Fährte - so richtig?

  • Hallo,


    da unser Hund (Border Terrier, 16 Monate) gerne sucht hab ich gestern nach der Anleitung von Petra Führmann in dem Buch "Erziheungsspiele für Hunde" eine Fährte gelegt. Würde gerne mal wissen ob das so ok ist?


    Fährte gelegt wurde:
    - in kurz gemähter Wiese, morgens 7:30
    - mit kleinen Wurststückchen, in jedem Tritt eins
    - die Tritte waren dicht beieinander
    - Gesamtlänge ca 7 Meter


    Nun habe ich meinen Hund suchen lassen und er ist die Fährte konzentriert abgegangen, man hörte das rythmische Schnüffeln, er hat gleich den Anfang gefunden.


    Aber:
    - hat er nicht jedes Wurststückchen aufgenommen
    - hat er einmal auf der Fährte umgedreht ist sie zurück gegangen und dann wieder in Laufrichtung - in dem Buch steht das soll er nicht: warum nicht? Wie soll ich korrigieren?
    - wie oft mache ich so eine einfache Fährte? Und was mach ich zuerst - Leckerchen reduzieren, Bogen einbauen oder Länge steigern?

    • Neu

    Hi


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    • Zurückgehen erlaube ich nicht, denn das geht in der Prüfung gar nicht. Es stört mich nicht, wenn der Hund nicht jedes Leckerchen nimmt, sofern er mit tiefer Nase zumindest "drüberschrappt", wenn das Suchen als Belohnung reicht, dann ist das für mich gut. Aber zurückgehen und nachträglich einsammeln gibts auch nicht.


      Anfangs bist du ja mit kurzer Leine direkt bei deinem Hund, dann hinderst du ihn einfach am Zurückgehen.


      Wie oft du eine kurze Fährte machst, hängt vom Hund ab. Wenn Hund offensichtlich zum Suchen möchte und sucht ohne sich ablenken zu lassen, dann kann es schwieriger werden.
      Ich verlängere erst nur wenig und lasse auch die Leckerchen in jedem Tritt, aber ich gehe dann schrittweise auf ein normales Schrittmass. Danach kommen bei mir Winkel und andere Böden. Bögen mache ich erst sehr spät, denn beim Bogen kann der Hund, je nach Windrichtung, ganz toll abkürzen, das möchte ich vermeiden und baue das erst ein, wenn der Hund zuverlässig die Nase in der Spur hat.


      LG
      das Schnauzermädel

    • Wenn dein Border Terrier, wie die meisten Vertreter dieser Rasse, ein wandelnder Müllschlucker ist, ist eine Futterfährte nicht so ideal. In der Regel hat man viel Zeit darauf verschwendet, ihnen das Irgendwasfressen vom Boden abzugewöhnen. Ich mache eine Schleppfährte ohne direkte Belohnung auf der Fährte. Das ganze hat auch den Vorteil, dass der Hund bei Wind nicht zwischen Futterbelohnung und verwehter Spur "pendelt".


      LG

    • Ich persönlich arbeite gar nicht mit leckerchen in der fährte, sondern nur als belohnung am ende der fährte. Ich möchte, dass mein hund von anfang an weiß, was fährten wirklich ist und nicht nach leckerchen sucht... aber hier scheiden sich die geister.

    • Zitat

      Ich persönlich arbeite gar nicht mit leckerchen in der fährte, sondern nur als belohnung am ende der fährte. Ich möchte, dass mein hund von anfang an weiß, was fährten wirklich ist und nicht nach leckerchen sucht... aber hier scheiden sich die geister.


      Wie machst Du es denn?
      Finnrotti

    • Wenn man z.B. Pansen in einem Nylonstrumpf schleppt, dann wird Hund auch dem Geruch folgen.
      Fürs Fährten in der Freizeit ist das keine schlechte Methode.
      Nur bei den Fährtenprüfungen hat Hundi quasi in jeden Fusstritt zu gucken, das hat er zwar nicht nötig, aber der Richter möchte es sehen. Also sind für diesem Zweck Leckerchen in jedem Tritt eine gute Wahl.


      Bei der Schleppfährte lernt der Hund auch nicht besser, was er sucht, denn die Schleppfährte befindet sich normalerweise zwischen den Bodenverletzungen durch die Fußtritte oder überdeckt den geruch wie die Leckerchen, auch hier muss er lernen Schleppengeruch und Geruch der Bodenverletzung zusammenzubringen.


      LG
      das Schnauzermädel

    • Ein Müllschlucker ist unser Hund eigentlich nicht. Wenn seine Freundin beim Spielen auf den Misthaufen geht und dort frisst bleibt er davor stehen und wartet bis sie fertig ist. Auch sehe ich eigentlich nie dass er draußen was aufnimmt...


      Ich hab schon auch ein bisschen gezweifelt ob er dann nicht nur die Leckerchen sucht, er hat aber auch nicht jedes genommen. Vielleicht probiere ich es mal mit Leckerchen reduzieren?


      Oder wie mache ich das mit dem Pansen? Frischer Pansen in nen Nylonstrumpf, die Fährte mit den Füßen trampeln und den Pansen hinterherschleifen?

    • Zitat

      Wie machst Du es denn?


      Mein Hund lernt von anfang an, nur die Bodenverletzungen zu suchen, sprich, es wird die fährte ausgetreten und dann muss er suchen. es liegt in der natürlichen sache des hundes, dass er nach bodenverletzungen sucht. Wie gesagt, es scheiden sich die geister. mir ist es wichtiger, dass mein hund natürlich sucht und nicht künstlich. doch wie schnauzermädel schon geschildert, sehen viele prüfer das anders, die wollen sehen, dass die nase komplett unten ist. ich leg darauf nicht so viel wert, sondern mein hund darf auch noch ein wenig individuell suchen (wobei ich eh eine Rasse habe, wo die nase auf dem Boden ist). dann nehme ich auch lieber ein wenig punktabzug in der prüfung in kauf.

    • so habe ich es auch gemacht. einmal mit pansen und sonst in dem ich fleischwurst über den boden gezogen habe und am ende der schleppe gab es dann eine belohnung.
      macht richtig spaß zu sehen, dass der kleine Mann perfekt auf er Spur läuft :)


      Viel Erfolg!

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