mein Fressen und ich "gebe etwas ab", wenn es übrig ist. Hat Wuffel es den ganzen Tag zur Verfügung, wird es durchaus zum Streßfaktor, weil er es als "seins" ansieht. Bei uns gibt es morgens eine Portion aus dem Napf, die auch sofort gefressen wird und den Rest teile ich über den Tag ein, den muß sich Ronja "erarbeiten". Für gutes Verhalten, Aufmerksamkeit auf dem Spaziergang, ein prompt ausgeführtes "Sitz" ect. gibt es ein Futterbröckchen.

    Beantworte doch bitte noch die Frage, WELCHES Futter er bekommt.

    Den TA würde ich in Deinem Fall schnellstens wechseln, ganz ehrlich. Wer in Deinem Fall von Dominanz redet und das mit Bömmel amputieren lösen will, würde mich nicht wiedersehen.

    Du hast schon recht, daß man unter "Dominanz" etwas anderes versteht. Dominanz herrscht immer zwischen 2 Komponenten und ist situationsabhängig. Ein Hund kann den anderen im Spiel dominieren. Ein Hund kann versuchen, eine Situation mit seinem Halter zu dominieren. Farben verhalten sich zum Beispiel dominant zueinander, eine Farbe alleine allerdings ist es nicht.

    Gelb und Rot = Rot dominiert
    Rot und Schwarz = Schwarz dominiert

    Calming Signals kann ich auch empfehlen. Besonders für jemanden, der sich bisher noch nicht intensiv mit Hundekommunikation und Körpersprache befaßt hat, ist es sehr anschaulich und lehrreich.

    Sehr gut übrigens, daß Du seinem Verhalten keine große Aufmerksamkeit schenkst. :gut: Das ist völlig richtig so. Schimpfen oder gar Strafen würde es verschlimmern, das ist richtig.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Zitat

    Essen und Trinken teile ich ihm nicht ein, er kann den ganzen Tag an sein Napf, aber er futtert nur bei Bedarf, also wenn er Hunger hat und trinkt auch nur wenn er Durst hat.

    Das würde ich auch nicht machen, dass er immer ran kann, sondern nur zu bestimmter zeit, am bestimmten Platz und für einen bestimmten Zeitraum.

    Zitat

    @Alle: Medizinisch wurden Blutwerte getestet, Herz abgehorcht, Kot untersucht, geschaut ob Entzündungsherde da sind, alles ist ok.
    Ich schimpfe nicht wenn er hingemacht hat, weil ich kein Benzin ins Feuer giessen will. Ich glaube dann würde ich die Situation verschlimmern.

    Ich habe so den Eindruck, dass der Hund eigentlich keine Grenzen gezeigt bekommt. Er kann fressen, wann er will, er kann reinmachen, wohin und wann er will, keine Reaktion Deinerseits. Ich meine das jetzt nicht als Angriff, aber warum sollte er das Verhalten ändern, wenn es ihm niemand zeigt oder verhindert?

    Zitat

    Und da er schon 7 ist, ist mir das Risiko einer OP, die nicht sein muss, auch zu hoch. Aber ich würde gerne eure Meinungen hören?

    Kastration wäre sinnvoll, wenn sein Verhalten mit extremen Sexualtrieb zusammenhängen würde, wenn er also hinter läufigen Hündinnen hinterherlechzt, unruhig und verhaltensgestört wird deswegen usw. und aggressiv ist. Das ist es wohl nicht, wenn ich das so richtig gedeutet habe.

    Zitat

    @:meeresstrand: mein TA meinte, er hätte oft mit "Irren" Hunden zu tun und fand das irgendwie spaßig. Ich fand es nicht so schön, denn mein Hund ist nicht IRRE! Nach dem Wortwechsel gab er sich dann sehr desinteressiert.


    Der Tierarzt ist unmöglich, er kann sich doch denken, dass diese Situation extrem belastend ist für alle Beteiligten. Sehr unsensibel, ich würde auf alle Fälle zu einem Wechsel des TA raten.

    Zitat

    Nachts ist alles ok, da macht er nicht rein. Und wie gesagt, schimpfen tue ich nicht, denn es würde glaub ich noch alles schlimmer machen.


