Wasser! was ist gehorsam?

  • Also mein Labbi ist jetzt 7 mon alt und vor ca 3 wochen endeckte sie das sie schwimmen kann was ich ja anfangs toll fand und auch noch finde nur ist es jetzt so das wenn sie Wasser sieht oder auch nur riecht durchdreht sie hört dann gar nicht mehr!sie fängt an zu jammern zu winsel regelrecht zu schreien und wenn ich etwas dann insWasser werfe was sie holen kann ist sie der glücklichste hund der Welt nur ist das problem das sie es regelrecht einfordert!und nicht aufhört zu hüpfen jaulen und sonstiges sieist dann regelrecht überdreht und hört auf gar nix mehr!sie spielt dann noch nicht mal mehr mit anderen Hunden auch wenn ich nix werfe! was soll ich nur tun damit sie und auch ich mich entspannen können?das gleiche problem ist wenn meine 5 jährige tochter vor rennt und sie angeleint ist sie schreit dann die ganze strasse zusammen und das ist echt peinlich ! wie kann ich ihr das abgewöhnen?

  • Hallo,

    Stimmt! Ignorieren, so wie meine Vorrednerin schon schreibt.
    Meine Hündin ist auch ne Wasserratte. Sie macht das beim Wasser zwar nicht, aber mit den Kindern, daß kommt mir sehr bekannt vor! :D

    Sind die Kinder vorraus, spinnt der Hund rum. Aber, das muß Sie lernen. Ich schicke meine Kinder mit dem Fahrrad nun immer vorraus und Hundi bleibt an der Leine und muß sich in Geduld und vertrauen üben, daß die Kinder auch wieder kommen. Es dauert bei Ihr immer so 20-30 min, dann kriegt Sie sich wieder ein.

    Und mit dem Wasser.... ich würde momentan nicht mehr ins Wasser werfen. Wenn der Hund Baden gehen möchte und Du dies erlaubst, dann kann er ja ins Wasser springen. Werfen würde ich persönlich nichts.
    Aber das ist jedem selber überlassen! :smile:

  • Wer so eine geniale Bestärkungsmöglichkeit, ist selber schuld...

    Lest mal den Premack-Thread...

    Jeder Schritt richtung Wasser, ist eine Bestärkung für das Verhalten, dass genau vor dem Schritt gezeigt wurde: Sprich, wenn sie jodelt, zerrt, rumhampelt, während es Richtung Wasser geht, solltest Du damit rechnen, dass das Schlimmer wird statt besser.

    Ignorieren könntest Du das nur, wenn das fordernde Verhalten nicht selbstbelohnend wäre, was es aber ist, wenn es dann irgendwann, egal wieviel später das ist, zum Baden führt...

    Ich würde folgendes machen: Hund in eine Geschirr tun, falls nicht sowieso schon der Fall. Falls Du weißt an welcher Stelle des Weges sie mit dem Theater anfangen würdest, sagst Du fünf Meter vorher "Zieh" - und damit gibst Du dem Gezergel einen "Namen", sprich, Du stellst das Verhalten unter Signalkontrolle. Auf dem WEg zum Wasser, und das ist ganz wichtig!! fragst Du für sie superleichte Verhalten ab (z.B. sitz) und belohnst die ausführung mit "zieh" Richtung Wasser.
    Sollte sie unterwegs einige Schritte an lockerer Leine hinbekommen: Zeit für einen Jackpot - einige Laufschritte richtung Wasser, oder, falls sie trotz Wasseraufregung noch fressen mag, irgendein Superleckerchen.

    Was das ganze soll: Du machst "Du darfst Dich Richtung Wasser bewegen" abhängig von ihrer Kooperation mit Dir. Kooperiert sie nicht (setzt sich z.B. auf "Sitz" nicht hin, machst Du nichts weiter, als Dich einfach keinen Schritt weiter zu bewegen.
    So kommt sie, im wahrsten Sinn des Wortes, nur weiter, wenn sie mit Dir zusammen arbeitet.
    Dazu darfst Du es ihr Anfangs nicht zu schierig machen, im GEgenteil, sie sollte das GEfühl haben "ach, ist ja babyeinfach, und dann darf ich auch noch weitergehen, Geil!!" So gewöhnt sie sich dran, dass sie eben mit Die zusammen arbeiten muß, um zum Ziel (Wasser zu kommen) und ganz neben bei ahst Du wichtige Verhalten bestärkt, die Du auch in anderen Situationen benötigtst (Sitzen, an lockerer Leine gehen, auf Dich achten...)

  • PocoLoco:

    Habe mir gerade den Link angesehen, den Du ins Forum gestellt hast.

    so etwas ähnliches konnte ich vor kurzem auch beobachten bei einem Labbi.
    Der saß im Wasser und bellte (stand wie angewurzelt da).
    Ich habe mich über dieses Verhalten gewundert, da ich sowas noch nie vorher gesehen habe. Der Labbi bewegte sich nicht von der Stelle.
    Interessiert verfolgte ich das ganze. Die Besitzerin stand am Ufer und sah ihren Hund an, wie er bellte. Es stellte sich heraus, dass der Labbi seinen Ball verloren hatte und sich deshalb so benahm.
    Ist natürlich eine seltsame Situation.
    Frauchen steht am Ufer und kann nichts machen-außer abwarten, wie in diesem Fall.
    Der Hund fand seinen Ball glücklicher weise wieder und kam dann freiwillig raus.

