Hämolytische Anämie
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Hallo,
wie ich schon bei meiner Vorstellung schrieb, macht mir meine Pflegehündin große Sorgen. Am Sonntag holte ich sie von zuhause ab. Wir hatten vier schöne gemeinsame Wochen vor uns. Bis Dienstagabend war sie munter und mobil. Am Mittwochmorgen lag sie nicht vor meinem Bett, weckte mich auch nicht. Sie lag völlig apathisch in der Diele . Selbstverständlich stellte ich sie sofort unserer TÄ vor. Die kleine Maus hatte hohes Fieber. Es wurde Baytril gespritzt. Danach senkte sich das Fieber, um am Abend wieder neu aufzuflammen.
Am Donnerstagmorgen konnte Sie nicht aufstehen, war noch apathischer als am Vortag. Wir mußten sie in die Praxis tragen. Temperatur: 40,3 C. Es wurde ein AB und Metacam gespritzt, Blut abgenommen. Blutuntersuchung o.B. Das Fieber bekamen wir trotz AB nicht in den Griff. Nun wurde Novalgin eingesetzt, mit dem Ergebnis, dass sich das Fieber tagsüber senkte, abends aber wieder anstieg. Novalgintropfen erbrach sie, also gab ich ihr abends Zäpfchen. Wir wußten keinen Rat, da sie außer Fieber, Bewegungsunlust, Desinteresse, Appetitlosigkeit (meine Maus liebt Eßbares über alles) keine weiteren Symptome zeigte. Blutergebnisse von Laboklin ergaben keine Hinweise, Borreliosetest negativ, Rönten der Lunge o.B. An zwei Tagen waren leichte Lungengeräusche zu hören, was sich aber nicht wiederholte. Da Baytril keine Besserung erbrachte, bekam sie Ronaxan, was sie erbrach. Für Dienstag der folgenden Woche hatte unsere TÄ einen Termin in einer TK vereinbart, um internistische Erkenntnisse zu gewinnen. Ultraschall zeigte eine etwas vergrößerte Milz, die Leukozyten waren erhöht. Verdacht auf Leukämie. Ich war am Boden zerstört. Am nächsten Tag fuhren wir wieder in die TK, um erneut die Leukos zu testen und evtl. eine Milzpunktion zu veranlassen. Glücklicherweise waren die Leukos wieder gesunken, so dass die Milz nicht punktiert werden mußte. Der Verdacht auf Leukämie wurde erst einmal ganz nach hinten gestellt. Da auch der TA in der Klinik einen Borreliose-Verdacht hatte, sollte sie nun Synulox 500 mg nehmen. Auch diese Tabletten erbrach sie. Die ganze Zeit hatte sie hohes Fieber, was bis zu 41,1 C anstieg. Wenn sich nach Novalgin das Fieber etwas senkte, nahm sie ein wenig gekochtes Huhn zu sich. Dann kam aber wieder die Übelkeit und Erbrechen. Ich dachte,das käme vom Novalgin. Meine Kleine zeigte keine weiteren Symptome bis auf das nicht in den Griff zu bekommende hohe Fieber, Mattigkeit, Übelkeit, Erbrechen. Mir viel auf, dass sie große, rötlich-braune Urinmengen absetzte. Auffällig wurde im Laufe der Woche, dass ihre Pupillen sehr groß und starr waren und sich bei Lichteinfall auch nicht verkleinerten.
Nach zehn Tagen verzweifeltem Suchens nach Befunden und ständigem hohem Fieber lag am Freitagabend ein Ergebnis vor: hämolytische Anämie. Im Laufe des Freitags hatte sie auch eine leichte Gelbsucht entwickelt.
Noch am selben Abend bekam sie 75 mg Cortison (KG 34 kg). Heute, am Samstagmorgen war ihre Temperatur ohne AB und Novalgin gesunken:
38.7 C früh morgens, 38,1 C gegen Mittag, heute Abend 38,3 C.
Sie hat guten Appetit, ist zum Laufen noch sehr schlapp. Ich gehe mit ihr nur zum Lösen raus. Sie schläft viel und zwischendurch bekommt sie 'Hechelattacken'.Meine Fragen: Hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Erkrankung. Weiß jemand etwas über Prognosen? Dürfen AB und Cortisol zur gleichen Zeit gegeben werden (ist z.Z. nicht nötig, könnte aber ja mal sein)? Kann/soll Kortison bei Schilddrüsenunterfunktion niedriger dosiert werden?
Was vielleicht noch wichtig wäre zu wissen. Sie hat eine Pulmonalstenose mit darüber liegendem Aneurysma, sowie eine Schilddrüsenunterfunktion. Sie bekommt einen Betablocker und Schilddrüsenhorme.
Mein Bericht hört sich sehr nüchtern an. Tatsächlich bin ich völlig fertig. Ich höre den Hund hecheln, obwohl sie ruhig schläft - ich glaube, ich werde vor Angst verrückt. Habe keine Kraft mehr.
