ehem. Bundeswehrhündin hat gebissen

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  • in der normalen schutzhundausbildung, wie sie im vielseitigkeitssport passiert wird nicht mit agressionen gearbeitet, sondern mit dem spieltrieb der hunde. ein verein, der das anders macht, macht es nicht richtig.
    dabei sollte der hund nicht agressiv gegen den helfer springen, sondern eher freudig auf den moment warten, in dem er in den beißarm beißen darf. dieser wird von einem richtig ausgebildeten schutzhund als spielzeug (wie eine beißwurst) betrachtet und sobald der helfer den arm abstreift, konzentriert sich der hund auf den am boden liegenden arm und nicht auf den helfer.
    im vielseitigkeitssport lernen hunde, ihre impulse durch den hundeführer kontrollieren zu lassen und sich ganz auf diesen zu verlassen.
    sie werden nicht agressiv gemacht, jedenfalls nicht in seriösen vereinen.
    und ein verein, der es richtig macht bildet keinen schutzhund ohne perfekte unterordnung aus.
    ich denke schutzdienst dieser art ist sogar sehr wichtig, um einen hund, der einen starken schutztrieb und eine niedrige reizschwelle hat umweltsicherer und in hohen reizlagen kontrollierbarer zu machen. mit meinem quirligen malimix werde ich definitiv auch damit anfangen müssen.

    im polizeihundesport sieht das meiner meinung nach anders aus. ich kenne jemanden, der in der bundespolizei ist. dieser sagte mir, dass hier mit den malis sehr stark mit zwang gearbeitet wird. weiterhin gehen diese hunde nicht auf den beißarm, sondern auf den arm an sich und auf den rest des körpers.
    besonders nackenbisse werden immernoch favorisiert. mit diesen angriffen von hinten sollen verdächtige zu fall gebracht werden.
    als ich den bekannten von mir fragte, ob diese hunde auch mit anderen spielen können und so. er meinte, dass die meisten dieser malis überhaupt nicht ohne maulkorb in der öffentlichkeit herumlaufen können, geschweige denn gut sozialisiert sind. traurig, aber wahr.

    bei der bundeswehr kenn ich mich nicht so aus. allerdings kenne ich eine hundebsitzerin, dessen bekannter soldat ist und einen bw-hund hat. dieser darf in öffentlichen verkehrsmitteln nicht geführt werden, da er als waffe gilt und auf kehle ausgebildet wurde. er ist ein kriegshund und zum töten abgerichtet (was ich furchtbar finde). der hund tut mir einfach furchtbar leid.

    ich denke, das beste ist es, bei der bundeswehr anzurufen und einfach nachzufragen, welche richtlinien ihr befolgen könnt.

    ich finde es toll, dass ihr zwei alten hunden ein zu hause gegeben habt, besonders alte bundeswehrhunde haben es sicherlich nicht leicht, so einen wundervollen lebensabend zu genießen.

    lg marika[/list]

  • Was mich ein wenig irritiert ist, dass es in Deinem Bericht nicht nach einem offensiven Angriff klingt, sondern eher nach einem Verhalten, dass ich von angst-agressiven Hunden kenne.

    Ich weiß, man ist in so einem 'Augenblick mit anderem beschäftigt, aber kannst Du beschrieben, wie die Körperhaltung des Hundes war?

    Ansonste würde ich den Vorfall nicht überbewerten, denn sie hat ja vorher gedroht und sich dann abrufen lassen.

    Natürlcih mußt Du sie in Zukunft im Blick behalten (das brauche ich Dir wahrscheinlich nicht zu sagen) aber dann sehe ich da gute Chancen für ein friedliches Zusammenleben.

  • Zitat

    :???: Was soll mir das jetzt sagen? :???:

    Du hattest doch in deinem ersten Beitrag geschrieben das es keine Kuscheltiere sind sondern Verteidigungswaffen.
    Ich würde mal sagen die Hunde wissen zwischen Dienst und Freizeit zu unterscheiden.
    Ich kenne mehrere Diensthunde die in der Freizeit nichts anders sind als meine Hunde.

