Gehorsam und Bindung wird immer schlechter

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  • Achtung, ziemlich lang

    Hallo,

    ich habe ein Problem mit meiner Hündin Leyla. Sie ist ein Labrador-Münsterländer-Zwergschnautzer-IchWeissNichtWas-Mischling und ist jetzt 12 Monate alt.

    Ich bin von Anfang an mit ihr in die Hundeschule gegangen. Erst Welpengruppe, dann Junghundekurs.
    Sie ist eine sehr aktive und sportliche Hündin, sie braucht sehr viel Beschäftigung und auch Bewegung. Am Anfang war sie wirklich schon fast Hyperaktiv und ich hatte schon einige Schwierigkeiten mit ihr, da sie auch ein ziemlicher Dickkopf ist.
    Ich habe viel mit ihr gearbeitet und gelernt, wodurch sie wirklich deutlich ruhiger wurde, was auch fremden Leuten aufgefallen ist, die den Hund nicht so häufig sehen. Eigentlich klappte alles sehr gut mit ihr, was die Erziehung angeht. Zwar nicht alles 100%ig, aber für ihr Alter war es wirklich schon super. Soviel zur Vorgeschichte.

    Im März fing sie dann langsam an „aufmüpfig“ zu werden. Nagut, ist ja normal in dem Alter. Ich hab weiterhin mit ihr geübt und habe noch mehr darauf geachtet immer Konsequent zu sein. Klappte dann auch eigentlich wieder relativ gut, doch dann kam unser Umzug.

    Für sie war das glaub ich ziemlicher Stress. Ich hatte zunehmend Probleme mit dem Grundgehorsam und, was noch schlimmer ist, die enge Bindung die wir beide hatten ist so gut wie hinüber.
    Womit ich dann jetzt endlich mal auf den Punkt komme:

    Es gibt im Moment so einige Problemchen bei denen ich Hilfe brauche. Ich gehe zwar noch immer zur Hundeschule, aber es ist jetzt „nur noch“ ein Beschäftigungskurs. Das wäre eine tolle Sache, allerdings nur, wenn Hund und Mensch ein gutes Team sind und zusammen arbeiten. Tja, und das ist bei uns leider nichtmehr der Fall.
    Früher hatte sie unglaublichen Spaß daran, neues zu lernen, und verschiedene Übungen zu machen. Sie war wirklich konzentriert dabei. Jetzt hat sie einfach keine Lust mehr.
    Meistens schaffe ich es nicht mal ihre Aufmerksamkeit überhaupt auf mich zu lenken (Es sei denn wir sind zu Hause, da übt sie meistens doch noch ganz gerne).

    Und jetzt doch mal endlich ganz konkret zu meinen Problemen (sorry, ich habs nicht so mit dem *sich kurz fassen*):

    1. Beim spazieren gehen kann ich sie nichtmehr frei laufen lassen. Zu Beginn achtet sie noch ganz gut auf mich und hört auch gut, aber nach einiger Zeit macht sie ihr eigenes Ding. Ich versuche sie immer wieder mit Spielen und Übungen zu beschäftigen, aber auch das interessiert nach einiger Zeit nicht mehr. Ich gehe jetzt nur noch mit der 10m Leine mit ihr spazieren. Als sie noch klein war, habe ich auch immer Schleppleinentraining gemacht, bevor ich sie überhaupt frei laufen gelassen habe. Das klappte wirklich gut, wir hatten auch beide Erfolg und damit auch Spaß an der Sache. Jetzt sieht es so aus:
    Wir beginnen den Spaziergang und sie darf erst einmal laufen und schnüffeln um sich etwas aufzulockern. Dann mache ich immer mal wieder ein paar Übungen zwischendurch, z.B. einfach nur herkommen, Sitz aus der Entfernung, oder einfach stehen bleiben und auf mich warten. Wenn sie dann mal zu weit läuft, oder in eine andere Richtung will, dann bleib ich stehen, oder gehe in die andere Richtung. Klappt auch gut, nur irgendwann will sie einfach nicht mehr. Sie wird dann richtig störrisch und ignoriert mich völlig.
    Und da ist dann der Punkt, an dem ich nichtmehr weiter weiß. Man sagt ja, man soll aufhören zu üben, wenn es am besten klappt. Aber soll ich jetzt die Spaziergänge kürzen?
    Für gewöhnlich gehe ich vier Mal am Tag mit ihr raus:
    Morgens ca. 10 Minuten
    Mittags ca. 20 Minuten
    Nachmittags 1-1 ½ Stunden
    Abends ca. 30 Minuten