Eure
Brunna - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Zitat
Dürfen AB und Cortisol zur gleichen Zeit gegeben werden (ist z.Z. nicht nötig, könnte aber ja mal sein)?
Also Jessy hatte damit kein Problem.
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hallo brunna,
auch dir möchte ich den thread von trouble ans herz legen:
https://www.dogforum.de/ftopic65808.html
hier kannst du auch die geschichte von meiner sheltiehündin lesen, die vor 3 jahren an einer aiha erkrankt ist. fairy ist wieder gesund geworden.und hier ein ganz aktueller von antje, die zur zeit mit dem gleichen schreckgespenst zu kämpfen hat:
https://www.dogforum.de/ftopic86886.htmlfest gedrückte daumen und lg
cjal -
Halo Brunna
Oh, man wieder sowas!!! Das tut mir sooo leid.Wünsche Euch beiden alles Gute u gaaaaanz viel Kraft!!!!cjalas. Ja, stimmt, nur Greta hatte bisher kein Fieber, und Erbrochen hat sie auch noch nicht, bei ihr war ja im Ultraschall alles super, da war nichts zu erkennen, alles normal,
ich frage mich nur, warum dieses sch.....tropische institut in münchen soooo ewig lange braucht, was soll das??? hätten sie die ergebnisse, hätte sie keine 2. blutkonserve gebraucht, sondern schon dagegen behandelt, sagte mir heute die TÄ. -
Hallo Brunna,
mansch das tut mir leid.Ja ich kenne auch die AIHA (autiommune hämolytische Anämie).
Ich kenne Hunde die die akute Phase überlebt haben und nun relativ normal leben.
Mein Wuff-meine Sky hatte leider nicht soviel Glück- sie hat es nicht geschafft. Sie ist an der AIHA nach einer "normalen" Impfung erkrankt.Ich habe die Krankengeschichte und auch die Medis auf folg. Seite dokumentiert:
http://www.repage3.de/member/katis-border/skychen.html
Für euch : Daumen drück!
LG Kati
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Antje,
da ich etwas durch den Wind bin: was sollte im Tropeninstitut untersucht werden? Wir haben neben Laboklin auch im TÄ Labor Freiburg auf Ehrlichia canis, Babesia. Toxoplasmose, Neosporose, Borreliose, Anaplasmose testen lassen: Donnerstagvormittag zur Post gebracht, Freitagabend lagen die Ergebnisseper FAX vor. Fühle Dich ganz fest gedrückt - ich kann nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Ich fürchte, den Verstand zu verlieren vor lauter Angst um meinen Herzenshund.Meine Kleine hat einen Bili-Wert von 15,5 und einen Hämatokritwert von 0.41 l/l. Was bedeutet das. Müßte sie auch stationär in einer Klinik aufgenommen werden?
Brunna -
Hallo Brunna
Ich bin hier voll der Laie u kenne mich nicht aus, leider!!! Im trop. Institut gucke sie nach diesen ganzen Mittelmeerkrankheiten, weil sie den Verdacht auf Babesien haben.
Greta liegt seit Dienstag auf der Intensiv u ich habe nur den coombtest!!!!!!!!! der war pos.
ich bin so stinkwütend, ich versteh das alles nicht.ich bin so hilflos u heule nur noch rum,. habe kaum geschlafen u bin nur noch fertig
gucke doch mal bitte unter meinem bericht, danke -
Antje,
hatte Deinen Bericht schon gelesen und bekam noch größere Panik. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob 'normale' TÄ sich auch wirklich mit der Erkrankung auskennen. Drücke Dir ganz fest die Daumen. Meine Kleine muss jetzt pieseln gehen. Ich denke an Dich und Greta.
Brunna -
Ich weiß auch nicht mehr weiter,
Kann bitte einer hier schubsen
https://www.dogforum.de/ftopic86886.html -
hallo brunna,
stationär in die klinik aufnehmen kommt darauf an.
fairy wollten sie in ihrem zustand nicht aufnehmen, weil jegliche form von stress ihr ende gewesen wäre.
meine haustä hat uns in die klinik geschickt, weil die andere diagnosemöglichkeiten hatten. die behandlung im folgenden ist dann aber von der tä in absprache mit der klinik gemacht werden. ich muss dazu sagen, dass der bereits nicht mehr praktizierende klinikchef die oberaufsicht über fairys behandlung übernommen hat. er war auch der doktorvater meiner tä.
insgesamt muss ich sagen, dass ich meinen hund nicht in der klinik gelassen hätte. pflegen und den zustand beurteilen kann ich selber, wenn's sein muss auch spritzen.
für fairy und mich hat sich das zuhause haben definitiv bewährt.lg cjal
- Vor einem Moment
- Neu
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