kurz davor aufzugeben

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  • ne, ist nicht zuviel, immer nur her mit euren ratschlägen und denkanstössen :smile:

    okay, die sache mit dem gassi gehen da scheiden sich ja die geister...
    die einen sagen dreimal am tag aber dafür richtig, andere lieber öfter und kürzer raus sonst dreht er zu sehr hoch :???:

    also richtig rennen kann er bei mir schon, erstens hat er ja einmal am tag freilauf (wird hoffentlich mit steigender zuverlässigkeit mehr!), und zum anderen habe ich zum glück einen garten in dem er so richtig nach herzenslust toben kann.
    muss ihn da aber auch irgendwann rausziehen, sonst überdreht er danach in der wohnung komplett.

    diese häufigen gassi intervalle kamen so zustande das er ja am anfang nicht stubenrein war, er hatte ja vorher nie im haus gelebt.
    das hiess die ersten zwei wochen alle zwei stunden raus, auch nachts, dann hatte er es kapiert.
    sich aber leider auch daran gewöhnt, und wir mussten das dann schrittweise abbauen.

    nachts schläft er jetzt eigentlich fast immer toll durch (wenn er mal zur ruhe gekommen ist), und am tag bemühe ich mich wenigstens drei stunden zwischen den einzelnen gängen zu lassen, tendenz weiter steigend.

    ansonsten ist das auspowern draussen natürlich so ne sache, immer freilauf geht eben noch nicht weil er bei ablenkung fast nicht mehr abrufbar ist, muss da schon aufpassen.
    und fürs fahrrad ist er ja noch zu jung...bleibt also nur der freilauf in einsamkeit ;) und der garten.

    also, da waren jetzt sehr viele sehr gute anregungen dabei, werde alles in ruhe mal durchdenken.
    ich muss euch wirklich sagen, ihr helft mir damit ungeheuer, manchmal kommt man alleine einfach nicht mehr weiter wenn schon alles so festgefahren ist.

    noch was: als ersatz gesellschaft war der hund nicht gedacht, eher als bereicherung.
    bitte bekommt hier keinen falschen eindruck von mir, vor einzug des wauz war mein leben schon turbulent und kontaktreich genug, nur im augenblick fehlt mir für vieles einfach die energie, weil ich alles in ihn kanalisiere.
    ich bin jetzt kein exzentrischer tierschutz freak oder so, sondern habe einfach die einstellung wenn ich ein tierchen zu mir nehme bin ich auch dafür verantwortlich, egal wies kommt.
    naja, und diesmal ist es eben viel stressiger und schwieriger gekommen als gedacht.
    deshalb habe ich andere aspekte in meinem leben erstmal zurück gedreht.
    aber das das keine dauerlösung ist, ist mir schon klar ;)

  • Dann muss für draußen eine Schleppleine her. Und wie ralle schrieb, mehr Ignoranz. Du schreibst zwar, du würdest ihn viel ignorieren. Dem ist offensichtlich aber nicht so. Was ralle ebenfalls schrieb, draußen einfach seinen Weg gehen, Richtung ändern, ohne Kommando, hat bei uns auch Wunder gewirkt. Erst waren sie verduzt, dann sind sie mir doch überall hin gefolgt. WÜrd ich aber auch erst an der Schleppleine üben...

    Ich kann Dir wirklich gut nachfühlen... Man will alles besonders gut machen und es endet in einem Fiasko. Besonders wenn man alleine lebt, hat man keinen, der für einen reflektiert.

    Nu hol mal ganz tief Luft und beginne mit Deiner Selbstanalyse ;-)
    Viel Erfolg wünsch ich Euch beiden.

    LG karlah

    EDIT: Das Bettszenario gar nicht erst aufkommen lassen... Türe würde ich verschlossen halten, falls möglich

  • kleiner Nachtrag zum frei laufenlassen.

    Schon im Welpenalter haben wir eine Richtungsänderung mit einem "weiter" angekündigt.