  • @Shoppi diese Idee finde ich sehr gut :gut: und werd ich auch ausprobieren !aber was ist wenn wir ´dann genau am Wasser stehen und sie mit disem Theater anfängt ? einfach wieder rückwärts gehen? Wann soll oder kann ich sie denn dann ableinen und sie ins Wasser lassen?soll ich dann überhaupt noch mit ihr Stock oder ball holen aus dem wasser spielen ? würd ich nämlich schon gern !

  • Zitat

    @Shoppi diese Idee finde ich sehr gut :gut: und werd ich auch ausprobieren !aber was ist wenn wir ´dann genau am Wasser stehen und sie mit disem Theater anfängt ? einfach wieder rückwärts gehen? Wann soll oder kann ich sie denn dann ableinen und sie ins Wasser lassen?soll ich dann überhaupt noch mit ihr Stock oder ball holen aus dem wasser spielen ? würd ich nämlich schon gern !


    Es hilft, wenn man mit einem Markersignal arbeitet, das den Hund sagt, "für das jetzt ausgeführte Verhalten geht es Richtung Wasser!" Damit mußt Du dann dem "Geschrei am Wasser" zuvorkommen.
    Was genau zu machen ist, wenn sie nach dem Markersignal (z.B. Clicker) anfängt zu schreien, hängt ein bißchen von ihrer Persönlichkeit ab.
    - Versuch erstmal einfach "einzufrieren", sprich, stehen bleiben, von Hund abwenden, gaaaaaaaaaaaaaaaanz ruhig bleiben und abwarten, ob sie sich vielleicht beruhigt. Da mußt Du sehr aufmerksam und sehr schnell sein: click das kleinste Stückchen Ruhe an, das sie anbeitete, danach sofort Leine ab - auch wenn sie dann vor aufregung wieder anfängt zu hampeln. Das "Stückchen Ruhe" formst Du über die nächsten Male immer ein bißchen länger.
    - Manchen Hunden hilft es, wenn man sich, wenn sie anfangen, sich aufzuregen, dann kannst Du das "Geschrei am Wasser" mit einem anderen Marker bezeichnen, der sagt, "Uups, Pech gehabt, für das Verhalten gehen wir jetzt wieder weiter vom Ziel Deiner Begierde weg."
    Dabei ist wichtig, dass Du dabei ruhig und gelassen und entspannt bist. Wenn sie also anfängt zu schreien, sagst Du "Uups, Pech gehabt" und gehst mit ihr nach Hause. Die ultimative Strafe für Schreien: GAR Nicht zum Wasser dürfen. Dabei darfst Du dich auf keinen Fall anspannen, es ist nicht schlimm, man muß nicht wütend werden - stell Dir ehr so ein mitleidig, trauriges Gefühl vor... Und nach Hause gehen...
    Wenn es zeitlich passt, machst Du das ganze (wieder Richtung Wasser gehen....) 10 Minuten später noch mal. Schreit sie am Wasser wieder "Uups, Pech gehabt!" und ab nach Hause." Wenn das nach zwei bis drei Wiederholungen NICHT funktioniert: sie kann sich nicht entspannen und ruhig bleiben, es wird im Gegenteil schlimmer, sie wird immer frustrierter, und um wegzugehen, müßteste Du sie an der Leine weg schleifen, ist diese Methode nicht die Richtige.
    Dann arbeitest Du daran die millisekunden "Ruhe am Wasser" langsam auszudehen, sodass Du sie schließlich in aller Ruhe ableinen kannst und sie auch in der Lage ist, ein "Sitz" oder etwas ähnliches auszuführen, bevor sie ins Wasser darf.
    Wichtig ist wirklich, das du dabei ruhig und enrspannst beleibst: der hund ist schon hysterisch, du machst es nur noch schlimmer, wenn Du auf konfrontation gehst und vielleicht wütent durch die gegend stampfst, oder vor Dich hin grummelst. Hilf Ihr sich zu entspannen.
    Dabei kann Euch auch ein Entspannungssignal helfen!


    Das aller beste ist, dass du sie ableinst, bevor sie mit dem Geschrei anfängt. Wenn das von der Örtlichkeit geht, leine sie also schon auch gerne etwas weiter davon entfernt ab und Schick sie auf Signal ins Wasser: Zeig mit dem Finger und sag "geh baden" oder so was.

    Schick sie das erste mal ohne Ball/Stock ins Wasser. Wenn Du auch noch einen Ball in der Hand hast, wird sie das vielleicht überfornden und sie wird sich "nicht ablein-fähig" aufführen.
    Dann rufst Du sie aus dem Wasser, wenn das geht, leinst sie an, gehst ein Stück vom Wasser weg, gehst wieder zurück, markierst angemessenes ruhiges Verhalten leinst ab und wirfst dann sofort den Ball.
    Das kannst Du mehrfach wiederholen. Aber achte darauf, dass sie dabei einigermaßen ruhig bleiben kann. Wenn du den eindruck hast, dass sie das Ballholen soforf hoch fährt, dann mach das entweder erst mal gar nicht mehr, oder nur noch als supersuperbelohnung für ruhiges Verhalten. Also große Pausen zwischen den Ballwürfen.
    WEnn sie sich nur freut, und das ganze nicht hektisch, hysterisch oder fordernd aussieht, kannst du so oft Ball werfen, wie du/sie magst.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!