Mein Hund fällt Kinder und Hunde an der Leine an

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  • Zitat


    Ich war ein Jahr bei Hundewelten :headbash: Die arbeiten genau mit dieser Methode. dran vorbei füttern und ablenken.
    Ich habe einfach nur schlechte Erfahrung damit gemacht


    Tja siehste, da0 sind dann genau die, die es eben nicht können!
    Es funktioniert, glaub es mir
    Und ich war nicht bei Hundewelten.
    Meine Devise: learning bei doing! :D


    Conny

  • Dran vorbei füttern oder Herrchen anschauen ist ein himmelweiter Unterschied . Blickkontakt herstellen ist kein Ablenkungsmanöver und völlig okay!
    Aber selbst da wird die Besitzerin weit von entfernt sein.

  • Zitat


    Ich war ein Jahr bei Hundewelten :headbash: Die arbeiten genau mit dieser Methode. dran vorbei füttern und ablenken.
    Ich habe einfach nur schlechte Erfahrung damit gemacht

    Ne Hundewelten arbeiten nicht nach der Methode, denn bei HW hat der Hund keine Rechte und darf nichts und jeder Hund ist Aggressiv. Der Hund wird bei HW auch nicht abgelenkt, sondern nur extrem auf den Menschen geprägt und darf sein Hassobjekt noch nicht einmal anschauen.

    Bei der ihr beschriebenen Methode wird der Hund aber mit dem Reiz konfrontiert und darf ihn sich ansehen und wird dann dafür belohnt, das der Hund anstatt die Kinder anzugiften, sich die alternative Handlung aussucht und den Kontakt zu seinen Menschen sucht. Der Hund darf und soll sich das Kind anschauen, aber aus einer sicheren Entfernung, wo der Hund das Kind noch ertragen kann. Und im Notfall kann man auch dem Hund das Lecker oder das Spielie vor die Nase halten und so an dem Kind vorbeiführen, denn auch dann wird der Hund das Kind nicht wirklich wahrnehmen, wenn das Lecker Motivation gut genug ist.
    Entsprechend - um es noch einmal zu sagen - wird der Hund in einer ruhigen Phase und nicht in der Aggression bestätigt und wird sich so mit den Kindern wieder anfreunden und sie dann auch schrittweise wieder dichter bei sich ertragen können und mit der Zeit kann vielleicht auch ein Kind mal ein Leckerchen werfen oder aus der Hand geben.

    Es liegt nun an dem Halter, dort den Abstand zu finden, wo der Hund ansprechbar bleibt und wo man mit dem Hund arbeiten kann und den Hund entsprechend durch eine Leine zu sichern.
    Dann kann dieser Hund auch zu keinem Kind mehr hin und so kann kein Kind mehr zu Schaden kommen und es werden auch keine unsäglich veralteten Erziehungsmethoden mehr gebraucht.

  • Hallo!

    Grundsätzlich bin ich natürlich auch für absichern, unbedingt Leine dran, der Hund darf keine Chance mehr haben, sein Verhalten zu zeigen.

    Die Situationen, in denen er aggressives Verhalten zeigt, würde ich positiv belegen. Lass bitte jede Gewalteinwirkung sein, das verschlimmert die Sache ungemein.
    Mit positiv belegen meine ich jetzt nicht ablenken durch Leckerchen etc., das kann zwar eine Managementmaßnahme sein, der Hund lernt aber nicht unbedingt daraus.
    Idealerweise arbeitest du dafür mit einem Marker (zb. Clicker), auf den eine Belohnung folgt. Somit kannst du den Hund bereits für das Ansehen des Auslösers belohnen, und Aggressionsauslöser können somit positiv eingefärbt werden. Da kommt zb ein Kind, für das erste Hinsehen zum Kind gibt es Marker und Belohnung, der Hund verbindet also Kind bedeutet gleich Belohnung. Zusätzlich zum positiven belegen des Auslösers würde ich dem Hund auch zeigen, was er anstatt Aggression zu zeigen zu tun hat, zb ihn sitzten lassen, was natürlich auch wieder belohnt werden muss.

    Zum Thema das falsche Verhalten belohnen. Aggression kann mit positiver Bestärkung nicht belohnt werden, lerntheoretisch unmöglich. Denn dann könnte aggressives Verhalten zb durch Clickern wunderbar erlernt werden, und das hat wohl noch keiner hingekriegt.

    Lg

  • Zitat


    Zum Thema das falsche Verhalten belohnen. Aggression kann mit positiver Bestärkung nicht belohnt werden, lerntheoretisch unmöglich. Denn dann könnte aggressives Verhalten zb durch Clickern wunderbar erlernt werden, und das hat wohl noch keiner hingekriegt.

    Öhm warum sollte das nicht gehen?
    Ich denke - besser gesagt ich weiß es, das wenn man immer und immer wieder eine Handlung belohnt, diese dann auch entsprechend auf Signal auslösen kann.
    Über das Freeshapping ist eine ganze Menge möglich, eben auch, das man aggressives Verhalten auf Signal aufbauen kann.
    So kann man schließlich auch das Bellen aufbauen und viele anderen Spielereien, die eigentlich nicht wirklich Sinn machen, das man sie mit einem Signal belegt.

