Agressivität gegenüber anderen Rüden - Kastration ??

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    Nein, er schaut sich die Hunde erstmal an und schnüffelt.


    Und dann knallts oder eben nicht?
    Wann knallt es insbesondere, wenn der andere Hund überlegen, unterlegen, gleichwertig ist, jünger, älter, gleichalt?

    Im Prinzip ist es ein normales Verhalten unter Rüden in diesem Alter. Er sucht Streit und schaut wie weit er gehen kann. Grenzen, Grenzen und nochmal Grenzen, die braucht er jetzt und zwar von euch.
    Ich würde das Ganze wirklich mal zusammen mit einem guten Trainer angehen, der kann euch genau zeigen, wo, wann und wie ihr eingreifen müsst.

    Zitat

    Spielen mit anderen Hunden wo immer es ging. Ich habe ihn nie weg genommen er war immer und überall freundlich, dass Agressive ist erst seit einigen Wochen.


    Wie gesagt, im Grunde schon ein normales Verhalten, er sucht jetzt Grenzen, testet aus.
    Wie spielt er denn? Eher dominant? Es gab nie Situationen in denen ihr eingreifen musstet? Kein Aufreiten, mobben etc.?

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    1,5 - 2 Stunden Spazieren gehen, 3-4 x die Woche 6-7 km Fahrradfahren !


    Was ist mit Kopfarbeit?
    Die Terrier sind extrem fit im Kopf, wenn die dort nicht ausreichend beschäftigt werden, dann suchen sie sich Beschäftigung.

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    Zuerst mit Ärger/Schimpfen, solange ich eingreifen kann versuche ich das kein Konflikt entsteht und ignoriere es.


    Bitte nicht schimpfen, das wirkt auf deinen Hund, als wenn du jetzt auch noch mitmachst. Ist für ihn also eher eine Bestätgung seines Verhaltens. ;) Bleib ruhig. Ignorieren wird in deinem Fall wahrscheinlich auch wenig nützen, da dein Hund momentan diese Raufereien sucht. Ruhig bleiben, konsequent verhindern und trennen, aber das lässt sich online nicht erklären, dafür braucht es jemanden vor Ort, der dir das genau zeigt.

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    Genau das dachte ich auch immer, bevor ich einen ParsonRussell hatte.
    Hunderassen sind verschieden und mein Hund wurde darauf gezüchtet, ein selbstsicherer alleingängiger Jäger ohne Furcht zu sein. Deshalb ist die Erziehung besonders schwierig.


    Keiner sagt, dass die Erziehung einfach ist, aber auch ein Parson Russel lässt sich erziehen, ein solcher Hund erfordert häufig nur ein wenig mehr Konsequenz und Durchsetzungsvermögen von seinem Besitzer. ;) Aber das es geht, das beweisen etliche gut erzogene Parson uind auch Jack Russel Terrier.

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    Wahrscheinlich nicht zu vergleichen mit Deinem Hund der vielleicht einer von der Sorte ist, der von selbst gelernt hat ohne Leine zu gehen.


    Schön wäre es. :lachtot: Leider hat mein Hund einen extremen Sturkopf, ist extrem selbstständig und paart dies noch mit einer guten Portion Jagdtrieb. :lol: Erzähl mir nichts über Schwierigkeiten in der Hundeerziehung ... :D

  • Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Terrier-Halter mit dem Argument kommen, dass "Terrier sich nciht erziehen lassen" und somit das ungezogene Verhalten ihrer Hunde zu rechtfertigen.

    Mein Schwiegermutter in Spe ist auch eine von der Sorte: Sie hat einen Westhighland-Terrier, absolut unverträglich mit Rüden, nicht erzogen, hat in seinen jungen Jahren wie ein Irrer an der Leiene gezogen (er ist nun 13) & kann noch nicht einmal sitz oder geschweige denn Platz. Berammeln wollte er mich auch schon: "Ja der ist im Moment wegen der läufigen Hündinnen soooo liebestolle, hahahahah" :roll:
    Aber wir haben ja die Hunde, die einfach zu erziehen sind, weil es keine Terrier sind und nur deswegen würde sie so toll hören & sich so toll benehmen. :hust: (Sie ging eine Zeit lang mittags mit unseren Hunden, als mein Freund keine Zeit hatte in der Mittagspause nach Hause zu fahren)

    Ich bin der Meinung: ALLE Hunde, egal ob klein oder groß, ob Terrier, Retriever oder was auch imemr können mit der nötigen Konsequenz erzogen werden - nur es liegt am Besitzer, diese Konsequenz auch beizubehalten.

