Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Klara will nicht Gassi gehen...
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Hallo,
ich bin mit meinem Latein am Ende und hoffe, hier neue Ansatzpunkte für mein - bzw. Klaras Problem zu finden.Klara hat ihre ersten 4 Jahr fröhlich auf einem Bauernhof verbracht, in einem großen Zwinger, mit anderen Hunden und netten Leuten. Sie konnte rausgehen - oder auch nicht .... sie konnte sich draußen lösen - oder im Zwinger... Kurzum: sie war wohl mit sich und ihrer kleinen Welt zufrieden, sie konnte ja machen was sie wollte.
Jetzt dachte ich wir tun ihr was Gutes und nahmen sie bei uns auf. Vor ziemlich genau 3 Wochen. Sie kannte kein Halsband, keine Leine, Keine Wohnung, keine Treppe, und so weiter. Am Anfang ließ sie sich nicht mal anfassen geschweige denn anleinen. Also, ab in den umzäunten Garten zum Pipi machen und gaaaaanz viel Geduld und Liebe und vor allem Lecker ;-) Das klappte eine Zeit lang auch halbwegs gut - einige ihrer Bedürfnisse hat sie im Garten erledigt, den Rest in der Wohnung.
Wir haben immer wieder versucht mit ihr Gassi zu gehen, immer den gleichen kurzen Weg auf dem ihr nichts passieren kann, kaum Autos, kaum Leute und direkt bei uns am Haus. Aber sie will partout nicht vom Haus weggehen. Solange sie in den Garten machte, war das halb so wild.
Nun aber geht sie sehr gerne in den Garten, fühlt sich dort sehr wohl - aber ihr Geschäft macht sie nur noch selten dort. Aber Gassi gehen will sie erst recht nicht. Lecker ziehen auch nicht mehr. Mit sanfter Gewalt zum Laufen "zwingen" geht auch nicht - sie würde sich eher die Pfoten aufreißen. Man kann locken, den Ton verschärfen, sie ignorieren, an ihr (natürlich mäßig) ziehen, auch mit einer Engelsgeduld und viel Zeitaufwand: Sie steht wie eine alte Eiche an einer Stelle. Manchmal ist es Angst - aber mittlerweile oft Sturheit : SIE WILL EINFACH NICHT!!! Nun tragen wir sie bis zum Ende des Weges - weil zum Haus zurück geht sie problemlos und macht dann ihr Geschäft!!!!!
Sie hat auch keinen Spieltrieb, auch nicht über Futter. Sie ist nicht neugierig und jeder Gassigang ist für sie purer Stress. Auch in der Wohnung ist sie für nichts zu begeistern.
Vorhin ist sie meinem Mann ausgebüchst, weil Haken ihres Geschirrs abgegangen ist und rannte komischerweise zu unserer Haustür und hat dort gewartet. Also muss sie sich dort doch schon gut aufgehoben fühlen oder?
Ich weiß nicht mehr weiter? Wie bekomme ich einen Hund dazu Gassi zu gehen, der weder spielt noch Lecker mag und am liebsten in seiner kleinen Welt zuhause bleiben würde. Sie kannte es bislang nicht anders und hat auch nichts vermisst. Ich bin kurz davor sie wieder zu Ihrem ursprünglichen Zuhause zu bringen, weil es Ihr dort echt gut ging.
Ansonsten ist sie total lieb, schmust mittlerweile mit uns, freut sich wenn wir kommen und bleibt 2 Stunden alleine ohne Theater oder etwas zu zerstören... Ich wünsche mir so sehr, dass wir es hinbekommen - aber mein Mut ist langsam gleich null....und mein Herz ist echt schwer

Vielleicht fällt Euch noch etwas ein?!
Vielen Dank im Voraus. Eure Tanja
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12. Juni 2009 um 01:13
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Klara will nicht Gassi gehen... - Vor einem Moment
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Wie groß ist sie denn´? Kannst du sie hochheben? Dann würde ich mal nachts, wenns ganz ruhig ist, mit ihr raus gehen, sie etwas weiter von der haustüre weg tragen, so dass die türe nicht mehr im blickfeld ist, und mich langsam vom hund entfernen. so nach 20metern oder so, einfach mal warten, ihre aufmerksamkeit auf dich ziehen, in dem du sie rufst, pfeifst, klatschst usw. du musst viel gedult mitbringen. bei mir wars auch so, aber nach ca. 10 bis 15 minuten ist max uwe dann auch mitgekommen. erst ganz langsam aber dann hats geklappt. für ihn ist ja alles neu, wenn er vorher aufm bauernhof gelebt hat. lass ihm die zeit sich an alles neue zu gewöhnen. die großen autos usw. beim gassi gehen wird er wohl auch öfters stehen bleiben, erstmal alles genau kontrollieren. wenn er dann draußen pipi oder aa gemacht hat,belohn ihn ruhig dafür, gib ihm leckerchen, und lobe ihn ganz doll, und mach dich danach wieder auf den heimweg, damit er merkt, desto schneller ich mich entleere, desto schneller darf ich auch wieder rein. ich wünsche dir alles gute mit lara und hoffe dass ihr beide gut zurecht kommt. und nicht vergessen: Geduld ist das oberste Gebot