    Heute ist es DAS Kommando überhaupt.
    Ich sage es zwar nicht mehr bei jeder Richtungsänderung, wenn er sich aber ZU weit von mir entfernt, sage ich es laut und gehe. Er weiß ganz genau, wenn er das hört bin ICH unterwegs.

    Selbst wenn er auf freiem Feld weit läuft, oder in den Büschen verschwindet....wenn er es hört weiß er das es Zeit ist zu mir zu kommen.

  • Zitat


    ich habe aber mittlerweile festgestellt das er vor allem in meiner unmittelbaren nähe so aufdreht, lasse ich ihn alleine in der küche oder flur ist er meist ruhiger.

    Findest Du Deine obige Aussage nicht sehr bezeichnend? Hier scheint doch echt der Knackpunkt zu liegen.

    Wenn Du es schaffst, ihm die Verantwortung (wieder) abzunehmen und ihm die Sicherheit und Orientierung zu geben, die er braucht, (nicht durch Überfürsorge, Überrücksichtnahme etc.), dann löst sich auch das Problem mit der Stubenreinheit von selbst auf. Da bin ich recht sicher.

    LG
    karlah

  • Hallo,

    ich kann mich den anderen nur anschließen. Meiner Meinung nach bekommt er viel zu viel Aufmerksamkeit von Dir. Auch ein "Nein", "Aus" usw ist Aufmerksamkeit, wenn auch negativ.

    Du solltest Dein Leben wieder nach Dir ausrichten und den Hund als Bereicherung und nicht als Mittelpunkt sehen. Ist nicht böse gemeint, aber manchmal ist zuviel des Guten einfach zu viel für den Hund.

    Auch ich kann Dir nur noch einen Tipp geben:
    Lass die Schildrüse untersuchen. Wenn er so hibbelig ist und keine Ruhe findet, dann ist das schon merkwürdig.

    Was Du auch tun solltest:
    weise ihm einen Platz zu und gewöhn ihn an diesen. Schickst Du ihn dorthin, dann soll er dort bleiben bis Du ihn wieder entlässt. Das kann dauern, aber es wirkt Wunder.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und hoffe es wird bald besser. Ich habe hier auch einen Spanier sitzen und auch schon eine kleine Odysee hinter mir mit dem Kerl. Sie sind wirklich anders.

    Aber eines darfst Du nicht vergessen:
    mit der Zeit und mit der nötigen Konsequenz lassen sich viele Probleme beheben und manche lösen sich sogar in Luft auf.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • update in sachen überdrehte nervensäge alias hund :smile: :

    also, ich habe jetzt die letzten tage viel nachgedacht und festgestellt das ihr in unheimlich vielen bereichen wirklich den nagel auf den kopf getroffen habt, vor allem was die frequenz der gassirunden angeht und die tatsache das ich im wesentlichen mein leben nach dem wauz ausgerichtet habe.

    beides wurde jetzt geändert.

    es gibt jetzt drei grössere runden am tag, die gesamtzeit liegt immer noch bei über zwei stunden, aber ich achte darauf das immer mindestens vier oder fünf stunden ruhe dazwischen liegen, und in der zeit wird hundi weitestgehend nicht beachtet.

    und, was soll ich sagen, es hilft!
    er hat immer noch kleine aussetzer am rande in denen er mal kurz überdreht, aber die waren die letzten tage ganz gut zu händeln.
    naja, und meine heissgeliebte seidendecke hat er angefressen als ich ihn alleine im schlafzimmer gelassen habe, aber gut, schlafzimmer ist dann erstmal unter tags gestrichen.
    und irgendwann wird diese lust am knabbern und zerstören wohl auch mal nachlassen, hoffentlich :???:

    aber unser zusammenleben war insgesamt viel stressfreier, ich bin auch endlich wieder dazu gekommen wichtigen papierkram und ähnliches aufzuarbeiten was die ganzen letzten wochen liegenblieb, das ist wirklich toll.

