Snoopy fletscht die Zähne

  • Hallo liebe Tierfreunde.

    Habe mir am Samstag (23.05.09) einen 1,5 jährigen Prager Ratller (ähnlich wie chiuauha) angeschafft und bin total verliebt in das kleine Tierchen. Gestern jedoch war ich wirklich erstaunt, wollte mir aufgrund seines Mundgeruchs einmal seine Zähne ansehen und ging ihm an seine Schnauze dabei fletschte er plötzlich die Zähne. Habe ihn lautstark ermahnt und geschimpft. Er war direkt eingeschuchtert. kurze Zeit später kitzelte sie ihn an seine Pfötchen und erneut fletschte er die Zähne. Da wurde meine Ermahnung zum Ernst und rollte ein Zeitschrift und knallte NEBEN ihn auf die Decke und schimpft laut mit ihm. Danach war er eingeschuchtert und beleidigt. Legte sich auf seine Decke und hat sich ungelogen 3 Std nicht mehr gerührt !!. Als ich heute morgen ausfstand, rannte er direkt zu mir hin und leckte mir durchs Gesicht und wedelte mit dem Schwanz. Versteht mich nicht falsch, aber ich möchte das er direkt weiss wo seine Grenzen sind. ER DARF einfach nicht knurren oder sogar die Zähne fletschen, egal in welcher Situation. Wenn ich ihn nicht bestraft hätte, würde er dann nicht denken: "AH, ich habe die Zähne gefletscht und er lässt mich in Ruhe, das muss ich mir fürs nächste mal merken !?!?" ?!?!?


    1. Woran liegt es das er seine Zähne fletschte ? Er war noch in Trauer, müde ect. ?

    2. Wie deutet ihr das Verhalten von dem Hund ? Habe ich richtig reagiert und ihn erschrocken mit dem Zeitungsknall ?

    Habe mein Schatzi von einem Hundezüchter, der ihn schonmal vermittelt hat, jedoch hatte sein altes Herrchen keine Zeit für ihn.

    Vielen Dank im Vorraus

  • Zitat

    Habe mir am Samstag (23.05.09) einen 1,5 jährigen Prager Ratller

    Du hast den Hund satte 2 Tage und kloppst schon mit der Zeitung neben ihn und schnauzt ihn an. Das ist nicht zwingend das Beste für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses.

    Du hast vom Grundsatz her Recht ... natürlcih darf er das nicht aber so wie du dich verhälst verstärkst du seine Agression.

    Er hat dir lediglich klarmachen wollen, dass du zu weit gehst. Er kennt dich noch gar nicht .. was hast du ihm (aus seiner Sicht) an den Zähnen rumzufummeln.

    Lass deinen Hund erstmal ankommen, bau ein Vertrauensverhältnis auf, nähere dich ihm spielerisch aber auf keinen Fall mit anschnauzen und Zeitung knallen. Mit der Zeit geht es dann von ganz alleine.

    Viel Spaß noch mit deinem Neuzugang :)

  • oO ist alles in Ordnung mit dir? Bist du des Wahnsinns einem Hund, den du grade erst bekommen hast ans maul zu greifen und ihn zu kitzeln? Ich glaub du hast nen Dachschaden. Der Hund kennt dich doch nichtmal!!!! Und dann auch noch erschrecken, was denkst du dir bitte dabei??

    Du kannst doch nicht vorraussetzen, dass ein Hund der dich noch nicht richtig kennt gleich alles mit sich machen lässt. Er hat sich einfach bedroht von dir gefühlt und dir das deutlich gemacht, deine Reaktion war absolut daneben.

    Gib dem Hund bitte mindestens zwei Wochen zeit sich einzuleben, bevor du mit solchen spielchen beginnst, sollte er frech werden reicht ein einfaches nein, ignorier ihn, wenn er etwas getan hat, was du nicht willst, aber bitte fahr ihn nicht so an, willst du dir gleich anfangs die Beziehung zu deinem Hund versauen??

    LG

  • Hallo, und willkommen im Forum!

    Meiner Meinung nach hast du falsch gehandelt. Der Hund ist noch nicht lange bei euch, eigentlich ist er erst verdammt kurz da und es war noch nicht genug Zeit, damit er Vertrauen aufbaut.
    Grundsätzlich sollte man wissen, dass ein Hund knurrt um seinen gegenüber klar zumachen: "Du kommst mir zu nah! geh weg!"
    Das ist ein sehr gutes soziales Verhalten vom Hund, denn er warnt vor. Man hat dann genug Zeit sich zurückzuziehen. Hätte der Hund kein gutes soziales Verhalten hätte er gleich zugebissen.