Gruß, streetingz
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Moin Tanja!
3 Wochen ... das ist keine sonderlich lange Zeit.
Wenn du bedenkst, dass sie 4 Jahre lang an etwas gewöhnt wurde, wirst du dir sicher eingestehen können, dass man keine großen Fortschritte innerhalb einiger Wochen erwarten kann

Was bedeutet denn viel Zeitaufwand?
Euer wichtigstes Ziel sollte es doch sicherlich sein, dass eure Klara lernt, sich an euch zu orientieren, euch zu vertrauen.
Das tut sie momentan einfach noch nicht und das ist auch nicht verwunderlich nach 3 Wochen!Keinesfalls würde ich da großartig versuchen, sie zu etwas zu zwingen, was das komplette Gegenteil von dem ist, was sie 4 Jahre lang gelernt hat!
Ich kann verstehen, dass es ärgerlich ist, wenn sie vor die Haustür oder in die Wohnung macht. Das Problem ist, solange sie euch nicht so weit vertraut, dass sie euch ein paar Meter raus aus dem Garten folgt und sich dort mal entspannen kann, wird sich das erstmal nicht ändern lassen.
Die wenigen Male, die sie noch ihr Geschäft im Garten verrichtet würd ich schon loben. Wie schaut das bei euch aus... gibts die Möglichkeit, dass ihr euch ein paar Meter weiter von dem Punkt entfernt aus hinsetzt, bis wohin sie noch selbstständig gehen mag?
So ähnlich hab ich das damals mit Missy gemacht. Ich hatte den Vorteil, dass sie klein und unheimlich verspielt war, aber das Prinzip ist ja das gleiche: Man begibt sich an einen Ort, an den sich der Hund nicht hintraut und bemüht sich durch sein eigenes Verhalten Sicherheit und Selbstverständlichkeit auszustrahlen.Du musst vielleicht auch bedenken, dass Gassigehen ja für den Hund nicht nur Sich- Entleeren bedeutet.
Momentan gibt es einfach keinen Grund, sich sinnloserweise vom Haus zu entfernen.
Den Grund müsst ihr ihr schon geben.
Leider ist das Wetter momentan so mies, ansonsten hätt ich vorgeschlagen, einfach ein Ritual einzuführen, in dem ihr Menschen euch jeden Tag einfach draußen hinsetzt und völlig selbstverständlich agiert.Ich würde sie auch ausschließlich draußen aus der Hand füttern, vielleicht so wirklich ein Fütterungsritual einführen.
Momentan seid ihr einfach noch nicht "unersetzbar" für sie und daher würd ich eben an der Stelle beginnen.
Und Geduld! Das wird sicherlich noch richtig an die Substanz gehen, aber indem ihr ihr das Draußen als etwas so "Spektakuläres" präsentiert, indem ihr euch so völlig anders verhaltet, als sonst, tragt ihr sicherlich nicht unbedingt dazu bei, dass sie es als selbstverständlich und sicher anzusehen lernt.Großartig die Distanz immer weiter vergrößern würd ich auch nicht. Das klappt bei Welpen, aber bestimmt nicht bei einer Hündin, die es ja gewohnt ist, selbstständig zu sein.
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Hallo Ihr Lieben und vielen Dank für Eure Tips. Vieles haben wir schon ausprobiert und anderes lässt sich nicht umsetzen in dieser Situation.
Ich habe aber vergessen zu erwähnen, das Klara in den letzten 4 Jahren mit ihrem Besitzer und dem Rudel auch nicht mit Gassi gegangen ist... Der Landwirt nimmt alle Hunde und geht mit ihnen auf seinen Feldern Gassi - ohne Leine. Nach seiner Auskunft (die ich erst bekam als wir Klara schon ein paar Tage hatten
) ging Klara da auch fast nie mit. Sie blieb lieber auf dem Hof und hat sich dort alleine vergnügt.Sie hat weder zum Besitzer noch den anderen Hunden eine enge Beziehung aufgebaut - und das in vier Jahren...
Wir haben sie bislang auch nie dabei erwischt, wenn sie in die Wohnung gemacht hat. Sie macht es wenn wir schlafen oder geht sogar in ein anderes Zimmer.
Klara ist von den Spaziergängen so gestresst, das sie den Rest des Tages am liebsten schläft.
Bei schönem Wetter steht die Terassentür auf und die kleine Maus geht raus und sonnt sich
wenn wir sie aber mitlocken wollen, damit sie ihr Geschäft erledigt, haben wir keine Chance. Sie läuft alleine durch den Garten und wenn es ihr einfällt macht sie - wir loben und belohnen sie dann wie wild - aber das nächste Geschäft geht mit Sicherheit wieder auf den Teppich.Da wir schon seit vielen Jahren Hunde haben und auch einige kleine Sturköpfe dabei waren, dachte ich eigentlich schon viele Tricks zu kennen. Aber dieses kleine "Monster" stellt uns auf eine harte Probe.
Liebe Grüße Tanja
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Hallo!
Wenn du nun mittlerweile das Gefühl hast, dass ist Sturheit...hmmm...das kann ich mir nicht vorstellen...sie kennt nur nichts
Ich persönlich würde sie in Zukunft nur noch aus der Hand füttern bis sie sich abwendet...dann ist Schluss ...
Das bildet Vertrauen und stärkt die Bindung!
Wenn ihr mit ihr raus geht, bietet ihr draußen nochmal Futter an...damit sie den Zusammenhang bekommt...wenn ich das tue,bekomme ich was zu essen...wieder bis sie selbst den Kontakt wieder auflöst...dann ist wieder Schluß.
Desweiteren würde ich dir eine gute Hundetrainer/in empfehlen...die dir und deinem HUnd sicher einen Weg aus eurer Misere zeigen kann.
Du kannst mit diesem Hund auch schnelle Fortschritte sehen, aber du solltest mit Konsequenz daran arbeiten...und das am besten mit kompetenter Hilfe!
Drei Wochen sind noch nicht die Welt...galsub an Dich und den Hund...denn das merkt er
- Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Na wenn Du schon seit vielen Jahren Hunde hälst - dann weißt Du wie wichtig die Prägephase und eine gute Sozialisation ist.
Deine Klara hat in der Prägephase und auch danach niemals gelernt, ihre Wurfhöhe - äh - ihren Hof zu verlassen.
Sie ist kein Monster ... sie hat schlichtweg Angst draußen.
Außerdem hat sie keine sonderlich enge Beziehung zu Menschen, und natürlich auch Angst vor Leiine und Halsband.Inzwischen hat sie Euren Garten kennengelernt als ZUM Haus gehörig. Da macht Hund nicht, weil er sonst damit seine Anwesenheit verraten würde.
Ich würd Stubenreintraining wie beim Welpen machen, auf einem festen Platz im Garten den Ihr dann gründlich sauber haltet.
Also Geschirr dran, Hausleine dran und stündlich rausgehen - bei Erfolg viel Loben.
Aber ich schätze mal es dauert bestimmt viermal so lange wie bei nem Welpen.Wichtig ist erstmal der grundlegende Vertrauensaufbau zu Euch. Wenn Ihr das geschafft habt könnt Ihr ja mal schrittweise versuchen, mehr Außenreize zu wagen.
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure lieben Antworten und Gedanken, die Ihr Euch gemacht habt.

