Finn war heute beim Röntgen - ED2 - Eure Erfahrung

  • Mein Finn ist 1,4 Jahre alt. Heute sind wir aus Bonn nach Gießen in die Uniklink zum HD und ED Röntgen gefahren. Drei seiner Geschwister sind auch dabei gewesen.

    Wieso Gießen? In Gießen kommen die Gutachten für die Retriever sowieso hin und daher wollte ich gerne auch nach Gießen. Denn dieser Arzt sieht extrem viele Ellbogen und Hüften und hat so meiner Meinung nach einen sehr hohen Erfahrungsschatz.

    Kurz und Schmerzlos:

    Vorne rechts ED2
    Vorne links ED frei

    hinten links: mittlerer Grad HD (HD2)
    hinten rechts: A2


    Der Doc meinte das vorne rechts ein Knochenfragment sehr fest sitzen würde (Cronoid erkrankt) und dieses sich Morgen und oder zu jeder Zeit lösen könnte, oder aber auch gar nicht. Er meinte dass das Fragment jedoch so fest sitzen würde, und ich mir in Ruhe Gedanken machen soll. Und ich auch jedes halbe bis dreiviertel Jahr ein Kontroll-Röntgen durchführen lassen kann.

    Dann meinte er, das wenn es sein Hund wäre, wurde der die Atroskopie durchführen lassen würde. Jedoch ist es derzeit ein gesunder Hund, und Narkosen sind letzendlich mit Risiken behaftet, es kann zu Entzündungen im Gelenk kommen oder gar Wundheilungsstörungen. Also er hat auch die Kehrseite der Medaile aufgezeigt.

    Zudem habe ich eben gelesen das ASK (Atroskopien) langfristig durch den Eingriff eh zu Athrose wohl führt und daher einige Ärzte keine ASK bei allen Fällen empfehlen. :???:

    Angenommen ich mache Morgen ein Kontroll-Röntgen und es ist keine Athrose zu sehen, kann ich theoretisch Pesch haben und am nächsten Tag löst sich ein Fragment und zerstört Knorpel etc. und da das nächste Kontroll-Röntgen erst wieder in einem halben Jahr ist kann ein halbes Jahr dieses Fragment Schaden anrichten.

    Mein Hund hat derzeit auch keine Beschwerden und auch keine gehabt das kommt auch hinzu.

    Gibt es Hundehalter die ähnliche Erfahrungen gemacht haben?? Ideen?

    Ich habe jetzt mit dem Gutachter ausgemacht das er die Röntgenbilder und das CT befunden soll und mir den Befund + Aufnahmen zukommen lassen soll. Damit werde ich mir dann eine zweit Meinung rein holen.

    Die Frage ist halt ob ich als Prävention eine ASK durchführen lassen soll oder halt nicht?

  • Zitat


    Dann meinte er, das wenn es sein Hund wäre, wurde der die Atroskopie durchführen lassen würde. Jedoch ist es derzeit ein gesunder Hund, und Narkosen sind letzendlich mit Risiken behaftet, es kann zu Entzündungen im Gelenk kommen oder gar Wundheilungsstörungen. Also er hat auch die Kehrseite der Medaile aufgezeigt.


    Ich würde es auch machen lassen, denn je jünger der Hund, desto grösser die Chancen gegenzusteuern.
    Einen gesunden Hund hast Du mit C-Hüfte und ED II ganz sicher nicht, nur eben noch beschwerdefrei.
    Jetzt bist Du schon nach Giessen gefahren um sicher zu sein, dass die Bilder gleich vom "Hans" und nicht vom "Hänschen"ausgewertet werden, dann würde ich dem Arzt schon Glauben schenken.

    Oder aber Du holst Dir noch eine zweite Meinung von einem weiteren Fachmann ein, viel mehr andere Möglichkeiten bleiben Dir nicht. Bagatellisieren, oder gar für sich schönreden, würde ich es Deinem Hund zuliebe auch nicht.
    Überlege es Dir nochmal und vertraue einfach den Fachleuten, und denke nicht nur an etwaige Risiken der Behandlung. Dein Hund ist jung und steckt alles noch viel besser weg.
    Berichte bitte weiter, ja? :smile:

    Alles Gute für Euch, Britta

  • Je jünger, desto besser, sehe ich auch so.

    Connor hat auch Ed, er hatte hinter dem Coronoid IM Kochen einen Knochensplitter.

    Gesehen hat man den niergends (nicht auf Rö-Bildern, nicht im CT).


    Ich hab ihn auf eigenen Wunsch arthroskopieren lassen (weil er humpelte und ich das nicht glauben wollte, dass es nur ne Knochenentzündung ist, die er aber definitiv vorher hatte).