    Gerade das Maul und die Pfoten sind sehr empfindliche Teile des Hundes und die wenigsten Hunde mögen es sehr gern wenn man sie dort anfässt. Natürlich sind die meisten Hunde gut erzogen und lasse solche Kontroll-Behandlungen der Pfoten und Zähne über sich ergehen, aber mögen tun sie es einfach nicht.

    Der Hund kennt dich nicht, er weiß nicht ob du es gut mit ihm meinst oder nicht und die bist ihm einfach zu nahe gekommen.

    Ich finde, du solltest versuchen das Vertrauen (das du dir nun leider auch durch diese sehr harsche Vorgehensweise kaputt gemacht hast) wieder aufbauen und mit dem Hund üben, dass er sich anfassen lässt. Das kann man tun, wenn man dem Hund leckerlies gibt, dafür dass er sich an solch empfindlichen stellen anfassen lässt oder auch wenn man ihn eh schon streichelt und sich dann langsam in richtung der zähne oder pfoten hinstreichelt.

    Prinzipiell hat jedes Tier eine gewisse Grenze die man nicht überschreiten sollte und wenn der Hund einem schon sagt: Bis hierhin und nicht weiter, dann sollte man das durchaus ernst nehmen!

    Damit der Hund aber auch nicht lernt: Wenn ich knurre, dann geht er weg, sollte man natürlich das Vertrauen aufbauen und eine gute Bindung zum Hund haben, damit der hund den menschen in seiner nähe haben möchte und einen nicht wegknurrt.

  • Zitat

    Ich glaub du hast nen Dachschaden. Der Hund kennt dich doch nichtmal!!!!

    Auch wenn du erst 16 bist denke ich schon, dass du deinem Unmut in angepaßterer Form Ausdruck verleihen kannst ;).

  • Hallo nochmal,

    Erstmal vielen Dank an euch für die freundlichen Tipps (außer an Kleen Klappi, dein LG unten drunter hättest du dir auch sparen können. Bin kein Hundeerziehungsprofi und darum suche ich hier Rat)

    Auch ich bin noch lehrhaft und es ist mein erster Hund, ich dachte das man so einen Hund erziehen muss ?!!? Falsch gedacht, dank euch.

    Werde mit dem kleinen Snoopi auch diese Woche noch zur Hundeschule, um ihn zu fordern und damit ich lerne wie ich mit ihm umzugehen habe.

    Dankeschön

  • Na klar muss er erzogen werde aber mit Liebe, Konsequenz und richtigem Hundeverständnis. Das ist nicht immer einfach .. vor allem muss er erstmal bei dir ankommen. Bedenke, dass er aus seiner gewohnten Umgebung und von seinem bisherigen Herrchen weggerissen wurde.

    Zum Thema Hundeverständnis möchte ich dir auch noch gerne ein Buch empfehlen ... "Das andere Ende der Leine" (such mal bei Amazon). Hilft einem sehr viel weiter und vor allem lernt man mit leisen Tönen, Körpersprache und Gesten zum Ziel zu kommen und das schon die Nerven, die Stimmbänder und die Zeitung :D.

    Es ist noch kein perfekter Hundehalter vom Himmel gefallen und das du nachfragst zeigt ja schon, dass du dir Gedanken machst. Viel Spaß beim lernen ... dir und deinem Hund.

  • Dafür ist doch das forum da :)

    Ich bin sicherlich niemand, der sagt, dass man nie die Stimme erheben darf und manchmal würde ich meinen Hund am liebsten an die Wand klatschen :D

    Aber auch ich habe hier ein kleines Sensibelchen zu sitzen (wobei sich das durch viel Liebe und Vertrauen sehr gebessert hat) und von daher weiß ich, dass man gerade bei solchen hunden mit der klassischen Hunderziehung nicht sehr weit kommt.

    Ich würde dir auch das Buch empfehlen, das Fantasmita genannt hat. Mir hat es sehr geholfen. Auch die Bücher von Turid Rugaas, bzw alles über "calming Signals" hat mir nochmal die Augen geöffnet, wie deutlich mein Hund eigentlich mit mir redet, aber ich ihm nicht zuhöre, bzw. ihn nicht verstehe.

    Bei der Hundeschule würde ich darauf achten, dass sie rein über die positive Bestärkung arbeiten. Also negative wird nicht bestraft, sondern ignoriert und positives wird belohnt, sodass der Hund von selbst auf die idee kommt mehr und öfter das positive zu zeigen, denn damit kommt er weiter.
    Und man selbst fühlt sich auch besser, wenn man den Hund nicht anschreit :D

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!