Beim Fährten will sie nur ans Ziel

  • Hallo zusammen


    Ich habe nun schon ein paar Mal eine Fährte gelegt, bin aber noch eine blutige Anfängerin und habe ein paar Fragen. Möchte nichts falsch machen.


    1. Luna überläuft Leckerli. Ich habe vermutlich die "passende" Schrittfolge noch nicht gefunden. Denke aber, dass ich grössere Schritte in gerader Linie machen muss. Ist es nachteilig, wenn ich die Pendelbewegung erst nach und nach reinbringe, wenn sie begriffen hat worum es geht?


    2. Sie ist total versessen auf das Ziel. Am Schluss der Fährte soll sie an der Prüfung ins Platz gehen und warten. Das tut sie auch, hat sie schnell kapiert. Aber sie will von Beginn an einfach zu dieser Dose am Ende der Fährte. Ist es sinnvoll, wenn ich die Schlussbelohnung umstelle und die dann nicht mehr sooo toll ist? So, dass das auf der Fährte besser ist als das Ende?


    3. Sie macht alles immer total schnell, ich muss immer bremsen, nie anschieben. Wie kann ich sie bremsen? Gar nicht? Wird sie irgendwann merken, dass sie besser langsam arbeitet? Sie "schluddert" halt irgendwie.


    Vielen Dank für eure Hilfe!


    Hab übrigens vorhin eine nicht sehr lange Fährte gelegt, habe sie zehn Minuten liegen lassen und als ich zurück kam war sie halb weg gefressen von meinem Kater, der sich grad an der zweiten Hälfte gütlich tat :lol:

  • das kenn ich auch von nem berner in meiner trainingsgruppe und er ist langsamer geworden durch das alter der faehrte....die besitzerin hat die faehrte laenger liegen gelassen und noch genau so viele leckerlies verteilt....wuerde mich nicht stoeren lassen wenn er sie nich frisst..leg sie trotzdem weiter aus und am ende immer noch die tolle belohnung machen ansonsten findet er vielleicgt irgendwann das ende doof...manche hunde rennen nun mal auf der faehrte aber so lang wie sie noch drauf sind und du hinterher kommst is das doch gut!!!nich alle hunde arbeiten langsam.....hab letztes jahr nen aussie gesehen der seine 500meter lange faehrte in noch nich mal ner minute abgelaufen hat...die besitzerin war total am ende nach der pruefung, aber trotzdem haben sie bestanden...

  • Danke erst mal für deine Antwort.


    Dass sie schnell ist stört mich nicht, das ist sie immer. Bei der Fährte leidet aber die Genauigkeit, das stört mich. Sie rennt einfach drüber weg und guckt alle paar Schritte ob sie noch richtig ist. Kommt mir zumindest so vor. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie sich gewohnt ist (von den Trümmern) auf andere Art zu suchen, nicht einfach nur am Boden nach Individualgeruch. Sie hat halt die Nase da, wo die Witterung hinzieht.


    Habe heute Morgen wieder eine Spur gelegt und bin dann 15 Minuten Pipirunde machen gegangen.
    Zudem hab ich die Schrittweite vergrössert, zu "Normalschritt" und die Tritte ziemlich grade, kaum versetzt gemacht, dass sie nur wenig pendeln musste. Sonst nimmt sie mir nämlich nur jeden zweiten Schritt, oder vierten...
    Das Ziel war recht klein und erst spät zu sehen.


    Resultat: Schon viiiiel besser! Sie war tatsächlich langsamer und konzentrierter. Sie hat zwar immernoch das eine oder andere Leckerli überlaufen, aber ich habe gesehen, dass sie die Nase in dem Tritt hatte. Von da her für mich ok. Sie hat sogar ganz leicht gependelt und da wo ich aus der Spur getreten bin (mangels Gleichgewicht beim Leckerliverteilen) hat sie das bemerkt :lol: .
    Allerdings hat sie sich schon zwei Meter vor dem Ziel hingelegt. Das hab ich korrigiert, sie noch weiter suchen lassen und dann ist sie vor der Dose noch mal ins Platz.


    Mal gucken wies weitergeht.
    Bin allerdings optimistischer.
    Suchen kann sie ja und Ausdauer hat sie auch.


    Gibt es hier Leute die Erfahrungen haben mit verschiedenen Sucharten? Wie lernt ein Hund am besten zu unterscheiden, welche er nehmen muss (wenn er das nicht selbst entscheiden darf)?
    Ich meine, auf Trümmern läuft das anders als auf einer Fährte oder in einem Revier? Wie macht ihr das?


    Würde mich über Tips freuen.

  • Die Suchart beim Fährten ist ziemlich unnatürlich. Kein Hund würde einer Spur so uneffektiv nachgehen. Mit der Nase auf den Boden gehen Hunde nur, wenn sie mit halbhoher Nase die Spur verlieren. Daher ist es eine Dressur und der Hund wird immer wieder versuchen seiner instinktiven Suchtechnik nachzugehen. Warum auch sollte er auf Fährte gehen, wenn er doch locker mit halbhoher Nase schnell zum Ziel kommt...?


    Wenn Du allerdings eine Prüfung laufen möchtest, dann musst Du ihm das effektive Suchen beim Fährten abgewöhnen. Ich würde das so machen, indem ich die Fährten nicht so einfach mache (lange liegen lassen, schwieriges Gelände...) und das selten übe, so dass der Hund es nicht total doof findet, dieses Zwangsweise uneffektive Suchen.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Der "Hühnchengang", also Schritte hintereinander hilft mit Sicherheit, so haben wir auch angefangen.


