Behalten oder doch besser zurückbringen?

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  • Smaddi: Laut Vorbesitzer mag Moritz den Maulkorb nicht besonders und will ihn wohl immer loswerden, also gehe ich mal davon aus, daß der MK bei ihm nicht richtig konditioniert und angewöhnt wurde. Da ich mich mit MK überhaupt nicht auskenne (hab ich bisher nie gebraucht!), laß ich die Finger davon!

    Diese Methode, die Du beschreibst, hört sich echt gut an! Ein Versuch wäre es wert. Wie soll ich das dann bei Moritz machen? Wenn er die Katze sieht, mich einfach dazwischen stellen, wenn er dann an mir vorbei will "kscht" machen und sobald er bellen anfängt, ihn wegschubsen oder wie? :hilfe:

    Kann mich übrigens LinnyQueeny nur anschließen! Kannst auch gerne mal bei mir vorbei kommen! ;)

  • ne, du musst das kscht, schon erstmal als Abbruchsignal ohne anderweitige Ablenkung konditionieren und verfestigen, sonst geht das in die Hose ;)
    Im Zusammenhang mit Erlaubnis zum Fressen, etc. (völlig unabhängig von den Katzen, da ist der Reiz doch noch viel zu groß)


    In erster Linie: Katzen angenehm machen.

    Wie Smaddi beschrieben hat, Hund gut beobachten und jeglichen ANSATZ zu Aggression unterbinden.

  • Zitat

    ne, du musst das kscht, schon erstmal als Abbruchsignal ohne anderweitige Ablenkung konditionieren und verfestigen, sonst geht das in die Hose ;)

    Und wie mach ich das?
    Sorry, für die dumme Frage, nervt wahrscheinlich schon langsam, aber irgendwie bin ich schwer von Begriff oder buch es um die Uhrzeit einfach nicht mehr.... :headbash:

  • Ich kann schwer ne "Ferndiagnose" machen, das ist immer situationsbedingt...

    Also bei mir wird die nächste Stufe bei der kleinsten nicht Beachtung eingeleitet... d.h. zum Bellen würde es in dem Fall schon gar nicht erst kommen.
    Wenn der Hund erstmal in seinem Verhalten drin ist (d.h. im Bellen in dem Fall) ist es für eine Korrektur schon etwas zu spät. Du musst jegliche Ansätze ungewünscten Verhaltens im Keim ersticken.

    Das Bellen käme ja erst nach Nase/Augen/Ohren und da hätte ja schon längt ein Unterbinden statt finden müssen.

    Also jetzt gehe ich mal von uns aus...Sienna bemerkt die Katze im Flur und steht mit mir im Flur... in dem Moment in dem ich merke, Sienna bemerkt die Katze, gibt es von mir die Bewegungseinschränkung...

    Ich stehe dann zwischen Hund und Katze, gehe evtl. auf den Hund zu um sie nach hinten zu schicken. Das mache ich mit einem sehr aufrechten kann (zeigt dem Hund, dass ich weiss was ich will, dass ich selbstsicher bin und weiss was ich da tu. Wenn ich wie n nasser Sack gleichgültig zu ihr ginge, würd sie sich auch denken: tolle Führungsqualität Olle, lass mich ma durch, ich geh trotzdem hin ;)) Inzwischen setzt sie sich meist dann schon ganz automatisch hin, legt sich vllt auch und kommt zur Entspannung.

    Tut sie das nicht und fixiert wieder oder will sogar durch, mache ich nen Schritt auf sie zu und es gibt ein "KSSSCHT".

    Da sehe ich, dass es ganz klar bei ihr ankommt -> beschwichtigendes Wedeln, kurzes Ohren anklappen und Rückzug nach dem Motto "oookay, ich lass es lieber, is ja deine Sache"... auch da dann wieder hinsetzen oder hinlegen, je nach Situation.

    Macht sie DANN noch weiter, was zumindest bei den Katzen zu 95% nicht mehr vorkommt...dann kommt es zur Berühung, auch so zum Teil, wie du es in dem Video sehen kannst...das ist ja wirklich nur ganz sachte...da sind Hunde untereinander manchmal noch viel gröber ;))

    Und kein Hund will die rote Karte...da man mit den Hunden auf ihre Art und Weise kommuniziert und sich so stark ihrer Sprache oder kommunikativen Ebene anpasst, wie es für uns nur möglich ist, wissen sie ganz schnell was gemeint ist. Viel eher als mit "Nein" "aus" "hör auf damit" "geh weg" oder ähnlichem.

    Den Hund ewig zuzutexten ist übrigens auch total kontraproduktiv. Seitdem ich nicht mehr so viel verbal mit Sienna spreche, ist sie viel ausgeglichener. Zuneigung gibt es meist nur noch in absoluten Ruhephasen, da alles andere nur unnötig aufpusht.

    Erst forderst du Respekt ein und erst dann kommen Bausteine wie (gemeinsame) Ruhe, (gemeinsame) Bewegung und erst DANN kommt bei Hunden Zuneigung...nicht erst das Heititei und dann der Respekt, so wie es oft ist und man sich dann wundert "oh...irgendwie respektiert mich der Hund nicht)
    Hunde sind da ganz klar in ihren Prioritäten und in der Rangfolge ihrer sozialen Ereignisse. Und das macht man nicht, um den Hund zu ärgern - das macht man, um ihm klar zu machen "bei mir bist du sicher".