    2. Spazieren mit der 2m Leine:
    Bei Fuß gehen geht gar nicht mehr. Wenn ich zu Beginn übe bei Fuß zu gehen, klappt es erst noch ganz gut, aber nur für kurze Zeit. Sie geht maximal 30 Sekunden bei Fuß und achtet dabei auf mich. Dann geht sie wieder vor und „ignoriert“ mich. Sie zieht nach vorne, oder bleibt stehen um zu schnüffeln und will nicht weiter gehen. Ich weiß nicht wie ich da vorgehen soll. Wenn sie zieht, dann bleib ich einfach stehen. Aber es interessiert sie nicht wirklich. Sie bleibt dann auch stehen, setzt sich meistens sogar hin, aber schaut mich nicht einmal an. Wenn ich dann weiter gehe, das gleiche Spiel von vorne. Und irgendwann ist sie davon total genervt, dass sie noch mehr zieht, und noch dickköpfiger wird. Ich habe jetzt folgende Übung versucht:
    Der Hund steht an der Leine neben mir. Ich sage ihren Namen und warte darauf, dass sie mich anschaut. Wenn sie das tut, wird sie ganz toll belohnt und bekommt ein super Leckerchen.
    Ich dachte eigentlich dass es vielleicht helfen würde, aber sie schaut noch nicht mal. Sie lässt sich auch nicht mehr mit Leckerchen locken.

    3. Spielen/ Üben im freien:
    Wenn wir mit der 10m Leine unterwegs sind, dann spiele ich zwischendurch auch mal mit ihr mit dem Ball. Sobald sie den Ball sieht, freut sie sich total und ist auch super aufmerksam. Ich werfe als, sie rennt hinterher und nimmt den Ball. Während sie zum Ball läuft, hole ich einen Zweiten Ball aus der Tasche, um dann mit ihr zu tauschen. Das geht so ca. 2-3 Mal, dann läuft sie wieder dem Ball hinterher, nimmt ihn mit und lässt ihn dann aber irgendwo liegen. Wenn ich den Ball dann aufheben will, rennt sie meistens auch zum Ball. Sie nimmt ihn dann wieder mit, lässt ihn aber ein Stück weiter auch wieder liegen. Der zweite Ball interessiert dann auch nicht mehr. Bringt es was, wenn ich den Ball vielleicht von vornherein nur 1 Mal werfe? Und anstatt also mit einem zweiten Ball zu tauschen, dann nur ein Lecker gebe oder so?

    4. Alleine bleiben:
    Bisher konnte sie immer gut alleine zu Hause bleiben. Seit dem Umzug ist das aber doch ein kleines Problem geworden. Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, bekommt sie noch einen gefüllten Kong zu Beschäftigung. Sie jammert dann einmal kurz, wenn ich rausgehe, aber das wars. Wenn ich sie aber mehr als ein Mal am Tag alleine lasse, macht sie totales Theater. Sie kratzt wie verrückt an der Tür und jammert und bellt. Das Problem ist, dass sie dann auch wirklich nicht mehr aufhört. Ich lasse sie immer ein paar Minuten alleine um den Müll wegzubringen, oder Wäsche aus dem Keller zu holen,… Ich weiß, ich darf nicht zurück kommen wenn sie bellt, aber sie gibt erst ruhe, wenn sie hört dass ich vor der Tür stehe. Dann gehe ich rein, ohne großartige Begrüßung oder sonstwas, damit sie lernt, dass es ganz normal ist, dass ich mal weg bin. Aber es nützt nichts. Sobald ich ein zweites Mal am Tag die Wohnung verlasse, dreht sie voll ab.