    Das wäre ja ein Ansatzpunkt, was ist denn nachts anders als tagsüber? Hat er da mehr Ruhe? Hat er irgendwie Stress mit den Kindern? Ode rmit jemandem anderen tagsüber? Ist Dir das was aufgefallen?

    Zitat

    Ich habe jetzt von einem Buch gehört, das Calming Signals heisst, kennt es jemand? Lohnt es sich es zu kaufen?
    Lg


    Habe nur gute Kritiken zu diesem Buch gelesen.... kenne es selbst nicht, weiß nur von meiner Krümel, was die alles an beschwichtigungssignalen drauf hat, anfangs hat sie pausenlos Pfötchen gegeben, dauernd gegähnt usw.

    Was hältst Du denn von einer Tierheilpraktiker-Praxis?

    Liebe Grüße von Babs

  • Hallo, ja das mit der Heilpraxis werde ich morgen früh sofort in Angriff nehmen, alles ist ein kleiner Strohhalm auf dem Weg, das alles gut wird:)
    Charly hat wirklich nicht viele "Regeln", er kann Sitz, Platz, Fuss laufen. Er zieht nicht an der Leine und apportiert auch Gegenstände. Das "Komm" habe ich ihm mit dem Klikker beigebracht, da hatte es etwas gehapert. Klappt jetzt aber auch :)
    Ansonsten war er immer Mittelpunkt und ist es noch heute, auch wenn ich etwas weniger Zeit habe.
    Mit dem Futter und dem mittigen Platz hab ich es eigentlich gut gemeint, :???:
    Nachts schläft alles im Haus und da ist ruhe. Mit den Kindern hat er nicht viel zutun, er schnüffelt mal und geht dann wieder.
    Füttern tue ich ihn Pedigree CompleteTrockenfutter mit Abwechlung Nassfutter und Ab und An mal nen frischen Knochen vom Schlachter.
    Leider weiss ich nicht, ob und wie man hier ein foto einstellt, sonst würde ich euch den Schlingel mal zeigen. :smile:
    Lg[/img]

  • Grüße,

    wenn ein erwachsener Hund, der es lange eigentlich gelernt hat, was Stubenreinheit bedeutet und gesundheitlich abgeklärt ist, dass dies nicht das Problem ist, ständig die Wohnung markiert, dann bekäme er von mir schon sehr wohl deutlich gemacht, dass ich dieses Verhalten nicht gut heiße.

    Dies heißt jetzt nicht körperlich werden, aber durchaus ein scharfes "Pfui" und den Hund umgehend nach draußen führen und halt dann loben, wenn er draußen macht.

    Und ansonsten, den Hund mehr auslasten, sich auch mal ganz dem Hund widmen, ohne die Kids. Auch zwischendurch mal ruhig wieder clickertraining, Kopfarbeit ist auch gut zur Auslastung.

    gruß
    sabine

  • Betty hat Recht. Die 35,00 Euro für eine Therapiestunde würde ich nebenbei erwähnt mal investieren, bevor da noch mehr den "Bach runter" geht. Dein Hund hat extremen Stress und davon muss er dringendst befreit werden. Nur ein gut gemeinter Rat!

    LG

  • Hallo,

    äähm...Pedigree würd ich nicht weiter füttern. Es ist nicht sehr hochwertig in der Zusammensetzung und könnte eine Ursache für den vermehrten Kotabsatz sein.

    Schau Dich hier mal in der Trockenfutter-Rubrik um. Ich empfehle gerne Platinum (hoher Fleischanteil und getreidefrei).

    Auch beim Naßfutter gibt es große Unterschiede. Auf http://www.futterfreund.de findest Du gute Naßfuttersorten.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Da kann ich blackbetty nur zustimmen. Ich würde dem Hund ein anderes Futter füttern.

    Ich denke zwar nicht, dass es etwas an der jetzigen Situation ändern würde aber man will seinem Tier doch etwas Gutes tun.

    Hier im DF gibt es tolle Threads zu dem Thema!

  • Ich weiß nicht, was die anderen dazu sagen, aber ich würde den Hund auch dafür loben, wenn er sich draußen erleichtert. Vielleicht auch mit Futter.
    So bekommt er mehr Aufmerksamkeit (für gute Dinge) und es überträgt sich vielleicht auf sein Piesel-verhalten drinnen.

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