Bellen bei fast jedem Geräusch (achtung lang)
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Hallo,
Murphy (weißer sh) ist jetzt 13 Monate alt.
Seit 2-3 Wochen haben wir Problem, was das Bellen angeht...am besten, ich erzähle mal einige beispiele...
wir sind abends zu hause, an unserer eingangstür sind 2 schmale glasscheiben, durch die er schauen kann...er sieht dann auf den vorgarten und den eingang zum grundstück und eben zur straße...
er bellt am abend bestimmt 5-6 mal, rennt zur tür und guckt raus...jedesmal stehen wir auf, gehen hin und da ist nix zu sehen...also sagen wir ihm, daß alles gut ist und dann beruhigt er sich auch relativ schnell wieder...er bellt, wenn ne katze vorbeiläuft, wenn in der nachbarschaft ein hund bellt, wenn kinder spielen und er sie hört....
ich habe das gefühl, er ist so nervös, er kommt nie zur ruhe...und das er ganz arg auf geräusche fixiert ist...im garten ist es noch anstrengender für uns, er rast mit einem affenzahn auf den zaun zu, wenn wir dann hinter ihm herrennen, machen wir es ja noch schlimmer...dann rennt er weg und bellt weiter...wir sitzen auf der terasse, der nachbar gießt die blumen, oder die oma nebenan guckt nach ihrem salat...er sieht sie, und fängt erst mal an zu bellen, an anderen tagen juckt es ihn nicht...
er hört zb. kinder um die ecke ball spielen, dann bellt er, oder es laufen kinder am grundstück vorbei...wir hatten vor 2 wochen besuch , eltern mit kind, über nacht, mit dem kind hat er sich super verstanden, war total lieb...hat kommandos von dem kleinen angenommen (das kind war 7)...alles ok...es war eben ein fall vor 2 wochen, da sind kinder mit rollern und skateboards gefahren, sie sahen unseren hund, der lief zum zaun und ein kind war dabei, daß mit dem skateboard auf den bordstein fuhr, daß es geknallt hat, direkt vor ihm, da unser hund mit knallenden geräuschen (das ballspielgeräusch ja auch) nicht klar kommt, fing er tierisch an zu bellen, ich konnt ihn nicht mehr beruhigen...
zur erklärung...wenn er im garten ist, sind wir immer dabei, er ist nie alleine...außerdem ist er tagsüber bei uns im büro, wir gehen 2 mal am tag ne minirunde und abends ne größere (ca. 45 minuten)...am wochenende sind es dann 1 x 1 stunde und meistens 2 kleinere runden (20 min)...bis jetzt sind wir so gut klargekommen...
Uns fällt eben auf, daß er so empfindlich auf geräusche reagiert, im büro ist alles ok, wenn besuch kommt, oder die lkw fahren, da ist nie so etwas passiert...in der hundeschule bei übungen mit dosen oder sowas, da ist auch alles oki, läßt ihn alles kalt...
einige meinten, daß sei revierverhalten, aber ich stell mir das irgendwie aggressiver vor...wer kann mir helfen, hat erfahrung damit?
er hat schlechte erfahrungen an silvester mit den böllern gemacht, mir graust jetzt schon davor dieses jahr....hab sone cd bestellt, sitzt er nur da und guckt mich an...aber wehe in 20 km entfrernung ist ein feuerwerk...dann bellt er zu hause und beruhigt sich nicht mehr....
ich habe schiss, daß er grad ne macke entwickelt, die er dann nicht mehr wegbekommt...
lg
mad - Vor einem Moment
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Hallo,
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Schwierig aus der Ferne zu beurteilen. Was mir jetzt so aufgefallen ist:
Er fängt das Bellen an und du schreibst bei mehrere deiner Beispiele, dass ihr dann hingeht. Ihr bestätigt ihn also immer in seinem Verhalten. Habt ihr mal probiert, ihn zu ignorieren?
Ich habe das Problem mit Lena im Auto, als sie plötzlich von einem Tag auf den anderen anfing, alles anzubölken, was auch nur in Sichtweite war. Teilweise sogar die Autos, die an der Ampel neben uns standen. Ich habe gelobt, gelobt, Leckerlies vorne liegen gehabt bis zum erbrechen. Jetzt, nach etwa einem halben Jahr wird es langsam besser, dass sie nach 3 mal Bellen ruhig ist. Ich habe halt in Situationen wo ich wusste, sie bellt gleich (rote Ampel und da warten Fussgänger) schon beim ranfahren als sie noch still war gelobt, und gelobt solange, wie sie still war. Fing sie das Bellen an, gabs ein scharfes "Schluss" - hat sie vor Überraschung inne gehalten, wurde wieder gelobt wie doof. Das wäre sicherlich umsetzbar auf einige Situationen bei euch.
Dann frage ich mich, ob der Hund wirklich ausgelastet ist. 13 Monate ist doch ein totaler Spring ins Feld und er ist ja nun auch kein Kleinhund. 2 Minirunden und 1 x 45 Minuten kommen mir arg wenig vor. Dann könnte es natürlich sein, dass er eure Aufmerksamkeit so einfordert bzw. sich auf diese Art und Weise Beschäftigung/eine Aufgabe sucht. Da er sonst keine hat, hat er also Bewachen zu seiner Aufgabe gemacht. Und er hat damit ja auch super Erfolg. Wenn er bellt, rennt die Katze weg und Frauchen kommt auch noch gucken.
Was macht ihr denn an Kopfarbeit mit ihm noch zustätzlich zu den Gassirunden?
Mal als Vergleich: Lena (ist ja ne ähnliche größe) kommt morgens 20 Minuten raus, Mittags und Nachmittags jeweils ne Stunde, und ungefähr jeden 2. Abend noch mal 20 Minuten. Das ist zwar ok, das ein paar Tage (2 oder 3) zu unterbieten, weil man krank ist, weil das Wetter schwül ist, oder sonst was, aber am 3. oder 4. Tag fordert sie dann ihre Bewegung und Auslastung ein.
Edit: Ach ja, Sylvester: Nach einer heftigen Panikatacke das letzte Sylvester, gibt es beim nächsten 0,1 l Bier um viertel vor 12. Dann ist der Hund dull und alles ist gut.
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Hallo,
ich denke schon, daß es territoriales Verhalten sein könnte.
Habe ein ähnliches Problem und gestehe mir langsam ein, daß Ronja wacht und aufpaßt und alles meldet. Schau mal hier...:
https://www.dogforum.de/ftopic81571.html
In dem Threat findest Du auch einen Link, wo das territoriale Verhalten sehr gut erklärt ist. Trifft auf meine Motte wohl so ziemlich zu.
Silvester hatte Ronja auch totale Panik (2 Tage danach auch noch). Angst vor Geräuschen, die sie nicht zuordnen kann, hat sie durchaus. Das Bellen und Melden von Geräuschen im Garten hat damit aber eher nix zu tun, weil sie da so gar nicht ängstlich oder erschreckt wirkt.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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