    5. Bellen wenn es an der Tür klingelt:
    Bis vor ca. 4 Wochen (als wir noch in der alten Wohnung waren), war es so, dass sie eigentlich nie großartig gebellt hat. Draußen, wie auch drinnen. Nur wenn es an der Tür geklingelt hat, hat sie ganz schön Theater gemacht. Ich hab nie geschafft ihr das abzugewöhnen. In der neuen Wohnung dann, wusste sie ja noch gar nicht wirklich, was das Klingeln bedeutet und woher es kommt. Und sie hat die Wohnung zu der Zeit ja auch noch nicht als ihr Revier angesehen. Sie hat also nicht gebellt, wofür sie dann auch immer belohnt wurde. Irgendwann hat sie dann aber herausgefunden: Es klingelt – jemand kommt. Und hat also wieder angefangen zu bellen. In der Hundeschule wurde mir gesagt, ich sollte auch einfach selber mal an die Wohnungstür gehen und klingeln. Ich habs dann auch gemacht und schon nach kurzer Zeit hat sie das Bellen gelassen. Allerdings ist sie ja auch nicht ganz doof, und kennt den Unterschied, ob ich jetzt draußen stehe und klingel, oder ob ich in der Wohnung bin und es klingelt. Also hat sie doch wieder angefangen zu bellen wenn es klingelt. Und ich weiß einfach nicht wie ich ihr das noch abgewöhnen kann.

    So, das war dann jetzt auch endlich alles…. Sorry, für die Überlänge *schäm*

    Hat vielleicht jemand von euch ein paar Tipps für mich? Ich hatte gedacht, ich sollte nochmal ganz von vorne anfangen, wie ich es auch gemacht hatte als sie noch Welpe war. Aber das funktioniert leider nicht.
    Irgendwo mache ich etwas falsch, aber im Moment kann ich echt nicht erkennen, wo mein Fehler liegt. Vielleicht könnt ihr mir ja auch die Sprünge helfen.

    Ich bin wirklich für jede Antwort dankbar.

    Gruß, BeauShiva

  • 1.erst mal zu dem Spazieren-gehen Problem. Wenn sie nicht mehr auf dich höhrt, hängt es vielleicht damit zusammen, dass Du immer nur ganz lieb zu ihr bist. Du müsstes in manchen Situationen ein bisschen strenger sein. Das heißt nicht, das du nicht lieb zu ihr sein darfst, ganz im Gegenteil. Sie hat halt einfach keine Lust, das zu tun, was du ihr sagst. Sie muss dich einfach als Chef ansehen. Ich habe keine Ahnung, ob sie das tut, aber sie muss es einfach. Du darfst sie nicht unterdrücken, musst aber klar sagen, dass du das Sagen hast.

    2.zu der Sache mit dem Türzerkratzen weiß ich Leider keinen Ausweg... :???:

    3.Das bellen wenn es an der Tür klngelt ist nervig, aber lässt sich schwer vermeiden. am besten übst du es, indem du SELBST an der Tür klingelst. Wenn sie dann nicht bellt; LECKERCHEN!!!

    ich hoffe, ich konnte helfen :roll:

    Jonas

  • Hallo Takebreath,

    danke für deine Antwort. Ich bin eigentlich nicht zu lieb zu ihr. ich mein klar bin ich schon lieb, aber ich bin auch streng, wenn sie sich weigert etwas zu tun. Und konsequent bin ich auch:

    Bsp.:
    Bevor wir zusammen die Wohnung verlassen, muss Leyla in ihr Körbchen gehen, wo ich sie dann anleine. Erst auf mein Kommando gehen wir dann los.
    Hat immer super geklappt, bis sie irgendwann dann meinte, mich mal etwas an der Nase herumführen zu müssen. Ich musste ihr immer erst 3 Mal sagen dass sie in skörbchen gehen sollte. Ich hab das 2 Tage mitgemacht und war dann doch genervt.
    Ich habe es dann so gemacht:
    Habe wie immer meine Jacke angezogen, die Leine in die Hand genommen usw. und den Hund ins Körbchen geschickt. Sie wollte aber nicht. Also bin ich einfach stur im Flur stehen geblieben und habe an die Wand geguckt. Irgendwann wurde sie dann nervös. Sie fing erst an hin und her zu laufen. Dann wollte sie in die Leine beissen, die ich ja in der Hand hatte. Dann fing sie an, an der Tür zu kratzen und hat schließlich voll Theater gemacht. Ist im Flur rumgerannt, rumgesprungen und hat gebellt. Ich hab einfach alles ignoriert und bin stur stehen geblieben. Nach guten 20 Minuten hat sie sich dann endlich in ihr Körbchen gesetzt. Seitdem geht sie wieder freiwillig ins Körbchen, wenn ich die Leine in der Hand habe.