    Inzwischen fruchtet die Methode bei uns so gut, dass wir draußen Hunden begegnen, die Sienna vorher bitter anbellte...die sie nun sitzend passieren lässt. Es gibt noch Hunde, da arbeiten wir noch dran (oder Situationen), aber es ist ein deutlicher Fortschritt erkennbar.

    Anfangs ging sie auch den Katzen hinterher, jammerte viel rum und war ganz unruhig.

    Inzwischen ist es sogar noch entspannter als hier - also gib die Hoffnung nicht auf und vor allem den Hund nicht wieder so schnell ab! ;) Auf der DVD ist es viel besser erklärt als ich es jemals könnte.

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    Liebe Grüße,
    Kathi - die überzeugt ist, dass ein Zusammenleben von Hund und Katz möglich ist - mit Geduld, Zeit und Liebe :)

    EDIT: kscccht als Abbruch einfach mal anhand von Leckerchen üben, die sie nicht nehmen soll... lässt sie ab, wird das dann natürlich belohnt... das kannst du konditionieren, viele Hunde reagieren da aber von alleine drauf, da es ein ungewohntes Geräusch ist, das sie irritiert. Siehst du auch in dem Video, wie sie das mit dem Welpi macht :)

  • Ich würde solche Dinge wie wegschubsen erst einmal lassen.
    Nicht, weil ich die Methode verwerflich finde, sondern weil der Hund erst seit heute bei euch ist. Ich denke, er ist super aufgeregt und muss erst zur Ruhe kommen, solche "Sanktionen" wären da wahrscheinlich eher kontraproduktiv.
    Die Methode klappt bestimmt bei Hunden, die ihren Besitzer schon kennen und ihm vertrauen. In diesem Fall sind die neuen Besitzer aber noch Fremde für ihn, und stellt euch vor, Fremde würden das bei euren Hunden machen.

    Wegen der Katzen: Unser Kater war auch einige Tage beleidigt, als der Hund einzog. Hat sich aber sehr schnell gelegt.
    Wie das Verhalten des Hundes zu beurteilen ist lässt sich aus der Ferne schwer sagen. Aber könnte es sein, dass er wegen der gesamten Situation sehr aufgeregt und durcheinander ist und die Katzen gerade einfach ein Ventil für ihn sind, an dem er seine Anspannung auslassen kann?

  • marlene

    Was hast du denn für Tipps, wie man den Hund dann notfalls von den Katzen trennen kann? ;)

    Vor allem fängt es ja nicht mit schubsen an...sondern mit Bewegungseinschränkungen und einer verbalen Vorwarnung, die er aus dem Hundealltag kennen wird, vermutlich jedenfalls. Es gibt also ganz klare Vorzeichen, die dein Hund spätestens beim 3. Mal kapiert, wenn du es richtig machst.

    Und was macht deiner Meinung nach ein "Chef" im Hunderudel? Sich das erstmal angucken, weil da n neuer ist? Nee, der stellt sofort klar, wo die Grenzen sind ;) Wenn ich einiges bei meiner sofort klar gestellt hätte, dann hätte ich heute keine Baustellen. Und da bin ich von überzeugt. Das erste, was ein Rudelführer macht ist, sich Respekt zu verschaffen und Resourcenzuständigkeit klar zustellen. Ob das nun ein Raum ist, Futter, ein Ball oder die Katzen ist vorerst egal. Er wird das so lange dem anderen Hund unzugänglich machen, bis er der Ansicht ist: okay, kannste haben, nimm doch den blöden Ball. Oder: guck dir doch das Zimmer an.

    N hündischer Rudelführer würde in dem Fall ja nicht gleichgültig kommunizieren "och joa du...die Katzen...guck se dir ma an, is mir wurscht, bell von mir aus auch, juckt mich nicht"

    Wenn du da nicht gleich Regeln aufstellst, dann haste da n paar Monate was von - weil der Hund bei Larifariverhalten NIE verstehen wird, warum er hinterher laufen darf, aber dann wieder doch festgehalten wird...warum er mal bellen darf und mal nicht...

    Liebe Grüße,
    Kathi ;)

  • Nein, ich würde ihn nicht die Katzen anbellen oder jagen lassen.

    Aber um zu sagen, wie ich vorgehen würde, müsste ich zunächst wissen, warum der Hund sich so verhält.

    Viele Hunde bellen bei großer Aufregung und suchen sich ein Ventil, eine Übersprungshandlung. Wenn dies in dem Fall die Katzen sind, dann würde ich mich nicht zuerst um das Symptom "die Katzen anbellen" kümmern, sondern um den Grund dafür. Und das würde ich ihm durch Aufmerksamkeit und Ruhe zu vermittel versuchen. Und mit Ablenkung versuchen das Verhalten umzuleiten. Wenn Hunde aufgeregt sind und anfangen zu bellen o.ä. hilft es oft schon schlicht ein anderes Kommando zu geben, damit der Hund weiß, was er tun soll. Durch eine Korrektur sagt man ihm nur, was nicht.

    Wenn der Hund aber einfach gerne und immer Katzen jagt und der Vorbesitzer diesbezüglich geschwindelt hat, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich den Hund behalte. Klingt hart, aber die Katzen waren zuerst da. Und ein Hund, der Katzen einfach nicht mag wäre mir in der Situation zu gefährlich. Schließlich müssen die Tiere ja sicher irgendwann auch mal alleine bleiben, wenn keiner da ist, der eingreifen kann.

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