Wir haben nun aber die einzig richtige Entscheidung für die kleine Hundedame getroffen: Sie ist seit Samstag wieder auf "ihrem" Bauernhof!!!
Wir haben sie gestern noch einmal besucht, da wir mit dem Besitzer bekannt sind und es geht ihr so was von gut dort, dass es eine reine Freude ist.
Wenn wir sie behalten hätten, wäre es der pure Egoismus gewesen, das ist mir im Nachhinein klar geworden. Sie ist wieder so fröhlich und spritzig, sie tollt mit den anderen Hunden herum und hat wieder die stolze Art an sich, die uns damals so fasziniert hat an ihr.
Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen - aber wir mussten das tun, was für den Hund am Besten ist!
Vielleicht habe ich ja das Glück, irgendwann doch noch einem neuen Hund ein schönes Zuhause zu geben, dann schaue ich bestimmt wieder hier vorbei - aber hoffentlich nicht auf der Problemseite

Liebe Grüße Tanja
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Klingt vielleicht komisch ... aber DAS find ich richtig Klasse!

Hab mich nur nicht getraut einen solchen Vorschlag zu machen, weil ich dachte die Haltungsbedingungen auf diesem Hof ließen vielleicht stark zu wünschen übrig - und Ihr habt die Kleine deshalb dort weggeholt.
Schön zu lesen das dies wohl nicht so ist - und es ihr dort jetzt wieder gut geht.
Auf Dich warten noch soviele Fellnasen in unseren Tierheimen - da ist ganz bestimmt irgendwo auch DEIN Herzhund dabei.
liebe Grüsse
susa -
Warum habt ihr sie denn genau von dem Bauern weggeholt????
So wie du schreibst, war sie doch ganz zufrieden mit ihrem Leben gewesen: konnte machen was sie wollte, wurde nicht gezwungen mitzugehen wenn sie nicht wollte und hatte den ganzen Hof zum toben.
Sorry wenn ich was überlesen oder falsch verstanden habe.
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Hallo Ihr Lieben,
es tut mir leid, wenn es so klang als hätten wir Klara aus schlechten Verhältnissen geholt.Sie hat dort ein schönes Zuhause auch mit anderen Hunden. Der Besitzer überlegte sie zu vermitteln und wir dachten, es würde ihr gefallen einen eigenen Futtergeber zu haben ohne ihn mit anderen Hunden zu teilen

Unsere Schäferhündin war damals richtig zufrieden, als unser zweiter Hund gestorben war und sie die erste Geige spielte.
Aber Klara ist halt anders

Liebe Grüße Tanja
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