    Wegen dem Klingeln:

    Zitat

    In der Hundeschule wurde mir gesagt, ich sollte auch einfach selber mal an die Wohnungstür gehen und klingeln. Ich habs dann auch gemacht und schon nach kurzer Zeit hat sie das Bellen gelassen. Allerdings ist sie ja auch nicht ganz doof, und kennt den Unterschied, ob ich jetzt draußen stehe und klingel, oder ob ich in der Wohnung bin und es klingelt. Also hat sie doch wieder angefangen zu bellen wenn es klingelt.

    Am Anfang hat das mit dem selbst klingeln gut geklappt, aber jetzt geht das auch nicht mehr :sad2:
    Das ist ja mein Problem. Sie ist einfach zu clever ;)

    Gruß, BeauShiva

  • hi,
    für mich klingt das ein bißchen so, als wäre der Hund überfordert- es kam jetzt ja doch was zusammen, die Pubertät, ein Umzug, vermutl. warst du auch gestresst und jetzt steckt ihr euch gegenseitig an.
    Dazu kommt, dass dein Hund am Anfang scheinbar sehr viel gelernt hat- umso merkbarer ist dann häufig der Einbruch in der Pubertät (abgesehen von den zeitgleichen Veränderungen).
    Zum Alleinebleiben:
    Hunde lernen ortsbezogen, d.h. sie muss erst lernen in der neuen Umgebung alleine zu bleiben, auch mehrmals kurz.
    Und beim klingeln: führe ein Ritual ein, einen Platz für sie, wo sie bleibt, bis du den Besuch hereingelassen und begrüßt hast bzw. Pakete o.ä. angenommen hast. Immer und immer wieder die selbe Situation herstellen- viellt. kannst du dir "Klingler" engagieren, aus dem Freundeskreis oder so.
    Im Großen und Ganzen kann man nur raten weiterzuarbeiten, aber viellt. etwas niedriger dosiert für den Moment. Nicht weniger spazierengehen, sondern eher die einfacheren Sachen üben und so wie am Anfang immer sehr überschwänglich loben. Und vor allem: nur nicht die Hoffnung verlieren, das geht vorbei, nur nicht resignieren.

    lg susanne

  • Hallo BeauShiva!


    Hier mal meine Tipps:

    1. und 2. Spazieren mit der Schleppleine bzw. 2m Leine:

    Versuch es doch mal umgekehrt. Lass sie erst an der Leine Bei Fuß gehen und wenn sie dies 10 Minten gut gemacht hat, darf sie frei rumlaufen. Dann kannst du dich ja mit ihr beschäftigen. Wenn du merkst, dass sie langsam keine Lust mehr bekommt, führe noch das eine Kommando durch, was du gerade machst und dann beende das Spiel und lass sie ihr "eigenes Ding" machen.

    Bei Fuß: Mach es so weiter, wie du es beschrieben hast. Stehen bleiben und warten bis sie nicht mehr zieht. UND warte bis sie dich anguckt, lock sie nicht, sie sollte dich von alleine angucken, dann loben und weitergehen. Zieht sie wieder sofort stehen bleiben und wieder warten bis sie dich anguckt. Eventuell kannst du sie auch mal mit einer ruckartigen Bewegung an der Leine auf dich aufmerksam machen, aber nicht Reden oder mit Leckerchen locken.

    Wenn sie frei rumläuft, geh einfach deinen Weg, ruf nicht nach ihr oder sonstiges, bleib auch nicht stehen, einfach immer weitergehen. Das ist dann die Zeit, wo sie sich alleine beschäftigen darf. Sie wird dir schon folgen, wichtig ist nur beachte sie nicht.


    3. Spielen/ Üben im freien:

    Versuch es mal nur mit einem Ball, wenn sie ihn wieder bringt gibt es ein Leckerchen. Da du ja weißt, dass sie nach 2-3 Mal werfen keine Lust mehr hat, wirf ihn nur einmal und beende das Spiel. Du kannst es ja 15 Minuten später nochmal probieren, aber auch wieder nur einmal.