  • Wenn Terrier sich nicht erziehen liesen, dann wären sie wohl kaum so erfolgreich im Agility oder anderem Hundesport! Selbstverständlich habe ich es einiges schwerer als zB mein Cousin mit Golden Retriever, aber so hab ich es gewollt und so bin ich glücklich damit! :p

    @ ParsonRussel
    Neben der körperlichen Auslastung ist grade für so einen Pfiffikus auch die geistige wichtig. Terrier machen ja gerne Suchspiele, wir fangen grade Dummyarbeit an, Tricks wie Zickzack durch die Beine ect.
    Es ist möglich dass der Hund unterbeschäftigt ist, aber wenn er selbst im Freilauf auf andere Hunde los geht dann würde ich persönlich mal eine chemische Kastration ausprobieren.

  • Auch wenn die Kastra den Hund ruhiger und weniger aggressiv machen sollte, muss man trotzdem an der Erziehung arbeiten ;)

    Ein Rüde kann auch noch aggressiver auf andere Rüden reagieren, weil er oft von anderen als Weibchen betrachtet wird (riecht nicht nach Rüde, also ist es auch keiner) und ggf. Besteigungsversuche gemacht werden. Und darauf reagiert er dann erst recht aggressiv.

    Manche haben auch kurz nach der Kastra mit anderen Hunde Kontakt und Verknüpfen dann die Schmerzen mit den anderen Hunden.

    An der kurzen Leine würde ich einen rechtzeitigen Beschwichtigungbogen machen und keinen Kontakt aufnhemen, für den Freilauf eine Schleppleine benutzen, damit du ihn kontrollierne kannst, wenn er einen Abstecher machen will.

    Wenn die Aggression auf neg. Erfahrungen zurück zuführen ist, hilft auch keine Kastration.

    Hier noch ein paar Info´s: (

    Durch die Kastration wird die Bildung von Testosteron durch die Hoden wird gestoppt. Wissenschaftlich bewiesen macht Testosteron aggressiv. Testosteron wird auch in geringen Mengen in den Nebenieren produziert. Agressionen entstehen aber nicht alleine von männlichen Hormonen, sonder sind eine Verhaltensweise um das eigene Leben und die eigenen Provilegien zu schützen und kommen bei jeden Lebewesen, mal mehr, mal weniger vor.

    Als letzte Lösung könnte die chem. Kastration ausprobiert werden.
    Aber auch hier gilt: die Kastra alleine wird kaum was bringen.

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    An der kurzen Leine würde ich einen rechtzeitigen Beschwichtigungbogen machen und keinen Kontakt aufnhemen, für den Freilauf eine Schleppleine benutzen, damit du ihn kontrollierne kannst, wenn er einen Abstecher machen will.

    Ich glaub das Problem ist nicht an der Leine sondern wirklich wenn der Hund im Freilauf ist - oder ParsonRussel? Wie verhält er sich denn an der kurzen Leine anderen Hunden gegenüber? Also wenn er nicht hin darf sondern einfach an ihnen vorbei gehen soll?

  • Zitat

    Wenn mien Hund beim Freilauf sich nicht abrufen lassen würde (egal ob Straße oder Freilaufgebiet) würde ich auch eine Schleppleine benutzen oder den Hund gar nicht ableinen.....

    Das kommt nun wieder auf die Gegebenheiten an. Wir wohnen hier sehr ländlich, würde ich mit unserem Hund nicht in die Stadt, an den See oder zur Hundeschule fahren würde er vielleicht alle 4-6 Wochen einen fremden Hund sehen. Ich kann nicht 100%ig sagen ob er sich beim Anblick eines anderen Hundes abrufen lassen würde, das ist für mich aber kein Grund dass ich ihn hier immerzu an der SL habe nur weil vielleicht ein anderer Hund kommen könnte.
    Dazu ist allerdings zu sagen dass unser Hund ohne Leine absolut friedfertig ist, nur an der kurzen Leine pöbelt wenn er merkt er darf nicht zu dem anderen Hund hin.

    Aber die Thematik über frei laufen lassen, mit SL oder sonst wie wurde hier ja schon oft diskutiert ohne ein einstimmiges Ergebnis zu bringen ;)

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