  • mhm...körperhaltung...schwierig, kann mich nicht mehr genau dran erinnern

    sie macht immer einen buckel wg der hd, ohren waren glaub ich nach vorne gerichtet, schwanz weiß ich nit mehr....

    frag mich nur die ganze zeit, warum sie beim ausziehen der hose reagiert hat....???

    denke auch dass sie meinen bruder gestellt hat mit dem bellen, dann hat der die hose weiter runtergezogen, sich also bewegt und das war wohl für den hund das zeichen zum beißen....aber warum beim ausziehen??? :/

  • vielleicht hat sie gelernt, dass sie menschen stellen soll, die etwas an ihrer kleidung verändern, im sinne von "waffe rausholen" (motorradsachen sehen ja auch irgendwie wie uniformen aus)... könnte natürlich sein, dass sie deswegen so heftig reagiert hat.
    ich denke, es ist wichtig solche situationen nun kontrolliert zu üben, damit sie diese nicht falsch interpretiert.

    lg marika

  • wenn der nette mensch anruft frag ihn doch mal, ob diensthunde heute noch codiert werden.

    früher war es teilweise üblich, den hunden einen speziellen angriff (meist zum töten) über ein codewort abzuverlangen. dieses codewort kann was ganz belangloses sein.
    allein aus dem grund wäre ich sehr skeptisch gegenüber einem ausrangierten diensthund.

    meine freundin hatte einen ausrangierten dobermann, der unvermittelt ihren freund angegriffen und schwer verletzt hat. im nachhinein stellte sich heraus, daß er codiert war, das wort war völlig belanglos. auf sowas kann ein "normaler" hundehalter gar net reagieren...

    ich finde dennoch, solange man seinen hund gut beobachtet und seinen trieb in eine andere bahn lenkt, funktioniert das ganze auch. so ein hund hat sein leben lang gearbeitet. ich bin mir net sicher, ob er versteht, wieso ers plötzlich nicht mehr darf.

  • aber wenn der hund wirklich auf ein codewort reagiert hat, dann müsste ich es oder mein freund gesagt haben, oder?

    und normalerweise müsste es ein außergewöhliches wort sein, wo man nicht einfach so drüberstolpert...?!?

  • ich glaub nich daß es bei dir ein codewort war. ich tippe eher auf die "uniform" :gut:

    mir is gesagt worden, daß die codeworte individuell sind, aber eben nicht immer außergewöhnlich. das codewort bei dem dobermann war auch ein gewöhnliches, vielleicht nicht allzu häufig genutztes.

    deshalb würds mich interessieren, ob heute noch codiert wird.

  • Zitat

    Eigentlich sind solche Hunde Kategorie 1-Hunde, weil sie auf "Menschen beissen" abgerichtet wurden.

    bei uns auf dem Platz trainiert u.a. eine Gruppe Diensthundeführer mit ihren Diensthunden noch privat. Wenn die mit ihren Hunden trainieren, ist alles mit auf dem Platz, inkl. Kindern und Enkelkindern. Da sitzt ein Teil der Leute rum, trinkt Kaffee, isst Kuchen, während drumrum die ausgebildeten Diensthunde frei abliegen (mit max. 2 m Abstand zueinander) und ein oder zwei der Hunde gerade am arbeiten sind (Schutz)

    Ganz ehrlich, mit gut nem Drittel der Hunde aus meiner BH-Gruppe - reine "Familienhunde" - würde ich mir das nicht mal ansatzweise trauen. Da wären Keilereien bis hin zu blutigen Verletzungen vorprogrammiert.

    Kampfwütige Bestien, die blindwütig zubeissen, kann sich auch im gesamten Diensthundesektor keiner erlauben.

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