    Wenn sie draußen gerne alleine rumschnüffelt und nicht so gerne mit dir spielt, dann lass sie. Mach mal etwas zwischendurch, aber nur kurz, damit sie das Interesse nicht verliert und beende dann das Spiel. Machst du nämlich zu lange, hat sie irgendwann keine Lust mehr und beendet so das Spiel von selbst. Du sollst aber das Spiel beenden! Und wenn sie noch soviel bettelt, dass du nochmal den Ball zuwerfen sollst. Ignorier sie einfach. Der Ball wird EINMAL geworfen und dann wird das Spiel beendet. Wie schon gesagt, kannst du es nach 15 Minuten nochmal versuchen.


    4. Alleine bleiben:

    Das kann durchaus wegen des Umzugs kommen. Fang am besten nochmal ganz von vorne an. Tipp: Nimm einfach mal deinen Schlüssel in die Hand und leg ihn wieder hin, ein anderes mal ziehst du deine Jacke an und wieder aus. Kommt sie zu dir und bellt, beachte sie nicht, mach einfach dein Ding. Das machst du jetzt ganz oft am Tag. Bleibt sie liegen, nimm deinen Schlüssel und geh vor die Hasutür. Bellt sie nicht, komm wieder rein. Das machst du auch mehrmals am Tag. Jetzt kannst du auch mal etwas länger, sprich für ein paar Minuten weg bleiben. Bring zum Beispiel den Müll runter. Klappt dies auch, verlängere die Zeiten immer mehr, aber ich denke, dass weißt du ja, oder? Wichtig ist nur, steigere die Weg-Bleib-Zeiten nicht zu schnell.


    5. Bellen wenn es an der Tür klingelt:

    Das du selbst vor die Tür gehen sollst, finde ich nicht so beeindruckend. Mein Tipp: Such dir einen "Übungs-Partner". Am besten fangt ihr so an: Er / Sie klingelt und geht wieder. Deine Hündin schickst du in ihr Körbchen. Du gehst an die Türe, machst aber nicht auf. Mehr nicht. Das macht ihr nun mehrmals am Tag, solange dein Übungs-Partner denn so viel Zeit hat. Klappt das, sprich bleibt sie im Körbchen liegen, gehe einen Schritt weiter. Dein Übungs-Partner kommt, klingelt. Du schickst deine Hündin wieder in ihr Körbchen. Dann gehst du wieder hin und amchst zusätzlich die Tür auf und wieder zu. Rede nicht mit deinem Übungs-Partner. Klappt dies auch gut, machst du wieder das gleiche und begrüßt deinen Übungs-Partner, aber nur kurz! Klappt dies auch, wieder das Gleiche, diesmal redest du aber auch kurz mit ihm. Der nächste Schritt wäre dann, dass du etwas länger mit ihm redest. Nun kommt er auch mal kurz rein, geht aber sofort wieder raus und letzendlich bleibt er auch mal eine Weile, sprich etwa eine halbe - eine Stunde bei euch. Beim letzten Schritt würde ich dir zu folgendem raten. Ist dein Übungs-Partner gemütlich angekommen, hat sich hingesetzt und ihr habt schon eine tasse Kaffee getrunken, kannst du nun deine Hündin reinholen. Aber nur wenn sie kein Theater macht! Hier ist auch wieder wichtig, geht es nicht zu schnell an, sondern übt jeden Schritt wirklich ausfürhlich.

  • jo, so n schnauzerli is schon ne marke... meine fing auch mit nem jahr an, mich zu ignorieren, bälle zu verschleppen, abrufe zu überhören, besuch zu begutachten, ohne dass ich sie aus dem körbchen freigegeben hatte, etc, etc...

    das kannst du positiv sehen, denn sie testet aus, wo sie dich packen kann.. also cool bleiben stur sein, ignorant bleiben, 15 meter leine kaufen, deinen weg gehen, bälle einfach liegen lassen, wenn sie die verschlört (geht ne zeit echt ins geld ;-) )

    an der 15 meter hast du dann die möglichkeit, übungen auf distanz zu testen, ob sie da mitmachen möchte...

    was immer geht: ne gute zeit den hund an der leine ignorieren, und dann mit futterbrocken ins gras werfender weise den hund bespaßen... sollte dan was sein, was sie auch mag, allerdings keine köstlichkeiten.. also erst den hund sich hungrig schnüffeln lassen, alleine, und dann futter suchen lassen.. meine hat auc aufgehört, mir draussen das futter aus der hand zu nehmen.

    oder das futter zuwerfen auf zwei meter entfernung, oder slalom um die beine üben..

    geht aber alles nur, wenn der hund hungig ist, (das kannste ja steuern ;-) )


    beim leinenspaziergang 2m bleibste stehen, und wenn sie nicht reagiert in angemessener zeit, drehste dich mal um und guckst in die andere richting... nich losgehen o so, nur drehen ohne zu rucken...

    im grunde haste ja schon ne supergute erfahrung gemacht, wie man so n dickschädel führt, halt die sache mit dem körbchen und anleinen.

    freu dich über deinen schlauen hund, gib ihr keine chance, dich mehr zu ignorieren als sie dich ;-) die testet nur extrem aus, was nich geht..
    clickertraining baut sogar auf diese art der lehre auf!!