    kann euch gar nicht genug danken für eure vielen beiträge :gott:
    ich habe jetzt wirklich wieder hoffnung das wir es schaffen :smile:

  • Hallo,
    auch wir hatten dieses Problem mit unserer Hündin.Unser Hundetrainer hat das Verhalten mit einem Hyperaktiven Kind verglichen,und es hat geholfen.Wir haben den Tagesablauf strukturiert,und was soll ich sagen,es hat gut geholfen.
    Zum schnappen :Unser HT hat sich das ganze mal angesehen,und meinte,sie brauch eine Auszeit!wir sollen,wenn sie uns anschnappt klar zu verstehen geben,das wir das nicht wollen(Nein,Aua,Aus o.Ä).dann,wenn sie nicht aufhört sie ohne Kommentar an die Leine nehmen und außerhalb
    unseres Tuns anbinden.Sie sollte in dieser Zeit nicht großartig beachtet werden.Unsere Maus hat ziemlich schnell verstanden,was wir von ihr wollen und es kommt nur noch sehr selten vor das sie uns anschnappt. :smile:

  • Zitat


    und, was soll ich sagen, es hilft!
    er hat immer noch kleine aussetzer am rande in denen er mal kurz überdreht, aber die waren die letzten tage ganz gut zu händeln.

    Hey, das liest man doch mal gerne. Super!!! Da kannst Du wirklich stolz auf Dich, nein auf Euch sein :)
    Es wird immer wieder mal kleine Rückschläge geben, aber Du bzw. Ihr scheint ja auf dem richtigen Weg zu sein. Das freut mich unheimlich. Und den Hund immer schön loben bei erwünschtem Verhalten, das gibt ihm zusätzlich Sicherheit, er kann sich noch besser orientieren und wird irgendwann gar nicht mehr überfordert sein.

    Hat er keine Kauartikel etc. zum Knabbern... meine lieben rohe Möhren :D

    Ich würde mich freuen, wenn Du uns irgendwann mal wieder schlauer machen würdest, was Euer künftiges Zusammenleben betrifft.


    Liebe Grüße
    karlah

  • hi, ja ich bin unheimlich froh und glücklich, die letzten tage machen wirklich mut!

    draussen lobe ich ihn über alle massen wenn er folgt und auf pfiff kommt, da bekommt er dann auch immer einen grossteil seines futters und wird geknuddelt.
    im haus ist es etwas schwieriger, wenn er da erwünschtes verhalten zeigt also irgendwo brav rumliegt und nix kaputt macht kann ich ihn nicht loben weil er sonst sofort aufdreht und mir wieder an den socken klebt, aber ich lasse hie und da ein leckerlie fallen ;)

    hehe, kauartikel hat er ohne ende allerdings schreddert er auch grosse massive kaustangen in minuten, dieser hund hat eine erstaunliche kraft.
    ist dann also immer nur ein kurzes vergnügen.
    und manche kausachen wie im speziellen rinderkopfhaut bekommt er gar nicht mehr weil er da mal beinahe dran erstickt wäre :sad2:

    aber er liebt seinen kong (natürlich den schwarzen :lol: ), den gefüllt mit quark oder hüttenkäse und eingefroren...der hit, und hält dann sogar eine halbe stunde.
    rohe möhren mag er auch aber gibts nur im garten, die werden nämlich in tausende kleine schnipsel zerlegt und überall hin verteilt.

    ich berichte auf jeden fall weiter, diverse rückschläge werden wohl nicht ausbleiben, aber zumindest weiss ich jetzt: es ist möglich :smile:

  • Hallo,

    na das hört sich doch wirklich gut an. Freut mich wenn es bergauf geht.
    Klar freuen wir uns immer wenn wir hier auch die Fortschritte lesen und von daher berichte ruhig viel und oft. :D

    Liebe Grüße

    Steffi

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