  • Aggression ist eine Emotion, die jeder Hund situativ zeigen kann. Emotionen können nicht auf Befehl hervorgerufen werden. Somit kann Aggression auch nicht positiv bestärkt werden.
    Was natürlich funktioniert ist, dass man einem Hund bellen, knurren usw. auf Signal durch positive Verstärkung beibringt, das ist jedoch in dem Fall nicht emotional ausgelöst, und da liegt der Unterschied.

    Lg

  • Nun Angst ist auch eine Emotion und die kann man durch falsche Bestätigung verstärken. Ebenso sieht es auch mit Aggressionen aus.
    Selbst wenn man nur Elemente aus einer Emotion herausnimmt und diese mit einem Signal belegen kann, kann ich aber eine Emotion durch falsche Bestätigung in eine ganz andere Richtung lenken und mit einem entsprechenden auslösenden Reiz versehen und so entsprechend auch abrufbar machen. Zwar nicht in dem Sinne eines Signales, aber der Reiz ist dann dafür ausreichend.

  • Das sehe ich nicht so.
    Es funktioniert nicht, dass durch positives Zutun von Menschenseite für den Hund noch mehr Grund besteht situativ Aggression oder Angst zu zeigen. Würdest du Negatives dazutun, zb Leinenruck etc. wäre die Sache natürlich umgekehrt, die Sitiation wird für den Hund noch negativer belegt als sie sowieso schon ist, und Grund für Aggression/Angst wird mehr.
    Dass man Angst durch falsche Bestätigung verstärken kann ist für mich auch fraglich. Da wäre natürlich interessant, was falsche Bestätigung ist. Durch Steicheln zb wird ja Oxytocin freigesetzt. Oxytocin ist der Gegenspieler von Cortisol und Adrenalin, welche bei Angst, Aggression, Stress ausgeschüttet werden. Durch die Ausschüttung von Oxytocin wird also Cortisol und Adrenalin schneller abgebaut.
    Steicheln kann demnach dem Hund tatsächlich zb in angsteinflößenden Situationen helfen, schneller runterzukommen.

  • Hallo.
    Ich habe mich angemeldet, weil mich das aktuelle Verhalten meines Hundes verunsichert und bekümmert.
    Carlo, eine fast einjährige Französische Bulldogge, ist eigentlich ein lieber Kerl, er grunzt, isst gerne, rast gerne im Wald rum und spielt.

    Ich nochmal.
    Hätte nicht gedacht, dass direkt so viele was schreiben. danke erstmal.
    also, um es nochmal zu verdeutlichen.
    carlo kann "sitz" und "platz" und "bleib" und bewegt sich auch nicht vom fleck, wenn er kein "lauf" bekommt. das er an die leine muss, ist mir klar, da ist er ja auch meistens dran, eben nur ab und zu mal nicht, da achte ich natürlich drauf, besonders nach den zwischenfällen.
    ablenken, leckerchen, augenkontakt, ins sitz rufen klappt alles super an der leine, auch bei kindern und anderen hunden. da jammert er bestenfalls mal an der leine rum, sonst nix. meine frage bezog sich eher darauf, welche ursachen es geben könnte, dass er jetzt plötzlich was gegen kinder und angeleinte hunde hat.
    hundeschule, hundetrainer sind natürlich an meiner seite!! und das schon von anfang an, um frühe fehler zu vermeiden. er hat guten sozialkontakt und trifft jede woche viele kinder und hunde, abgeleint, da war das nie ein problem.
    also. eigentlich ein lieber, gehorsamer hund, ohne unnormale privilegien und er ist einer, der seine herrchen absolut akzeptiert.
    was mich total kirre macht sind die ganzen tipps bezüglich unterwerfung. natürlich füge ich meinem hund keine gewalt zu, ich tue nur das, was trainer, bekannte, freunde und bücher empfehlen, wenn der hund ungehorsam ist. ich tue ihm nicht weh, ich unterwerfe ihn nur.
    bulldoggen haben am hals zwei hände voll haut, der liegt auf dem rücken, aber ohne schmerzen. wenn ich jetzt lese, dass es nichts bringen soll, wundere ich mich, bin aber natürlich froh, wenns nicht sein muss und ich anders zeigen kann, dass ich herrchen bin. wenn er abgehauen ist und erst nach mehrmaligem rufen kommt, legt er sich direkt hin, wenn ich auf ihn zu gehe, nicht aus angst, er wedelt mit dem schwänzchen dabei.
    also, was haben kleine kinder an sich, was sie so anfallwürdig macht?
    ich werde es in zukunft natürlich, wie bereits im moment, nicht mehr zu solchen situationen kommen lassen...
    und noch etwas: es gibt meiner meinung nach niemanden, der alles über hunde weiß, deshalb ist dieses forum ja auch nützlich, jeder denkt er weiß was und nur seins ist richtig, ich denke die unterschiede sind gut für die anderen. hunde sind persönlichkeiten, alle verschieden, deshalb sollte man sie nie pauschalisieren und wenn tipps helfen, dann ist doch alles so, wie es sein sollte.
    also danke schonmal für weitere antworten, gute nacht
    levana und carlo

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