  • Zitat

    Im Großen und Ganzen kann man nur raten weiterzuarbeiten, aber viellt. etwas niedriger dosiert für den Moment. Nicht weniger spazierengehen, sondern eher die einfacheren Sachen üben und so wie am Anfang immer sehr überschwänglich loben.

    Ich habe ach schon versucht viel weniger oder sogar gar keine Übungen während des Spazierganges zu machen. Am Anfang klappt immer alles toll. Sie läuft nicht zu weit weg, kommt immer gleich hinterher und schaut immer wo ich bin. Aber selbst wenn ich den ganzen Spaziergang nichts übe, sondern sie nur dafür belohne, wenn sie von sich aus was gutes macht (zu mir schauen, auf mich warten), dann fängt sie irgendwann an in andere Richtungen zu gehen, oder in die Leine zu springen und mich einfach zu ignorieren.


    Zitat

    Versuch es doch mal umgekehrt. Lass sie erst an der Leine Bei Fuß gehen und wenn sie dies 10 Minten gut gemacht hat, darf sie frei rumlaufen

    So mache (versuche) ich es bei den kurzen Spaziergängen an der 2m Leine, aber das gibt nur Stress. Sie will einfach nicht. Und wenn ich dann natürlich trotzdem darauf bestehe, wird sie noch störrischer. So artet der Spaziergang dann sozusagen zum "Machtkampf" aus. Sie geht vielleicht ganz kurz bei Fuß, aber wartet dann, dass sie dafür etwas bekommt. Wenn nichts kommt, dann geht sie wieder weiter. Wenn ich ihr aber ein Leckerchen geben würde, dann würde sie es nehmen, aber sofort danach auch wieder weitergehen.


    Zitat

    Wenn sie draußen gerne alleine rumschnüffelt und nicht so gerne mit dir spielt, dann lass sie. Mach mal etwas zwischendurch, aber nur kurz, damit sie das Interesse nicht verliert und beende dann das Spiel. Machst du nämlich zu lange, hat sie irgendwann keine Lust mehr und beendet so das Spiel von selbst.

    Ich mache immer nur kurze Übungen, wie z.B. herkommen und Sitz oder Platz machen. Oder vielleicht auch mal herkommen, Vorsitzen und um die Beine Fuß gehen. Das sind alles nur kurze Übungen. Sie wird danach Belohnt und kann weiter schnüffeln gehen. Zwischen den einzelnen Übungen sind dann auch immer wieder gut 10 Minuten oder so (Ich guck nich so genau auf die Uhr). Trotzdem hat sie irgendwann kein Interesse mehr und kommt auch nicht mehr zu mir wenn ich sie rufe.


    Zitat

    Und wenn sie noch soviel bettelt, dass du nochmal den Ball zuwerfen sollst. Ignorier sie einfach. Der Ball wird EINMAL geworfen und dann wird das Spiel beendet. Wie schon gesagt, kannst du es nach 15 Minuten nochmal versuchen.

    Das hört sich gut an, werd ich auf jeden Fall versuchen.


    Zitat

    Das kann durchaus wegen des Umzugs kommen. Fang am besten nochmal ganz von vorne an....Wichtig ist nur, steigere die Weg-Bleib-Zeiten nicht zu schnell.

    Das Merkwürdige ist nur, wenn ich morgens aus dem Haus gehe ist das kein Problem. Sie ist dann ca. 4-5 Stunden alleine. Wie gesagt jault sie einmal kurz, wenn ich diie Tür zu mache, aber danach ist sie ruhig. Nur wenn ich sie dann am Abend oder nachmittag oder so noch ein weiteres Mal alleine lasse, dann dreht sie voll ab.


