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  • Mein Hund ist 9 Jahre, ein Mischling, lieb, wohlerzogen. Wenn ich jedoch Besuch habe, leckt er sich seine Pfoten, teilweise sogar blutig, obwohl wir ihm Aufmerksamkeit schenken. Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen, oder hat jemand ein ähnliches Problem mit seinem Hund erlebt!

  • Dann steht er wohl mächtig unter Stress. Hat nichts damit zu tun, ob ihr ihm Aufmerksamkeit schenkt oder nicht, in solchen Situationen, sondern in welcher Form und in welchem Maße und zu welchem Zeitpunkt. Hast du schonmal daran gedacht, professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen?

  • Wir haben einen Dobermann-Mix. Dobermänner neigen auch zu diesem Verhalten... es gibt auch einen Fachausdruck dafür aber den habe ich grade nicht auf dem Programm. Ärzte können einem da meist kaum helfen. Du solltest aber ärztlich abklären lassen, ob es eine Hautkrankheit ist oder dieses zwanghafte lecken.

    Bei uns tritt dieses Verhalten primär auf, wenn der Hund einer neuen Situation ausgesetzt ist. Wir hatten es 1 x als ich nach Arbeitslosigkeit wieder anfing zu arbeiten und ein anderes Mal als mein Mann 4 Tage verreist war. Der ganze Spuk dauert nicht lange ... ein paar Tage, dann ist es wieder gut. Wenn wir es sehen verbieten wir es ihm, ansonsten kriegt er nen alten Strumpf über die Wunde und die Wunde wird mit Zinksalbe eingeschmiert.

    Gab es denn bei euch grade eine besondere Veränderung im Lebensrhythmus worauf der Hund eventuell reagiert?

  • Zitat

    Wir haben einen Dobermann-Mix. Dobermänner neigen auch zu diesem Verhalten... es gibt auch einen Fachausdruck dafür aber den habe ich grade nicht auf dem Programm. Ärzte können einem da meist kaum helfen. Du solltest aber ärztlich abklären lassen, ob es eine Hautkrankheit ist oder dieses zwanghafte lecken.

    Das nennt man autoaggressives Verhalten, heisst dass er seine innere Anspannung an seinem Körper auslässt. Das kann Pfotenlecken sein oder eine richtige Verletzungen zufügen. Bei Ziervögeln in dauernder Käfighaltung ist das auch das bekannte Federrupfen.

    Ist der Hund untersucht bezüglich irgendwelcher Veränderungen an der Pfote? Eingewachsene Splitter, Entzündung in der Pfote, oder ähnliches?

    Was meinst du, ihr schenkt im Aufmerksamkeit? Was genau macht ihr mit dem Hund? Welche Rassenmischung etwa? In welchen Situationen macht er das?

  • Jetzt hab ich es ... Leckdermatitis.

    Akrale Leckdermatitis (ALD), auch Leck-Granuloma oder Hunde-Neurodermatitis genannt, ist ein stereotypes Verhalten, das in Selbstzerstümmelung enden kann.

    Bei der Akralen Leckdermatitis zeigt sich die Stereotypie durch Lecken, Kauen oder Kratzen, am häufigsten an den Gliedmaßen. Das permanente Lecken führt zu haarlosen Stellen und zu Wunden, die einige Zentimeter groß sein können oder über die gesamte Gliedmaße reichen. Das fortgesetzte Lecken verhindert die Wundheilung und kann zu Schmerzen und in schlimmen Fällen zu Verkrüppelungen führen.

    Bei den großen Rassen sind Dobermann, Schäferhund, Dänische Dogge, Golden Retriever und Labrador besonders häufig betroffen.

    Es ist allgemein anerkannt, dass die Akrale Leckdermatitis eine Verhaltensstörung mit vielen möglichen Ursachen ist. Das Lecken und Kauen fungiert hier als Spannungslöser bei Hunden, die gelangweilt, sozial isoliert, für längere Zeit eingeschränkt oder andauernd körperlich bestraft werden. Das Lecken kann auch ausgelöst werden durch übertriebene Aufmerksamkeit oder Nervosität des Besitzers, die unbewusst nervöses Verhalten bei seinem Tier fördern. Auch der Zuzug von neuen Tieren oder Menschen im Haushalt kann ALD auslösen.

    Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Akrale_Leckdermatitis )

    Wie gesagt, tritt bei unserem Hund nur bei Veränderungen der Lebensumstände auf ... allerdings auch nicht so extrem, wie bei dem Bild bei Wiki...bei Max war es beide Male nur eine kleine Wunde.

    Es kann bei euch allerdings auch alles andere sein, weshalb ich das auf jeden Fall ärztlich checken lassen würde.

  • Hallo,

    beschreibe doch mal eine typische Situation wenn ihr Besuch bekommt.
    Wie verhält sich der Hund? Ist er freundlich und begrüßt den Besuch, oder zieht er sich sofort zurück?

    Was macht ihr dann? Wann und wie schenkt ihr ihm Aufmerksamkeit?
    Wenn man mehr weiss, dann kann man Dir auch mehr Tipps geben. Vielleicht ist es schon damit getan dem Hund einen anderen Platz zu geben und was zu kauen, sowie jeder Versuch beruhigende Aufmerksamkeit zu bereiten, einzustellen. Dazu müsste man aber mehr wissen...

    Liebe Grüße

    Steffi

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