    Jetzt gehts ihm super, es hatte sich bis zur OP (mit 5,5 Monaten!) nur minimale Arthrose gebildet und ich brauch nun nicht mehr mit der Angst zu leben, dass sich da lange was aufbauen kann :)

    Seine Hüfte ist noch nicht ausgewertet - aber Gordon hat schwere HD. Hier habe ich bisher nichts gemacht als Muskelaufbau und damit fahren wir bisher sehr gut (Diagnose mit 8 Monaten, er ist nun zwei und der Spezialist meinte kürzlich, dass er phänomenal läuft für seine Hüfte *freu*).

    Wenn er irgendwann schmerzhaft wird, wird er eine Fermurkopfresektion bekommen.

    Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsch deinem "kleinen", dass er lang fit bleibt bzw. schnell nach der OP wieder auf die Beine kommt :)

  • Hallo Britta,

    ich war heute schon bei meinem TA. Der sagt, das wenn der Knochen bzw. das Fragment wirklich so fest sitzt wie es ist, dann sollte ich keine ASK durchführen lassen.

    Ich soll Ihm aber sofort die Röntgen und CT Bilder geben, diese gibt er hierfür an einen Spezialisten hier in der Region weiter der sich mit ASK, etc. sehr gut auskennt und von vielen Züchtern auch hier in der Umgebung dafür geschätzt wird.

    Sie wird Ihm die Aufnahmen OHNE den Befund aus Gießen zukommen zu lassen, damit er die Bilder einfach mal neu befundet.

    Somit habe ich dann zwei unabhängige Meinungen.

    Denn Fakt ist das jede ASK eine Athrose mit sich brint. Und diese zu provozieren, obwohl er keine Beschwerden hat ist fraglich. Zudem auch kein Knochfragment frei im Gelenk wandert.

    Sobald der zweite Facharzt sich geäußert hat, gebe ich gerne Bescheid :smile:


    EDIT:

    Für die Gelenkschmiere werde ich sicher das Präperat Canosan dem futter hinzufügen.

    @ schrecker

    wie und wann darf nach einer ASK wieder belastet werden?? Berichte doch bitte mal..

  • Hm, also dass eine Arthro IMMER eine Arthrose mit sich bringt, wäre mir neu (und ich bin öfter bei welchen anwesend in meinem Job).

    Aber nun zur Belastung:

    Connor lief 4 Wochen an der Leine (am Abend der Op schon lief er fast lahmfrei - morgends brachte ich ihn auf 3 Beinen hin) - da er ja noch recht jung war und ich noch einen zweiten Hund habe, konnte ich ihn nicht ganz so ruhig halten wie er es gesollt hätte und er bekam eine Gelenkentzündung (kurz vorm Kontrolltermin...).

    Nochmal 4 Wochen absoluter Leinenzwang und dann laagsam wieder laufen lassen (haben mit 5 Minuten angefangen und und täglich gesteigert).

    Nach 12 Wochen war er wieder voll belastbar, ohne dass er anfing wieder zu humpeln (zwischendruch, als er die Gelenksentzündung hatte, ist er mal 2-3 tage klamm gegangen).

    Er springt mittlerweile wie ein junger Gott (isser ja auch) und ohne Probleme durch die Gegend (die Bilder auf meiner HP bezeugen das http://gordon-und-connor.de.tl).

    Ich habe ihm ne zeitlang Dexboron forte beigefüttert (als die Entzündung kam - die sich dann auchganz schnell verzogen hatte).

  • Ich halte viel von Gießen und den TÄ dort.

    Ich selbst habe Arthrose an beiden Kniegelenken und die eine Seite muss auch wieder athroskopiert werden. Zum zweiten Mal jetzt. Generell bringt jeder Eingriff am Knie ein Risiko und es kann immer so und so ausgehen. Heisst meine Mutter ist froh, dass sie sich ein künstliches Kniegelenk hat einsetzen lassen und es ist alles in Ordnung. Ohne Komplikationen. Ich warte bis ich nicht mehr laufen kann, weil sie es schon einmal verfuscht haben, so dass ich jetzt irgendwann wieder hin muss. Seither ist mein Knie auch instabil. Es wird halt nie mehr so wie das andere.
    Ich lasse es bei mir nicht präventiv machen. Dafür sind mir die Folgen zu groß.
    Such dir einen Arzt dem du vertraust und folge seinem Rat. Mehr kannts du sowieso nicht tun. Ich persönlich glaube aber, dass du in Gießen schon an der richtigen Adresse warst und wenn er unauffällig ist, würde ich es vorerst lassen und lieber Muskulatur aufbauen. Das ist sehr wichtig, weil die die Athrose abfedern kann und halt auf belastende Sachen wie Ball spielen, springen usw. verzichten. In jedem Fall Alles Gute für euch!

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