    Zitat

    Such dir einen "Übungs-Partner". Am besten fangt ihr so an: Er / Sie klingelt und geht wieder

    Das mache ich schon mit meiner Nachbarin. Sie klingelt zwischendurch einfach mal an, mehrmals am Tag. Ich reagiere gar nicht darauf, tue so, als wenn nichts wäre. Aber sie bellt trotzdem wie verrückt. Ich belohne sie dann, wenn sie ruhig ist, aber wenn sie das Lecker dann bekommen hat, rennt sie gleich wieder zur Tür und bellt.


    Irgendwie weiß ich nicht wie ich die Zitate so hinbekomme, dass der Name des Verfassers dann auch oben steht. Kann mir das vielleicht jemand kurz erklären???

    Gruß, BeauShiva

  • du schreibst da immer von bei-fuß gehen... meinst du echt bei-fuß oder meinst du spazierengehen ohne leinenzug?

    bei- fuß is anstrengend und langweilig, da würd ich auch rebellieren, das ist, als wenn du mit deinem freund shoppen gehst, der aber die ganze zeit deine volle aufmerksamkeit haben will, da wirste dann auch bockig ...

    *ggg*

  • Zitat

    ne gute zeit den hund an der leine ignorieren, und dann mit futterbrocken ins gras werfender weise den hund bespaßen... sollte dan was sein, was sie auch mag, allerdings keine köstlichkeiten.. also erst den hund sich hungrig schnüffeln lassen, alleine, und dann futter suchen lassen.. meine hat auc aufgehört, mir draussen das futter aus der hand zu nehmen.

    Hab ich auch mal versucht. Sie rennt dann auch gleich zum Futter und freut sich darüber. Aber läuft dann sofort wieder woanders hin. Sie schaut mich nichtmal an, vonwegen:"krieg ich noch was?"


    Zitat

    du schreibst da immer von bei-fuß gehen... meinst du echt bei-fuß oder meinst du spazierengehen ohne leinenzug?

    Ich mein schon das richtige bei-Fuß. Im Alltag brauche ich das nur, wenn wir über die Straße gehen, oder wir über die Fußgängerzone gehen, wo viele Leute sind. Solche Dinge eben. Wobei ich nicht meine, dass sie mir wirklich am Bein kleben und mich die ganze Zeit anstarren muss, wie viele es ja erwarte. Sie soll einfach nur direkt neben mir hergehen. Nicht vor oder hinter mir. Aber das eben auch nur in einigen Situationen.

    Den ganzen Weg über Fuß gehen wäre ja wirklich zu viel. Der Hund soll ja auch ruhig mal hier oder da schnüffeln. nur im moment mache (versuche) ich das bei-Fuß gehen etwas häufiger, weil ich es ja üben will.


    Gruß, BeauShiva

  • Zitat

    Ich mache immer nur kurze Übungen, wie z.B. herkommen und Sitz oder Platz machen. Oder vielleicht auch mal herkommen, Vorsitzen und um die Beine Fuß gehen. Das sind alles nur kurze Übungen. Sie wird danach Belohnt und kann weiter schnüffeln gehen. Zwischen den einzelnen Übungen sind dann auch immer wieder gut 10 Minuten oder so (Ich guck nich so genau auf die Uhr). Trotzdem hat sie irgendwann kein Interesse mehr und kommt auch nicht mehr zu mir wenn ich sie rufe.


    Ich glaube das Problem ist, dass du sie ständig zu dir rufst. Kann das sein? Sie hat wahrscheinlich keine Lust mehr zu dir zu kommen oder auf dich zu hören, weil es zu oft ist. Versuch doch mal mit ihr spazieren zu gehen und lass sie einfach 30 Minuten in Ruhe. Nicht mit ihr spielen, nach ihr rufen, oder ständig nach ihr gucken.


    Zitat

    Das Merkwürdige ist nur, wenn ich morgens aus dem Haus gehe ist das kein Problem. Sie ist dann ca. 4-5 Stunden alleine. Wie gesagt jault sie einmal kurz, wenn ich diie Tür zu mache, aber danach ist sie ruhig. Nur wenn ich sie dann am Abend oder nachmittag oder so noch ein weiteres Mal alleine lasse, dann dreht sie voll ab.


    Gib ihr vielleicht mal etwas zum knabbern, wenn sie dich nicht beachtet gehst du raus ... und üb das alleine bleiben nochmal ganz von vorne.