    Fang doch mal mit Gegenständen an, die der Hund durch ablegen anzeigen muss.
    Gegenstand + kleine Dose Futter, da eignen sich Filmrollen mit Katzenfutter ganz gut. Du musst ihr ja früher oder später eh beibringen, dass es nach der "Futterdose", also dem Gegenstand noch weitergeht. Das Kafu AUF die Fährte geben, nicht aus der Hand, sondern in den Fussabdruck.
    Viel Erfolg
    Finnrotti

  • Danke euch!


    Das Anzeigen durch ablegen klappt. Sie macht es einfach zu früh. Die Dose kipp ich in den Fussabdruck. Dann darf sie endlich mal vom Boden fressen ;)


    Danke für die Erläuterung! Sie scheind da wirklich etwas verwirrt zu sein.
    Habe eine Leine die ich nur dafür benutze und ein anderes "Suchkommando", hoffe damit begreift sie, dass es ein "Spiel" ist oder ein "Trick" und nichts mit ihrem Job zu tun hat.


    Ja, brauche es für eine Prüfung um auf den Trümmern weiter zu kommen. Überlege mir allerding ob ich bis nächstes Jahr auf eine ebenfalls Mögliche Prüfung ohne Fährte warten soll. Verbaue ich mir was wenn ich ihr diese "Dressur" beibringe?
    Finde es ja eigentlich auch spannend und müde macht es sie auch.


    Ich habe die Fährte entgegen allen Ratschlägen für Anfänger bereits nach diesen wenigen Malen etwa 50 Meter lang ausgelegt, mit zwei Wendungen unter einem Baum durch. Alles wie man es nicht sollte, denke ich. Weder grosse Schritte, die Wendungen noch die Länge sind ein Problem, daher mach ich das auch weiter so. Wie gesagt, suchen kann sie und Ausdauer hat sie darin auch. Einfach die Technik ist neu.


    Was meinst du mit schwierigem Gelände? Nicht einfach bloss eine nackte Wiese?


    Spass macht es ihr eigentlich schon, ich denke, sie hält es schon eher für ein Spiel. Ist halt ganz anders als sonst. sie hat viel weniger Spielraum und Entscheidungsfreiheit. Ich merke ihr auch am Start schon an, dass sie schon weiss wo das Ziel ist. Würde ich sie los machen, sässe sie gleich neben der Dose...

  • ichmach auch hochwindsuche und faehrtenarbeit...verwende unterschiedliche kommandos...der welpe kann echt prima unterscheiden wann er was verwenden muss...bei der faehrte arbeitet er nur hochwind wenn sie juenger als 30 minuten ist, deshalb lass ich sie 45 bis eine stunde jetzt liegen....und bei der flaeche verwendet er nur hochwind...ab und zu sieht man seine nase mal auf ddem boden aber eher selten.



    Als schwierige gelaende nehme ich: waelder; strassenkreuzungen oder neben einer strasse ne faehrte....ansonten richtig gemeines trockenes kurzes grass (meine aber nich wo grad frisch heu gemacht worden is) oder wo die meisten sagens mach es nich...frisch gemaehtes grass?macht er aber trotzdem....letzten hab ich sie auf ner wiese mit kurzen gras gelegt und 40 der faehrte war unter wasser....aber muss sagen hat der kleine gut gemeistert....

  • Wälder sind aber eher einfacher für den Hund und kurze Wiese schwierig. Auf sowas würde ich erst zurückgreifen wenn der Hund die Technik drauf hat, aber das kommt wohl drauf an, was man letztendlich machen will.


    50 m und 2 Wendungen sind schon arg schwierig für einen untrainierten Hund.


    guck mal hier:


    https://www.dogforum.de/viewto…0&postorder=asc&&start=40


    seite 6, da findest Du die richtige Schrittfolge bei einer Wendung.

  • ja fuer nen untrainierten hund is es schwierig...ich persoenlich find waelder schwieriger, da es kein grass gibt...nur brauner blanker boden mit ein paar wurzeln und viele wildspuren...aber jeder muss selber rausfinden wie man immer ne neue challenge findet

  • Danke für den Link!
    Die Wendung mach ich so ähnlich, welcher Fuss dabei aussen ist, da hab ich aber noch nie drauf geachtet. Werd ich in Zukunft machen. Auch wenn die anderen Schritte auseinander sind, die bei der Wendung mach ich noch nah zusammen.
    Macht man das bis zum Schluss so? Oder muss die an der Prüfung auch in Normalschritt sein?


    Ich weiss, dass 50m lang sind. Wie gesagt ist sie im Suchen an sich geübt, auch über längere Zeit, einfach nicht auf Fährten. In dem Sinne ist sie nicht unbedingt untrainiert denke ich. Ich meine die Kondition bei Nasenarbeit ist da, oder mach ich da einen Überlegungsfehler? Natürlich hab ich nicht mit 50 Metern angefangen, zu Anfangs warens nur kleine Spuren und keine Winkel. Wir sind noch Anfänger, aber es ist schon nicht so, dass sie die 5 Fährte so machen musste, keine Angst ;)


    Werde mich erst Mal an meine gemähte Wiese und die Wege halten. Viel Auswahl hat man ja im Moment nicht.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!