    Zitat

    Das mache ich schon mit meiner Nachbarin. Sie klingelt zwischendurch einfach mal an, mehrmals am Tag. Ich reagiere gar nicht darauf, tue so, als wenn nichts wäre. Aber sie bellt trotzdem wie verrückt. Ich belohne sie dann, wenn sie ruhig ist, aber wenn sie das Lecker dann bekommen hat, rennt sie gleich wieder zur Tür und bellt.


    Wenn deine Nachbarin klingelt, schick sie am besten in ihr Körbchen, wenn es sein muss begleite sie dort hin. Falls sie aufsteht bring sie immer wieder dort hin. Eventuell gibst du ihr auch dort etwas kleines zum Knabbern. Dann gehst du zur Tür. Ist sie ruhig gehst du wieder zu ihr ans Körbchen, streichelst sie und löst das Kommando auf.


    Ich denke, dass es wirklich daran liegt, dass sie im Moment in der Pupertät ist. Das heißt also, sei konsequent, überforder sie nicht, lass sie auch mal in Ruhe. Ich meine damit wirklich, in Ruhe lassen !!, nicht streicheln, nicht angucken, einfach ignorieren. Mach es mehrmals am Tag, lass sie einfach mal für 2 Stunden in Ruhe. Ist sie lieb, ruhig, liegt irgendwo rum, geh mal zu ihr, streichel sie, rede mit ihr. Einfach mal ganz ruhig auf sie eingehen. Dann mach vielleicht ein Auflockerungsspiel, keine Kommandos! Dann das Tau oder was auch immer weglegen und wieder etwas streicheln. Und wieder in Ruhe lassen. Geh aus dem Zimmer und beschäftige dich, aber lass sie in Ruhe. War sie wieder für eine halbe Stunde ruhig, geh wieder zu ihr, streichel sie ein bisschen, ganz ruhig, verbreite keine hektik, lein sie an und geh dann mit ihr spazieren, wenn sie an der Leine ist und sie zieht, zieh die Leine in einer ruckartigen Bewegung in deine Richtung, schleif deine Hündin nicht zu dir, aber zieh kurz, aber kräftig an der Leine, sodass sie einen Ruck verspürt. Sag am besten nichts! Seit ihr dann auf einer Wiese (am besten irgendwo, wo niemand ist, wo es ruhig ist), lass sie laufen, setzt dich ins Gras und beobachte sie. Lass sie einfach mal laufen. Nach einiger Zeit, spiel zum Beispiel mit einem Tau, einfach vor dich hin. Mach dich interessant. Irgendwann wird sie zu dir kommen wollen. Nach ein paar Minuten, spiel mit ihr, ganz ruhig. Versuch das mal einige Tage, bau zu ihr Bindung auf, zeig ihr, dass es auch ohne Aktion und Machtkämpfe geht.

    Lass die ganzen Kommandos am besten einfach mal weg! Da sie sowieso nicht richtig hört, bringt es nichts. Du machst dir damit, die ganzen Kommandos kaputt. Also, wie schon beschrieben, geh es ruhig an, eventuell kannst du mit ihr auch mal Suchspielchen machen oder ihr so ein Intelligenzspielzeug geben. Setzt dich einfach neben sie, ohne Hektik, ohne Aktion.

    Gib ihr keine Chance, deine Kommados zu ignorieren. Stell ihr erstmal einfach keine. Falls es aber sein muss, zieh sie durch, stell dich Sturr und wenn es einen Machtkampf gibt, dann musst DU ihn gewinnen.

    Ist sie nun insgesamt etwas ruhiger geworden und geht etwas mehr auf dich ein, versuch es mal mit einem einfachen Kommando, wie Sitz, macht sie es, lob sie, mach aber keine Hektik, alles ganz ruhig. Gib ihr ein Leckerchen und streichel sie ein bisschen. Dann lässt du sie wieder für eine halbe Stunde in Ruhe. Kommst nochmal zu ihr, streichelst sie und gibst ihr nochmal das Kommando Sitz, macht sie es wieder loben, aber ganz ruhig.

    Was ich dir damit sagen möchte, versuch bei deiner Hündin erstmal eine bessere Bindung aufzubauen, geh alles ruhig an und vermeide das, was sie in Frage stellen könnte bzw. worauf sie nicht hört.


    Viel Erfolg und Spaß!

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